Fake-News in der postfaktischen Welt

Werden Wahlen in Zukunft von genau gezielten und massenhaft produzierten Falschmeldungen entschieden? Oder wird, im Gegenteil, aus Angst davor die Presse- und Meinungsfreiheit im Internet übermäßig beschnitten?

Die Diskussion um Fake-News hat in den letzten Wochen einen immer schrilleren Tonfall angenommen. Es fehlt aber bisher eine rationale Analyse, aus der sich auch Gegenmaßnahmen ableiten lassen. Das möchte ich hier nachholen.

Definition

Fake-News sind falsche Nachrichten oder Berichte, die absichtlich in Umlauf gebracht werden und sich im Internet verbreiten. Ich möchte die Definition möglichst eng fassen, weil sonst eine Analyse nicht möglich ist. Wichtige Kriterien für die Einordnung einer Falschmeldung als Fake-News ist demnach:

  1. Fake-News melden ein Ereignis, das sich entweder überhaupt nicht oder nicht in dieser Form abgespielt hat.
  2. Fake-News nutzen das Internet und hier vorwiegend soziale Netze zur Verbreitung.
  3. Fake-News sind so gestaltet, dass sie sich in sozialen Netzwerken besonders gut verbreiten.1
  4. Fake-News sprechen vorwiegend Emotionen an, weil das die schnelle Verbreitung fördert.
  5. Von Fake-News sollte man nur sprechen, wenn sie mit der Absicht gestreut werden, eine politische oder finanzielle Wirkung zu erzielen.

Die Fake-News nutzen die Besonderheiten des Internets und werden innerhalb des Verbreitungsmediums aktiv weitergetragen (virale Verbreitung). Wirkung und Verbreitung lassen sich unmittelbar verfolgen und erlauben wertvolle Schlüsse über die Zielgruppe. Die Autoren sehen sofort die Reichweite und die Glaubwürdigkeit ihrer Propaganda und fahren deshalb eine adaptive Strategie. Je Nach Reaktion verändern sie ihre Postings und verbessern damit die Wirkung auf die Zielgruppen binnen weniger Tage. Diese Flexibilität ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Die Reaktionen auf Propaganda in klassichen Medien wie Zeitungen oder Fernsehen kann man dagegen nur mit vergleichsweise hohem Aufwand verfolgen. Das macht die Strategien schwerfälliger und kurzfristige Änderungen teurer.

Von den klassischen Gerüchten unterscheiden sich Fake-News auch durch ihre relative Stabilität. Nur wenige Menschen machen sich die Mühe, ein Gerücht selbst wiederzugeben, die meisten verbreiten nur den Link und versehen ihn mit einem emotionalen Kommentar (z.B. „schon gelesen? Ist wirklich unglaublich!“).

Findige Menschen machen ein Geschäft daraus, Fake-News in dubiosen Foren oder Webseiten aufzuspüren und zu Meldungen zusammenzusetzen (man spricht dann von Aggregatoren). Sie verdienen ihr Geld mit den Beteiligungen an den Werbeeinnahmen der Sozialen Netzwerke. Je mehr Traffic sie erzeugen, desto höher ihre Einnahmen. Deshalb stellen sie erfolgreiche Inhalte mit geringen Änderungen neu zusammen und präsentieren sie nach einigen Wochen als neue Meldung. Man könnte hier von einer fast klassischen Evolution sprechen, also dem Überleben des am besten Angepassten.

Das Verbreitungsmedium Internet in Verbindung mit dem typischen Geschäftsmodell der sozialen Netzwerke bestimmen damit das Format der Fake-News, die optimale Verbreitungsstrategie und die Wirkung. Ihr Fingerabdruck ist eindeutig und sie bilden eine eigene gut abgrenzbare Gruppe in der Gattung der Gerüchte. Deshalb plädiere ich dafür, den Begriff Fake-News nur für absichtliche Falschmeldungen im Internet zu verwenden. Sie richten übrigens nicht unbedingt mehr Schaden an als die klassische Propaganda, aber das Muster ist ein anderes.

Der Internet-Lawineneffekt

Wenn Fake News den Nerv der Leser treffen, verbreiten sich sie, den Regeln des Internet entsprechend, lawinenartig. Sollte das nicht direkt funktionieren, dann stehen den Erfindern der Fakes verschiedene Mittel zu Gebote, um ihre Botschaft unter das Volk zu bringen.

  1. Social Bots
    Diese mit begrenzter künstlicher Intelligenz ausgestatteten Computerprogramme suchen auf Facebook oder Twitter im ersten Schritte möglichst viele Kontakte. Die Hersteller verschaffen ihnen Accounts, auf denen sie ein Minimalprofil einrichten, gerade genug, um auf den ersten Blick als Menschen durchzugehen. Wenn Sie erst einmal gut vernetzt sind, verbreiten sie die Werbung ihres Auftraggebers. Spezialisierte Firmen vermieten diese seelenlosen Dummschwätzer gegen entsprechende Bezahlung in Kompanie- oder Armeestärke. Im US-Wahlkampf setzten beide Seiten massenhaft Bots ein, wobei Donald Trump offenbar wesentlich mehr Traffic gekauft hatte. In der zweiten Debatte der Kandidaten setzten Bots etwa ein Drittel der pro-Trump Tweets und ein Viertel der pro-Clinton Tweets ab. Die Trump-Bots waren wesentlich aktiver, sie setzten viermal soviel Tweets ab wie die Gegenseite.2
  2. Trolle
    Wer etwas mehr Geld in die Hand nimmt, kann auch menschliche Propagandisten mieten. Autoritäre und diktatorische Regime beschäftigen Hunderte oder auch Tausende von Helfern, die offizielle Regierungspositionen aggressiv vertreten, und Abweichler mundtot machen. Bei Facebook müssen nur genügend Nutzer einen Beitrag beanstanden, dann wird er ohne genaue Prüfung gesperrt. Die Türkei beispielsweise macht davon ausgiebig Gebrauch.
  3. Astroturfing
    Das Wort Astroturf ist ein in den USA sehr bekannter Markenname für Kunstrasen. Mittels Astroturfing täuscht eine Firma oder politische Gruppe eine spontane Bewegung (engl. Grassroot movement) oder einen Hype vor. Gekaufte Trolle und Blogger erwecken den Eindruck, dass ohne erkennbare Ursache viele Menschen plötzlich ein bestimmtes Produkt in den Himmel loben oder eine politische Forderung unterstützen. Bots verstärken die Botschaft, bis genügend echte Menschen anfangen, eine wirkungslose Wundermedizin zu kaufen oder eine Petition zu unterstützen. In diesem Fall ist die ganze Kampagne ein Fake. Sie benutzt Falschmeldungen, Verzerrungen und Übertreibungen als Mittel zum Zweck. Astroturfing hat in der Politik eine erstaunliche Wirkung. Nichts fürchten Politiker mehr, als von einer plötzlich auftauchenden, breit unterstützten Kampagne kalt erwischt zu werden.

Der Einsatz dieser Kampagnenverstärker soll im wesentlichen beeindrucken, und damit einen breiten Konsens vortäuschen. Wer sie allerdings zu großzügig einsetzt, verliert den Überblick über den tatsächlichen Erfolg seiner Kampagne. Dann fehlt aber die Rückkoppelung, die wiederum für die adaptive Strategie notwendig ist. Anders ausgedrückt: Wenn ich ständig einen durchschlagenden Erfolg vorspiegele, weiß ich irgendwann nicht mehr, wie gut ich tatsächlich dastehe. Dann gebe ich viel Geld für Trolle und Bots aus, ohne einen Zusatznutzen zu erzielen. Am besten ist es also, die Verstärker moderat einzusetzen, so dass die Kampagne steuerbar bleibt.

Grundsätzliche Schäden durch Gerüchte

Gezielt gestreute Gerüchte haben oft eine erstaunliche Wirkung. Im Vorfeld der Französischen Revolution litt der Ruf des Königshauses durch immer wieder verbreitete Falschmeldungen. Die Regierung von König Ludwig XVI wurde verdächtigt, mit Kornspekulanten unter einer Decke zu stecken. Missernten und die Liberalisierung des Getreidehandels hatten ab etwa 1787 zu einer massiven Brotteuerung geführt. Spekulanten kauften Weizen auf, um das Angebot künstlich zu verknappen und den Preis weiter hochzutreiben. In anonymen Flugblättern war von einem „Hungerpakt“ zwischen Ministern und Spekulanten die Rede, was zu einem Aufschrei der Empörung führte. Obszöne Schriften beschuldigten die verhasste Königin Marie Antoinette, wüste sexuelle Orgien zu veranstalten.3 Trotz der rigorosen königlichen Pressezensur kursierten solche Druckwerke massenhaft im Untergrund. Sie bereiteten den Boden für die immer heftiger werdenden Proteste, die schließlich zum Umsturz führten. Die Passivität des Königs angesichts der Krise sorgte dafür, dass selbst haltlose Anschuldigungen in den Augen der Öffentlichkeit an Glaubwürdigkeit gewannen. Während solche Gerüchte eher langsam wirkten, führten andere unmittelbar zu Mord und Totschlag. Im Jahr 1946 ermordete ein wütender Mob im polnischen Kielce mehr als 40 Juden. Zuvor war die falsche Behauptung verbreitet worden, die Juden hätten einen christlichen Jungen entführt und wollten ihn rituell ermorden.

Bösartige Gerüchte, oft absichtlich in die Welt gesetzt, heizen ein bestehendes Misstrauen zwischen verschiedenen Gruppen weiter an. Dazu bedarf es keiner besonderen Leistungen, weil Menschen ohnehin dazu neigen, Fremden zu misstrauen. Bei der Volksabstimmung zum Verbleib der Briten in der EU haben es Brexiteers geschafft, die europafreundlichen Eliten als Fremdgruppe aufzubauen, die nur ihre eigenen Interessen verfolgt und den „Mann auf der Straße“ ignoriert, oder verachtet. Seitdem sind die politischen Lager im Vereinten Königreich tief gespalten. Donald Trump führte einen ähnlichen Wahlkampf in den USA. Beide streuten ausgiebig klassische Propagandalügen und Fake-News, um die Vorurteile ihrer Anhänger weiter zu schüren. Die Anführer lassen bis heute keine Reue erkennen und versuchen auch nicht, die tiefen Gräben wieder zuzuschütten, die sie selbst aufgerissen haben.

Schadensmuster der Fake-News

Fake-News haben gegenüber klassischen Gerüchten vier neuartige Wirkmechanismen, mit denen sie besonders starke Schäden anrichten:

  1. Wahrgenommene Peer-Group-Konformität
    Die virale Ausbreitung sorgt dafür, dass Nutzer sozialer Medien binnen Stunden gleich mehrfach auf die Fake-News hingewiesen werden. Bots sorgen für zustimmende Kommentare. Das erzeugt bei vielen Nutzer den gewünschten, aber falschen Eindruck, die Meldung sei wichtig, mehrfach bestätigt und fast alle ihre Freunde hielten sie für wahr.
  2. Geringe Lebensdauer
    Die schnelle Verbreitung erzeugt eine Hase-und-Igel-Situation. Die oft erst nach Tagen oder Wochen erscheinende Widerlegung der Falschmeldung bleibt kaum in Erinnerung, weil die Nutzer bereits das Interesse an dem Thema verloren haben, oder andere Fake-News ihre Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.
  3. Kurzfristige Wiederholung
    Die geringe Lebensdauer und die fehlende Wirkung der Widerlegung erlaubt es den Autoren, gleiche oder ähnliche Fake-News im Abstand von wenigen Wochen erneut zu lancieren. Das führt bei der Zielgruppe zu dem irrigen Gefühl, dass die neue Meldung die alte bestätigt.
  4. Adaptive Veränderung
    Die schnelle, erfolgsabhängige Evolution der Fake-News führt dazu, dass Meinungen und Vorurteile der Zielgruppe extrem zielgenau ausgebeutet werden. Das steigert wiederum die Glaubwürdigkeit.

Eine Untersuchung von Buzzfeed und Ipsos in den USA hat gezeigt, dass die meisten Amerikaner fünf ausgewählte Fake-News als nahezu ebenso glaubwürdig einschätzten wie echte Meldungen. Gleichzeitig sind aber 84% der Meinung, sie könnten Fake-News gut erkennen. Die Menschen integrieren also falsche Nachrichten ganz unbemerkt in ihr Bild von der Welt.

Fake-News eignen sich deshalb hervorragend, eine Gesellschaft entlang vorhandener Bruchlinien zu spalten und die Kluft dann weiter zu vertiefen. Misstrauen innerhalb einer Gesellschaft lähmt aber den Staat und erleichtert den Weg zu einem autoritären Staat oder einer Diktatur. Eine funktionierende Demokratie setzt ein beträchtliches Maß an Respekt gegenüber Andersdenkenden voraus. Wenn eine Gesellschaft in zwei oder mehr kompromisslos kämpfende Fraktionen zerfällt, dann wird die jeweils regierende Gruppe versuchen, alle Macht an sich zu ziehen und die Rechte der Opposition auszuhebeln.

Im nächsten Blogpost wird es um die Bekämpfung der Fake-News gehen. Schon mal ein Hinweis: Zensur ist weitgehend sinnlos, Resignation aber gefährlich.

Anmerkungen

[1] Das Stichwort lautet Clickbaiting, also die reißerische, neugierig machende Präsentation der Überschrift, oft mit einem Fotoausschnitt. Beispiel: „Als der Ehemann dieses Foto sah, verlange er die Scheidung“.

[2] Bence Kollanyi, Philip Howard, Samuel C. Woolley Bots and Automation over Twitter during the Second U.S. Presidential Debate. Comprop Data memo 2016.2 19.10.2016. http://politicalbots.org/wp-content/uploads/2016/10/Data-Memo-Second-Presidential-Debate.pdf

[3] Quelle: Laurence Dalgneault Desrosiers: Le Fonctionnement De La Pornographie Politique Dans Les Pamphlets De La Révolution Française (1789-1793) (Magisterarbeit, Université du Québec in Montréal) http://www.archipel.uqam.ca/1540/1/M10598.pdf

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

40 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Fake-News sind Produkte des Internets und der sozialen Medien und können meiner Meinung nach ebenfalls mit Produkten des Internets bekämpft werden. Eine Fake-News Detektionssoftware würde bereits genügen. Diese müsste beim Anklicken der News aktivierbar sein und dann Auskunft über die Herkunft geben und die Wahrscheinlichkeit benennen, dass es sich um Fake-News handelt. Menschen sind von Natur aus neugierig und wollen sich zudem vor andern keine Blösse geben. Wer eine Nachricht weiterverbreitet, glaubt in den meisten Fällen an die Echtheit der Nachricht und will nicht die Gefahr eingehen, sich vor allen zu blamieren, indem kurze Zeit darauf die Meldung folgt: Du bist einer Fake-News aufgesessen!
    Eine gute Fake-News Detektionssoftware könnte also recht wirksam sein.

    • Wie soll eine Fake-News Detektionssoftware bloß funktionieren? Wie soll ein Algoritmus Wahrheit oder Lüge erkennen?

      • Heute vor allem durch automatische Detektion neu aufgetauchter oder evtl. aggregierter News, durch Konstruktion eines News-Stammbaums, durch Mustererkennung + menschliche Hilfe.
        Ein Algorithmus kann unter Berücksichtungbverschiedener Kriterien, unter anderem durch Erkennung von häufig in Fake-News auftauchenden Mustern die Wahrscheinlichkeit ermitteln, dass es sich um eine Fake-News handelt. Ein paar menschliche Mitarbeiter können dann noch weitere Abklärungen vornehmen.
        Solche Software wird im Moment entwickelt, wie der BBC-Artikel Fake news detector plug-in developed berichtet.

        • Die im BBC-Artikel erwähnte Software urteilt vorläufig wohl im wesentlich nach der Quelle des Artikels. Das kann hilfreich sein, bringt aber vermutlich nicht allzu viel, weil die Erstellung einer neuen Website innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Weil erfolgreiche Fake-News sich lawinenartig verbreiten, käme der Hinweis, dass die Informationen aus einer unzuverlässigen Quelle stammen, vermutlich zu spät. Außerdem könnten Facebook-Nutzer, die diesen lästigen Hinweis loswerden möchten, die Nachricht einfach per cut-and-paste verbreiten. Wenn sie dann noch ein oder zwei Sätze verändern, greift die automatische Erkennung auch nicht mehr zuverlässig.
          Die Idee von Facebook, eine Nachricht als Fake zu markieren, wenn nur genügend Benutzer darauf bestehen, würde natürlich den Diktatoren mit großen Trolltruppen in die Hände spielen. Sie könnten alle regimekritischen Artikel binnen weniger Stunden als Fake markieren lassen.
          Auch eine Software, die nach formalen Kriterien arbeitet, wäre eine zweifelhafte Errungenschaft. So sind die Meldungen des satirischen „Postillon“ immer erfunden, ihr bierernster Tonfall ist aber von dem einer echten Agenturmeldung kaum zu unterscheiden.

    • Mit der Haltung „Im Zweifel ist es Fake-News“ könnten auf vertrauenswürdige Information zählende Social-Media-Nutzer eventuell besser bedient sein als mit einem Fake-News-Detektor . Ein Facebook- oder Twitter- Profileintrag der Art „Nur vertrauenwürdige News anzeigen“ wäre hier nützlich. Er würde bewirken, dass „Nachrichten, deren Quelle nicht nachgewiesenermassen „seriös“ ist“ als potenzielle Fake-News markiert werden oder gar, dass sie gar nicht angezeigt werden.

  2. Sachliche Analyse , spart auch die Verwandtschaft zur Propaganda nicht aus.
    Der Fisch stinkt vom Kopf her , die teilweise Tendenz der herkömmlichen Medien ( und anderer Institutionen ), Nachrichten ( und Weltbilder ) , sagen wir , zu dehnen , wirkt als negatives Vorbild , und als ermunterndes gleichermaßen.

    Ein ähnliches Prinzip wie bei den diversen Verschwörungstheorien , die stark begünstigt werden durch Vorbilder , die als überwiegend akzeptierte (mediale) Leitbilder gelten , gerade die neoliberalen Glaubenssätze wirken da verheerend.

    Fake-News werden da auch gerne genommen , um vom eigenen Treiben abzulenken ( der Umkehrschluß ist aber völlig unzulässig , daß also jeder , der sich mit dem Thema beschäftigt , die Ablenkung im Sinn hätte).

  3. Pingback: Umleitung: Wir starten mit düsteren Einsichten zu Jahresbeginn und landen dann bei Fake-News, Nafris, Rechtsextremismus sowie Jugendkultur im HSK. | zoom

  4. Fake-News sind nicht nur Produkte des Internets. Sie werden auch von staatlichen Stellen produziert oder gerne von Stellen übernommen, die gerade politisch genehm sind, um die öffentliche Meinung zu manipulieren.
    Z. B. um dem Volk einen Angriffskrieg schmackhaft zu machen. (Brutkastenlüge vor dem Irak-Angriff, Behauptung des Besitzes von Massenvernichtungswaffen (Irak,Iran), Meldungen von Gräueltaten mit schneller Schuldzuweisung an den Gegnerin Syrien usw.)
    Die sind nicht durch eine Fake-Software zu erkennen, dort hilft nur, nicht alles zu glauben, was man in den scheinbar vertrauenswürdigen Medien Fernsehen und Presse sieht.
    Wenn man den alten Spruch „Cui bono“ beherzigt, kann man oft auch die Verursacher und auch Nutznießer der Fake-Nachricht erkennen.
    Durch das Internet selbst fliegen auch einige Lügen auf, z.B. wenn man einmal die Möglichkeit hat, selbst Kontakt zu den Betroffenen aufzunehmen.
    Aber es ist in der Regel unmöglich, diese Wahrheit in eben diesen Medien klarzustellen.
    Ein Shitstorm ist wohl das maximale, was man erreichen kann, auch mit dem Risiko, selbst als Fake-News-Autor bezeichnet zu werden.
    Ich habe den Eindruck, daß die „Lügenpresse“ einen würdigen Gegner hat, beide versuchen mit unsauberen Mitteln, die Meinung einer Gruppe zu beeinflussen.
    Vielleicht habe ich einen Vorteil in dieser Thematik; Ich bin in der DDR aufgewachsen in einem kritischen Umfeld, habe Ost- und Westfernsehen sehen können.
    Da lernt man, „zwischen den Zeilen zu lesen“ und auch das es in der Politik kaum „Gut“ und „Böse“ gibt. Nicht einmal bestmöglich…

    • @Andreas Schulz: Mit der Inklusion von Kriegslügen, Propaganda und Agitprop in den Begriff Fake-News eröffnen sie ein eigenes Diskussionsfeld. Die Wikipedia scheint noch keinen Eintrag für Fake-News zu haben, jedoch einen für Fake news website:

      Fake news websites (also referred to as hoax news[3][4]) deliberately publish hoaxes, propaganda, and disinformation, using social media to drive web traffic and amplify their effect

      Sie haben also wahrscheinlich recht, dass die wörtliche Bedeutung von Fake News, interpretiert als Falschinformation, nicht etwas neues bezeichnet. Es ist vielmehr das Verbreitungsmedium, das Internet, die sozialen Medien, welche Fake News eine neue Qualität geben.

    • Der Begriff „Fake-News“ lädt zu Umkehrungen, Cartoons und satirischen Bemerkungen ein, denn: Ein kritischer Geist ist jeder Nachricht gegenüber skeptisch.
      Die Site Urban Dictionary listet unter anderem folgende Fake-News auf:1)

      Donald Trump is being aided by Russian hackers in this election.

      2)

      Hillary Clinton is leading in the polls, and will be the next president after a landslide victory.

      3)

      The unemployment rate is the lowest ever, and the economy is doing great.

      Dann folgen noch weitere News, die die einen in das Fach Fake-News, die anderen aber ins Fach True-News tun würden.

  5. @Martin Holzherr
    „Ein kritischer Geist ist jeder Nachricht gegenüber skeptisch.“
    Genau das trifft den Punkt.
    Aber wir sind eine Minderheit.

  6. Das liest sich alles so, als würde es das Phänomen in der „analogen“ Presse oder in den Funkmedien nicht geben. Diese Plattformen sind natürlich schwerfälliger, aber die Mechanismen sind ähnlich. Ohne in jedem Fall gleich von echtem Kampagnenjournalismus auszugehen, ist z.B. bereits die Konzentration der Nachrichtenagenturen ein Faktor, der die Vervielfältigung von falschen oder halbwahren Darstellungen unterstützt und oft für Langlebigkeit sorgt. Die Dementis kommen dann oft spät, gehen optisch unter oder es gibt gar keine. Medienbesitz in den Händen immer weniger Familien ist ein weiterer Punkt, der Darstellungen eine bestimmte Richtung gibt und diese durch Wiederholung zementiert.

    Das Beispiel der Franz. Revolution zeigt recht gut, wie die Deutung eines Geschehens die Wahrnehmung beeinflusst. Die „damaligen“ Fake News fielen auf „fruchtbaren“ Boden, weil es den meisten damals ziemlich schlecht ging. Auch wenn es keine Zusammenarbeit von Ministern und Spekulanten gab (gesicherte Erkenntnis?), tat die Krone nichts, um den Zustand zu verbessern. Ludwig XVI war sicher nicht mit XIV zu vergleichen, gleichwohl ging der Adel seit Jahrhunderten davon aus, dass seine Besserstellung auf dem Rücken der „restlichen“ Bevölkerung rechtens sei.

    Was ich damit meine ist, dass Fake News nicht nur das „Volksempfinden“ bewirkt oder steuert, sondern auch Ausdruck dieses Empfindens sein kann. Das Volk schafft sich seine Mythen.

    • Das Beispiel der französischen Revolution habe ich extra eingefügt, um zu zeigen, dass es das Phänomen schon lange gibt. Es ist mit den Begriffen Propaganda und Desinformation aber gut beschrieben. Es besteht also kein Grund, das durch den Begriff Fake-News zu ersetzen. Ich schlage hier vor, den Begriff in seiner ursprünglichen Bedeutung als „über das Internet absichtlich gestreutes Gerücht“ zu verwenden. Man könnte es auch „Sozialmedienpropaganda“ nennen, aber warum sollte man? In jedem Fall unterscheidet sich das Phänomen in der Art seiner Verbreitung und Wirkung genügend von klassischer Propaganda und Desinformation, um einen eigenen Begriff zu rechtfertigen.

      • Den Begriff Fake News kann man auch einfach mit Falschmeldung übersetzen, wie das die Wikipedia tut. Dort findet man unter „Falschmeldung“ interessante Ansätze zur Einordnung von Fake News.

        Falschmeldungen sind kein neues Phänomen, diese gab es, seit die Menschen Nachrichten und Meldungen verbreiten. In der Zeit vor Facebook und Co. war das Veröffentlichen von Meldungen aber im Wesentlichen auf die Medien beschränkt, Meldungen wurden von Presse, Rundfunk, Fernsehen und Nachrichtenagenturen erstellt und verbreitete.
        Diese Medien unterliegen allerdings gesetzlichen Regelungen, die sich bei Falschmeldungen gegen den Urheber wenden können. Noch wichtiger ist aber die Konkurrenz zwischen den Medien als Regulatorium zum Einschränken von Falschmeldungen. Entlarven von Falschmeldungen kann sich auf Werbeeinnahmen und Auflagen auswirken.

        Im Zeitalter der Social Media funktionieren diese Regulatorien nicht oder nur sehr eingeschränkt. Da jeder zum Urheber von Meldungen werden kann und jeder Meldungen weiterverbreiten („teilen“) kann sind Urheber oft nur schwer zu finden und zu belangen.

        Gleichzeitig ist es aber so, dass die klassischen Medien Veröffentlichungen auf Social Media Plattformen als verlässliche Quelle ansehen und dabei die journalistische Sorgfalt bei der Prüfung von Quelle und Aussage oft vernachlässigt wird. Damit werden Fake News aufgewertet und ihre Reichweite drastisch erhöht.

        Ich denke, dass Fake News tatsächlich in ihrer Wirkung überschätzt werden. Die Verbreitung von Fake News erfolgt oft innerhalb der Filterblasen, d.h. diese Meldungen werden von den Leuten aufgenommen, in deren Weltbild sie passen. Mit dem Entlarven eine Fake News als Lüge kann man diese Konsumenten nur selten aus ihrer Filterblase befreien oder diese zumindest verschieben.

        Das staatliche Vorgehen gegen Fake News bringt aus meiner Sicht das große Risiko einer Zensur und einer Einschränkung der Meinungsfreiheit mit sich. Dazu kommt noch, dass diese Zensur auf private Unternehmen verlagert wird, ich halte dies für sehr gefährlich.

        Wenn der Urheber einer Fake News zu ermitteln ist, dann reichen die Gesetze auch heute schon aus, um in vielen Fällen wegen Verleumdung, übler Nachrede oder Beleidigung gegen den Urheber vorzugehen.

        • „Den Begriff Fake News kann man auch einfach mit Falschmeldung übersetzen, wie das die Wikipedia tut.“

          Eine Falschmeldung muss nicht vorsätzlich sein. „Fake“ heißt „Fälschung“. „falsch“ und „gefälscht“ ist nicht synonym (oder nur manchmal).

          https://de.wikipedia.org/wiki/Fake

          Wikipedia ist nicht präzise, wenn fake news als Falschmeldung übersetzt wird.

  7. In dem Artikel geht es zwar nicht direkt um *fake news*, aber mit dem Thema zu tun hat es.

    „“ Students, for example, had a hard time distinguishing advertisements from news articles or identifying where information came from […] Many people assume that because young people are fluent in social media they are equally perceptive about what they find there. Our work shows the opposite to be true. „“

    https://www.nytimes.com/2017/01/11/opinion/online-and-scared.html

  8. Ich glaube nicht, dass Face-News nur als ein „über das Internet absichtlich gestreutes Gerücht“ anzusehen sind. Auch reguläre Medien mischen da oft kräftig mit, indem sie zweifelhafte Behauptungen übernehmen und weiterverbreiten. Zudem gibt es Mischformen, das aktuell wegen der Enthüllungen über Trump in die Schlagzeilen gekommene Medienportal „BuzzFeed“ stellt, laut Wikipedia, eine Mischung aus Blog, Nachrichtenticker und Online-Magazin dar.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-und-die-buzzfeed-enthuellung-wer-ist-hier-die-luegenschleuder-a-1129532.html

    Fake-News sind natürlich ein gut gehendes Geschäftsmodell, das wegen der häufigen Klicks auf scheinbar spektakuläre Vorkommnisse hohe Werbeeinahmen abwirft. Plattform-Eigner könnten daher Fake-Seiten, die lediglich auf „Clickbaiting“ aus sind, von Werbeeinnahmen ausschließen und ihnen auf diese Weise das Wasser abgraben.

    Komplizierter wird es allerdings mit Fake-News, die aus politischen Gründen in die Welt gesetzt werden, weil z.B. ein anderes Land diskreditiert werden soll. So startete das Dritte Reich vor dem Überfall auf Polen eine propagandistische Vorbereitung. Unter Einbeziehung sämtlicher Medien wurden gezielt Falschmeldungen über angebliche Gräueltaten der Polen verbreitet, die die Kriegsbegeisterung in der Bevölkerung anheizen sollten. Die Akteure konnten dabei ihrer Fantasie freien Lauf lassen und das deutsche Volk in seiner Rolle als höhere moralische Instanz bestärken, welcher es erlaubt war die Polen für ihre „Verfehlungen“ zu bestrafen.

    Heutzutage stehen eher einzelne Politiker im Fokus und man kann dabei oft nur schwer nachvollziehen was wahr ist oder nicht. So wird etwa Putin nachgesagt, dass er nicht nur ein Heer von Trollen befehligt, sondern auch jederzeit und überall Wahlen beeinflussen kann. Was der Postillion anscheinend sehr inspirierend fand.
    http://www.der-postillon.com/2016/12/cia-putin-hitler.html

    Das selbstständige Denken wird uns auch in Zukunft nicht erspart bleiben. Und es wäre sinnvoll, bereits Schulkindern eine fundierte digitale Kompetenz angedeihen zu lassen.

    • Wenn man überlegt, wie man gegen Fake-News vorgehen möchte, dann sollte man den Begriff und das Phänomen vorher definieren. Wenn man, wie Trump das im Moment versucht, alle ungenauen oder auch nur unerwünschten Nachrichten als „Fake-News“ bezeichnet, dann erübrigt sich eine Diskussion, wie man damit fertig werden will, weil man sich mehr darüber einigen kann, wovon eigentlich die Rede ist. Deshalb mein Vorschlag, den Begriff „Fake-News“ für absichtlich gestreute Gerüchte im Internet und insbesondere in sozialen Netzen zu verwenden. Wenn es Ihnen lieber ist, können Sie auch den Begriff „Sozialmedienpropaganda“ verwenden.

  9. Fake news auf Websites schaffen es scheinbar leicht, Nachrichten in Umlauf zu bringen. Die Form der Nachricht und ein den Lesern bekannter Faktenhintergrund (z.B. PizzaGate (Pizzeria+EMails von JohnPodesta)) genügt um die Leser an die Echtheit der Nachricht glauben zu lassen. Doch dasselbe (seriöse Form+Faktenhintergrund) findet man auch bei anderen Falsch- und Täuschmeldungen in den konventionellen Medien (bei der Zeitungsente, Hybridmeldungen (Meldung stimmt im Kern hat aber eine bösartigen Dreh), bewusster Desinformation, Falschzitaten). So hätte eine angebliche, in Wirklichkeit erfunden Aussage Renate Künasts im Kriminalfall Maria L., die in Facebook erschien und später zur Klage Künasts gegen Facebook führte, auch in einer normalen Zeitung erscheinen können. Der Unterschied liegt vor allem in der Geschwindigkeit, oder wie man so schön sagt, Viralität vieler Social-Media-Nachrichten. Nicht ohne Grund spricht man ja auch von viralen Videos und ihrer Nutzung als neue Werbekanäle.
    Das also, die Viralität, ist das wirklich neue, welches Fake news websites oder normale websites mit eingestreuten Fake news micht sich bringen.

    Doch eigentlich sind mit dem Internet auch die Möglichkeiten gestiegen, Falschmeldungen zu identifizieren und das wiederum viel schneller als bei Print und TV. Mit den Recherchemöglichkeiten des Internets und der Möglichkeit es mit Algorithmen und Bots zu durchsuchen könnte auch die Aufgabe „Bestimme die Glaubwürdigkeit der Meldung X“ erledigt werden. Es ist vorstellbar, dass es in Zukunft Apps und gar Wikis gibt, die Meldungen ein Glaubwürdigkeits-Rating vergeben und die sogar detailliert angeben was falsch ist an einer Nachricht und woher die Nachricht kommt. Einzige Bedingung: Die „Rating-Agentur“, die so etwas macht, müsste selbst glaubwürdig sein und einem Ethos verpflichtet sein.

    • Ergänzung: Fake News Watch könnte ein Start sein. Es listet Fake News Websites.
      Für Plagiate gibt es schon „Rating-Agenturen“, Plagi-Pedias und Plagiat-Finder, also Software, die Plagiate identifiert.

  10. Der SPON-Artikel Die Wahrheit über Fake News defninert Fake News über 5 Punkte, die teilweise den hier abgedruckten entsprechen. Einer der Punkte erwähnt, dass der Nachweis eines Fakes die Verbreitung nicht unbedingt verhindert und dass die Abgrenzung gegen Satire nicht immer einfach und klar ist.

    • Vielen Dank für den Link. Der Kollege von SPON sieht das Problem offenbar ganz ähnlich. Und die Abgrenzung gegen Satire oder auch gegen durchaus erlaubte einseitige Gewichtung von Fakten ist in der Tat nicht immer einfach, im Einzelfall vermutlich weitgehend unmöglich. Die Vielfalt der literarischen Ausdrucksformen würde es vermutlich auch extrem schwer machen, einen Algorithmus zu entwickeln, der Fake News automatisch erkennt.

      • Ja, eine automatische Erkennung von Fake News allein aufgrund des Inhalts dürfte heute selbst für die besten KI-Programme unmöglich sein. Eine Wahrscheinlichkeitsangabe wäre aber eventuell möglich, vor allem, wenn der Algorithmus auch noch das Verbreitungsmuster der News/Fake News kennt und eventuell die Quelle sowie die Aggregationen und Umformulierungen ausfindig machen kann. Man könnte an Fake News herangehen wie an die Verbreitung eines Gerüchts oder die Ausbreitung einer Epidemie.

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  12. Grüter, Holzherr,
    früher hat man falsche Gerüchte als Rufmord bezeichnet. Der Volksmund ist da viel direkter bei seiner Beurteilung.
    Mir scheint das Problem im Umgang mit der Wahrheit viel tiefer zu liegen.
    Betrachten Sie die yellow Press. In der einen Zeitung steht Prizessin Fila bekommt Zwillinge, in der anderen steht , sie hat eine Scheinschwangerschaft, in der Dritten steht sie hat nur Liebeskummer.
    Da fängt die Unehrlichkeit an. Das müsste unterbunden werden. Bei einer Täuschungssoftware seitens VW hat man ja auch 20 Mrd. € Strafe verhängt. Ich wäre da für eine rücksichtslose Bestrafung von Presse .
    Falschmeldungen um Aktienkurse zu beeinflussen werden ja auch verfolgt.

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  14. Fake-News sind falsche Nachrichten oder Berichte, die absichtlich in Umlauf gebracht werden und sich im Internet verbreiten. Ich möchte die Definition möglichst eng fassen, weil sonst eine Analyse nicht möglich ist. Wichtige Kriterien für die Einordnung einer Falschmeldung als Fake-News [sind] demnach: […]

    Vely gut ergänzt, im hiesigen dankenswerterweise bereit gestellten WebLog-Artikel.

    Der Schreiber dieser Zeilen führt hier gerne das Fachwort ein:
    falsche Tatsachenbehauptung. [1]

    Der Schreiber dieser Zeilen begrüßt den in der BRD vorgehabten Versuch allgemeine Meinung und Meinung, die Tatsachen behauptet, zu regulieren bis zu zens(ur)ieren, nice1!

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Vgl. mit dem bundesdeutschen Rechtssystem:
    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsachenbehauptung (in anderen Ländern (die den Ideen und Werten der Aufklärung folgend gesellschaftlich implementieren konnten) als der BRD wird i.p. falsche Tatsachenbehauptung nicht „gemacht“, beispielsweise konnte und kann sich Donald J. Trump in den Staaten juristisch nicht wehren, wenn er derart verleumdet wird, in den Staaten;
    manche finden diese Freiheit der Meinungsäußerung allerdings gut.)

      • @Mona;
        Ist Ihnen bekannt, welche Leute hinter den „nachdenkseiten“ stehen? Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Man sollte zuerst über die „nachdenkseiten“ nachdenken, bzw. sich informieren.

          • Correctiv ist gut aufgestellt, um die Aufgabe anzugehen. Das Recherchebüro beschäftigt investigative Journalisten, denen ich durchaus zutraue, möglich Fake-News zu verifizieren. Auf jeden Fall verdienen sie eine Chance. Die meisten Fake-News sind übrigens alles andere als komplex, wie zum Beispiel ein Blick in das Portal hoaxmap.org zeigt. Die Betreiber von Hoaxmap sammeln Falschmeldungen aller Art über Flüchtlinge in Deutschland und Österreich. Die meisten davon lassen sich mit wenigen Telefonanrufen oder einer kurzen Internetrecherche aus der Welt schaffen. Ich möchte auch daran erinnern, dass Facebook nicht vorhat, die entlarvten Fake-News zu löschen. Sie werden vielmehr mit einem Hinweis und einem Link auf eine Widerlegung versehen.
            Unklar bleibt natürlich, wie viel Personal nötig ist, um die Fake-News im deutschsprachigen Facebook zu überprüfen und zu widerlegen. Soweit bisher bekannt ist, will Facebook an seine Recherchepartner kein Honorar bezahlen. Irgendwer wird die Arbeit aber finanzieren müssen. Hier ist sicher noch Klärungsbedarf.

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