Donald Trump – Narziss und Schandmaul

Donald Trump und sein Wahlkampf wird eine Tages die Lehrbücher der Sozialpsychologie bereichern. Wissenschaftler könnten sich darüber freuen, müssten sie nicht damit rechnen, dass ihr Studienobjekt tatsächlich zum Präsidenten der USA aufsteigt.

Normalerweise hat jemand, der sich zur Wahl für das Präsidentenamt in den USA stellt, eine lange Karriere hinter sich. Ähnlich wie schon im alten Rom gibt es in den USA eine Ämterlaufbahn. Danach sollte ein Bewerber um das höchste Staatsamt Gouverneur oder wenigstens Senator gewesen sein. Bernard (Bernie) Sanders, der sich auch gerne als Außenseiter sieht, war ab 1981 vier Amtszeiten lang Bürgermeister der Kleinstadt Burlington in Vermont, dann Abgeordneter für Vermont im Repräsentantenhaus und seit 2006 Senator von Vermont. Er blickt also auf eine 35 Jahre lange Karriere als Berufspolitiker zurück.

Diesmal haben sich aber bei den Republikanern zwei Bewerber gemeldet, die keinerlei politische Erfahrung haben. In den meisten europäischen Staaten hätten sie keine Chancen gehabt, weil hier die Parteien entscheiden, wen sie ins Rennen schicken. In den USA kann jeder Bürger aus heiterem Himmel erklären, dass er für die Republikaner oder Demokraten Präsident werden möchte. Das klingt sehr offen, aber in der Praxis sind die Hürden extrem hoch.

Der Kandidat muss die Mittel für seinen Wahlkampf selbst aufbringen, die Partei leistet dabei keine Hilfe. Ob er das Geld selbst vorstreckt oder Spenden einwirbt, bleibt seinem Einfallsreichtum überlassen, aber eine zweistellige Millionensumme sollte schon zusammenkommen. Das teure und langwierige System der Vorwahlen reduziert das Feld der hoffnungsvollen Kandidaten sehr schnell auf eine überschaubare Größe. Schon nach den ersten Wochen bleiben nur sehr gut vernetzte Berufspolitiker im Rennen. Im Allgemeinen haben sie ihre Kandidatur mit allen wichtigen Lobbygruppen abgesprochen und sich damit die Mittel gesichert, die Vorwahlen und den eigentlichen Wahlkampf durchziehen zu können.

Aber in diesem Jahr hat sich mit Donald Trump ein Kandidat gemeldet, der nicht in das Schema passt. Er musste kein Geld ausgeben, um bekannt zu werden, er galt schon lange als unterhaltsamer und schräger Vogel unter den B-Promis.

Aber mit seinem lupenrein populistischen Wahlkampf hat er alle Parteistrategen vollkommen überrascht. Aus wissenschaftlicher Sicht fällt seine völlige Rücksichtslosigkeit und extreme Polarisierung auf. Immer wieder ruft er zu körperlicher Gewalt gegen seine Gegner auf, beleidigt Reporter oder erniedrigt seine Konkurrenten. Sein Programm beschränkt sich auf die rücksichtslose Bekämpfung und Vernichtung von selbst ausgemachten Feinden.

Vor zwei Jahren, als Donald Trump noch Moderator einer launigen Fernsehshow war, hatte ich geschrieben:

Sie [Die Populisten] reden den Menschen ein, ihre Gruppe sei an allen Problemen unschuldig, vielmehr tragen die ANDEREN dafür die Verantwortung. Und diese ANDEREN müssen bekämpft werden, damit alles besser wird. Zu den ANDEREN zählen die Populisten nicht nur Ausländer, sondern auch die jeweilige politische und intellektuelle Elite. Der Steppenaffe im heutigen Menschen hört das gerne, und die Vernunft stellt erstmal keine Fragen.

Donald Trump beutet Vorurteile aller Art für seinen Wahlkampf aus. Hier einige Beispiele:

Er möchte mehr als 10 Millionen illegale Einwanderer aus den USA nach Mexiko deportieren und eine Mauer an der Grenze bauen, um jede weitere Einwanderung zu verhindern. Warum? Er behauptet, dass die mexikanische Regierung Vergewaltiger und Drogenhändler über die Grenze schickt. Wörtlich: „The Mexican Government is forcing their most unwanted people into the United States. They are, in many cases, criminals, drug dealers, rapists, etc.“1

Der Staat Mexiko soll die Grenzmauer bezahlen, denn den amerikanischen Steuerzahler will Trump nicht damit belasten.

Moslems sollen nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Trump zählt sie zu den Feinden der USA. „Sie hassen uns!“, sagte er bei mehreren Veranstaltungen.

Er will Folter als Verhörmethode bei Terrorismusverdacht einführen (nicht für US-Bürger natürlich!), und die Familienmitglieder von Terroristen umbringen lassen, um die Terroristen abzuschrecken. Dieses Vorgehen wäre rechtswidrig, also will er die Gesetze entsprechend ändern lassen.

Flüchtlinge und Asylsuchende sollen nicht mehr so einfach in die USA kommen dürfen. Einwanderung soll weitgehend gestoppt werden.

„Wir sind der einzige Staat der Welt, der die Bedürfnisse anderer Nationen vor die eigenen stellt. Das muss anders werden“, steht in seinem Wahlprogramm.2

China sei verantwortlich für den Niedergang der amerikanischen Industrie.3 Dagegen will er entschieden vorgehen. „Die Ergebnisse werden für amerikanische Firmen und Arbeiter gewaltig sein. Arbeitsplätze und Fabriken werden nicht mehr ausgelagert werden, sondern zu Hause bleiben“, schreibt Trump auf seiner Wahlkampf-Site.

Trump wettert auch gegen die Presse, gegen die Führung der eigenen Partei und gegen alle politischen Gegner.

Dabei kümmert er sich nicht um Fakten. Soweit seine Äußerungen sich überhaupt nachprüfen lassen, sind sie zum großen Teil falsch. Das Webportal Politifact überprüft ständig die Richtigkeit der Aussagen der Bewerber im Präsidentschaftswahlkampf. Das Ergebnis: Kein Kandidat lügt dermaßen dreist wie Donald Trump. Von mehr als 100 nachprüfbaren Aussagen waren 8% richtig, weitere 14% halb richtig. Alles andere war falsch oder gelogen. Zum Vergleich: Hillary Clinton liegt bei 51% richtigen und 21% halb richtigen Aussagen und schneidet damit knapp besser ab als ihr Rivale Bernard Sanders.

Warum rühmen dann die Anhänger von Trump ihren Favoriten als den Mann, der „es sagt, wie es ist“? An dieser Frage verzweifeln langsam auch seine Rivalen. Egal, wie viele Lügen sie ihm nachweisen, seine Anhänger ficht das nicht an. Trump bestätigt ihre Vorurteile, er teilt ihre schlechte Meinung über Mexikaner, Chinesen, Moslems und das Establishment in Washington. Pauschale Beschimpfungen fremder Gruppen gelten in den USA als Rassismus, und erfahrene Politiker wägen jedes Wort, um nicht in den Verdacht zu geraten, eine Gruppe schlecht zu reden.

Populisten machen sich diese Vorsicht zunutze. In Europa dementieren sie meistens direkt (so nicht gesagt, ironisch gemeint, aus dem Zusammenhang gerissen, falsch zitiert etc.). Ihre Anhänger wissen es natürlich besser und lieben ihre Helden dafür, dass sie mal wieder Dinge gesagt haben, „wie sie eben sind“, ohne dass man sie darauf festnageln kann.

Donald Trump geht noch eine Stufe weiter. Er bezichtigt Journalisten der Lüge, wenn sie ihm alte Zitate vorhalten, oder er bestätigt seine Beleidigungen sogar ausdrücklich. Er posiert nicht als angegriffene Unschuld im Sinne des „Man wird doch noch sagen dürfen …“, im Gegenteil, oft legt er noch nach.

Er verlangt die Abholzung alter Strukturen, und preist sich selbst als die größtmögliche Axt. Rücksichtnahme oder Höflichkeit findet er nicht angebracht. Auf der anderen Seite steht sie ihm und seinen Anhängern natürlich unbedingt zu. Unhöfliche Gegner sind ihm ein Gräuel, und er will ihnen nach Art eines Schulhofschlägers Manieren beibringen. Seine Reden bewegen sich ebenfalls auf diesem Niveau: Sie entsprechen dem Wortschatz eines Zwölfjährigen. Das spricht nicht unbedingt gegen seine Intelligenz. Gute Werbung soll in etwa dieses Verständnisniveau haben, damit sie intuitiv verstanden wird. Eine hervorragende Analyse findet sich auf digg. Ein guter Verkäufer, heißt es da, verkauft Ihnen einen Fernseher, ohne irgendetwas davon zu verstehen. Und Donald Trump verkauft seine Kandidatur, ohne die Sachthemen jemals studiert zu haben.

Sein gesamter Werbefeldzug lässt sich auf drei Sätze herunterbrechen:

ICH bin besser als alle anderen. WIR haben besseres verdient, und UNSERE niederträchtigen Feinde verwehren es uns. Zusammen werden WIR sie vernichten, dann wird alles gut.

Das ist Populismus in Reinkultur. Hätte man einen Roman darüber geschrieben, würde man zu Recht dafür kritisiert, die Hauptperson und ihre Kampagne viel zu eindimensional zu schildern.

Das Publikum

Wer glaubt solche Parolen? Sind erstaunlich viele Amerikaner erstaunlich dumm? Vielleicht sollte wir nach den Landtagswahlen etwas kleinere Brötchen backen.4 Nicht nur in den USA feiern Populisten Erfolge, ohne irgendwelche Lösungen anzubieten, oder auch nur Sachwissen vorweisen zu können. Viele Menschen erwarten, dass die Anführer ihre Gruppe bedingungslos bevorzugen, und dass sie die Verachtung gegenüber anderen Gruppen teilen. WIR sind besser, WIR verdienen es, dass man für uns kämpft, die ANDEREN, die Feinde, gehören niedergemacht. Das ist politisch nicht korrekt, denn in unserer Kultur gilt der Ausgleich und das Verständnis gegenüber anderen als höchstes Ziel. Der Primat in unserem Inneren sieht das ganz anders. Und hier setzen die Populisten an, zu denen ohne Frage auch Donald Trump gehört.

Trump – der Narzisst

In den USA wird offen diskutiert, ob Donald Trump unter einer sogenannten narzisstische Persönlichkeitsstörung leidet. Genauer gesagt, nicht er leidet, sondern seine Umgebung. Hier die Definition nach DSM-IV-TR5:

  1. Hat ein übersteigertes Gefühl der eigenen Bedeutung (Z.B.: übertreibt Erfolge und Talent, erwartet als überlegen anerkannt zu werden, ohne entsprechende Leistungen vorzuweisen.)
  2. Ist besessen von Phantasien von unbegrenztem Erfolg, Macht, Brillanz, Schönheit oder vollkommener Liebe.
  3. Glaubt, dass er/sie „besonders“ und einmalig ist und kann nur verstanden werden, oder sollte umgeben sein von anderen besonderen oder hochrangigen Menschen (oder Institutionen).
  4. Verlangt übertriebene Bewunderung.
  5. Glaubt Anspruch auf Vorzugsbehandlung zu haben, oder auf automatische Erfüllung seiner/ihrer Wünsche..
  6. Persönlich ausbeuterisches Verhalten, benutzt andere um eigene Ziele zu erreichen.
  7. Fehlende Empathie: Ist nicht bereit, Gefühle oder Bedürfnisse anderer anzuerkennen oder sich damit zu identifizieren.
  8. Ist oft neidisch auf andere oder glaubt, dass andere auf ihn neidisch sind.
  9. Gibt sich arrogant und hochmütig.

Passt das auf Donald Trump? Schwer zu sagen, die Psychiatrie verbietet ausdrücklich Ferndiagnosen. Krankheiten müssen zwischen Arzt und Patient diskutiert werden, nicht in der Öffentlichkeit. Zudem ist die Debatte politisch übel vergiftet. Donald Trump tauchte als Beispiel für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung auf der englischen Wikipedia auf. Das löste einen kleineren Edit-War aus und die Erwähnung verschwand wieder. Die Zeitschrift Vanity Fair widmete der Frage einen ganzen Artikel. Mehrere Psychologen, aber keine Ärzte, bestätigen darin den Verdacht, Trump personifiziere die Störung in geradezu klassischer Form. Der klinische Psychologe George Simon erklärte: „Er ist so klassisch, dass ich Videoclips von ihm für Workshops archiviert habe. Es gibt kein besseres Beispiel für die Anzeichen. Ich müsste sonst Schauspieler einsetzen und ihnen Anweisungen schreiben. Er ist ein Fleisch gewordener Traum.“

Interessanterweise zeigen andere erfolgreiche populistische Politiker wie Silvio Berlusconi und Hugo Chavez ähnliche Charakterzüge. Beide haben ihr Land in Scherben hinterlassen. Kein gutes Omen.

Anmerkungen

[4] Der Nachrichtendienst Bloomberg schrieb unter der Überschrift Deutsche trotzen Merkel mit Politik im Trump-Stil: Wenn Sie glauben, Donald Trump habe haarsträubende (outrageous) Ideen, dann sollten sie mal die deutsche AfD kennenlernen. http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-03-13/german-anti-immigration-party-surges-to-record-high-in-votes

[5] DSM steht für Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, herausgegeben von der American Psychiatric Association. Inzwischen ist bereits die 5. Auflage (DSM-V) erschienen. Die Definition der narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist dort deutlich ausführlicher, aber nicht besser.

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

69 Kommentare Schreibe einen Kommentar

          • Wird er bestimmt. Aber unter uns Wissenschaftlern und mal ehrlich: wenn man meint, etwas zu sagen zu haben, sollte man auch ein Mindestmaß an Gründlichkeit walten lassen und den eigenen Text kritisch lesen oder jemanden bitten, mal drüberzuschauen. Solange Sie nur bloggen und nicht anfangen Bücher zu schreiben, sei Ihnen diese Laxheit natürlich gegönnt.

          • Die Blog-Beiträge sind alle korrekturgelesen, aber auch den Korrektoren geht schon mal was durch. Jetzt hätte ich auch noch eine Bitte: Schreiben Sie nicht unter einer fremden E-Mail-Adresse. Die Adresse wird nicht veröffentlicht, sie ist nur für mich bestimmt. Eigentlich ist es mein Grundsatz, dem Inhaber der Mail-Adresse mitzuteilen, dass da jemand unter seiner Adresse Kommentare postet. Ich würde Ihnen das normalerweise persönlich mitteilen, aber bei einer falschen E-Mail-Adresse ist das leider nicht möglich.

  1. Bleibt Donald Trump trumpish ist der Sieg Hillary Clinton sicher, dennn Trump mobilisiert – nicht nur seine Basis sondern auch seine Gegner. Um nur den Hauch einer Chance zu haben, Präsident zu werden, muss Trump nach seiner Nomination (?)
    1) seine Deal-Maker-Qualtiäten gegenüber seinen Niedermacher-Instinkten herausstellen
    2) stärker ins Zentrum rücken
    3) ein Angebot an die Minderheiten machen, die er bisher angegriffen hat.
    Am schwierigsten wird 3) sein, denn die Äusserungen gegen Mexikaner (+Latinos generell) lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Die geschlossene Gegnerschaft aller Latinos genügt bereits um ihm jede Chance auf die Wahl zum US-Präsidenten zu verwehren.

    Trumps Wahlkampf-Strategie könnte durchaus rational und – bis zu einem gewissen Grad/einer gewissen Stufe im Wahlkampf – erfolgversprechend sein. Diese Strategie besteht darin
    1) Existenzielle Probleme (Niedergang der Industrie/der USA) und ein vernachlässigtes Wählersegment – die angry white men (return of the undeserving poor) – anzusprechen
    2) Mit provokativen aber von vielen als „richtig“ empfunden Aussagen die Medien zu Multiplikatoren zu machen und seine Figur zu einer Ikone (a la Hulk) aufzubauen
    3) Einen Umbruch zu fordern (Rückeroberung der Regierung durch den Mann von der Strasse) anstatt nur eine Evolution

    Doch das ist eine Mobilisierungsstrategie. Eine Strategie, die maximal 1/3 der US-Amerikaner zu seinen Anhängern macht. Eine Strategie, die aber auch mindestens 1/3 der US-Amerikaner zu seinen eingeschworenen Feinden macht. Er kann eigentlich nur gewinnen, wenn Hillary Clinton wegen einer Affäre (vielleicht angestossen von Trump) aus dem Rennen ausscheiden muss.

    • Trump betont schon jetzt seine Fähigkeiten als Unterhändler. Er betont immer wieder, ein ausgezeichneter Verhandler zu sein. Er wird sicher nicht in die Mitte rücken, denn nach seiner Definition ist die Mitte immer da, wo er gerade ist. Bei seinen Angriffen gegen Einwanderer unterscheidet er scharf zwischen legalen (die in Ordnung sind) und illegalen (die Verbrecher sind). Damit könnte er die legalen Einwanderer immerhin teilweise auf seine Seite ziehen. Die illegalen dürfen ohnehin nicht wählen. Ein echtes Programm hat er nicht und wird er wohl bis zur Wahl auch nicht vorstellen. Er verkauft sich, bzw. seine öffentliche Persona, als die Lösung aller Probleme. Er braucht deshalb kein Programm, im Gegenteil, es wäre eher hinderlich. So kann er sich weiterhin als der einzige Kandidat darstellen, der sich um die Wähler kümmert. Er will also nicht die Menschen für ein Programm gewinnen, sondern die Feinde besiegen, die verhindern wollen, dass Amerika wieder groß wird. Damit würde Amerika automatisch reich und mächtig. So einfach kann das sein – jedenfalls in der populistischen Werbung von Donald Trump.

      • Stimme zu, nur dass auch Hillary Clinton kein Programm hat, wenigstens kein Programm, dass die Menschen von den Stühlen reisst. Hillary hat die 3 wichtigen Fragen nicht beantwortet, die da lauten:
        1) Wo drückt die Wähler der Schuh? Was ist das wichtigste Problem für die Bürger der USA
        2) Welches Programm ist nötig um dieses Hauptziel zu erreichen
        3) Wie überzeuge ich die Wähler vom Ziel und meinen Ideen zur Umsetzung

        Bill Clinton dagegen sprach von der Wirtschaft (it’s the economy, stupid) als die USA unter seinem Vorgänger Bush (dem Älteren) in die Rezession verfiel.

        In gewissem Sinne überzeugen Bernie Sanders und Donald Trump die potenziellen Wähler mit einer Vision von einem anderen, besseren Amerika, während die übrigen Kandidaten als Vision entweder ein „Weiter-So“-Amerika (Hillary) oder ein Elite-Amerika (Rubio,Cruz,Bush) projizieren.

        Donald Trump war der einzige republikanische Kandidat, der sich direkt an die untere Schicht der US-Ameriakaner – die wütenden weissen Unterschichtmänner – wandte und ihnen versprach, ihnen nichts wegzunehmen, sondern ihre Lage zu verbessern.

        Man kann allerdings schon sagen, dass Donald Trump kein Programm hat, wenn man mit Programm konkrete und detaillierte Vorschläge meint, was genau zu ändern ist und wie das anzugehen ist. Mit diesem Kriterium hat Hillary tatsächlich ein Programm. Doch da ihr Programm mehr oder weniger auf die Fortsetzung der Obama-Politik hinausläuft, interessieren sich die meisten Wähler nicht gross dafür.

      • Trump hat die meisten Latinos und Schwarzen gegen sich, denn seine Zielgruppe sind die (gescheiterten) Trump-alikes, die WASP-Men. Es gibt kaum Aussagen von Trump zu Latinos und Schwarzen. Fast so, als würden sie nicht existieren.
        Nun gibt es in den USA 16.3 % Latinos und 12.2 % Schwarze. Zudem wird kaum ein traditioneller Demokrat für Trump stimmen (im Gegenteil mobilisiert er Demokraten überhaupt stimmen zu gehen).

        • Donald Trump hat nicht nur Latinos und Schwarze gegen sich, sondern auch viele Frauen. Diese finden nämlich seine abgedroschenen Machosprüche und seine sexistische Küchenpsychologie gar nicht witzig.
          In Amerika ist die Mehrheit der Wähler weiblich. Bei einer Umfrage kam heraus, dass 63 Prozent der Frauen Trump nicht mögen. Seine Konkurrentin, Hillary Clinton, kann hingegen bei Frauen aller Altersgruppen punkten.

          • Sehr gut Mona. Wirklich eine Schande für mich, dass ich das unter den Tisch hab fallen lassen.
            Insgesamt gibt sich ein Bild von Trump als eines Mannes, der in einer Machowelt grossgeworden ist und nie dazugelernt hat. Viele der früheren Ur-Machos sind heute Verlierer und Trump ist ihr Schutzpatron.

          • Anscheinend wird Trump ja das Rennen unter den republikanischen Kandidaten machen. Ich kann jedenfalls nur hoffen, dass dieses widerwärtige Großmaul gegen Hillary Clinton so richtig Dresche bezieht.

  2. Donald Trump und sein Wahlkampf wird eine Tages die Lehrbücher der Sozialpsychologie bereichern.
    […]
    Immer wieder ruft er zu körperlicher Gewalt gegen seine Gegner auf, beleidigt seine Gegner oder erniedrigt seine Konkurrenten.
    […]
    Aus wissenschaftlicher Sicht fällt seine völlige Rücksichtslosigkeit und extreme Polarisierung auf. Immer wieder ruft er zu körperlicher Gewalt gegen seine Gegner auf, beleidigt seine Gegner oder erniedrigt seine Konkurrenten.
    […]
    Sein gesamter Werbefeldzug lässt sich auf drei Sätze herunterbrechen:

    ICH bin besser als alle anderen. WIR haben besseres verdient, und UNSERE niederträchtigen Feinde verwehren es uns. Zusammen werden WIR sie vernichten, dann wird alles gut.
    […]
    Und hier setzen die Populisten an, zu denen ohne Frage auch Donald Trump gehört.
    […]
    Trump – der Narzisst
    […]
    Donald Trump tauchte als Beispiel für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung auf der englischen Wikipedia auf.

    VORSICHT!

    Gewaltaufrufe sind nie durch die Freiheit der Meinungsäußerung gedeckt, sie sind kriminell und auch die Unterstellung einer diesbezüglichen Straftat (die bei The Donald (vgl. mit The Don aus bekannten Filmen) nicht vorliegt) ist rechtlich problematisch.

    Ansonsten ist Donald Trump ein vglw. unterhaltsamer Populist und er muss nicht an Persönlichkeitsstörungen leiden, sondern könnte alternativ als normaler Mensch durchgehen, ein wenig exaltiert zwar, aber hoch verständig und auch ansonsten nicht unvermögend.

    Sozialpsychologisch macht es vielleicht Sinn dem Populisten seinen Gegenpart oder seinen Pendanten (das Fachwort) entgegenzustellen:
    den Eliti(ar)sten.

    Etwas plump formuliert haben in den Staaten viele kein Bock mehr auf Elit(ar)isten und das Establishment: Reagan, vielleicht erinnert sich hier noch jemand, hatte das selbe Ticket gelöst, der „gefährliche Mann“, wie nicht nur in bundesdeutschen Medien eingeschätzt worden ist, hat dann aber letztlich doch vglw. ordentliche Arbeit gemacht.

    Ansonsten – Nö! – eine nette Zusammenfassung zum etwas exaltierten amerikanischen Kollegen, btw: Finden’S Hillary guut?

    MFG
    Dr. Webbaer

    • Ruft Donald Trump zur Gewalt auf? Ich meine, das tut er. In den USA wird derzeit ganz ernsthaft diskutiert, ob seine Wortwahl noch durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt ist. Im Magazin Slate ist gerade ein Artikel dazu erschienen. Durfte er beispielsweise sagen: „If you see somebody getting ready to throw a tomato, knock the crap out of them. I promise you, I will pay for the legal fees. [Wenn Sie Leute sehen, die einen Tomatenwurf vorbereiten, hauen Sie ihnen eine rein. Ich verspreche Ihnen, ich zahle die Anwaltskosten.]“? Durfte er sagen, dass es Krawalle (riots) geben wird, wenn auf dem Parteitag der Republikaner nicht zum Kandidaten gekürt wird, weil ihm einige wenige Stimmen fehlen? Ist das jetzt eine Warnung, eine Ankündigung oder Drohung?

      Grundsätzlich halte ich Donald Trump auch für durchaus unterhaltsam – sollte ich ihn auf einer Party treffen (wird wohl nie passieren …). Das heißt aber nicht, dass ich ihm die Verantwortung für einige tausend Atombomben anvertrauen würde.

      Hat Trump eine Persönlichkeitsstörung? Ich weiß es nicht nicht. Wie schon gesagt: Als Arzt halte ich nichts von Ferndiagnosen. Trotzdem, dieser Aspekt wird eben diskutiert und sollte deshalb erwähnt werden. Ein sehr positives Selbstbild findet sich bei vielen Politikern, aber die wenigsten tragen es so deutlich vor sich her.

      • Lieber Herr Dr. Grüter,
        wer angegriffen wird in den Staaten, verfügt rechtlich gedeckt über ein für Bundesdeutsche [1] vielleicht überraschenden Vorrat an zulässigen Verteidigungsmaßnahmen.
        Dies schließt den Waffengebrauch [2] ein.
        Ansonsten will Ihr Kommentatorenfreund einem Land, in dem es skandalisiert wird, wenn ein AfD-Politiker den Schusswaffengebrauch als Ultima Ratio anführt, wenn die Landesgrenzen verletzt werden, natürlich nur beistehen.
        Btw, als einschlägig Trump antrat, tat der Schreiber dieser Zeilen nur lachen, denn er hat ihm als Spaßmacher und Extrovertierten keine Chance gegeben, hat nicht geglaubt, dass er es ernst meint.
        Ist abär ein interessanter Kollege, er ist nicht bösartig.

        MFG
        Dr. Webbaer

        [1]
        In der BRD ist der sogenannte Jedermann-Paragraph wohl verweichlicht worden, rechtskräftige diesbezügliche Urteile gegen sich erkennbar Verteidigende sehen zumindest aus der Ferne nicht gut aus; Ihr müsst da ein wenig aufpassen.

        [2]
        Sozialpsychologisch vielleicht auch interessant, wenn der sich Verteidigende Waffen zum Gebrauch nimmt, und wie dies bundesdeutsch nicht oder nur streng reglementiert * gehen darf.

        *
        „Weil nicht verhältnismäßig“, wie jederzeit und später eine rote Robe befinden könnte.

  3. Bonuskommentar vielleicht noch hierzu:

    Moslems sollen nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Trump zählt sie zu den Feinden der USA. „Sie hassen uns!“, sagte er bei mehreren Veranstaltungen.

    Donald Trump hat gesagt: ‚I think Islam hates us.‘ (oder mit Rufzeichen)

    Womit freundlicherweise der O-Ton (vs. ‚Sie hassen uns.‘) webverwiesen wäre.
    Der Schreiber dieser Zeilen legt schon ein wenig Wert darauf, dass Ideenkritik, auch Islamkritik – Wer anders meint, beispielsweise dass der Islam „uns“ nicht hasst, darf sich gerne hier in der Abfolge kommentatorisch melden! – nicht an Personen gebunden wird, so dass dann anzunehmenderweise: agitatorisch „Menschenhass“ unterstellt wird.

  4. Pingback: Umleitung: AfD und anderes Zeugs wie zum Beispiel die Elefantenszene des neuen Sacha-Baron-Cohen-Films | zoom

  5. „Aber mit seinem lupenrein populistischen Wahlkampf hat er alle Parteistrategen vollkommen überrascht.“

    Der Mann ist zur Zeit wohl der ehrlichste Politiker, er ist absolut das VERDIENTE Spiegelbild des heuchlerisch-verlogenen Zeitgeistes in gepflegter Bewußtseinsschwäche von Angst, Gewalt und teils brutal-egoisierendem „Individualbewußtsein“ auf stets systemrationaler Schuld- und Sündenbocksuche, der beste Kandidat für die offensichtliche Eskalation des „freiheitlichen“ Wettbewerb um …!? 😉

    • Mann, Horstie, dass Sie noch mal etwas aussagen, auf dass Ihr Kommentatorenkollege reagieren kann…
      Reschpeckt!

      Das ist bei der im WebLog-Artikel und in der sich anschließenden Kommentatorik versuchten Personalisierung Trumps ein ganz wichtiger Punkt, Donald Trump ist ehrlich oder authentisch (das Fachwort), er ist womöglich der derzeit ehrlichste Politiker (‚ehrlicher Politiker‘ ist natürlich ein Oxymoron – was aber nicht schlimm ist, denn Politiker aufklärerischer Gesellschaftssysteme müssen nicht ehrlich sein, sie sind ja Mandatsträger, sondern sollen ihren Job machen, am besten: gut).
      Eigentlich ist Donald Trump, der ist ja nicht nur im kognitiv-intellektuellen Sinne [1] vermögend, sondern auch anders, kein Politiker im gewohnten Sinne, er ist er selbst, er ist The Donald.
      Er könnte als US-amerikanischer Präsident gute Politik machen, wenn er sich dann als Mandatsträger verstehen würde, ob er dazu in der Lage ist, ist unklar.
      Mit Hillary steht ein Vertreter des gewohnten Politiker-Typus‘ zur Verfügung, sie ist aber -diese Einschätzung ist hier vielleicht erlaubt- verdammt lügnerisch und heuchlerisch.

      MFG
      Dr. Webbaer

      [1]
      Donald Trump ist nicht dumm, er ist nicht der Schreier und Krakeeler, als der er, auch oder gerade in bundesdeutschen Medien, verkauft wird, er ist hoch verständig.

  6. Trump ist populistisch, Cruz, Rubio, Bush waren/sind G.O.P-istisch und damit nach Paul Krugman eher noch schlimmer als Trump, denn die republikanische Partei sei immer fundamentalistischer, kriegerischer und unsozialer geworden und arbeite immer mehr mit nicht einzuhaltenden Versprechungen und Täuschungen.
    Marco Rubio beispielsweise, der noch ehesten ins Bild eines Repräsentatnen der republikanischen Partei passe, who has promised to enact giant tax cuts, undertake a huge military buildup and balance the budget without any cuts in benefits to Americans over 55
    Ähnliche unrealistische,a ber auch menschenverachtende Pläne hätten auch die anderen G.O.P-Kandidaten geäussert (Oh, and it’s Ted Cruz, not Mr. Trump, who seems eager to “carpet bomb” people,)
    Nach Krugman muss man – wenn schon – nicht nur Trump als Psychopathen sehen, wie das dieser Artikel tut, sondern die meisten republikanischen Kandidaten:

    Just to be clear, I find the prospect of a Trump administration terrifying, and so should you. But you should also be terrified by the prospect of a President Rubio, sitting in the White House with his circle of warmongers, or a President Cruz, who one suspects would love to bring back the Spanish Inquisition.

    Vom Auftreten und von seinen Äusserungen her ist Trump der Paradefall eines populistischen Poltikers.Doch die moderateren Äusserungen der anderen GOP-Kandidaten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige von Ihnen genau so rassistisch und kriegerisch sind und zudem weniger sozial denken als Trump. Dass Trump mehr Zustimmung erhalten hat als die anderen republikanischen Kandiaten liegt auch daran, dass er vorgibt, die Lage des Volkes verbessern zu wollen, währen die anderen republikanischen Prinzipien zum Durchbruch verhelfen wollen.

    • Nur weil sich diese Adjektivierungen per ‚populistisch‘ gerade häufen, hier der Versuch einer Aufklarung:
      Politiker in denjenigen Systemen, die gesellschaftlich den Ideen und Werten folgend implementieren konnten (was sehr schwierig war), sind immer zu einem bestimmten Anteil populistisch und elit(ar)istisch. [1]


      Der Populist schaut dem Volk aufs Maul, um einmal mit Luther zu sprechen, in negativer Konnotation handelt er opportunistisch und wahlfrei, frei auch von eigenen Überzeugungen, nur am eigenen Machterhalt interessiert, in positiver Konnotation ist er ein Politiker, wie er in aufklärerischen Systemen sein sollte, weil er die Wählerinteressen vertritt und vertreten möchte.
      Der Elit(ar)ist fühlt sich als Person gewählt, die für Ideenmengen steht; ist er einmal gewählt, zieht er sein Programm, für das er gewählt worden ist (oder auch nicht) durch, er regiert dann durch, um einmal mit Merkel zu sprechen.
      Beide Politiker-Typen werden in aufklärerischen Gesellschaftssystemen benötigt.
      Korrekt bleibt, dass der Schreiber dieser Zeilen populistische Politiker-Typen deutlich bevorzugt, selbst anti-elit(ar)isch ist, den Politiker, wie weiter oben beschrieben, als Mandatsträger versteht und nicht als Administrator (gar: in eigener Sache), hier unterscheiden sich aber die Geschmäcker. Hier kann schlecht gestritten werden, wenn Einstellungen vorliegen. [2]
      Nicht richtig sind aber Gleichsetzungen der Art „Populist=schlecht“ und andere (dann notwendigerweise Elit(ar)isten – diese nennen sich aber nicht gerne so, verständlicherweise) „gut“.

      [1]
      Wichtig hier das Antonym, das Antonym zum Populisten ist der Elit(ar)ist.
      Dies wissen viele nicht.

      [2]
      Old Webbaer war ja mal Punk, jedenfalls in intellektueller Form, rannte aber nie einschlägig auf der Straße herum, so natürlich nicht. Sondern nur vom Impetus her war er anarchistischer Punk, sozusagen. Ischt abär lange her.

  7. Nur kommentarisch oder Feedback-gebend nachträglich ergänzend – insbesondere für Sprach-Liebhaber:
    ‚Narzissen‘ (erst einmal: eine Blumenart) oder ‚Narzissten‘ (vgl. mir der WebLog-Einheit) sind eine deutschländische Entwicklung, die Freud vorab ging.

    International wird insofern auch noch ein wenig gerungen, wie es genau heißt, vgl. :
    http://www.googlebattle.com/?domain=narciss&domain2=narcisst&submit=Go%21 (btw: Google-Battle ist womöglich nettes Feature der „Datenkrake“ Google)

    Derartige Metaphorik, die einige dieser „Gang“ von Wilhelm Reich, Sigmund Freud und den Neomarxisten der Frankfurter Schule zuordnen, muss nicht wissenschaftlich sein.
    Einige sind ganz dezidiert der Ansicht derartige Veranstaltung stattdessen auf bestimmte kollektivistische Veranstaltung zurückzuführen zu können.


    Old Webbaer rät stattdessen an die Leutz so zu nehmen wie sie sind, nicht zu pathologisieren (womit jetzt keineswegs nahegelegt worden ist, dass dies im hier kommentierten WebLog-Artikel der Fall war, ganz im Gegenteil, dies ist in der Primärnachricht dediziert ausgeschlossen worden) und auch mal im Sinne des Rheinischen Grundgesetzes auch Außer-Deutsche eher milde zu behandeln, sofern dies geht.

  8. Trump ist Amerikas Berlusconi: Nur: Berlusconi wurde 3 Mal gewählt, Trump aber wird nicht gewählt.Er wird nicht gewählt, weil er die Frauen, die Latinos und die Schwarzen nicht auf seiner seiner Seite hat und weil er nicht nur seine Anhänger, sondern alle seine Gegner zur Urne treiben wird.
    Dass Berlusconi drei Mal gewählt wurde, zeigt wie schlimm die Lage in Italien war/ist, dass Trump soviel Resonanz findet, zeigt, dass die sich viele Amerikaner ebenfalls in einer schlimmen Lage wähnen. Wie Berlusconi behauptet Trump die Macht für das Volk zurückzuerorbern, wie Berlusconi kommt Trump als gerissener Geschäftsmann daher, der den US-Bürgern verspricht, das gleiche für sie zu erreichen, was er schon erreicht habe.. Wie Berlusconi mit seinem Medienimperium ist Trump ein Medienunternehmer und Entertainer, der weiss, was ankommt.Auch im Verhältnis zu Frauen gleicht Trump in vielem Berlusconi. Beide sind Machos und bei Bedarf äusserten sich beide herablassend über Frauen, indem sie ihr Äusseres, ihre Erscheinung attackierten. Beide traten/treten als autoritäre Führer auf, die Hindernisse und Widersacher einfach wegboxen. Beide arbeiteten mit Emotionen wie Wut, Hass, Angst.
    Doch in den USA erreicht Trump damit vor allem die weissen Unterschichtswähler, in Italien aber erreichte Berlusconi damit die Mehrheit.

    • Er wird nicht gewählt, weil er die Frauen, die Latinos und die Schwarzen nicht auf seiner seiner Seite hat und weil er nicht nur seine Anhänger, sondern alle seine Gegner zur Urne treiben wird.

      „Etwas“ vereinfachend dargestellt, aber Trump hat zweifelsohne, um „herkömmlich“ gewählt zu werden, zu viele Gegner und er ist oft zu „un-pc“ und zu unkontrolliert. [1]
      Er wird aber gewählt, wenn es zeitlich passend zu massiven Terroranschlägen kommt oder wenn Hillary sich selbst abschießt, was immerhin denkbar ist.

      MFG
      Dr. Webbaer

      [1]
      Das Konzept der Political Correctness ist so verkehrt, dass gerade auch das Gegenteil, explizit politisch „unrichtiges“ Handeln, scheitert.

    • „Trump aber wird nicht gewählt.“

      Das ist noch nicht endgültig entschieden, denn das US-Wahlrecht ist kompliziert. Der Präsident der USA wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern über Wahlmänner. Deshalb zieht am Ende nicht unbedingt der Kandidat mit der größten Wählerunterstützung ins Weiße Haus ein. Als Beispiel dafür gilt der Demokrat Al Gore, der im Jahre 2000 mit 600.000 Stimmen Vorsprung zwar eine Mehrheit der amerikanischen Wähler auf sich vereinen konnte, aber dann doch nicht Präsident wurde.

      • Stimmt Mona. Allein schon deswegen wird Hillary Clinton Präsidentin, denn sie hat vorgesorgt. Ihr werden mehr Wahlmänner zur Seite stehen als Trump und einige Wahlmänner der Republikaner könnten gar Hillary wählen.

        • @ Herr Holzherr :

          Stimmt Mona. Allein schon deswegen wird Hillary Clinton Präsidentin, denn sie hat vorgesorgt. Ihr werden mehr Wahlmänner zur Seite stehen als Trump und einige Wahlmänner der Republikaner könnten gar Hillary wählen.

          Blödsinnig angemerkt, sofern Sie es ernst meinen, natürlich nur.

          Sie meinen dieses Konzept:
          -> https://de.wikipedia.org/wiki/Superdelegierter

          Und, nein, gegensprechend zur weiter oben webverwiesenen d-sprachigen Einschätzung, ist es nicht so, wie möglicherweise von einigen nahegelegt.
          Das republikanische Establishment leider insofern „wie ein Hund“, Mitt Romney ist schon „ausgeflippt“ und Rubio leidet auch.

          Gerne dbzgl. selbst recherchieren, bei besonderem Bedarf hilft der nette, alte & dicke (deutlich(st) weniger aber als früher) Webbaer abär aus.

          MFG
          Dr. Webbaer

          • Ja, mehrere Republikaner wollen Hillary wählen, wenn Trump der republik. Kandidat ist. Trump weicht von der Parteilinie in vielerlei Hinsicht ab. Beispielsweise will er die Steuern für Reiche nicht in gleichem Mass senken wie Rubio (der die Steuern stärker senken wollte als es W.Bush tat) und die anderen. Damit verstösst er am deutlichsten gegen die G.O.P-Parteilinie, denn das Hinarbeiten auf Steuersenkungen gehört zum eisernen Kern des G.O.P-Parteiprogramms. Rubio war ein Parteisoldat. Obwohl er aus einer Immigranntenfamilien (legale Immigration aus Kuba) stammt und zu Beginn seiner politischen Karriere sich oft kompromissbereit zeigte, wenn es um die Rechte von (illegalen) Immigranten ging, hat er sich inzwischen vollkommen auf die offizielle Parteilinie eingeschworen (die möglichst viel gegen illegale Immigration unternehmen will). Trump dagegen orientiert sich nicht an der Partei sondern an den Wählern und an sich selbst. Trump als Präsident würde die G.O.P neu definieren. Doch es dürfte allen klar sein, dass Trump keine Chancen hat Präsident zu werden, ausser Hillary fällt aus irgendeinem Grund aus.

          • Das G.O.P-Programm passt zur Wallstreet, die G.O.P-Basis aber besteht aus Unterschichtlern. Erstaunlich, dass es so lange klappen konnte, dass die Basis immer wieder Kandidaten unterstützte, die im Dienste einer abgehobenen Elite stand. Mit seinem Populismus hat Trump darauf verzichtet, diesen Spagat im gleichen Masse mitzumachen wie die Kandidaten, die auf Parteilinie sind. Die Linientreuen gaben vor für die Interessen des einfachen Bürgers einzustehen, doch das was sie an Reformen versprachen war ein Programm für die reiche Parteielite. Trump dagegen konzentrierte sich von Beginn weg auf die Basis, er sprach nicht im Interesse seiner Wahlkampffinanciers (denn er hatte keine), sondern allein im Interesse seines eigenen Wahlerfolgs. Mit Trumps Erfolg ist zugleich sichtbar geworden, dass die Anhänger der republikanischen Partei nicht alle auf derselben Scholle leben, sondern dass der Grund auf dem sie stehen von einer tiefen Spalte durchzogen wird.

          • @ Herr Holzherr :

            Stimmt Mona. Allein schon deswegen wird Hillary Clinton Präsidentin, denn sie hat vorgesorgt. Ihr werden mehr Wahlmänner zur Seite stehen als Trump und einige Wahlmänner der Republikaner könnten gar Hillary wählen.

            Woher haben Sie diese Schote?

            Vgl. auch:
            -> https://en.wikipedia.org/wiki/Electoral_College_(United_States) (‚Citizens of the United States do not directly elect the president or the vice president; instead, these voters directly elect designated intermediaries called „electors,“ who almost always have pledged to vote for particular presidential and vice presidential candidates (though unpledged electors are possible) and who are themselves selected according to the particular laws of each state.‘)

          • Zitat: die G.O.P-Basis aber besteht aus Unterschichtlern
            Die aber nicht wählen gehen. Ausser jetzt bei Trump wo sie mobilisiert wurden.

          • @ Herr Holzherr :

            Die webverwiesene Nachricht legt das Gegenteil des von Ihnen Behaupteten nahe.
            Allerdings mangelt es dem Schreiber dieser Zeilen an Interesse hier näher zu recherchieren, auch weil die Sache so-o klar ist:
            Die „republikanische Basis“ besteht aus weißen, älteren (jüngere sind an den US-amerikanischen Bildungsstätten ganz ähnlich auf bestimmte politische Meinung getrimmt worden, wie bspw. in der BRD; diese legen sie regelmäßig nach und nach ab) Männern – und raten Sie mal, wie die verdienen.

            Insgesamt verbreiten Sie Klischees über US-amerikanische Verhältnisse, wie sie (auch) in der bundesdeutschen Presse verbreitet werden.
            USA-Korrespondenten, wie sie von der genannten Presse beschäftigt sind, scheinen regelmäßig ein USA-Problem zu haben, lol.
            Kennen Sie den hervorragenden WebLog „USA erklärt„, dort wird (anscheinend: ‚wurde‘, mittlerweile) Vieles aufg…, äh, erklärt?

            MFG
            Dr. Webbaer (der die Staaten auf Grund eines längeren Aufenthalts ein wenig kennt)

  9. Donald Trump ist muslimfeindlich aus Populismus, Ted Cruz’s Muslimfeindlichkeit aber scheint aus tiefer Überzeugung zu kommen.
    Der Populismus lässt sich bei Trump daran erkennen,dass er die Emotionen der Strasse aufgreift und Massnahmen fordert, die aus dem Augenblick geboren sind und die eine Reaktion des Mannes von der Strasse sein könnten. Ein Beispiel dafür ist Trumps Forderung (Zitat)
    Moslems sollen nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Trump zählt sie zu den Feinden der USA. „Sie hassen uns!“, sagte er bei mehreren Veranstaltungen.

    Das tönt schlimm und genuin muslimfeindlich, kann aber auch so aufgefasst werden, dass Trump die augenblickliche Stimmung bei seinen mutmasslichen Wählern aufgreift und das äusserst, was viele Leute von der Strasse äussern als Reaktion beispielsweise auf den Terroranschlag durch Muslime in Kalifornien.

    Ted Cruz dagegen macht einen viel überlegteren und überzeugteren Eindruck, was seine Äusserungen gegenüber Muslimen für mich deutlich beängstigender macht als die von Donald Trump (Zitat Guardian)

    On Wednesday, Cruz inflamed the debate about so-called “homegrown” terrorism in America in the wake of the Brussels bombings by calling on law enforcement to “patrol and secure Muslim neighborhoods”. The remarks came days after the Texas senator announced the appointment of his foreign policy advisory team that included some of the most outspoken Islamophobes of the post-9/11 period.

    Zwar hat auch Ted Cruz auf die aktuellen Ereignisse – die Anschläge in Brüssel – reagiert. Aber er hat in einer viel systematischeren Weise reagiert: Er hat Aussenpolitikberater eingestellt, die für ihre islamophoben Ansichten landesweit bekannt sind. Das bedeutet nichts anderes, als dass man bei ihm einen dauerhaften Politikwechsel hin zu eine systematich muslimfeindlichen Regierung erwarten darf.

    Cruz’s foreign policy team includes people who have called for all mosques to be shut down across America, claimed the country is being subverted by the Muslim Brotherhood and decried all followers of the Islamic faith as jihadists.

    The most prominent anti-Muslim among Cruz’s new set of advisers is Frank Gaffney, whose Washington-based thinktank the Center for Security Policy is listed by the monitoring group the Southern Poverty Law Center as an extremist organization devoted to conspiracy theories. A former defense official under Ronald Reagan, Gaffney has long argued that the Egyptian-based Islamic movement the Muslim Brotherhood is actively undermining American society and government in a stealthy power grab that he calls “civilization jihad”.

    Ich schreibe das, weil Populismus oft als das Übel der Übel dargestellt wird. Doch ein wirklicher Überzeugungstäter kann in meinen Augen eine noch schlimmere Politik betreiben. Ein Populist weiss sehr oft selbst, dass er ein Populist ist. Er vertritt Meinungen, die er bei Bedarf wieder zurücknimmt. Ein Ideologe aber (den viele in Ted Cruz erkennnen) geht unter Umständen bis zum bitteren Ende. Er lässt sich nicht so leicht von dem abbringen wovon er überzeugt ist.

    • Kollego,
      kein vernünftiger Mensch ist ‚muslimfeindlich‘, weder Cruz, noch Trump sind Idioten. [1]
      Islam-gegnerisch könnte dagegen jeder sein, der seine Sinne beisammen hat und die Veranstaltung, die als Religion Islam genannt wird, aber ein Herrschaftssystem ist, ein sehr ernst zu nehmendes, versteht.
      ‚Populismus‘, das Antonym hier: Elit(ar)smus ist graduell zu bearbeiten, Old Webbaer neigt bspw. eher der Menge zu, wie der Elite nicht. Was nicht richtig sein muss.
      Cruz, Trump, Sanders & Hillary sind in etwa diejenigen Politiker, die sozusagen US-amerikanisch zurzeit verdient worden sind, zumindest aber bereit stehen.
      Bessere sind womöglich ausgeschieden.
      (Sie machen in Ihren Nachrichten, werter Herr Holzherr, viele Fehler.
      Wobei Ihr gutes Herz natürlich, zumindest hier, längst bemerkt worden ist.)

      MFG + GN
      Dr. Webbaer

      [1]
      Philosophen sind (idealerweise) Idioten, und rückbindend könnte nur Trump Philosoph und Idiot sein, ist es aber nicht.
      (Bei besonderem Bedarf wird diese Aussage erklärt werden.)

      • Zitat:„kein vernünftiger Mensch ist ‚muslimfeindlich‘, weder Cruz, noch Trump sind Idioten. „. Doch: Trump und vor allem Cruz sind muslimfeindlich, denn ihre Massnahmen richten sich gegen Muslime überhaupt, nicht nur gegen Radikale oder Jihaddisten. Cruz beispielsweise will Polizeipatrouillen durch Siedlungen mit vielen Muslimen patrouilleren lassen ohne einen spezifischen Auftrag, ohne Auftrag etwa die Radikalenszene zu observieren. Wenn Sie, Dr. Webbaer annehmen, Cruz und Trump könnten sich die Vergrauelung der muslimischen Wähler nicht erlauben womit sie automatisch nicht gegen Muslime an und für sich sein könnten, so berücksichtigen sie nicht die geringe Zahl von Muslimen in den USA. Ob Cruz oder Trump gewählt werden, hängt nicht vom Wahlverhalten der Muslime ab. Wenn man Trump Dummheit/Idiotie vorwerfen will in Bezug auf die falsche Behandlung von potenziellen Wählern, dann darum, weil er Frauen beleidigt hat und weil sein Frauenbild nicht zu den Frauenrollen passt, die es heute in den USA gibt. Frauen sind immerhin 50% der Wähler. Sie zu beleidigen ist eine Dummheit/Idiotie für jemanden der von Ihnen gewählt werden will. Insoweit hat Trump den Idiotentest bestanden, er hat sich die Goldene Himbeere verdient.

        • Muslimfeindlichkeit liegt nicht vor. Ein ‚Feind‘ ist von der Wortbedeutung her ein Hassender, ein ‚Freund‘ ein Liebender. Sie können auf Grund bestimmter Vorschläge, wie bspw. die Immigration von bestimmten Gruppen zeitlich auszusetzen, nicht Feindlichkeit folgern.
          Wobei Sie dies, anscheinend trotz guter Anlagen partiell neomarxistisch (oder „neomarxistisch“, zu beachten hier die Anführungszeichen) irritiert, vermutlich wieder anders sehen werden, püschologisierend und mehr über andere („dritte“) Personen wissend als der Schreiber dieser Zeilen.

        • Cruz Polizeipatrouillen in Judenvierteln statt Muslimvierteln würde man sicherlich als Zeichen seiner Judenfeindlichkeit sehen.
          Muslim- oder Judenfeindlichkeit zeigt sich in verbalen oder körperlichen Angriffen (auch die gibt es), aber auch in Diskrimierungen und Ausgrenzungen. Polizeipatrouillen speziell für Muslimviertel wirken ausgrenzend und beeinflussen auch das Muslimbildbin der Öffentlichkeit.

          • Cruz Polizeipatrouillen in Judenvierteln statt Muslimvierteln würde man sicherlich als Zeichen seiner Judenfeindlichkeit sehen.

            Derartige Patrouillen gab es in Israel nach bestimmten Unruhen und Anschlägen streng Orthodoxer, ha ha.
            Maßnahmen, die bestimmte Gruppen ins Auge fassen, sind vornehme („vorzunehmende“) Aufgabe der Staatsgewalt.
            Rein politisch echauffiert wird sich nur dann, wenn bestimmte Gruppen unter bestimmten Bedingungen betroffen sind.
            Wenn der Finanzminister die Mehrwertsteuer erhöht, würde ihm niemand Menschenfeindlichkeit unterstellen, auch wenn Bestimmte gar keine Mehrwertsteuer zahlen. Aber hier wird’s infantil…

          • So wie ich Cruz verstand, waren seine Patrouillen generell für Muslimviertel vorgesehen, nicht aber wie in Israel in bestimmten Problemvierteln

        • Eine klare Abgrenzung zwischen Muslim- und Islamfeindlichkeit gibt es nicht. Dazu liest man in der Wikipedia

          Hauptmenü öffnen

          BearbeitenSeite beobachten
          Islamfeindlichkeit
          Islamfeindlichkeit bezeichnet die Feindseligkeit gegenüber Muslimen sowie deren kategorische Abwertung und Benachteiligung. Daneben existieren die konkurrierenden Bezeichnungen und Konzepte Islamophobie und antimuslimischer Rassismus, die unterschiedliche Schwerpunkte und Wertungen bei der Betrachtung des Phänomens setzen.

          In Deutschland ist Islamfeindlichkeit/Muslimfeindlichkeit soagar unter den Gutmenschen und angeblichen Islamverteidigern weit verbreitet, wenn man folgender Umschreibung zustimmt:

          Laut dem britischen Soziologen Chris Allen schafft Islamfeindlichkeit eine Wirklichkeit, in der es als normal gilt, Muslime als grundsätzlich verschieden von Nichtmuslimen anzusehen und sie folglich auch ungleich zu behandeln.

          Das -Muslime grundsätzlich verschieden behandeln – tun nämlich auch Gutmenschen und Politisch Korrekte. Sie neigen dazu, sie als unberührbare Exoten einzuhegen anstatt sie als Deutsche wie sie selbst zu betrachten (viele in Deutschlsnd lebende Muslime sind fa Deutsche.

          • Es gibt, was gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit betrifft, gute und schlechte Definitionen.
            „Die da in Bielefeld“ haben sich zwar das ehrenhafte Ziel vorgenommen hier zu systematisieren, sind aber resultativ teilweise sehr schwach geworden, es ist leider möglich mit dbzgl. schwacher Systematisierung gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit erst zu generieren, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die zuvor also nicht existierte.
            Zu Chris Allens Zitat wäre bspw. anzumerken, dass devote Muslime anders behandelt werden wollen, es gibt hierzu klare Datenlagen.

            MFG + frohe Ostern!
            Dr. Webbaer (der aber nicht weiter exkurrieren wird, um den hiesigen Primär-Inhalt nicht weiter zu belasten)

  10. Kenne mich in der us Politik nicht so aus, aber was auffällt ist, dass Frauen als Kanzlerinnen im Moment „in“ zu sein scheinen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Amis, als alte Cowboys, gar nicht mal dazu tendieren eine Frau zu wählen. Da braucht man vielleicht das entsprechende Gegengewicht, was in einem 2 Parteien system ja recht einfach ist.

  11. Aus vglw. aktuellem Anlass vielleicht noch, wie immer: ganz untergeordnet, noch eine kleine Einordnung, die zu erklären sucht, warum die Republican Nomination wie benachrichtigt erfolgt ist:
    1.) Trump ist 70 und er hat schon vor 35 Jahren televisionär bemerkt in Betracht gezogen die US-Präsidentschaft anzustreben, er ist bekannt.
    2.) Trump ist womöglich als hoch verständig, als authentisch, als die US liebend, als aggressiv und beleidigend, aber regelmäßig in der Sache zumindest nicht gänzlich falsch liegend (bundesdeutsch fällt dem Schreiber dieser Zeilen für die Zwecke des Vergleichs hier nur Henryk M. Broder ein, PS: Boris Johnson gibt es auch noch), als im Wirtschaftlichen kompetent, als humorvoll und extrovertiert-megaloman-leutselig zu verstehen.
    3.) Wer die Debatten, die im Rahmen der US-republikanischen Nominierungsprozedur verfolgt hat, kann zudem womöglich feststellen, dass er gegen das Establishment (ein Begriff, der zumindest bundesdeutschen Altlinken sicherlich noch bekannt ist) ist, gegen ein Politikertum, das die sogenannte Politische Richtigkeit pflegt und gerade auch gegen US-Republikaner, die derart finanziert sind.
    4.) Er ist rhetorisch außerordentlich begabt und er konnte auf geradezu köstliche Art und Weise bspw. Jeb Bush wegbeißen, hier empfiehlt sich ein Blick in Videos, die im Rahmen der Nominierungsprozedur entstanden.
    5.) Er ist in der Lage auch US-Demokraten mitzunehmen, er hat keine Probleme mit Minderheiten.
    6.) Er ist populistisch, aber es bleibt unerkennbar, zumindest: für einige, ob dieser Populismus negativ zu konnotieren ist, oder positiv.
    7.) Er wird Hillary massiv angreifen und zu zerlegen suchen, er benötigt hierfür womöglich nicht, anders lautend als bisher vom Schreiber dieser Zeilen vermutet, terroristische Angriffe oder besondere außer-amerikanische „Aktivität“.

    MFG
    Dr. Webbaer (der sich nach ausführlicher Recherche, ein wenig kennt der Schreiber dieser Zeilen schon die Staaten aufgrund längeren Aufenthalts, ga-anz sicher beömmeln wird, wenn es denn alsbald Mann gegen Frau geht, ganz vermutlich auch wiehern wird beizeiten, bei Trump, ohne jetzt ein Endorsement der Art „Dr. Webbaer endorses Donald J. Trump“ auszusprechen natürlich, stets im politologischen Sinne Distanz wahrend)

    • PS und vielleicht für den Psychologen interessant, Trumps Behandlung von Vorhalten, im Wirtschaftlichen auch Einwandsbehandlung genannt:
      1.) hypothetische Vorhalte der Art „Schlagen Sie Ihre Frau immer noch?“:
      Hier meidet Trump dann, um im Bild zu bleiben, die Begriffe ‚Frau‘ und ’schlagen‘ streng und geht zum Gegenangriff über indem er derart Unterstellenden Bösartigkeit nachweist oder zumindest nachzuweisen sucht, er keilt dann regelrecht.
      2.) unbegründete Vorhalte:
      Diese werden als abwegig zurückgewiesen und er geht ebenfalls zum Gegenangriff über, er bezeichnet sich selbst als ‚Counterpuncher‚ und legt eher noch eine Schippe drauf, als dass er sich um Verhältnismäßigkeit bemüht.
      Er ist aber deutlich netter als im Fall 1 („Hypothetische Vorhalte“).
      3.) begründete Vorhalte:
      Hier wird es interessant, Trump räumt Fehler nicht ein, er begründet aber, warum er dies nicht tut, seine Begründung lautet, dass er nach Vorne schaue, auch lernfähig ist und es demnächst besser (er vermeidet das ‚besser‘, er sagt dann ‚anders‘) mache.
      Hier gibt es noch eine Fallunterscheidung, sollte es sehr klar sein, dass er einen Fehler gemacht hat, sagt er, dass er ohne dieser Aussage oder Entscheidung hätte auskommen können (‚I could have done without that.‘), er bückt sich nie.


      Funktionieren kann dies natürlich am besten im Wirtschaftlichen, dort lohnt es sich nicht sich zu bücken, dort wird immer nach Vorne geschaut, das Vertrauen, das im Wirtschaftlichen bekanntlich das „Schmiermittel“ ist, kann dort gerade so am besten (wieder-)hergestellt werden, sollte es temporär verlustig gegangen sein.

      Q: Wie kann so etwas im Politischen funktionieren, wie kann Trump bei der Republican Nomination so durchgekommen sein?
      A: Dies ging nur, weil Trump authentisch und ehrlich ist, wäre er beides nicht, hätten anders belegende Vorhalte, also Unehrlichkeit meinend, aus seiner 70-jährigen Tätigkeit ihn überrollt. [1]

      Trump hatte wegen seiner Authentizität und Ehrlichkeit bei der republikanischen Nominierungsprozedur denn auch Vorteile, denn er konnte sehr zeitnah und schlagfertig (das Fachwort) zurückweisen wie austeilen.
      Die Konkurrenz hatte -ganz klar erkennbar, wie der Schreiber dieser Zeilen findet- ihre Aussagen jeweils durch zig Filter laufen zu lassen, was sie langsam machte.

      MFG
      Dr. Webbaer (der übrigens auch authentisch bis ehrlich ist und womöglich nur deshalb dieses kleine Nachgeschriebene so beibringen kann)

      [1]
      Dies ist eine subjektive Einschätzung, sie muss nicht stimmen, sie ist die Prämisse.

      • PPS:
        Zur Trumpschen Rhetorik gibt es Webinhalte, die sich, in der Regel malevolent, aber sachnah mit ihr beschäftigen.
        Diese Rhetorik, die von Wiederholungen lebt, die die Eigenart hat wichtige Wörter an das Ende von Sätzen zu setzen, hier auffällig ist, ist ebenfalls sehr interessant.
        Trump ist ja Debatten nicht gewöhnt, er war aber regelmäßig bester Debattant bei der Republican Nomination, er war hier auf Grund eigens entwickelter Rhetorik im Vorteil, er war besser oder zumindest: überzeugender.
        Er hat Jeb Bush regelrecht aufgelöst, er hat Ted Cruz in einer sozusagen reptilienhaften Stellung verharren lassen (was Cruz natürlich auch positiv angerechnet werden kann) und Rubio „eingeseift“, Rubio ist hier hoch anzurechnen, dass er bei besonderen Angriffen, gerade am Schluss dieser Nominierungsprozedur, als ihr Ausgang klar war, sehr herzhaft zu lachen vermochte.
        Oder anders formuliert:
        Trump hat seine Konkurrenten grundiert.

  12. Mit Donald Trump kommt der Faschismus nach Amerika meint Robert Kagan, der als Vordenker der US-„Neocons“ gilt.
    Dabei meint Robert Kagan mit dem Faschismus Trumps die Kombination von Egomanie, Inkompetenz, Feindlichkeit gegenüber fast allen Nicht-Amerikanern und Mobilisierung des Mobs.
    Diese Kombination wird von Thomas Grüter hier und in Vorgängeraritkeln oft als Charakteristiken von Rechtspopulisten genannt. Zitat: Sie [Die Populisten] reden den Menschen ein, ihre Gruppe sei an allen Problemen unschuldig, vielmehr tragen die ANDEREN dafür die Verantwortung. Und diese ANDEREN müssen bekämpft werden, damit alles besser wird. Zu den ANDEREN zählen die Populisten nicht nur Ausländer, sondern auch die jeweilige politische und intellektuelle Elite.
    Für Robert Kagan aber ist das bereits Faschismus.Mit Faschismus verbindet Robert Kagan vor allem die Mobilisierung des Mobs. Zitat Robert Kagan:

    Was er sich dabei zunutze gemacht hat, ist allerdings das, was die Gründerväter am meisten gefürchtet haben, als sie die amerikanische Demokratie begründeten: die entfesselten Gefühle der breiten Masse, die Herrschaft des Mobs. Seit Jahrzehnten warnen Konservative vor einer Regierung, die alle Feiheit erstickt. Aber dies hier ist die andere Bedrohung der Freiheit, vor der Alexis de Toqueville un die Philosphen der Antike gewarnt haben: dass in der Demorkatie die Bürger selbst in ihrer ungezügelten Wut genau die Institutionen mit Güssen treten könnten, die erschaffen wurden, um ihre Friehiten zu bewahren.
    —-
    Der Faschistische Bewegungen hatten ebenfalls keine in sich geschlossene Ideologie, keine Rezepte, für das, was die Gesellschaft plagt. Der Nationalsozialismus bestand aus einem Haufen Widersprüche, in erster Linie vereint dadurch, was un wen er ablehnte.
    …..
    Der Erfolg des Faschimus war nicht durch seine Politik geprägt, sondern es ging um den starken Mann an der Spitze, den Anführer, dem man das Schicksal der Nation anvertrauen konnte.

    Interessant an dieser Betrachtungsweise Kagans finde ich vor allem, den Faschismus nicht als Ideologie zu sehen – was ja die meisten tun – sondern als Regierungsform, in der ein Politiker, nämlich der Führer, vorgibt die Stimme des Volkes zu verkörpern und dadurch die Legitimiation für alles erhält, was den Führer bewegt und was der Führer will.
    In dieser Sicht ist der italienische oder deutsche Nationalsozialismus letztlich die Übergabe jeglicher politischer, juristischer und institutioneller Macht an eine Person. Viel verbreiteter ist aber die Sicht, Hitler als Ideologen zu sehen, der den Rassenwahn und den nationalsozialistischen Imperialismus („Volk ohne Raum“) verbreitete. Doch wenn man die Lebensgeschichte Hitlers studiert, kommt man zum Schluss, dass Hitler zu Beginn ein recht ungebildeter und meinungsarmer Ex-Weltkriegssoldat war, der vor einer ungewissen Zukunft stand und in den Genuss einer Ausbildung als Propagandaredner kam, die er nur deshalb annahm, weil ihm weiterhin Sold bezahlt wurde und er sonst vor dem Nichts stand. Erst im Verlauf seiner neuen Identität als „Propagandist“ wurde er dann ideologisch geformt, wobei er Ideen aus seinem Umfeld und damals populären Büchern aufgriff. Wenn man Hitler so sieht, ist er eine Art Kaspar Hauser, eine Person, die überhaupt erst zu einer Person wurde, weil so viel in sie hinein projiziert wurde und die gar nicht mehr leben konnte ohne diese Projiektionen (Verehrungen etc) und die sich wohl wie Kaspar Hauser umgebracht hätte, wenn das Interess an ihm nachgelassen hätte.
    Auch Trump passt in dieses Bild.

    • @ Herr Holzherr :

      Der Faschismus wird in der Politologie oft als Methode verstanden, nicht als Herrschaftsform, die Methode besteht dann darin in der Gruppe bestimmter (handfest vorliegender) Symbolik zu folgen, gerne auch durch uniformiertes Auftreten, und auf andere Gruppen herabzuschauen, diese als verachtenswert zu erklären.
      Es kann insofern Faschismus überall geben, selbst unter Liberalen, sollten sie bspw. anarchistische Neigungen haben und sich besonders zusammenschließen.
      Witzigerweise treten in der BRD sogenannte Antifaschisten regelmäßig faschistisch auf.

      MFG
      Dr. Webbaer (der Donald J. Trump eher als besonderes politisches Talent versteht, vielleicht bundesdeutsch am ehesten mit Franz Josef Strauss vergleichbar)

      • PS zum „Führer“ :

        Der „Führer“ darf schon als politisch außerordentlich talentiert verstanden werden, er muss nicht aus reiner Abneigung heraus, wie bspw. Henryk M. Broder dies tut, als ‚kleines Würstchen‘ verstanden werden, das ‚keinen Kuhfladen von einer Pizza Margherita unterscheiden kann‘.
        Auch Stalin war politisch sehr talentiert, zum „Führer“ ist dieses Ton-Dokument vielleicht zur Kenntnis zu nehmen:
        -> https://www.youtube.com/watch?v=XNRTWLXdX3o (Unterredung mit Carl Gustaf Emil Mannerheim – ein seltenes Ton-Dokument im Verhandlungston)

      • PS-2 :

        Robert Kagan bleibt hier, diesmal im Englischen und ohne Bezahlschranke webverwiesen:
        -> https://www.washingtonpost.com/opinions/this-is-how-fascism-comes-to-america/2016/05/17/c4e32c58-1c47-11e6-8c7b-6931e66333e7_story.html?tid=a_inl
        …schon noch „ein wenig“ beleg-fähig bei dem, was er i.p. Faschismus Trump unterstellt. [1]

        Hier darf auch immer der pers. Gesamtzusammenhang betrachtet werden, Victoria Nuland und so, „The Post“ gilt schon als ein wenig politisch links und so.
        Nur mal so zum Vergleich: Der bundesdeutsche Spiegel hält zum Beispiel Jan Fleischhauer, als Konservativen oder „Konservativen“.

        [1]
        ‚So what to do now? The Republicans’ creation will soon be let loose on the land, leaving to others the job the party failed to carry out. For this former Republican, and perhaps for others, the only choice will be to vote for Hillary Clinton. The party cannot be saved, but the country still can be.‘ (Hervorhebung: Dr. Webbaer, Quelle)

    • >Hitler und Goethe Ein Schulaufsatz von Kaspar Hauser heisst eine Satire von Kurt Tucholsky.
      Im Kommentar oben versuchte ich Hitler als eine Art Kaspar Hauser zu sehen. Tucholsky allerdings verwendet die Figur Kaspar Hausers in seiner Satire eher als Stellvertreter des deutschen Volkes und als strammer völklischer Patriot (und Faschist), der jedoch in seiner Naivität auch den Hitlerismus dekonstruiert und die Psyche von Hitleranhängern – also Faschisten – offenlegt.
      Dabei zeigt Kurt Tucholsky auch, dass man den hitlerischen Faschismus nicht ohne weiteres ins Links-Rechts-Schema einordnen kann – etwas was ja auch für den Trumpismus gilt. Vor allem gibt es beim Nationalsozialismus hitlerscher Prägung eine stark antikapitalistische Note und der Prototyp des Kapitalisten ist beim Nationalsozialismus der Jude:

      Hitler ist schon seit langen Monaten deutscher Spießbürger und will das Privateigentum abschaffen, weil es jüdisch ist. Das was nicht jüdisch ist, ist schaffendes Eigentum und wird nicht abgeschaffen.

      • @ Herr Holzherr :

        Im Kommentar oben versuchte ich Hitler als eine Art Kaspar Hauser zu sehen.

        Was misslang.
        Bei Donald J. Trump diese Einschätzung beizubringen:
        ‚eine Person, die überhaupt erst zu einer Person wurde, weil so viel in sie hinein projiziert wurde‘ (Quelle: diese Kommentatorik)
        … war schon grell.
        Donald J Trump ist schon seit langer Zeit eine Person, die keinerlei Projektionen anderer bedarf, um eine Person sein zu können.
        Wobei die Einschätzung des Schreibers dieser Zeilen, nämlich, dass Trump hoch verständig und ein besonderes politisches Talent ist, natürlich nicht geteilt werden muss.
        Dass US-republikanische Präsidentschaftskandidaten als Hitler bezeichnet werden oder dies zumindest nahegelegt wird, insbesondere bundesdeutsch, dann bundesdoitsch sozusagen, hat der Schreiber dieser Zeilen nie anders erlebt.
        Nichts gegen Ihre experimentell gehaltenen (und anzuzehmenderweise gut recherchierten) Nachrichten, werter Herr Holzherr, abär seien’S doch mal gelegentlich mehr Bär und weniger Meerschweinchen.

        MFG
        Dr. W

  13. Zitat: „If a party could declare moral bankruptcy, today’s Republican Party would be in Chapter 11.“ schreibt Thomas L. Friedman und meint, dass Trumps Kandidatur offengelegt habe, dass die heutige US-republikanische Partei eine Partei ohne moralisches Fundament, ja ohne überhaupt ein Fundament ist. Zitat:

    Today’s G.O.P. is to governing what Trump University is to education — an ethically challenged enterprise that enriches and perpetuates itself by shedding all pretense of standing for real principles, or a truly relevant value proposition, and instead plays on the ignorance and fears of the public.

  14. Donald Trump selbst kommt oft rassistisch daher und alle Rassisten sammeln sich hinter Trump.
    Seine unbekümmerte politische Inkorrektheit, für die ihn seine Fans lieben, beinhaltet eben neben Dingen, die man ruhig sagen dürfte, die aber im heutigen Amerika nicht mehr gesagt werden dürfen, auch einen tüchtige Portion Rassismus. Und der Zuspruch, den er trotzdem erhält, verweist sicher auf ein rassistisches Amerika – was aber nicht heisst, dass es Rassismus in anderen Ländern – auch in Europa – nicht gibt.
    Vor kurzem outete ihn sogar sein Parteifreund Paul Ryan als rassistisch. Grund war die Behauptung Trumps ein amerikanischer Bundesrichter, vor dem er in Kürze erscheinen muss, sei befangen weil er ein Mexikaner sei.
    Interessant am Rassismus Trumps ist, dass er ihn kaum versteckt. Und noch interessanter ist, dass er damit seine Anhänger nicht vor den Kopf stösst, sondern sogar viel Zuspruch erlebt.
    Im New York Times Artikel The Nazi Tweets of ‘Trump God Emperor’ macht der Autor darauf aufmerksam, dass auch Antisemiten sich durch Trump angesprochen und bestärkt fühlen. Und trotzdem gibt es amerikanische Juden, Mexikaner und Schwarze, die hinter Trump stehen. Dabei gibt es nicht nur von Trump-Anhängern, sondern von Trump selbst despektierliche, ja rassistische Äusserungen gegen Juden, Mexikaner und Schwarze wie etwa den Tweet von Donald Trump “that I’m much smarter than Jonathan Leibowitz — I mean Jon Stewart,, was allerdings noch ein Tweet der harmloseren Sorte ist.
    Der Huffington-Post Artikel Here Are 10 Examples Of Donald Trump Being Racist zeigt anhand von Beispielen, die sich durch die ganze Karriere von Donald Trump ziehen, dass er schon immer dazu neigte, Schwarze zu diskriminieren, dass er sich nicht distanzierte von Suprematisten, dass er zu denen gehörte, die Barack Obama bezichtigten, nicht in den USA geboren zu sein und so weiter und so fort.
    Dennoch besteht Donald Trump darauf, dass seine Präsidentschaft auch für die Mexikaner, die Muslime und die Schwarzen gut sein werde und es scheint, dass einige ihm das glauben.
    Allerdings doch zuwenige, als dass er genug Stimmen von Schwarzen, Juden und Latinos erhalten wird, um Präsident zu werden. Das scheint mir auch gut so, denn man sollte den Worten und Signalen, die ein Präsidentschaftskanidat aussendet, zuerst einmal glauben. Und diese Worte lassen nichts gutes ahnen für die Minoritäten über deren Leben er als Präsident mitbestimmen würde.

    • @ Herr Holzherr :

      Ihr Kommentatorenkollege arbeitet mit dieser Definition:

      Racism is usually defined as views, practices and actions reflecting the belief that humanity is divided into distinct biological groups called races and that members of a certain race share certain attributes which make that group as a whole less desirable, more desirable, inferior or superior.

      Bringen Sie die Ihrige gerne bei, dann kann sich womöglich sinnhaft weiter ausgetauscht werden. [1]

      MFG
      Dr. Webbaer

      [1]
      Es ist zwar richtig, wenn Terry Pratchett hier gefolgt werden kann, der Schreiber dieser Zeilen hegt keine Zweifel, dass dies möglich ist, dass die Sprache zuvörderst deshalb entstanden ist, weil der Affe auf dem einen Baum dem Affen auf dem anderen mitteilen wollte, dass er ihn nicht gut findet, dennoch oder deshalb regt Ihr Kommentatorenkollege an substanziell zu werden, das Argument meinend.
      Der Rassismus, den der Schreiber dieser Zeilen auch nicht gut findet, soll nicht beliebig vorgehalten werden, denn dann verliert er seine Bedeutung.
      Werden Sie für Ihre Person gerne belegend und Sie dürfen auf Reaktion hoffen – dass es im in bestimmten politischen Lagern, gerade auch bundesdoitsch, Usus ist jeweilige US-republikanische Präsidentschaftskandidaten als Hitler zu verstehen, zu verschweinen, ist Ihnen bereits mitgeteilt worden.

      • @Dr.Webbaer: die USA kennen einen anderen Rassebegriff – einen der nicht auf biologische Unterschiede beschränkt oder fixiert ist, sondern auch ethnisch/kulturelle Unterschiede umfasst. Bei Volkszählungen in den USA ist es üblich, seine Rassenzugehörigkeit selbst einzuschätzen. Der Befragte kann sich in eine der Kategorien Weiss, Schwarz, Indianer oder Alaska-Eingeborener, Asiate, Latino, etc einordnen wobei auch mehrere Kategorien möglich sind. Der Wikipedia-Eitnrag Race and Ethnicity in Census ist hier besonders aufschlussreich. Man liest etwa:

        The U.S. Census Bureau counted Mexicans as a separate race in 1930[171] and tried to retroactively determine the number of Mexicans in the U.S. in 1910 and 1920 as well.[170]

        President Franklin D. Roosevelt promoted a „good neighbor“ policy that sought better relations with Mexico. In 1935, a federal judge ruled that three Mexican immigrants were ineligible for citizenship because they were not white, as required by federal law. Mexico protested, and Roosevelt decided to circumvent the decision and make sure the federal government treated Hispanics as white. The State Department, the Census Bureau, the Labor Department, and other government agencies therefore made sure to uniformly classify people of Mexican descent as white. This policy encouraged the League of United Latin American Citizens in its quest to minimize discrimination by asserting their whiteness.[172]

        Hispanics were counted as whites in 1940, but for the first time ever, the U.S. made an attempt to measure the size of the Hispanic population that year.[170] The U.S. resumed enumerating its Hispanic/Latino population in 1970, with Hispanics being enumerated in every U.S. census since then

        >

        • @ Herr Holzherr :

          Ist hier bekannt, der US-amerikanische Rassenbegriff, den der Schreiber dieser Zeilen nicht benötigt, der aber dort benötigt wird, um die Positive Diskriminierung oder die sogenannte Affirmative Action bewerkstelligen zu können, so dass der Rassenbegriff leider persistiert wird; nichts Gutes daran.


          Sie sind abär gebeten worden den von Ihnen verwendeten Rassismus-Begriff zu erklären, es bleibt ein schwerwiegender Vorhalt (andere meinend, es werden hier idR andere gemeint, um diese dbzgl. in der Folge auch zu belangen – der dbzgl. Vorhaltende ist sozusagen selbst nie Rassist (auch wenn es manchmal auf der Hand liegt, dass er es sein könnte)), der bestmöglich zu begründen ist.

          In diesem Fall von Ihnen,
          also: Hosen runter! :
          Was ist für Sie Rassismus?

          MFG
          Dr. Webbaer

    • PS:
      Dubletten dürfen von Publikationssystemen ausgeschlossen werden, Relationale Datenhaltung kennt diese Möglichkeit, es ist zudem nicht auf dem Absenden-Button „herumgehämmert“ worden, sondern es wurde schlicht einmalig „geklickt“.

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