Papier mit antibakterieller Silber-Beschichtung ist wahrscheinlich keine gute Idee

Man kann über die Lebensmittelindustrie ja sagen was man will, die ganzen Verfahren, Nahrungsmittel keimfrei zu bekommen, gehören zu den bedeutendsten Errungenschaften der Technik. Wir vergessen ja gerne, dass gerade Lebensmittel früher keineswegs gesünder waren als heute, und nach wie vor sterben an Durchfallerkrankungen weltweit jedes Jahr Millionen Menschen, überwiegend Kinder. Insofern bin ich sehr dafür, mit immer neuen Methoden zu verhindern, dass potenziell gefährliche Bakterien unsere Nahrung besiedeln. Einige Sachen sollte man aber trotzdem besser lassen, und Punkt eins auf der Liste ist, wild mit Antibiotika rumzupanschen.

ResearchBlogging.org

Die Bar-Ilan-Universität in Israel vermeldet jedenfalls jetzt eine Methode, mit Ultraschall Silber-imprägniertes Papier herzustellen, für antimikrobielle Anwendungen. Das wundert mich eigentlich überhaupt nicht, denn in den letzten Jahren haben die Leute Silber-Nanopartikel auf alles draufgeklatscht wo die Dinger dran kleben bleiben. Bei Papier hat es halt ein bisschen länger gedauert.

Das Ergebnis ist ein Papier mit einer schön gleichmäßigen festen Schicht aus Silber-Nanopartikeln, deren Dicke man ganz einfach durch die Konzentration der Ursprungslösung einstellen kann. Das so beschichtete Papier tötet auch nachweislich gram-positive (S. aureus) wie gram-negative (E. coli) Bazillen ab, so dass man tatsächlich ein antibakterielles Butterbrotpapier in der Hand hat.

Silber-Nanopartikel auf Papier nach 0, 30 60 und 120 Minuten. Quelle:  Gedanken et al., Langmuir 27, S. 720–726, 2011.

Bleibt die Frage, ob das so eine tolle Idee ist, alle möglichen Gebrauchsgegenstände mit Silber zu imprägnieren. Anders als der populäre Mythos will, können Bakterien auch gegen Silber und seine Salze resistent werden. Das grundsätzliche Problem hier ist natürlich einerseits das aller Antibiotika: Je häufiger sie eingesetzt werden, desto eher etablieren sich Resistenzgene in natürlichen Populationen.

Allerdings würde niemand auf die Idee kommen, sein Unterhemd oder den Kühlschrank regelmäßig mit Doxycyclin zu behandeln, während entsprechende Produkte mit Silber längst auf dem Markt sind. Ganz zu schweigen von all den Leuten, die fröhlich mit selbstgebasteltem Silberkolloid rumplanschen.

In der medizinischen Praxis verwenden Ärzte Silber unter anderem für Wundverbände, aber auch für Beschichtungen für Dauerkatheter, um Blaseninfektionen in Schach zu halten. Das kann natürlich nur dann funktionieren, wenn der Patient eben nicht drei mal Wöchentlich selbst Nanosilber auf der Haut trägt und seine privaten Staphylokokken damit auf diese Form der Behandlung vorbereitet.

Der nächste Punkt ist, dass eine Resistenz selten allein kommt. Es gibt mehrere Strategien, die Resistenz gegen Silber vermitteln, eine davon ist zum Beispiel, das Silber mit speziellen Membranproteinen aus der Zelle herauszupumpen bevor es Schaden anrichten kann. Das funktioniert bei einer ganzen Reihe von Antibiotika, so dass silberresistente Bakterien gelegentlich auch gegen andere Stoffe wie Chinolone weniger empfindlich sind. Und dann gibt es noch das Problem mit den Kreuzresistenzen: Die Gene für solche Gegenmaßnahmen tauchen in Bakterien nicht zufällig irgendwo auf, sondern auf kleinen ringförmigen Erbgutabschnitten, die man als Plasmide bezeichnet. Auf einem Plasmid liegen unter Umständen mehrere Resistenzgene, die sehr unterschiedliche Antibiotika betreffen – eine Publikation berichtet von einem Plasmid, das nicht nur vor Silber schützt, sondern unter anderm noch vor Ampicillin, Chloramphenicol, Tetracyclin, Streptomycin und einen großen Teil aller Sulfonamide. Bakterien können Plasmide auch untereinander austauschen, das heißt, wenn ein Keim es hat, haben es bald alle, wenn die Umweltbedingungen es begünstigen. Und da kommen eben wieder die ganzen Bedarfsgegenstände mit Nanosilber ins Spiel.

Im Moment gibt es allerdings, das sind die guten Nachrichten, bestenfalls knapp zwei Dutzend Berichte von silberresistenten Bakterien. Das könnte darauf hindeuten, dass das Merkmal ziemlich "teuer" ist und unter normalen Bedingungen wieder aus der Population verschwindet. Außerdem macht das ganze antimikrobielle Silber derzeit nur etwa 15 Prozent des gesamten Silbers im Abwasser aus, und damit dürfte der Effekt noch moderat sein.

Beim gegenwärtigen Stand der Dinge sind wir noch ein ganzes Stück davon entfernt, ein echtes Problem durch Silber an Gebrauchsgegenständen zu bekommen, aber das kann sich mit massenproduzierten antibakteriellen Papieren auch ganz schnell ändern. Wenn es nach mir ginge, wären antibakterielle Silberbeschichtungen außerhalb medizinischer Anwendungen grundsätzlich verboten, und Antibiotika-Mast in der Landwirtschaft gleich mit. Reicht euch ein MRSA nicht? Wie viele multiresistente Keime hättet ihr denn gern?

Gottesman, R., Shukla, S., Perkas, N., Solovyov, L., Nitzan, Y., & Gedanken, A. (2011). Sonochemical Coating of Paper by Microbiocidal Silver Nanoparticles Langmuir, 27 (2), 720-726 DOI: 10.1021/la103401z

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Ich bin gelernter Chemielaborant und habe ab 1999 in diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich an der Uni Hamburg Chemie studiert. Seit dem Abschluss Ende 2006 veröffentliche ich Beiträge in meinem Fischblog und verkaufe Artikel an andere Publikationen. Seit 2008 wohne ich im Raum Heidelberg und bin bei Spektrum der Wissenschaft für das Blogportal Scilogs verantwortlich. Daneben arbeite ich als freier Journalist und Redakteur unter anderem für die digitalen Angebote von Spektrum, veröffentliche auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und experimentiere mit Mobile Reporting. Zu meiner Webseite

24 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Darwin@work

    Ich stimme dir vollkommen zu. Wozu soll zum Unsichtbaren Rosa Einhorn eigentlich silberbeschichtetes, antimikrobielles Papier im Alltag gut sein? Wozu antimikrobielle Unterwäsche? Wozu sind diese Haushaltsreiniger, die so toll 99,9 % aller Bakterien töten, nützlich? Und was ist mit den 0,1, die überleben? Warum zum Geier wollen alle eine möglichst keimfreie Bude? Bei kranken oder immungeschwächten Menschen würde ich das ja einsehen, aber bei völlig gesunden Leuten? Und sich dann wundern, wenn das untrainierte Immunsystem amok läuft.

  2. Ob Keime gegen Silber resistent werden können, hängt von dem Wirkungsmechanismus ab. Einerseits ist Silber ein Katalysator, der die partielle Oxidation von Alkoholen unter Luftsauerstoff katalysiert. Andererseits kann es als Schwermetall eventuell Enzyme komplexieren.

    Eine Resistenz gegen den zuerst genannten Effekt wird wohl kein Organismus ausbilden können.

  3. Antibiotika-Mast in der Landwirtschaft ist in der EU verboten. Wäre schön wenn dies auch mal akzeptiert werden würde. Auch sind nur sehr wenige Antibiotika für die Behandlung von Nutztieren zugelassen.
    Weshalb wird eigentlich nicht die Antibiotikabehandlung von Haustieren besser kontrolliert. Da leben sogar die Tiere in der Wohnung und können daher sehr gut die resistenten Vieren übertragen.

  4. Antibiotika in der LW

    Zitat: „Wenn es nach mir ginge, wären antibakterielle Silberbeschichtungen außerhalb medizinischer Anwendungen grundsätzlich verboten, und Antibiotika-Mast in der Landwirtschaft gleich mit.“

    Da war der Maulwurf schneller. In der EU ist die Verwendung von Antibiotikern in der Mast tatsächlich verboten, in den USA dagegen – leider – erlaubt.

  5. Generation Sagrotan

    Ein Thema das mich schon lange aufregt. Niemand wird denke ich bestreiten, daß ein vernünftiges Maß an Hygiene zu unser aller Nutzen ist. Aber man kann’s auch übertreiben. Zum Beispiel mit antibakteriellem Butterbrotpapier.

    Beim Blick auf die Verpackung meines neuen Netbooks vor zwei Jahren wollte ich meinen Augen nicht trauen: Zu den Vorzügen mit denen das Gerät angepriesen wurde, gehörten neben der Hardware (die bei allen Netbooks damals mehr oder weniger identisch war) auch eine antibakterielle Beschichtung der Tastatur.

    Da fragt man sich doch ernsthaft, wozu das gut sein soll? Unsere Hände kommen tagtäglich mit Fantastilliarden von Keimen in Berührung. Über die Hände direkt nimmt der Körper so schnell keinen einzigen davon auf, aber indirekt durch bewußte und unbewußte Berührungen von empfindlicheren Körperteilen, insbesondere Schleimhäuten. Aber welch Wunder, unser Körper kann damit umgehen! Damit es nicht zu viel wird und wir die Abwehrkräfte überfordern, grenzen wir den Bakterienteppich durch regelmäßiges Händewaschen ein, und damit sollte es also gut sein.

    Stattdessen (oder besser gesagt zusätzlich) bekomme ich nun Nebenbeidesinfektion beim Tippen. Ist das wirklich sinnvoll? Immerhin, beim Blick auf die inzwischen abgenutzt glänzenden Tasten gehe ich davon aus, daß von der Beschichtung nicht mehr allzuviel übrig ist.

  6. Hach, das Silber.

    Der Mythos, es würde keine Resistenzen erzeugen und es würde sogar nur schädliche Bakterien abtöten, ist bei Alternativheilern ziemlich weit verbreitet. Dein Artikel ist eine schöne Referenz dagegen.

    Was passiert, wenn man aus lauter Blödheit kolloidales Silber isst/trinkt, oder in rauhen Mengen auf die Haut schmiert, und das über mehrere Jahre, sieht man hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=ahihGKZC5Kk

  7. @Maulwurf, Sören:

    Stimmt, guter Punkt mit der Antibiotika-Mast. Dank internationalem Flugverkehr ist das natürlich nur ein kleiner Trost. CA-MRSA ist ja auch schon dabei, hier rüber zu schwappen.

    Übrigens scheinen multiresistente Erreger gerade bei Haushunden ein ernstes Problem zu sein, wenn man die inschlägigen Foren so liest…

  8. @Gunnar Ries

    Wozu antimikrobielle Unterwäsche?

    Also, gerade da gibt es schon ’ne Realwelt-Anwendung:

    http://www.kosmologs.de/…stinkfreie-unterwaesche

    Das Thema ist da der Geruch. Auch meine Wäsche soll nach 3-wöchigem Tragen olfaktorisch auffällig sein, habe ich mir sagen lassen … man selbst merkt das ja meist nicht so. Antimikrobielle Klamotten könnte ich da wohl noch viel länger tragen und würde mir viel lästige Wasch- und Bügelarbeit sparen.

    Wie man einem Kommentar zu meinem obigen Artikel entnehmen kann, besteht durchaus Verbraucherinteresse.

  9. @S. Schewe

    In der EU ist die Verwendung von Antibiotikern in der Mast tatsächlich verboten.

    Das gilt aber offenbar nicht für Lachse, die heute auch wie Mast-Tiere in Massentierhaltung gezogen werden:

    http://www.nzz.ch/…zucht_am_limit_1.9067027.html

    Zitat:

    „Während der Verbrauch an Antibiotika in der Fischzucht in Europa in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden konnte, steige der Einsatz von Entlausungsmittel weltweit an und sei heute besorgniserregend, sagt Katherine Bostick vom WWF“

  10. @Michael Khan und Mitleser

    Ich glaube, da liegt ein kleines Missverständnis vor. Maulwurf und ich bezogen uns dabei auf die Verwendung von Antibiotika für eine schnellere Mast – nicht während der Mast, um Krankheiten zu behandeln. Insofern besteht da auch kein Widerspruch zur Lachs-Haltung.
    Durch Antibiotika ist es möglich, die Lebensbedingungen gewisser Bakterien im Körper zu verbessern (konkurrierende B. werden getötet), wodurch wiederum Sroffwechsel-Prozesse für die Zunahme begünstigt werden.
    Und das ist in Europa verboten…

  11. Ob Antibiotika in der Mast verboten sind und ob sie deswegen weniger eingesetzt werden ist leider nicht das gleiche:
    „Wurden vor zehn Jahren im Schnitt 1,7 Behandlungen pro Mastdurchgang angewendet, sind es heute etwa 2,3 Behandlungen“
    http://www.welt.de/…otika-am-Leben-gehalten.html
    http://www.rp-online.de/…stiegen_aid_922366.html
    Eine „Behandlung“ dauert dabei einige Tage. Die Geflügel sind also wohl die meiste Zeit ihres Lebens Antibiotika ausgesetzt..

    Was das Nano-Silber anbelangt wundere ich mich auch immer wieder über den völlig sorglosen Umgang. Neben der Zucht von resistenten Bakterien gibt es ja auch noch das Problem, dass die direkte Wirkung auf den Körper nicht wirklich bekannt ist. Es dann nicht nur über die Haut sondern auch über die Nahrung aufzunehmen halte ich für keine gute Idee.

  12. Irgendwie geht hier gerade ein bisschen was durcheinander.

    Jens, dass bei Geflügel Antibiotika eingesetzt werden, liegt schlicht an der kurzen Lebensdauer der Tiere, die gar keine Zeit haben, um ein funktionierendes Immunsystem aufzubauen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wiesenhof zum Beispiel hat die Abläufe derart abgeschlossen, dass keine Antibiotika benötigt werden.

    Zur eigentlichen Mast, also um die täglichen Zunahmen der Tiere zu optimieren, werden A. hier aber nicht verwendet.

  13. @Sören Schewe

    Habe leider keine Quelle für deine Behauptung bzgl Wiesenhof gefunden. Wenn ich dich richtig verstanden habe wäre die Verabreichung von Antibiotika zur Gewichtszunahme aber ohnehin illegal, ich verstehe daher nicht, was Wiesenhof hier von anderen Mastbetrieben unterscheiden soll.

  14. Es ist wirklich peinlich, dass die Menschen immer noch nicht aus der Existenz multiresistenter Keime gelernt haben. Aber ich vermute im Angesicht von Gewinn wird die Menschheit nie lernen…
    Wenn man bedenkt wie kurz Silber als antimikrobieller Wirkstoff erst auf dem Markt ist sind selbst einige wenige resistente Bakterien bereits bedenklich. Bleibt nur die Frage wie lange es dauert bis sich daraus ein Problem für die Medizin ergibt…

  15. silberresistente Bakterien

    Hi

    mich würde eher mal interessieren, welche Bakterien resistent gegen Silber sind. ca. 1 Dutzen, dann können Sie diese sicher nennen!

    Ob es sich um, ich nenne es jetzt mal „positive oder negative“ Bakterien handelt???

    Und auf welche Studien, Literatur Sie diese aussagen beziehen. Wenn man soetwas äußert, sollte man auch die Nachweise liefern!

  16. Wenn…

    …du keine Links anklicken kannst, musst du mir wohl glauben. Wenn du mir nicht glaubst ist das nicht mein Problem.

  17. @Martin Ballasck

    Leider wurde herausgefunden, dass Paul Karason sein angebliches Silberwasser mit normalem Trinkwasser (statt destilliertem Wasser) produzierte und damit nicht colloidales Silber, sondern Silbersalze zu sich nahm – und diese werden in der Haut eingelagert – Argyrie – im Grunde nur ein kosmetisches Problem.

  18. @Fred silberresistente Bakterien @Lars

    Ich habe unter den links ebenfalls keine Aufzählung von resistenten Bakterien gefunden – der einzige Link, der vielleicht gemeint ist: Salmonella typhimurium resistant to silver nitrate, chloramphenicol, and ampicillin.

    Aber da geht es nicht um Nanosilber bzw. Kolloidales Silber (CS). sondern um Silbernitrat und das wirkt wohl doch etwas anders:

    „0.5% silver nitrate (AgNO3) solution“

    Wenn ich es bisher bei meinen Recherchen richtig verstanden habe, blockiert CS bzw Silberionen ein Enzym, das für den Kalium/Natrium Stoffwechsel notwendig ist – und somit die so behandelten Erreger quasi verhungern. Das kann sicherlich mehr oder weniger lang dauern.

    Alle Studien, die ich bisher gelesen habe, die von einer CS Resistenz berichteten, wurden meines Erachtens zu früh abgebrochen. Es wurde immer von einer Schwächung der Erreger berichtet, teilweise bis dahin, dass sie nicht mehr infektiös waren.

    Wenn ich mal 2-3 Tage nichts zu futtern bekomme, werde ich auch ziemlich schwach, bin aber noch nicht gestorben. Erst, wenn ich so lange hungere, bis nichts mehr geht, werde ich sterben…

    Also glaube ich auch nicht an Silber resistente Erreger, ich hätte den Link auch gerne, der da glaubwürdige Studien verspricht

  19. Resistente Stämme und Gesundheit

    Man wird wohl kaum mehr einen Merrell Sportschuh ohne Silber Imprägnierung kaufen können. Stammen tut die Imprägnierung von einer Firma „Aegis“. Auf ihrer Homepage haben sie kein Problem damit folgende Aussage zu treffen:

    http://goo.gl/dTP7g
    10. Does the use of antimicrobials cause resistant strains of microorganisms?
    No. After more than 30 years of use in numerous consumer, industrial and medical applications around the world, there has been no evidence of resistant strain development.

    Auch vor medizinischen Aussagen schrecken sie nicht zurück, obwohl es definitiv noch keine epidemiologische Untersuchung gibt, mit der man das belegen könnte. Bisher gibt es nur Untersuchungen in Modelltieren, die nicht so rosig ausschauen bezüglich der Toxizität. Dennoch sagt Aegis:

    http://goo.gl/dTP7g
    9. Has anyone ever gotten sick from using products with Microban® antimicrobial protection?
    Extensive testing and a long use history have shown Microban® product protection to be safe. While it is impossible to say that no one will ever experience an allergic reaction to anything, it is highly unlikely a negative experience would be observed. Microban additives are used in very low levels measured in parts per million.

    Ich hätte mir gewünscht, dass wir aus Asbest gelernt haben und ein bedenkliches Produkt ohne weitere Prüfungen nicht unkontrolliert in jeden Bereich unseres Lebens vordringen lassen. Selbst Laken für Babys sind damit bereits imprägniert: http://goo.gl/aBgHK Dass man dies in diesem Fall erkennt ist reiner Zufall, denn Deklarationspflicht gibt es keine: „Kein mikrobieller Befall“. Das Produkt bekommt auch den „Öko-Tex Standard 100“.

    Aus Spaß habe ich bei Mammut mal nachgefragt, ob in ihren Produkten Imprägnierungen / Beschichtungen mit Silberionen / Silber Nanopartikeln verwendet werden. Man versicherte mir: nein. Nach diesem Hinweis von mir kam keine Antwort mehr:

    http://www.mammut.ch/…neunderwear_symbitech.html
    „Zusätzlich wird die Mikrofaser mit innovativer, antimikrobiell
    wirkender Silber-Ionen-Technologie ausgestattet, um Geruchsbildung
    wirksam und permanent zu verhindern.“

    Ich frage mich wirklich, was denn passieren muss, bis die Politik reagiert. Es wäre nicht so, dass es noch nicht ausreichend Stellungnahmen auch von öffentlicher Seite gibt. Bund
    für Umwelt und Naturschutz: „Nanosilber: Der Glanz täuscht.“ http://goo.gl/hL9ay

  20. Interessanter Artikel über die antibakterielle Silberbeschichtung, mit dem sich Gastronomiebesitzer im Hinblick auf Lebensmittel und Hygiene näher beschäftigen sollten. Mich würde es aber zudem interessieren, ob es effektive Verfahrenstechnologien gibt, mit denen Bazillen in der Luft im Vornherein schon eingedämmt werden können. Denn selbst zertifizierte Geräte wie die [Werbung entfernt] filtern laut eigenen Angaben 99,9% der Bakterien aus der Luft aus. Aber bei anderen, günstigen Modellen wären Vorsorgemaßnahmen keine schlechte Idee.

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