Ein neues Projekt: Zum Start des Forschungs-Blog von Fraunhofer

Wie andernorts ja schon durchgesickert ist, bin ich seit Kurzem an einem neuen und vielversprechenden Blogprojekt von Fraunhofer beteiligt. Die Organisation hat sich Fördergelder besorgt und damit Sascha Lobo angeheuert (zieht euch auf der Seite unbedingt den Vortrag zur Trollforschung rein), unter dessen Federführung die Seite entstand und der auch das inzwischen weithin diskutierte Konzept des Dual-Bloggings umgesetzt hat.

Für den wissenschaftsbloggerischen Hintergrund hat er dann Florian Freistetter und mich eingekauft, das heißt wir bekommen für unsere Beiträge dort Geld. Ich werde hier nicht weiter auf die Details der Vereinbarung eingehen, aber es werden ab jetzt in einigermaßen regelmäßigen Abständen dort Beiträge von mir erscheinen. Das ist jedenfalls der Plan. Eigentlich habe ich dafür gar nicht die Zeit oder die Kraft, aber ein gemeinsames Projekt mit Sascha und Florian ist zu verlockend um es auszuschlagen. Wir werden sehen ob es funktioniert. Unabhängig davon bleibe ich natürlich SciLogger und das hier mein Hauptblog.

Mein erster Artikel für Fraunhofer ist gestern erschienen:

Eine Bazille kommt selten allein
Für viele Infektionskrankheiten ist nicht ein einzelner Erreger verantwortlich, sondern mehrere. Wie diese Partner kooperieren und voneinander beeinflusst werden hat große Auswirkungen auf ihren Verlauf und ist ein lohnendes Ziel für zukünftige Behandlungsansätze. Doch man weiß kaum etwas darüber, wie diese polymikrobiellen Infektionen funktionieren.

Viel Spaß!

Veröffentlicht von

www.fischblog.com

Ich bin gelernter Chemielaborant und habe ab 1999 in diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich an der Uni Hamburg Chemie studiert. Seit dem Abschluss Ende 2006 veröffentliche ich Beiträge in meinem Fischblog und verkaufe Artikel an andere Publikationen. Seit 2008 wohne ich im Raum Heidelberg und bin bei Spektrum der Wissenschaft für das Blogportal Scilogs verantwortlich. Daneben arbeite ich als freier Journalist und Redakteur unter anderem für die digitalen Angebote von Spektrum, veröffentliche auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und experimentiere mit Mobile Reporting. Zu meiner Webseite

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. viel Erfolg

    Hoffentlich wird das durch die breitere Ausrichtung kein Trollmagnet… Das Dual blogging System finde ich spannend & rechne daher damit, dass die Plattform Zukunft hat.

    Dass guter Journalismus was kosten darf ist einfach so, habt ihr euch verdient.

    Viel Erfolg dort!

  2. Von mir ebenfalls viel Erfolg! Ich konnte dieses Projekt ja nur willkommen heißen. Mache mir aber langsam ein wenig Sorgen, da mir die auf der Seite angesprochenen 17.000 WissenschaftlerInnen der Fraunhofer-Gesellschaft als Autoren fehlen. Hoffe das liegt daran, dass der Blog noch nicht so alt ist und sie erstmal ein Gefühl für das Bloggen bekommen müssen.

  3. übersicht

    wer ist denn für die übersichtlichkeit der fraunhofer blogs verantwortlich?

    also die blognavigation finde ich sehr gewöhnungsbedürftig (wird vielleicht noch besser).

    kommentarfunkionen? wo sind die?

    dual blogging – solange sascha lobo der einzige dualist bleibt… na ja… dann lieber nicht (ich halte so ziemlich nichts von ihm und seinen texten).

  4. Discover Markets wagen!

    Das ist doch eher ein SciLogs Text, denn so wie ich das Fraunhofer-Blog verstehe, soll „Discover Markets“ im Vordergrund stehen, oder?

    Ziel ist es, so lese ich dort, nicht nur „Prototypen zu bewerten oder Auskunft darüber zu geben wie was genutzt wird“ sondern auch „die Öffentlichkeit als Sparring-Partnerin an der Entwicklung von technologischen Lösungen für die Zukunft zu beteiligen„.

    Deswegen würde ich Posts erwarten, die fragen: „Welche technischen Hilfsmittel wünschen sie sich für die Zukunft? Was würden sie akzeptieren? Was nicht?

    Oder aber zumindest Posts über die Fraunhofer-Forschung berichten, also sehr anwendungsnah. Diese Arbeiten zu den „pathogenesis in polymicrobial communities“ scheinen mir zu dieser Zeit noch grundlagennah.

    Bei diesem Beitrag fiele mir kein Kommentar ein wie: „Au ja super, würde ich sofort machen, wenn ich es kaufen könnte“ oder „Selbst wenn es wirkt, wäre mir zu unheimlich, würde ich nie anwenden“.

    Die Frage ist für mich daher, was ist der Unterschied zu SciLogs und Scienceblogs und was genau die Aufgabe der ersten Blogger in diesem Portal? Vorbild seit ihr ja durch eure Hauptblogs schon, nun wäre es an der Zeit den ein oder anderen Fraunhofer-Forscher, der Interesse bekundet, zu coachen, oder auf andere Art den nächsten Schritt in eine neue Richtung zu wagen.

    Das ist ein Dual-Kommentar, der auch bei forschungs-blog.de steht.

  5. Markus

    Gute Frage – wir gehen davon aus, dass ein interessantes Blog beides braucht, Artikel zu relevanten Themen (einzelne Artikel und Artikel im Dual-Modus) und die Möglichkeit, technologische Hilfsmittel zu bewerten und technologische Entwicklungen ein Stück weit mitzugestalten. Die Einbeziehung von euch/ von Ihnen sehen wir als zweiten Schritt und sind dabei, das vorzubereiten. Die Dual-Artikel entstehen übrigens gemeinsam mit den jeweiligen Forschenden, zwei sind ja bereits online, Wissenschaftler/-innen von Fraunhofer werden kommentieren und haben das auch schon bereits getan. Wir sind dabei, sie auch für das Schreiben von Artikeln zu begeistern – das ist eben alles ein Prozess, der in Gang kommen muss.

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