Bricht der Vulkan Laacher See 2012 aus?

Ich muss mich mal mit dem Unfug befassen, der gerade im Netz über den Laacher See verbreitet wird. Der Laacher See nimmt die Caldera eines Vulkans ein, der vor knapp 13000 Jahren das letzte Mal ausgebrochen ist und es innerhalb der nächsten paar tausend Jahre wohl auch wieder tun wird, wie Vulkane das halt so machen.

Nun haben wir ja jetzt gerade das Weltuntergangsjahr 2012 und dürfen uns auf tonnenweise hirnrissige Katastrophenszenarien in allen möglichen Medien freuen. Die Daily Mail macht heute den Anfang und schreibt, der Laacher See stünde kurz vor einem Ausbruch. Das Blatt bezeichnet die Caldera als Supervulkan und behauptet, er würde regelmäßig alle zehn- bis zwölftausend Jahre ausbrechen. Demnach sei der nächste Ausbruch überfällig und könne im Prinzip schon morgen passieren und ganz Europa unter Asche begraben.

Das ist natürlich völliger Blödsinn. Nun ist der Laacher See ein formidabler Vulkan, dessen letzter Ausbruch etwa dem des Pinatubo 1991 entsprochen haben dürfte, aber er ist einmal kein Supervulkan, und er ist schon gar nicht überfällig. Vulkanausbrüche können nicht „überfällig“ sein, dazu sind die Intervalle zwischen Ausbrüchen zu unregelmäßig. Man gibt bei regelmäßig ausbrechenden Vulkanen gerne mal ein mittleres Intervall zwischen zwei Ausbrüchen an, das man aus der Eruptionsgeschichte berechnet. Die Aussagekraft solcher Zahlen für zukünftige Ausbrüche geht gegen Null. Die ganze Debatte haben wir seit Jahren beim Yellowstone-Supervulkan, der in Presseberichten mit schöner Regelmäßigkeit auch als überfällig bezeichnet wird. Ist er aber nicht. Niemand kann sagen, wann ein ruhender Vulkan als nächstes ausbricht, es sei denn man hört ihn schon grummeln.

Grummelt der Laacher See nun, d.h. zeigt er die bekannten Anzeichen für eine bevorstehende Eruption? Tut er nicht. Die Mail beruft sich zwar darauf, dass aus dem Seeboden vulkanisches Kohlendioxid herausblubbert. Das ist allerdings ziemlich normal und geschieht seit Jahrhunderten, weil das Magma unter der Eifel langsam ausgast. Es steigt derzeit auch keineswegs mehr Gas auf, wie man das erwarten würde, wenn frisches Magma auf dem Weg an die Erdoberfläche wäre. Außerdem verursacht aufsteigendes Magma typische Erdbeben, die schon lange vorher Hinweise auf zukünftige Eruptionen geben. Auch dafür gibt es momentan keine Anzeichen.

Es ist nicht so ganz klar, wie die Daily Mail auf die Idee kommt, der Laacher See könnte in absehbarer Zeit etwas anderes tun als entspannt vor sich hin zu eutrophieren. Experten oder seriöse Quellen zitieren die jedenfalls nicht. Wahrscheinlich entspringt die ganze Geschichte eher der diesjährigen 2012-Weltuntergangs- und Katastrophenhysterie, mit der wir den Rest des Jahres sicherlich noch viel Spaß haben werden.

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Ich bin gelernter Chemielaborant und habe ab 1999 in diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich an der Uni Hamburg Chemie studiert. Seit dem Abschluss Ende 2006 veröffentliche ich Beiträge in meinem Fischblog und verkaufe Artikel an andere Publikationen. Seit 2008 wohne ich im Raum Heidelberg und bin bei Spektrum der Wissenschaft für das Blogportal Scilogs verantwortlich. Daneben arbeite ich als freier Journalist und Redakteur unter anderem für die digitalen Angebote von Spektrum, veröffentliche auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und experimentiere mit Mobile Reporting. Zu meiner Webseite

34 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ach komm schon…

    Die Sache mit dem Laacher See soll doch nur von den Phlegräischen Feldern ablenken…

    Im Ernst. Manchmal sollten die Typen aus den Zeitungen das erste Nuhrsche Gesetz beherzigen: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Griffel hinlegen.

  2. Hooroszenarien kommen und gehen….

    Ich denke ebenso, daß da falsche Panik geschürt wird. So wie auch im Internet zu lesen war, daß Silvester 22 Uhr in Thailand ein Staudamm brechen sollte.

    Einer der Hintergründe für diese Artikel über einen in Bälde drohenden Ausbruch sind im Internet veröffentlichte Erdbebendaten seit einigen Wochen. Daraus auf einen bevorstehenden Ausbruch schließen zu wollen, ist reichlich vage.

    Was ich nicht teile, ist die Aussage, daß sich ein Ausbruch durch lange vorher auftretende Erdbeben ankündigt. Der Olivinreichtum des Ausgeworfenen Materials am Laacher See spricht schon dafür, daß der Aufstieg von Magma relativ schnell erfolgt.

    Neben dem Laacher See werden im Internet aber auch noch weitere mögliche Ausbrüche „diskutiert“, weil dort ebenfalls Erdbebendaten veröffentlicht werden: Thera (Santorin), Long Valley, Campi Felgri und Yellowstone… Dabei wird immer ein Touch von Pseudowissenschaftlichkeit erzeugt. Leider ist es nicht leicht, klar zu machen, daß einem Erdbeben nicht auch unbedingt ein Vulkanausbruch folgt. Und noch schwieriger ist es klar zu machen, daß das meiste Magma, das aufsteigt, auf seinem Weg stecken bleibt.
    Angesichts der politischen und finanziellen Debatten ist es doch schon ein wenig amüsant, auch mal was anderes zu hören….

  3. Wobei…

    die Eruption vom Laacher See vor 13.000 Jahren schon hochspannend ist, weil sie phreatomagmatisch war. Lava kam in Kontakt zu Wasser, was einen Vulkan gleich um ein Vielfaches explosiver macht. Die Eruptionsenergie übertraf die von Mount St. Helens (1982) um den Faktor 100, schleuderte sechs km³ Lava aus und so viel Asche, dass direkt beim Vulkan 40 Meter hohe Schichten davon abgelagert wurden – und Partikel davon noch in Schweden zu finden sind.

    Wahrscheinlich hat der Daily Mail-Autor das gelesen und hatte danach einfach ein zu lebhaftes Kopfkino, um noch über die Ausbruchswahrscheinlichkeit heute nachdenken zu können.

  4. Laacher See

    Ich war neulich noch dort, es war alles ruhig, ich galube, 2012 wird der Vulkan unter dem Laacher See nicht ausbrechen!

  5. @ Fischer

    „Ich muss mich mal mit dem Unfug befassen, der gerade im Netz…“

    Lars – sei Du, seien wir, sei das Astrodicticum doch mal ehrlich – ohne Homöopathie, Apokalypsen, Bachblüten, Esoteriker und Evolutionsleugner (etc.) wäre unser Leben ARM – woran wollen wir uns denn sonst bloggend abarbeiten?

    Die Aufklärung braucht die Nebelkerzenwerfer und Obskurantisten. Denn wo kein Schatten ist, ist auch kein Licht. Zumindest nichts, was beleuchtet wäre.

  6. Supervulkan

    Der Laacher see ist kein supervulkan?

    Der laacher see hat ein VEI index von 7!
    8 ist der grösste klasse.

    Wenn „carbon dioxide“ Kohlendioxid austritt, bedeutet dass nichts gutes, der magma kammer ist „geöffnet“.

    Viel spass in 2012!

  7. Nicht schade drum

    Als ehemaligem Bewohner der trüben Voreifel sehe ich keinen großen Verlust kommen, sollte der See wirklich hochgehen. Lediglich um Maria Laach wäre es schade.

    Diese Nachricht schürt bei mir mehr Vorfreude denn Entsetzen.

  8. @ orbit

    erstens hatte der Laacher See nicht den VEI von 7, sondern von 6. Damit eben genau in der selben Gruppe wir der Pinatubo und Krakatau.

    Und jetzt schau dir mal an, wie der VEI augfgebaut ist. Ausschlaggebend ist neben der Höhe der Eruptionssäule die Menge an ausgeworfenem Material. da für die großen Vulkanausbrüche die Höhe mehr oder weniger ähnlich war, bleibt alleine das ausgeworfene Material als Kriterium. Die Skala ist logarithmisch aufgebaut, bedeutet: ein Ausbruch der Stufe 7 ist zehnmal stärker als einer der Stufe 6.
    Um es mal richtig deutlich zu machen: Von Ausbrüchen der Stufe 6 gab es in den letzten 10 000 Jahren rund 46. Von Ausbrüchen der Stufe 7 nur noch ganze 5. Und Ausbrüche der Stufe 8 gab es im Holozän noch garnicht. Da hatten wir in den letzten 100 000 Jahren genau 2. Die hatten es aber in der tat in sich. Besonders Toba vor 74 000 Jahren wird gerne mit einem dramatischen genetischen Flaschenhals unserer eigenen Spezies in Verbindung gebracht.

    Und ja, „carbon dioxide“ bedeutet Kohlendioxid. Und nein, es bedeutet eben nicht, dass die Magmenkammer „geöffnet“ ist. Abgesehen davon hat sich die Aktivität dieser Mofetten in den letzten Jahren nicht verändert.

    Und ja, wir werden 2012 sehr viel Spass haben.

  9. Ich dachte immer…

    … das mit der Kammer des Schreckens sei in Hogwarts gewesen, Gunnar? Nicht? Jetzt muß ich doch gleich mal ’ne Runde Angst haben gehen. ^^

  10. Wissenschaftsblogs u. Aufklärung

    @ Helmut Wicht schrieb:

    „Die Aufklärung braucht die Nebelkerzenwerfer und Obskurantisten. Denn wo kein Schatten ist, ist auch kein Licht. Zumindest nichts, was beleuchtet wäre.“

    Der Turbo-Blogger Florian Freistetter hat sich mit einer Unzahl von Blogbeiträgen, die sich mit der Aufklärung über absurde Weltuntergangsphantasien beschäftigen, an die maximal 5 Prozent der Bevölkerung glauben, an die Spitze der Wissenschaftsblogcharts katapultiert.

    Seiner persönlichen, im etablierten Wissenschaftsbetrieb stagnierenden Karriere war das dienlich; ob er aber damit ein Vorbild für junge Wissenschaftler ist, wage ich zu bezweifeln.

    Soll u. a. heißen, Lars Fischer sei Dank, dass er sich nur ausnahmsweise auf dieses hohe Klickzahlen garantierende Niveau herablässt.

  11. @Geoman

    Ich zitiere mal Florian Freistetter von http://www.scienceblogs.de/…mischen-karriere.php

    —snip
    „Ich selbst habe mich während meiner wissenschaftlichen Karriere sehr intensiv mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt. Und bin heute kein Wissenschaftler mehr. Wer weiß, hätte ich mich in all der Zeit nicht mit Blogs, Büchern und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt, sondern hätte die Zeit genutzt, um mehr wissenschaftliche Fachartikel zu schreiben, dann wäre meine Karriere vielleicht anders gelaufen. Aber das war eben nicht das, worauf ich Lust hatte. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen, die kaum noch ein Privatleben haben. Die bis spät in der Nacht im Büro sitzen und arbeiten. Die an Wochenende im Büro und im Urlaub zu Hause am Schreibtisch sitzen und arbeiten und einen wissenschaftlichen Artikel nach dem anderen zu veröffentlichen.“
    —snap

    Somit erübrigen sich ihre halblustigen Tiefschläge („Turbo-Blogger“) gegen irgendeine „stagnierenden Karriere“. Was ich aber da leicht hineinimnterpretieren kann, ist eine große Portin Neid, wobei Sie bestimmt gleich erklären können, warum das ganz sicher nicht so ist.

    Wenn ich mir anschaue wie Fernsehesender, in Österreich sogar der staatliche ORF regelmäßig Verschwörungstheorien präsentiert, von Lichtnahrung, über 9/11-Verschwörung bis zum Jahr 2012 präsentieren, dann ist es ganz gut, wenn zumndestens einige seriöse WissenschaftlerInnen damit beschäftigen und eine Gegenöffentlichkeit bieten können.

  12. Vulkanausbruch als Film

    „Es ist nicht so ganz klar, wie die Daily Mail auf die Idee kommt, der Laacher See könnte in absehbarer Zeit etwas anderes tun als entspannt vor sich hin zu eutrophieren. Experten oder seriöse Quellen zitieren die jedenfalls nicht.“

    Seriöse Quellen gibt es dazu anscheinend auch nicht. Ich nehme an, die Daily Mail hat sich von diesem alten Film „inspirieren“ lassen: http://www.uncites.de/…ilm_laacher_see_-_700.jpg

    Da wurde vom Sender RTL auch spekuliert ob sowas möglich sei:
    http://www.tvtoday.de/…cationArticle.html?page=3

    Und auch der Fokus hängte sich dran:
    http://www.focus.de/…n-der-eifel_aid_445393.html

  13. Ach menno, und ich hatte dafür schon meine Popcorn-Vorräte aufgestockt 😉 und jetzt müssen wir doch wieder mit der langweiligen Eurokalypse vorlieb nehmen. 🙁

    Aber ich geb die Hoffnung nicht auf.
    Vielleicht klappt’s ja mit Godzilla, jetzt wo die Japaner den Pazifik verstrahlt haben.

  14. Also das meinten denn die Maya, richtig?

    Es wird ein langes Jahr sein, bis sie mit dem Apokalypsquatsch endlich aufhören. Mal sehen, ob die Welt tatsächlich früher aufhört.

  15. Phantomzeit und Maya-Kalender

    Für mich ist es schwer fassbar, dass sich erheblich mehr (bis fast alle) Wissenschaftler und Blogger mit dem obskuren Mayakalender und 2012-Weltuntergangsphantasien beschäftigen als mit den drei dunklen Jahrhunderten (‚Phantomzeit‘) im frühen Mittelalter, obwohl es dafür, wie jeder Historiker (gefälschte Urkunden), Archäologe (Fundleere zwischden dem 6. u. 9. Jhdt.) oder Architekt (Entwicklung von Baustilen) weiß, dass es handfeste Indizien dafür gibt.

    Gab es die Phantomzeit ist übrigens auch das Weltuntergangsjahr 2012 erstmal obsolet und die wissenschaftliche Hysterieentschärfung kann um knapp drei Hundert Jahre verschoben werden.

    Da kann nur dahinter stecken, dass Wissensvermittlung und Wissenschaftskommunikation vornehmlich dazu dient, populäre und monetär lukrative Bedürfnisse zu befriedigen.

  16. lebensberaterin

    Thema Ende die Welt,Eukalipse entspericht nicht der Warheit. Verschiedene Wiesenschaftler verdinen sich einfache die goldene Nase
    mit Ihren behauptungen,am besten so ein quatsch nicht lesen.
    Ich als medium Elena falk Schmidt eine ende die Welt ist nicht voraus sehebahr.

  17. Laacher See

    Die Magmakammer des Laacher Sees soll sich etwa 6km unter dem See befinden. Soweit ich weiß, ist es noch nicht wirklich feststellbar wieweit sie sich seit dem Ausbruch vor 12900 Jahren wieder gefüllt hat. Das passiert aber anscheinend nicht kontinuierlich sondern schubweise. Je nach Verhalten der Magmaströme aus dem Erdmantel und wonach sich das richtet weiß man erst recht noch nicht. Das würde Voraussagen nat.um einiges erleichtern. Das Magmasystem soll sehr langlebig sein. Man hat festgestellt, dass sich das Magma vor dem letzten Ausbruch etwa 17000 Jahre lang gesammelt ehe es zur Eruption kam. Danach beurteilt wäre wohl der Laacher See-Vulkan in etwa 4000 Jahren überfällig, wenn es schon ein „überfällig“ geben soll. Andererseits reicht einziges Intervall für eine Beurteilung natürlich nicht aus. Er könnte ein paar tausend Jahre früher oder später ausbrechen … mit etwas Pech wer weiß, sogar noch Ende 2012 (die Eifel soll angeblich vorher nicht allzulange fackeln), wenn man ihn so nachdrücklich auf die Idee bringt.
    ;-} Hella

  18. Prognosen sind beim Laacher See Unsinn

    Wir haben beim Laacher See keine Forschungen wie am Vesuv. Deshalb ist es unsinnig, irgendwelche Prognosen zu machen. Es spricht nicht gerade für die Daily Mail, so etwas zu berichten, eben weil die nötigen Grundlagen dafür nicht vorhanden sind. Allerdings spricht es auch nicht für Forscher, sich so aufzuführen, als hätte man alle Daten, um einen Ausbruch nahezu ausschließen zu können.
    Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs in einem Jahrhundert oder in einem Jahr kann man mit den dafür notwendigen Daten (Explosivität der Magma, Menge der Magma, Festigkeit des Deckgebirges zwischen Magmakammer und Oberfläche etc.) durchaus berechnen, aber beim Laacher See findet keine entsprechende Überwachung statt, darüber hat man längst nicht so viele Daten wie etwa beim Vesuv, wo man andererseits auch wesentlich mehr Geld für die Forschung braucht. Die Infrastruktur am Laacher See lässt Prognosen nur für direkt bevorstehende Ausbrüche zu. Klar kann man mit Recht die Frage stellen, ob derartige Investitionen beim Laacher See angebracht wären.
    Aber man muss auch zugeben, würde sich ein Ausbruch für die nächsten Jahrzehnte anbahnen, wüssten wir das jetzt nicht. Wenn es im Juli 2040 einen Ausbruch gebe, würde man mit dem jetzigen System 2039 noch nicht mal undeutliche Hinweise erkennen.
    Das einzige, was wir sagen können, ist, dass der Vulkan nicht alle paar Tage ausbricht und dass ein Ausbruch somit unwahrscheinlich ist, andererseits jedoch schwerwiegende Konsequenzen hätte.
    Weitergehende Prognosen nach dem Motto, in diesem Jahrhundert ist es unwahrscheinlicher oder wahrscheinlicher als z. B. um das Jahr 3.000 herum, sind jedoch anhand der verfügbaren Daten nicht zu begründen.
    Auch die Bildung des Magmas des letzten Ausbruchs in 17.000 Jahren ist ein sehr undeutlicher Hinweis. Dadurch kann man zwar grob sagen, dass ein vergleichbarer Ausbruch vielleicht in etwa 4.000 Jahren kommen würde, aber wer sagt denn, wie groß der nächste Ausbruch ist? Kein Vulkan bricht immer in der gleichen Größenordnung aus. Der kann genauso gut kleiner wie größer werden.

  19. @Orbit
    …Wenn „carbon dioxide“ Kohlendioxid austritt, bedeutet dass nichts gutes…

    Zumindest wenn man vorher viel Knoblauch gegessen hat 😉

    Diese s.g. Mofetten blubberten schon, als die Römer ihren Limes gebaut haben (und auch schon früher…) Kein Indiz eignet sich weniger als diese Mofetten, um einen Ausbruch vorher zu sagen. Gleichzeitig ist dass aber auch ein Problem. Überwachen sollte man zwar, aber Panik ist unangebracht. Man registriert in der Eifel natürlich viele, kaum merkliche Beben (Mikrobeben) die mit dem aktiven Vulkanismus in Verbindung stehen, ein Ausbruch droht derzeit aber nicht. Man kann sich gut über die Erdbewegungen informieren wenn man geziehlt dandch Googelt und sich somit davon überzeugen -Alles ganz normal-
    Ein Ausbruch ist sicherlich möglich, kündigt sich jedoch auch an. Wenn also ein Geologe aus Deutschland warnt, seine Einrichtung habe Indizien für einen Ausbruch, dann mache ich mir Gedanken, vorher nicht.

  20. Ist wirklich nichts ?

    Hmm..warum ist der Laacher denn dann auf Stufe 7 ( von 9 ) beim Edis Index ? Und wieso sind soviele Beben dort ? http://hisz.rsoe.hu/…=svolcano_index&svid=10

    Aber klar..immer schön den Deutschen Michel ruhig halten,gelle ?

  21. Laacher See

    Wenn sich da nix tun sollte kann mir vielleicht jemand erklären warum in der letzten Zeit häufiger kleinere Erdstösse rund um den Laacher See auftreten.

    http://www.seismo.uni-koeln.de/events/index.htm

    Soweit ich weis treten als Anzeichen eines bevorstehenden Vulkanausbruches kleinere Erdbeben bzw. Erdstöße auf. Und was dort in der letzten Zeit öfters gemessen wird stimmt mich etwas nachdenklich.

    Mfg. Antariel

  22. @antariel

    Die Erdbeben gehen ziemlich sicher auf Gase und andere vulkanische Fluide zurück, die kuntinuierlich aus dem Magmakörper ausgasen und durch die Erdkruste aufsteigen. Sie verändern den Druck in Klüften und Störungen, so dass sich vorhandene Spannungen abbauen können.

  23. Laacher See

    Zur Zeit treten verstärkt Beben im Gebiet Koblenz/ Neuwieder Becken auf. Nachsehen kann man das auf der homepage der Erdbebenwarte Bensberg. Diese Beben sollen nicht vulkanisch, d.h. nicht durch aufsteigendes Magma verursacht, sondern tektonisch sein, wie Erdbeben im Gebiet des Rheingrabens vor allem an „geologischen Störungszonen“ (wie beim Ort Ochtendung in dieser Region) immer mal auch gehäuft auftreten können. Wissenschaftler sehen keine vulkanische Gefahr, aber eventuell Anzeichen für ein kommendes stärkeres Beben, etwa Stärke 4, wie es auf solche Häufungen oft folgt und wie wir es auch hin und wieder erleben ohne dramatische Folgen. Kein Weltuntergangsszenario! Solche Ängste schüren zur Zeit eher die Campi Flegrei bei Neapel. – Allerdings geht man davon aus, dass tektonische Erdeben Vulkanismus in Bewegung bringen können. Naja, bald haben wir das Untergangsjahr 2012 hinter uns und können solche Nachrichten wieder so lesen wie immer! Ich halte Ausbrüche von menschlichem Kriegswahnsinn immer noch für das bedrohlicherer Szenario und hoffe, dass niemand das berüchtigte Datum für den passenden Zeitpunkt dafür hält…
    Hella

  24. Vulkanausbruch

    Hallo..
    Ich gebe Ihnen da vollkommen Recht , alles nur eine Panik mache und so gefundenes Fressen für die Presse/Medien !! Ich erinnere nur mal an den Maya Kalender 🙂
    Ich versuche mich auch gerade mal ein bischen durch das Thema zu lesen und bin eigentlich auch recht entspannt was den Ausbruch am Laacher See angeht.

  25. Ich bin zwar kein Wissenschaftler aber ich denke nicht das der Vulkan noch einmal ausbrechen wird wenn ich (20jahre) noch lebe oder irgend ein anderer.natürlich hat alles ein ende deswegen gehe ich davon aus das irgendwann wirklich die erde untergehen wird oder alle Vulkane ausbrechen werden also bitte genießt euer leben denn dieses ewige weltuntergangs gefasel geht mir langsam auf die nerven

  26. was mich etwas beunruhigt…im Vogtland z.B.
    die Helium 3 Messwerte an verschiedenen Stellen sollen in den letzten Jahren gestiegen sein,soviel wie sonst nur am aktiven Ätna Vulkan…und…das Blubbern der Gase im Laacher See hätte in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen,vom letzteren liegen zwar anscheinend keine richtigen Beweise vor!
    Wenn der Laacher See Vulkan wirklich eines Tages (oder Nachts) ausbrechen sollte könnten kleinere Erdbeben dies vorher ankündigen. „Könnten“ heisst nicht „Müssten“ es sind auch schon Vulkane ausgebrochen ohne sich lange vorher anzukündigen durch Erdstösse oder so..
    Das wäre ein grauenvolles Scenario wenn wir eines Nachts geweckt würden durch einen schrecklichen dumpfen Knall und dann wäre es passiert 🙁 Wegfahren/weglaufen? Dazu käme es vieleicht nicht mehr! Gruss,John Nix für Ungut jetzt..

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