Adventskalender – 17. Türchen

Wasser fließt gemeinhin bergab – aber eben auch nicht immer. Wer schon mal Sprit aus einem fremden Auto abgezapft hat, kennt den Effekt natürlich. Das ganze funktioniert allerdings auch mit einem einfachen Stück Küchenrolle, wie man hier sieht. Treibende Kraft ist zuerst einmal der Kapillareffekt: Die Tendenz des Wassers, Oberflächen zu benetzen. In einem Trinkhalm oder dergleichen steigt das Wasser nur wenig, aber due Hohlräume im Papier sind so schmal, dass das Gewicht des Wassers der Kapillarkraft nichts mehr entgegenzusetzen hat. So durchtränkt es das ganze Papier.

An diesem Punkt nun ist die Flüssigkeitssäule im leeren Glas schwerer als im vollen, denn der untere, im Wasser befindliche Zentimeter zählt ja nicht mit. Das Wasser fällt also ins leere Glas – so lange bis beide Spiegel auf gleicher höhe sind.

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Lars Fischer

Veröffentlicht von

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Ich bin gelernter Chemielaborant und habe ab 1999 in diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich an der Uni Hamburg Chemie studiert. Seit dem Abschluss Ende 2006 veröffentliche ich Beiträge in meinem Fischblog und verkaufe Artikel an andere Publikationen. Seit 2008 wohne ich im Raum Heidelberg und bin bei Spektrum der Wissenschaft für das Blogportal Scilogs verantwortlich. Daneben arbeite ich als freier Journalist und Redakteur unter anderem für die digitalen Angebote von Spektrum, veröffentliche auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und experimentiere mit Mobile Reporting. Zu meiner Webseite

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