„Schulmedizin“ und Naturheilkunde in der GEO

Ein Krebspatient muss in erster Linie körperlich geheilt werden, sich bei der Behandlung aber auch noch gut aufgehoben fühlen, damit die Heilung so unterstützt wird. Es ist kein Geheimnis: Bei einer Chemotherapie muss die Psychologie des Patienten mitspielen. Wieso? Eine Chemotherapie zieht sich über Monate harter Einzelsitzungen in denen Patienten Gift in die Venen verabreicht bekommen, um so entartete Zellen zum Absterben zu bringen. Das geht auf die Psyche und zehrt an den Nerven, da das Gift neben den bösen Krebszellen auch gesunde Zellen wie Blut- oder Immunzellen abtötet und es durchaus vorkommt, dass man nach einer gewissen Zeit erst einmal einige Therapiezyklen aussetzen muss, damit sich der Körper von der bisherigen Vergiftung erholen kann, um so für die nächste Sitzung bereit zu sein. Diese Zeit ist für den Krebspatienten sicherlich nicht einfach, da man diese ganze "Scheisse" einfach nur noch hinter sich bringen möchte, es aber nicht kann, weil der Körper nicht mitspielt. An dieser Stelle müssen Patienten psychologisch betreut und unterstützt werden, damit sie nicht aufgeben, schließlich ist Krebs keine Krankheit, die mal eben schnell geheilt werden kann und schon garnicht sanft. Es ist ein harter Kampf der auch psychologisch geführt werden muss, nicht zuletzt da immer wieder Chemotherapien abgebrochen werden, weil Patienten die seelischen Qualen nicht mehr ertragen können und die körperlichen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Abgeschlagenheit schon garnicht. Jeder kann nachvollziehen, dass es einen Menschen psychisch nicht wirklich gut gehen kann, wenn er durch die Chemotherapie seine Haare verliert, sich wohlmöglich hässlich findet und so aussieht als ob er schon Tage nicht mehr geschlafen hat. Auf der Strasse erntet er mehr Blicke als gewöhnlich und seine soziale Interaktion verändert sich dramatisch. Nicht selten kommt es vor, dass wegen solchen Gründen eine Therapie abgebrochen wird.

Während Wissenschaftler also permanent an effektiveren Krebstherapien mit weniger Nebenwirkungen arbeiten, kann dem Krebspatient zusätzlich geholfen werden, indem er im wahrsten Sinne des Wortes bei Laune gehalten wird. Das zweite Gebot neben der Wahl der geeignetsten Therapie ist demnach die seelische Betreuung der Krebskranken, damit sie die Therapie durchstehen und auch durchziehen können. Dies mag wohlmöglich in einigen Fällen zu kurz kommen und so ist es kein Wunder, dass Stimmen für eine "integrative Medizin" aufkommen, bei der der Patient nicht nur körperlich, sondern auch intensiv seelisch behandelt werden soll. Eine durchaus nachvollziehbare Sache, aber gibt es sowas nicht schon?
Hier kommt nun die Naturheilkunde ins Spiel, die dadurch bekannt und populär wurde, da besonders hier auf das seelische Wohl des Patienten eingegangen wird. In der aktuellen GEO-Ausgabe mit der Titelstory "Die neue Heilkunst" plädiert die Autorin Petra Thorbrietz deswegen dafür, dass "Schulmedizin" und Naturheilkunde voneinander lernen müssen und diese Konkurrenz der Heilsysteme zu einer Kooperation zum Wohle des Patienten werden kann. Man kann ihr in der Grundaussage des Artikels sicherlich zustimmen: Man muss intensiver auf den Patienten eingehen. Der Versuch allerdings  die "Schulmedizin" schlechter und die Naturheilkunde besser darzustellen als es der Wahrheit entspricht, ist beschämend und schlecht recherchiert, wie es Ulrich Berger auf der Facebook-Seite von GEO u.a. offenlegt.
Im Artikel muss der Mediziner Michael Baum für eine böse "Schulmedizin" herhalten, der wohl einer "Aufwertung der Patientenrolle", wie sie in der Naturheilkunde beispielsweise durch ihre Ganzheitlichkeit gehandhabt wird, widersprechen würde. Wer Michael Baum kennt und weiß, was er in seinem Leben geleistet hat, würde kaum wagen ihm so einen Vorwurf zu machen. Baum hat z.B. die Wirksamkeit des Chemotherapeutikums Tamoxifen nachgewießen und so vielen tausent Brustkrebspatienten des Leben gerettet. Nebenbei etablierte er 1981 auch noch ein sogenanntes "psychosocial oncology research team" und entwickelte ein System, um die Lebensqualität von Krebspatienten während einer Krebsbehandlung zu erfassen. Wenn jemand also am Wohl von Patienten interessiert ist, ist es Michael Baum. Die ersten Schritte zur Ganzheitlichkeit führte er also schon längst 1981 ein, indem er untersuchen ließ, wann und wie sich ein Krebspatient seelisch besser fühlt, um ihn so besser unterstützen zu können.

Durch den Artikel vermag man allerdings den Eindruck bekommen, dass in der "Schulmedizin" und vor allem in der Onkologie alles schlimmer sei als es in der Realität tatsächlich der Fall ist. Der Vorwurf: Der Patient wird nicht ganzheitlich behandelt. Der "Schulmediziner" sei nur darauf aus Symptome zu behandeln und nicht das gesamte Befinden des Patienten. Die Wirklichkeit schaut aber – zumindest in der Onkologie – anders aus. Patienten werden hier durchaus ganzheitlich, also psychologisch als auch seelisch betreut. Vor dem ersten Therapiezyklus wird man z.B. von der Station wo man behandelt werden soll, gefragt, ob man eine psychologische Beratung wünscht und wenn man möchte, wird einem eine Ansprechperson zur Seite gestellt auf die man immer wieder zugreifen kann – natürlich völlig kostenfrei. Dass die Onkologie längst die Wichtigkeit des seelischen Empfindens des Patienten entdeckt hat, sieht man zudem am Forschungsfeld der Psychoonkologie. Hierzu liest sich auf der Seite des Krebsinformationsdienstes folgendes:

Ein Tumor lässt sich meist mit bildgebenden Verfahren sichtbar machen, die Gedanken und Gefühle eines Krebspatienten hingegen nicht. Wie sich diese im Verlauf der Erkrankung verändern, können Außenstehende nicht immer unmittelbar erkennen oder nachempfinden. Eine eigene wissenschaftliche Fachrichtung, die Psychoonkologie, erforscht die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung auf Betroffene und entwickelt Möglichkeiten der Unterstützung. Patienten erhalten Beratung, Betreuung und gegebenenfalls Behandlung in Akutkliniken, Rehabilitationseinrichtungen, über psychosoziale Beratungsstellen und in psychotherapeutischen Praxen. Im Vordergrund steht dabei die Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung. Wie diese Hilfen aussehen, hängt vom subjektiven Erleben des Betroffenen ab, also davon, wie er selbst sich fühlt. Angehörige können viele Angebote der Unterstützung ebenfalls in Anspruch nehmen – auch sie müssen die Belastungen mit verkraften und bewältigen. (Quelle)

Selbsthilfegruppen, Patienternorganisationen und Krebsberatungsstellen sind also immer und jederzeit für Jedermann zugänglich. Man ist nicht alleine und findet immer psychologische Hilfe, wenn man sie möchte und auch braucht. Das psychosoziale Verhalten ist daher schon längst Gegenstand der "schulmedizinischen" Forschung und wird bereits mehrfach in Therapien und Kliniken angewendet. Davon kann man sich beim Krebsinformationsdienst überzeugen lassen.

Fachmediziner sind sich also schon seit einiger Zeit einig, dass neben einer wirksamen Therapie, die entartete Zellen abtötet, eine psychosoziale Unterstützung den Patienten bei seiner Genesung hilft. So werden bereits in Behandlungsleitlinien die Bedeutung psychosozialer Unterstützung in der Onkologie betont als auch onkologische Behandlungszentren aufgefordert, nachzuweisen, dass sie ihren Patienten einen Zugang zu psychoonkologischer Betreuung bieten, da sie sonst keine Zertifizierung erhalten.

Die Integration von Naturheilkunde und Alternativmedizin in gängige Krebstherapien erscheint mir daher nichts anderes als eine Grundsatzdebatte was besser sei und die brauchen wir schlichtweg nicht, weil Patienten so nur verunsichert werden. Einem Onkologen ist durchaus bewusst, wie eine Krebserkrankung das Leben eines Menschen beeinflussen kann, schließlich ist er auch nur ein Mensch. Ein Mensch, der die Verantwortung für die korrekte Behandlung eines Krebspatienten trägt und der natürlich als allererstes sicherstellen muss, dass die Krebszellen abgetötet werden bevor er auf das seelische Befinden des Patienten eingehen kann. Dazu braucht es nicht zwingend die Integration der Naturheilkunde, sondern lediglich mehr Geld, um solch eine Patientenbetreuung aufbauen und fördern können. Wer daher fordert, man sollte mehr alternativmedizinische Verfahren in Unikliniken und Krankenhäusern etablieren, besitzt wohlmöglich eine ganz andere Motivation als das tatsächliche Wohl der Patienten und benutzt dieses nur als Vorwand für ganz andere Dinge.

 
   
 

 


– Anmerkung: Der Begriff "Schulmedizin" wird umgangssprachlich zur Bezeichnung der Medizin verwendet, die an Universitäten und medizinischen Hochschulen nach naturwissenschaftlichen Grundsätzen gelehrt und entwickelt und von Alternativmedizinern und Naturheilkundlern dazu benutzt wird, um sich von deren Lehren und Praktiken abzugrenzen (Quelle: Wikipedia). Daher steht es bei mir im Text in Anführungszeichen. 

– Wer sehen möchte, was für ein kompetenter und toller Mediziner Michael Baum wirklich ist, der möge sich bitte dieses Interview hier mit ihm anschauen.

– Wie es um Alternativbehandlungen und -therapien in der Onkologie steht, kann hier nachgelesen werden

  • Veröffentlicht in: Krebs
Sebastian Reusch

Veröffentlicht von

Sebastian Reusch ist studierter Biologe und spezialisierte sich auf molekularbiologische Fächer wie Genetik und Zellbiologie. Seine Abschlussarbeit machte er am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin, wo er an Prozessen in weißen Blutkörperchen forschte.

22 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. @Thomas

    Prinzipiell laufen beide Worte auf das Gleiche hinaus, dennoch denke ich, dass ein Unterschied darin besteht Patienten gut zuzureden (seelisch zu betreuen), was eigentlich jeder kann oder mit Psychoonkologen (psychisch) während der gesamten Therapie zu begleiten, was nicht jeder kann. In beiden Fällen geht es aber schlussendlich um die Gesundheit des Patienten.

  2. Naturheilkunde?

    Was mir in solchen Diskussionen immer wieder auffällt: Heute wird Naturheilkunde automatisch mit Homöopathie, Bachblüten und Schüßler-Salzen gleichgesetzt.

    Die wissenschaftlich belegte Phytotherapie bleibt hier leider in den meisten Fällen außen vor bzw. kommt dadurch sogar in Verruf. Sie ist keine Alternativmedizin, sondern ein Teil der Schulmedizin bzw. die oftmals vergessene Schulmedizin vergangener Jahrhunderte – mit einigen Ansätzen, die auch heute noch interessant sind (Stichwort Klostermedizin).

    Ebenso missverständlich ist es natürlich, davon aiszugehen, dass die Schulmedizin „böse“ Nebenwirkungen hat und die Naturheilkunde hingegen vollkommen frei davon wäre; oder dass an der Schulmedizin große Pharmakonzerne verdienen würden, an der Naturheilkunde aber nicht.

    Es gibt tatsächlich eine Reihe von Pflanzenwirkstoffen, die zur Krebsprävention oder begleitend zu einer Therapie eingesetzt werden können. Das sollte man nicht übersehen.

  3. @Tobias Niedenthal

    Ich kann dir nur zustimmen! Oftmals ist es ja so, dass Wirkstoffe in Pflanzen, aber auch Pilzen und anderen Lebewesen entdeckt und dann zu Medikamenten weiterverarbeitet werden. Man bedenke da z.B. zahlreiche Antibiotika oder sogar Chemotherapeutika wie das Taxol aus der Eibe und Vincristin aus dem Madagaskar-Immergrün. Wenn man also ständig von „synthetischen Wirkstoffen“ oder auch „Chemiebomben“ redet, sollte man sich bewusst sein, woher diese tatsächlich stammen oder welchen Substanzklasen sie entspringen, die generell in der Natur aufgefunden werden können. Die Phytotherapie ist ja schlussendlich die Grundlage der pharmazeutischen Biologie und das Erste was man in diesem Fach an der Uni geboten bekommt, ist ein Rundgang durch den botanischen Garten und eine Erklärung aller pflanzlichen Wirkstoffe (so war es zumindest bei mir). Die Pflanzenheilkunde muss daher auf jeden Fall von der (meist wirkfreien) Alternativmedizin abgegrenzt werden, da hier tatsächlich physiologische Effekte nachgewiesen werden können, was bei der Homöopathie beispielsweise nicht der Fall ist.

  4. Keine Pseudomedizin im Krankenhaus!

    Hallo!

    Das mit den Psychoonkologen kann ich leider nicht so bestätigen. Ich fände es gut, wenn es so wäre, aber meine Erfahrung ist eine andere. Zum einen war ich selbst Krebspatient (Hodenkrebs), der eine Chemo ertragen musste. Mir wurde während der Therapie kein Psychoonkologe „angeboten“. Auf Nachfrage hätte es den vielleicht gegeben, aber ich weiß es nicht. Ich habe das ganze auch psychisch gut durchgestanden und ich hatte nie einen Bedarf nach weiterer psychologischer Unterstützung, aber ich bin auch nicht so vermessen, zu behaupten, dass es jeder ohne psychologische Unterstützung schafft. Im Gegenteil: Mir sind die Schwierigkeiten und psychologischen „Herausforderungen“ bewußt und bei einem anderen Krebs und an anderer Stelle hätte ich sicher eine Unterstützung gebraucht.

    Zur Verteidigung des KH muss ich sagen, dass ich auch nicht auf der onkologischen Station behandelt wurde sondern in der Urlologie. Was ich im Nachhinein auch als sehr positiv betrachtete. Allerdings weiß ich von einem Fall aus dem weiteren Bekanntenkreis von Leukämie (Erwachsener). Die Familie wird da ganz schön im Stich gelassen. Zum einen sind die Ärzte sehr Informationsscheu (sie wissen bis heute nicht, welche Art von Leukämie es ist und welchen Zeitraum die Chemo perspetivisch einnehmen wird) was eine hohe Belastung bedeutet! Und es gab nie das Angebot für eine psychoonkologische Unterstützung! Also es liegt noch vieles im argen!

    Doch dies darf keine Grund sein Para- oder Pseudomedizin ins Krankenhaus zu lassen. Ich möchte dort von Medizinern betreut werden! Und mit Medizinern meine ich Mediziner. Ich möchte mir als Patient, zumal als Krebspatient, nicht auch noch Gedanken machen müssen, ob die Behandlung eine medizinische ist oder eher eine pseudomedizinische Alternativbehandlung!

    Bei niedergelassenen Ärzten meide ich jene, die auch alternaive Methoden oder gar Homöopathie anbieten. Für mich als Patienten sind, kann ich diese nicht ernst nehmen. Bei diesen Ärzten kann ich ja wählen, wenn ich allerdings in Krankenhaus komme, dann habe ich in der Regel diese Wahl nicht!

    Erschreckend finde ich, dass eine Claudia Witt irgendwie an der Charité arbeitet! Oder gar für die Ausbildung von Medizinern verantworklich ist. Für mich alles sehr bedenktliche Entwicklungen!

    Gruß,
    Dirk

  5. @Dirk:

    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Leider muss man immer wieder feststellen, dass mancherorts die psychologische Versorgung von Krebspatienten noch immer nicht so ist, wie sie sein sollte. Ich möchte jetzt aber nicht spekulieren, woran das liegen könnte. Ich denke aber, dass es wirklich auf die Station ankommt auf der man behandelt wird. In der Urologie muss man nicht zwingend von einem psychologischen Beratungsangebot wissen. In der Hämatologie oder Onkologiestation dagegen schon.

    Ich bin gerade zudem wirklich geschokt von dem, was du erzählst:

    Die Familie wird da ganz schön im Stich gelassen. Zum einen sind die Ärzte sehr Informationsscheu (sie wissen bis heute nicht, welche Art von Leukämie es ist und welchen Zeitraum die Chemo perspetivisch einnehmen wird) was eine hohe Belastung bedeutet!

    So etwas kann und darf nicht sein! Hat die Familien denn einmal versucht nachzufragen? Ich kenne es z.B. so, dass sich manche Menschen in einem Aufklärungsgespräch alles erzählen lassen, sich dann aber nicht trauen nachzufragen, wenn etwas unklar geblieben ist. Wenn die Betreuung dort aber wirklich so grottig ist, wie du schilderst, sollte man sich auf jeden Fall beschweren oder eben an den behandelnden Arzt oder Stationsleiter wenden und klarmachen, wie man sich fühlt! In der Regel werden so mögliche Missverständnisse ausgeräumt. Ich kann Krebspatienten immer nur empfehlen: Falls ihr Fragen habt, nervt den Mediziner! Er ist dazu da, um eure Fragen zu beantworten! Leider trauen sich dies nicht viele, weil man zu viel Respekt vor einem Arzt hat.

    Zu Claudia Witt kann ich nicht viel sagen, da ich sie und ihre Arbeiten nicht kenne und mir kein schnelles Meinungsbild durch Google erlauben möchte. Mittlerweile ist es wirklich schon en vogue für eine Uniklinik einen Lehsrstuhl zu besitzen der sich mit Komplementärmedizin befasst. Ich wundere mich gerade allerdings wieso sich der Lehrstuhl, wo Claudia Witt arbeitet, „Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie“ nennt. Viele komplementärmedizinische Behandlungen dienen ja wirklich nur dazu, es einen Patienten besser gehen zu lassen und werden mit den wirklich wirksamen Therapien aus der „Schulmedizin“ kombiniert. Das finde ich OK, solange primär tatsächlich eine „schulmedizinische“ Behandlung stattfindet und man mit alternativen oder komplementären Maßnahmen es den Patienten einfach nur besser gehen lassen möchte, da hier der Placebo-Effekt wirkt.

    Alles was darüber hinaus stattfindet, lehne ich natürlich aufgrund von fehlenden Wirksamkeitsstudien ab und bin ebenso bedenklich, wie sich derzeit das Bild der „Schulmedizin“ hin zur „pharmagetriebenen und chemie-reichen“ Medizin wendet.

  6. Schöner Artikel

    Hallo,

    wirklich ein gelungener Artikel. Ich bin zwar alles andere als eine Medizinerin, dennoch habe ich mich privat sehr stark mit dem Thema auseinander setzen müssen. Ich habe einen Artzt kennen gelernt, der sich die Schulmedizin und die Naturheilkunde zu eigen machte. Ich denke, das muss sich nicht gegenseitig ausschließen.

    Grüße Verena

  7. @Sebastian

    Hallo Sebastian,

    ich muss gestehen, ich bekomme die „Leidensgeschichte“ jener Familie meist nur um die Ecke mit – eben weitläufige Bekannte. Sie hatten sich mit mir auch in Verbindung gesetzt, weil ich schon Erfahrungen hatte; was ich auch gern getan habe. Schließlich isb bei einer Krebserkrankung immer alles neu und unfassbar.

    Ich habe immer wieder betont, dass sie fragen müssen und die Ärzte auch „nerven“ sollen, wenn es nicht anders geht. Das musste ich auch lernen und ich habe versucht es ihnen mit auf den Weg zu geben. Ob die mangelnde Information auch an der geringen Durchsetzungskraft der Familie liegt, weiß ich nicht. Aber leider wurde schon zu Beginn in einer ziemlich schlimmen Art kommuniziert (zumindest, so wie ich es über Umwege erfuhr – ist natürlich mit Vorsicht zu genießen). „Ja, wir haben jetzt mal eine Knochenmarksbiopsie gemacht.“ „Ja, da wird es dann eine Chemo geben.“ Auf die Frage etwas konkreter zu werden „Ja, das sehen wir dann im Laufe der Zeit“ (oder so ähnlich). Wie gesagt, es kann gut sein, dass die Familie nicht energisch genug nachfragt, dass sie vor dem Arzt zu viel Respekt hat. Aber wenn ich die Broschüre der Krebshilfe richtig lese, dann gibt es bei Leukämie Chemos, die über 3 Jahre gehen! Und die Familie weiß aktuell keinen Zeithorizont und der Patient auch nicht! Nach meinen Erfahrungen ist aber das eine sehr wichtige Information, um das ganze überhaupt durchzustehen (von anderen Aspekten, wie finanzieller Art, ganz zu schwiegen)!

    Da es hier ja primär nicht um Krebs geht, möchte ich da nicht zu weit ausschweifen!

    Ich habe eben wirklich ein Problem mit Medizinern, die „Alternativmedizin“ anbieten. Ich bin da vielleicht sehr extrem, aber so ist das bei mir. Liegt vielleicht daran, dass ich ein sehr rationaler Mensch bin und auch noch Naturwissenschaftler!

    Ich bin der modernen Medizin dankbar. Ohne diese würde ich nicht mehr leben! Das ist ein Fakt. Und darum regen mich diese Leute auf, die diese Medizin als „Schulmedizin“ verunglimpfen und schlecht reden. Klar ist so eine Chemo eine harte Sache und wenn es was sanfteres gäbe, dann wären sicher auch die Mediziner froh. Aber z.Z. muss man einfach sagen: „Diese Medizin retet Leben!“

    Viele Grüße,
    Dirk

  8. Krebs und CAM

    Als Heilpraktiker kenne ich CAM von Innen. Und soweit ich sie kennengelernt habe, ist sie indiskutabel.

    Dirks Beispiele haben aber gezeigt, daß wissenschaftliche Medizin in der Krebsbehandlung auch ziemlich durchwachsen ist. Ich denke, daß es konstruktiver ist, unseren eigenen wissenschaftlichen Ansatz zu kritisieren, als CAM-Bashing zu betreiben.

    Ein Beispiel hat Dirk bereits thematisiert: ich kenne routinemäßige psychosoziale Betreuung von Krebspatienten nicht. Es sollte sie aber geben.

    Gerade gestern las ich in Weinbergs ‚Biology of Cancer‘, daß eine erfolgreiche Behandlung aller Krebserkrankungen die Lebenserwartung (in den Niederlanden) um nicht einmal drei Jahre verlängern würde. Da sollte man doch einmal fragen, ob heroische Therapiemaßnahmen wirklich so häufig indiziert sind.

    Insbesondere betrifft das das Krebs-Screening. Die Medizin-Statistiker Beck-Bornholdt und Dubben schildern in ‚Der Hund, der Eier legt‘, wie sie auf einer Fachtagung der Europäischen Gesellschaft für Radioonkologie einem Drittel der Teilnehmer eine Frage zu kombinierten Wahrscheinlichkeiten vorlegten. „Von 15 Befragten gab nur einer die richtige Antwort, elf lagen völlig falsch (…). Ein erschütterndes Ergebnis, wenn man bedenkt, daß die meisten Befragten an europäischen oder amerikanischen Hochschulen lehren und fünf als Spezialisten auf dem Gebiet der prädiktiven Tests gelten.“ Das Ergebnis: zahlreiche Menschen, die aufgrund falsch positiver Befunde einige Wochen in Todesangst sind.

    Übrigens berichten sie auch von mehreren Fällen von Wissenschaftsbetrug in der Krebstherapie.

    Und zu guter Letzt, da Du, Sebastian, es gerade bei CC kommentiert hast, noch etwas zum Raucherkrebs. Man sollte sich von missionarischem Eifer nicht zu sehr hinreißen lassen. So fand sich in Herolds ‚Innere Medizin‘ ein Passus, wenn alle Menschen aufhören würden zu rauchen, gäbe es ein Drittel weniger Krebs und 5 Millionen Tote weniger weltweit pro Jahr. Ich schrieb ihm vor ein paar Jahren, daß das eine falsche Umkehrung ist. Zwar sterben 5 Millionen Menschen weltweit jedes Jahr durch Rauchen und ein Drittel aller Krebsfälle wird dadurch verursacht. Aber wenn sie aufhören zu rauchen, werden sie trotzdem sterben und häufig auch durch Krebs.

    Er antwortete: „Vielen Dank für Ihre Zuschrift und den kritischen Hinweis zum Thema Raucherkrebs. Ich werde den Umkehrschluß weglassen. Dann stimmt es wieder.“ Und das tat er auch in den Neuauflagen.

    Daß wissenschaftliche Mediziner ihr Verhalten durch Kritik verändern können, stimmt also. Bei Komplementärmedizinern habe ich das fast nie erlebt.

  9. @Dirk

    Ja, dann ist es schwer zu beurteilen, aber ich gebe dir Recht: Man muss unbedingt nachsetzen! Und man muss auf jeden Fall wissen, wie lang man sich auf eine Behandlung einstellen muss, um schon mal abzusehen, wann diese enden wird. Dies wird im Kalender schließlich als Zieleinlauf markiert.

  10. @Jürgen Bolt

    Jürgen,

    ich möchte hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich die „Schulmedizin“ oder auch die Chemotherapie als die „einzige Wahrheit“ empfinde und CAM völlig ablehne. Ich habe immer wieder erwähnt, dass es sinnvoll ist Chemotherapien oder auch Behandlungen für andere Erkrankungen dort mit alternativen Heilmethoden zu ergänzen, wenn diese nachgewiesenermaßen dem Patienten helfen. Trotzdem muss man natürlich, wenn man die bisherige Faktenlage betrachtet, deutlich sagen, dass CAM allein keine Chemotherapie oder Bestrahlung ersetzen, sondern nur ergänzen kann und es bisher keine anderen so wirksamen Therapien bei Krebs gibt, wie eben diese. CAM-Bashing habe ich nie betrieben und mich stehts um sachliche Äußerungen bemüht, die allerdings eine deutliche Meinung widergeben und zwar, dass CAM zumindest in der Onkologie „schulmedizinische“ Therapien nicht ersetzen kann.

    Natürlich muss man auch in der Onkologie stets kritisch hinterfragen, ob bestimmte Behandlungen etwas bringen und es ist kein Geheimnis, dass bei bestimmten Krebsformen, besonders bei denen in fortgeschrittenen Stadien mit Metastasierungen, es doch öfter zu spät für den Patienten ist und eine Chemo- und Strahlentherapie nicht mehr richtig anspricht. Trotzdem kommen hier natürlich keine alternativmedizinischen Therapien in Frage, da einfach die Wirksamkeitsnachweise fehlen und ein Patient schlichtweg angelogen wird, wenn etwas anderes behauptet wird.

    Zu deinem Beispiel aus Holland kann ich nur schlecht etwas sagen, da mir der Zusammenhang fehlt. Könntest du mir vielleicht die Studie nennen aus der das Buch diese Information hat, dann könnte ich das nämlich nachlesen. Habe das Buch gerade leider nicht hier. Ansonsten sei auch hier gesagt: Es gibt Krebsarten, die sich gut behandeln lassen und solche, die man noch immer nicht gut im Griff hat. Erstellt man jetzt irgendwelche Statistiken, die für alle Patienten und alle Krebsarten sprechen, entsteht natürlich ein völlig anderes Bild als wenn man bestimmte Krebsarten und Patienten einzeln betrachtet. Ich wiederhole immer gerne, da es fast eines meiner Standardargumente ist: Bei Morbus Hodgkin – einem Lymphdrüsenkrebs – besitzen Patienten eine über 80%ige Wahrscheinlichkeit wieder gesund zu werden und dies sogar im fortgeschrittenen Stadium.

    Mediziner wissen und sehen es selbstverständlich auch, wie schlimm Chemotherapien zum Teil sein können und so wird natürlich an alternativen „schulmedizinischen“ Therapien geforscht. Erst gestern gab es dazu einen Artikel bei der Nature in der es um Antikörper gegen Krebs geht. Den Artikel findest du hier: Toxic antibodies blitz tumours. Dies ist nur eine von einigen anderen Behandlungen, die gerade in der Erprobung stehen. Zudem erwähne ich auch gerne das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) bei dem Patienten mit einer schweren Krebserkrankung sehr genau bestrahlt werden können, was den Krebs sehr effektiv zerstört. Die Onkologie entwickelt sich also ständig zum Besseren weiter und reduziert Nebenwirkungen, leider aber noch nicht ganz.

    Zu deiner Aussage über die Medizin-Statistiker Beck-Bornholdt und Dubben über Radioonkologen kann ich nur sagen, wie erschreckend das ist. Das darf natürlich garnicht sein! Man darf aber auch hier nicht den Fehler machen 15 Befragte für alle Radioonkologen sprechen zu lassen und ja, Wissenschaftsbetrug gibt es sicherlich auch in der Krebstherapie. All dies gilt es zu beseitigen, damit Patienten ihr Vertrauen zurückgewinnen.

    Zur Rauchergeschichte drüben bei den Scienceblogs: Findest du wirklich, dass ich mit „missionarischem Eifer“ gegen Raucher vorgehe und diese unbedingt vom Rauchen abbringen möchte? Wenn dies tatsächlich so rüberkommt, muss ich etwas dagegen unternehmen, weil dies ist schlichtweg nicht das, was ich möchte. Ich möchte nur aufklären!

    Deinen letztens Satz lasse ich mal so stehen, da ich dies so bestätigen kann.

    Danke für deinen Kommentar!

  11. @Sebastian

    Sebastian,

    Ich fange mal hinten an. Nein, ich sehe bei Dir keinen missionarischen Eifer. Deswegen kommentiere ich hier und nicht bei CC. Und deswegen wage ich hier auch überhaupt einen Kommentar mit dem Tenor: Selbstkritik zu üben ist sinnvoller als CAM-Kritik. In dem Punkt hast Du mich vielleicht, irritiert durch meinen Beruf, mißverstanden. Ich halte von CAM ziemlich genau NICHTS. Wie Du sagst: „Es ist sinnvoll, Chemotherapien oder auch Behandlungen für andere Erkrankungen dort mit alternativen Heilmethoden zu ergänzen, wenn diese nachgewiesenermaßen dem Patienten helfen. Nur, wenn sie nachgewiesen helfen, sind sie nicht mehr CAM sondern evidenzbasierte Medizin.

    (Ich habe zwar vor 20 Jahren mal mit chinesischer Medizin angefangen, war aber zunehmend davon enttäuscht und arbeite heute evidenzbasiert manualtherapeutisch.)

    Ich möchte also diesen GEO-Artikel gar nicht in Schutz nehmen. Im Gegenteil, ich finde ihn einer Kritik kaum wert.

    Die Daten aus Weinberg kommen, soweit ich es verstehe, aus W.K. Hong, compiled from SEER Cancer Statistics Review. Bei Weinberg Sidebar 11.1 (p. 401 bei mir).

    „A calculation of cancer-related deaths occuring in the Netherlands in 1990 indicates that if all cancer-related deaths were eliminated, this would yield an extension of life expectancy of 3.83 years for men and 3.38 years for women. (In less industrialized countries, where infectious diseaes take a toll in midlife, effects on life expectancy would be far less.)“

    Ich hatte die Zahl gestern offenbar ein bißchen falsch erinnert. Aber auch die korrekte Zahl von knapp vier Jahren ist wesentlich geringer, als ich bis vorgestern hätte.

  12. Interessantes Thema, aber…

    Die Integration von Ansätzen aus der Alternativ- und Komplämentarmedizin wird im Artikel zu einseitig gesehen. Es wird so getan, als ob es darum ginge z.B. die Homöopathie als gesamtes Glaubenssystem zu integrieren. Damit tut man der Medizin nichts gutes. Wenn wir erkennen (und die Faktenlage dazu ist inzwischen sehr hoch), dass die Erfolge der Homöopathie auf psycho-sozialen Faktoren beruhen, dann sollten wir auch nur das, was wirklich hilfreich ist, integrieren – nämlich dem Patienten mehr Zeit und Zuwendung zu geben. Man sollte auf CAM Seite den Mut aufbringen und die eigenen Glaubenssysteme entrümpeln. Überholte Vorstellungen von der Funktionsweise des Körper sind es nicht wert integriert zu werden. Statt dessen versucht die CAM-Lobby an Glaubenssystemen dogmatisch festzuhalten und diese über die Hintertür der „Integrativen Medizin“ einzuschleusen. Der Autorin des GEO-Artikels gelingt es leider nicht über diesen „Tellerrand“ hinüberzublicken, und so bleibt bei diesem an sich sehr spannenden Thema doch ein sehr ungutes Gefühl zurück.
    Was mich auch am Artikel stört: es wird überhaupt nicht darauf eingegangen, wie das gesellschaftliche Bild von „Gesundheit“ und „Krankheit“ ist. Vielen Menschen haben ein völlig falsches Zerrbild von Gesundungsprozessen. Sie schreiben beispielsweise bei einem Schnupfen die Genesung nicht dem eigenen Immunsystem zu, sondern Tee X oder Pille Y. Das Potential für Selbsttäuschung des Patienten (vor allem bei Selbstbehandlung) ist enorm. Das Wissen über natürliche Krankheitsverläufe und Bedürfnisse des Körpers erschreckend gering. Einen wesentlichen Anteil daran haben meiner Meinung nach die Werbeindustrie, die laufend eine Gehirnwäsche betreibt. Für jedes Problem gibt es das richtige „Mittelchen“ – heute zum Diskontpreis, ohne böse Chemie und noch völlig nebenwirkungsfrei.

  13. Homöopathie

    Homöopathie ist eines nicht: Ein Naturheilverfahren oder Kräutermedizin. Und ein zweites ist sie auch nicht: Ganzheitlich. Vielmehr ist es die Homöopathie, die nur an den Symptomen interessiert ist (gleiches mit gleichem heilen).

    Der Artikel war ganz nett, aber was mir nicht einleuchtet ist, welche Rolle jetzt die Homöopathie spielen soll bei der Heilung? Nachweise über Wirksamkeit fehlen – da kann man genausogut gesundbeten, die Krankheit wegpendeln oder mit Wünschelruten wegwünscheln. Wer das unbedingt will soll es machen (sofern erwachsen), aber bitte nicht in öffentlich bezahlten Krankenhäusern.

  14. @Jürgen Bolt

    Habe mich gestern mal des Googelns bemächtigt und in den aktuellen SEER Cancer Statistic Atlas geschaut, wo ich allerdings solch eine Statistik zu Holland nicht finden konnte. Mag vielleicht daran liegen, dass die Daten aus 1990 stammen und durch mittlerweile 21 Jahre Fortschritt nicht mehr aktuell sind. Ich habe daher mal einen Blick auf die „magische“ 5-Jahre-Überlebensrate nach Beendigung einer Krebstherapie geguckt (auf alle Krebsarten und alle Populationen bezogen) und dort kann man sehen, dass ein recht überdurchschnittlicher bis hin zu einem hohen Prozenzsatz (wenn man jünger als 45 ist) 5 Jahre und darüber hinaus nach einer Krebsbehandlung weiterlebt. Betrachtet man die Werte über die Jahrzehnte hinweg, wird zudem ersichtlich, wie diese Überlebensrate steigt.

    Nur, wenn sie nachgewiesen helfen, sind sie nicht mehr CAM sondern evidenzbasierte Medizin.

    Agree! Ich mache aber trotzdem noch den Unterschied, ob eine Therapie die Krankheit aktiv bekämpft (Antikörper oder Gifte töten Tumor ab, Antibiotika zerstören Bakterien, etc.) oder den Patienten in der Therapie begleitet und ihn daher seelisch bzw. psychologisch neben einer „aktiven“ Therapie unterstützt.

    Ich habe zwar vor 20 Jahren mal mit chinesischer Medizin angefangen, war aber zunehmend davon enttäuscht und arbeite heute evidenzbasiert manualtherapeutisch.

    Gab es da ein Schlüsselerlebnis?

  15. @Stefan Wagner

    Fakt ist, dass immer mehr Patienten sich nach anderen Behandlungsmöglichkeiten oder -ergänzungen umsehen. Warum dies so ist, sollte man möglichst genau analysieren. Natürlich darf aber nicht der Ausweg sein, alternativmedizinische Verfahren dort anzuwenden oder zu fordern, wo sie wirklich nichts ausrichten können, eben bei der Zerstörung eines Tumors. Sie können nur in Verbindung mit einer „schulmedizinischen“ Behandlung eingesetzt werden, da, wenn man den Umfragen glaubt, sie das Befinden des Patienten positiv beeinflussen können. Wer sagt, Homöopathie sei über einen Placeboeffekt hinaus wirksam, der lügt, aber man sollte es ernst nehmen, dass solche Verfahren auf sozial-medizinischer Ebene einen Effekt zeigen können. Natürlich kann man aber auch bereits bestehende „schulmedizinische“ Therapien einfach verbessern oder Ärzten mehr Zeit ermöglichen, damit sie sich intensiver mit dem Patienten auseinandersetzen können, damit sich dieser besser aufgehoben fühlt (was ja so in der Homöopathie gemacht wird).

  16. @Sebastian

    Leider hat die software gerade meine längere Antwort geklaut, und ich habe jetzt keine Lust, sie nochmal zu schreiben. Daher (erstmal) nur ganz kurz:

    „Gab es da ein Schlüsselerlebnis?“ Nein. Ich fand, daß Meridiantherapie nicht hält, was sie verspricht.

  17. Gespräche müssten besser honoriert werde

    Die „Lösung“ in der Schulmedizin sähe meiner Meinung nach ganz einfach aus: Gespräche müssten besser honoriert werden. Nicht nur ein bisschen, sondern sehr, sehr, sehr viel besser. Ein gutes Gespräch kann so viel wert sein wie ein MRT. Wenn der Arzt sich mehr Zeit für einen Patienten nehmen könnte, dann käme die Schulmedizin sehr viel besser weg und es würden weniger Menschen in die „Alternativmedizin“ abwandern.

  18. Gespräche / Sprachlog

    @Dunja: Im Nachbarblog bei Anatol hat jemand vorgerechnet, daß eine Erstanamnese in der „Alternaivmedizin“ teurer ist als in klassischer Medizin. Beides wird aber von (meiner) Kasse bezahlt. Kannst du die Zahlen bestätigen?

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