Rassismus im deutschen Kinderfernsehen

Ein befreundeter schwarzer Vater äußerte neulich mir gegenüber seinen Unmut über das deutsche Kinderfernsehen: Wann immer man in einer Kinderserie von ARD und ZDF, mit echten Schauspielern, ein schwarzes Gesicht sieht, kann man sicher sein, dass der betreffende Charakter früher oder später „Mist baut“. So werden die Kinder schon früh darauf konditioniert zu lernen, dass Schwarze Versager und Verbrecher sind.

Ein paar von den Beispielen, die er mir nannte, möchte ich hier zum besten geben. Sie sind alle in den Jahren 2001 bis 2006 produziert bzw. erstmals ausgestrahlt worden:

In der Kindersendung PuR drehte sich alles um das Thema Glück. Wie kann jeder sein eigenes kleines Glück im Leben verwirklichen?

Die Tipps an die weißen deutschen Kinder lauteten:

1. „Wenn dein Fußballverein mal wieder alles falsch macht“ (Schnitt auf Sammy Kuffour, damals Profi bei Bayern München, der von einem Schiedsrichter die Rote Karte gezeigt bekommt), dann spiel doch selbst nach, wie man es hätte besser machen können (Schnitt auf vergnügt kickende weiße Kinder)“.

2. „Nimm dir auch nicht zu viel auf ein mal vor (Schnitt auf einen ca. 10-jährigen schwarzen Jungen im leeren, 81.000 Zuschauer fassenden Westfalenstadion), sondern versuche es erst ein mal mit kleinen Schritten (Schnitt auf??? habe ich vergessen, jedenfalls nicht auf schwarze Kinder).“

3. „Wenn bei dir selbst mal wieder alles schiefgeht (Schnitt auf den oben genannten schwarzen Jungen, wie er beim Fußballspiel bis zum Tor dribbelt und dann über den Ball stolpert), dann lass dich davon nicht entmutigen, es kommen auch wieder bessere Tage (Schnitt auf vergnügte weiße Kinder)“.

„Perlen“ wie die oben genannte findet man im Kinderprogramm am laufenden Meter. Eine wahre Schatztruhe diesbezüglich sind „Die Pfefferkörner“, eine Detektiv-Serie für Kinder, in der Schwarze nur als Diebe, Brandstifter, Drogendealer oder hilflose Opfer vorkommen:

Ein ca. zehnjähriger schwarzer Junge aus Leipzig gibt sich als Flüchtling aus dem Sudan aus, fackelt ein Lagerhaus im Hamburger Hafen ab, wird in eine wohlmeinende weiße Familie aufgenommen und stiehlt bei dieser, was nicht niet- und nagelfest ist. Zum Happy End wird er von dem weißen ca. zwölfjährigen Helden der Serie unter Androhung körperlicher Gewalt zurechtgewiesen und gesteht reuig ein, dass er „Mist gebaut“ hat.

Eine afrikanische Flüchtlingsfamilie einschließlich verschüchtertem und völlig unfähigem Familienvater wird von den zehn bis zwölf Jahre alten Pfefferkörnern heroisch vor einer Bande von Menschenhändlern gerettet.

In einer Folge spielt ein Junge mit, der seinem Aussehen nach aus Nordafrika oder dem Nahen Osten stammen könnte. Er versucht merkwürdigerweise die ganze Zeit an ein Fahrrad heranzukommen, das einem der Pfefferkörner gehört. Es stellt sich schließlich heraus, dass er in dem Fahrrad Kokain deponiert hat.

Zwei der Pfefferkörner entdecken bei ihren Recherchen auf einem Hamburger Speicher eine afrikanische Figur (ca. 1,5 m hoch). Sie gucken sich beide kurz an und beginnen dann „uga uga“ rufend um die Statue herumzulaufen. Einer der beiden stößt die Figur versehentlich um, sodass der recht stattliche Penis der Figur abbricht.

Eine lausige Hexe (ein Harry Potter-Abklatsch aus England, der auf KiKA lief): Ein knappes Dutzend Hexen in der Ausbildung baut so richtig „Mist“. Die einzige Schwarze in der Gruppe wird von der Hexenmeisterin als Einzige vor der versammelten Gruppe gescholten und gelobt unter Tränen, nie wieder derart über die Stränge zu schlagen, während die anderen mit einer allgemein gehalten Mahnung davon kommen.

Fabrixx (Teenie-Serie): Ein schwarzes dreizehnjähriges Mädchen betrügt ihren sie aufrichtig liebenden Freund aufs Hinterhältigste mit einem anderen. Anschließend geht sie in die Stadt, um eine CD zu klauen, die sie schon immer mal haben wollte. Zum Glück kriegen ihre zwei weißen Freundinnen ihr Vorhaben noch rechtzeitig mit, fahren ihr hinterher und schaffen es im letzten Moment, den Warenhausdetektiv abzulenken, der das schwarze Mädchen gerade festnehmen wollte. Anschließend stellt eine der Freundinnen (ca. acht Jahre alt) die Schwarze (ca. dreizehn Jahre alt) zur Rede und belehrt sie minutenlang streng über Recht und Unrecht. Die Schwarze bereut zutiefst, entschuldigt sich und bedankt sich überschwänglich für die Rettung vor dem Detektiv.

Das sind alles Beispiele aus dem Samstagvormittagsprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Beschämend, wie unsere Fernsehgebühren dafür verwendet werden, den Kids auf mehr oder weniger subtile Weise einzuhämmern, dass Schwarze „Misfits“ – also nicht gesellschaftsfähig – sind.

Gibt es nicht mal jemanden der, z. B. im Rahmen einer Masters-Arbeit, die Darstellung verschiedener Bevölkerungsgruppen im deutschen Kinderfernsehen beleuchten möchte? Oder hat das vielleicht schon jemand getan? Interessante, ergänzende Hintergrundinformationen für so eine Masters-Arbeit liefert Prof. Petra Grimm von der Hochschule für Medien in Stuttgart mit ihrer Studie „Kinderfernsehen und Wertekompetenz“.

Im ersten Teil dieser Studie untersucht sie das Werteprofil von Kindersendungen und kommt zu dem Ergebnis:

„Kindersendungen thematisieren primär Werte, die die Individualität und die Identitätsbildung betreffen sowie im nahen sozialen Umfeld von Bedeutung sind. Werte, die im Pflicht- und Akzeptanzbereich auf die Gesellschaft als Ganzes ausgerichtet sind, spielen hingegen keine zentrale Rolle.“

Der zweite Teil dieser Studie enthält eine Befragung zum Werteverständnis von Kindern unter Bezugnahme auf das Kinderfernsehen. Dazu wurde folgendes bemerkt:

„Die befragten Kinder gaben bei der freien Nacherzählung der Geschichte eine Vielzahl an Werten, die in den Sendungen angesprochen werden von sich aus wieder. Allerdings gibt es auch Aspekte und Werte, die sie zum Teil erst durch Nachfragen thematisieren, was deutlich macht, wie wichtig es ist mit Kindern über Fernsehinhalte zu sprechen, um damit auch die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten und deren Bewertungen zu thematisieren.“

Weiterführende Literatur

Grimm, Petra/Horstmeyer, Sandra
Kinderfernsehen und Wertekompetenz
Schriftenreihe Medienethik Band 3 (2003)
Franz Steiner Verlag
ISBN 3-515-08365-0

Weiterführende Links

Wann ist man deutsch?

 

Joe Dramiga

Veröffentlicht von

Joe Dramiga ist Neurogenetiker und hat Biologie an der Universität Köln und am King’s College London studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Genexpression in einem Mausmodell für die Frontotemporale Demenz. Die Frontotemporale Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die sowohl Ähnlichkeit mit Alzheimer als auch mit Parkinson hat. Kontakt: jdramiga [at] googlemail [dot] com

99 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe momentan keinen Überblick, was so im Kinderfernsehen läuft. Bei der Sendung mit der Maus habe ich schon Jahre nicht mehr reingeschaut. Aber ich habe so das dumpfe Gefühl Fernsehen für Kinder ist keine gute Idee.

    Joe, kennst Du Jim Knopf und die wilde 13 von der Augsburger Puppenkiste? Ich kann mich an den Inhalt nicht mehr so genau erinnern, weil es schon Jahrzehnte her ist, aber ich meine Jim Knopf kam da sehr sympathisch rüber. Vielleicht war das Kinderfernsehen vor ein paar Jahrzehnten noch etwas besser.

  2. Dr. Webbaer

    Wieder einmal ein unsäglicher Beitrag von Ihnen.
    Muss jeder, der sich benachteiligt fühlt erst einmal die Theorie bemühen?
    Sagen Sie uns doch, was Sie unter Rassismus verstehen- das sind wir so gewohnt.

  3. So, und nun bitte die Stellen aus dem deutschen Kinderfernsehen, an denen Weiße Mist gebaut haben. Ich warte. (Sie können die Liste auch meinen Erben zukommen lassen)

    …im Ernst, ich denke, manche dieser Stellen sollen das privilegierte weiße Volk auch für die Probleme von nicht-Weißen sensibilisieren.

    • Ein Problem ist meiner Meinung nach gerade ja, dass im deutschen Fernsehen die absolute Mehrheit der Schauspieler/innen, die unsere Gesellschaft repräsentieren sollen, als „weiß“ dargestellt werden.
      Die wenigen Menschen schwarze Hautfarbe, aber nur für bestimmte Rollen eingesetzt werden, die meistens Werte vertreten, die die Mehrheitsgesellschaft für nicht wünschenswert hält. Es wäre kein Problem, wenn ein/e schwarze/r Schauspieler/in auch mal den Dieb/die Diebin als Verkörperung des Bösen beispielsweise spielt, aber sobald schwarze Frauen oder Männer nur auf die Rolle des Bösen reduziert werden, schränkt es diese erstens ins ihrer/seiner Rollenvielfalt als Schauspieler/in ein und zweitens werden durch die einseitige Darstellung rassistische Bilder vermittelt, die sich unbewusst in den Köpfen der Kinder festsetzen, ihre Wahrnehmung beeinflussen und Rassismus legitimieren.

  4. anders gefragt:

    Das sind alles Beispiele aus dem Samstagvormittagsprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Beschämend, wie unsere Steuergelder dafür verwendet werden, den Kids auf mehr oder weniger subtile Weise einzuhämmern, dass Schwarze „Misfits“ – also nicht gesellschaftsfähig – sind.

    Sind Sie der Meinung, dass in D die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gezielt Rassismus (siehe Titel) verbreiten, also hier die Lehre von der Minderwertigkeit von Personen von (sehr) dunkler Hautfarbe?

    Wie genau integrieren Sie ggf. die von Ihnen referenzierte Studie („Kinderfernsehen und Wertekompetenz“, 2003) zu diesem Befund?

    MFG
    Dr. Webbaer

  5. informativer Text

    Bisher kenne ich die von Ihnen erwähnten Mechanismen eher aus dem „Erwachsenenfernsehen“.
    Dass im Kinderfernsehen ebenfalls unreflektiert Stereotype verfestigt werden, beweist eindeutig, dass es auch dort zuwenig sensibilisierte Redakteure, Regisseure, Autoren und Caster gibt!
    Gerade bei den Öffentlich Rechtlichen darf das nicht sein!

  6. kleine ungenauigkeit: „Eine lausige Hexe“ ist kein Harry Potter-Abklatsch, sondern basiert auf Büchern von 1974 und wurde seitdem mehrmals zu Filmen und Serien verarbeitet. Lief im KiKa auch schon vor dem Potter-hype, iirc.

  7. Traurig, wenn es so ist.

    Beim Fernsehen bin ich völlig unbewandert – mir fehlt die Flimmerkiste (nicht). Daher kann ich über das Programm nicht mitreden – aber wenn es so ist, dann fände ich das sehr traurig. Haben Sie das mal an die ARD oder das ZDF geschickt? Oder warum nicht an eine dieser seriösen investigativen Sendungen oder Magazine?

  8. @Joe Dramiga.

    Es ist (leider) nicht unwahrscheinlich, dass Ihr befreundeter Vater das völlig richtig bemerkt hat. Allerdings kann man sich in diesen Dingen auch sehr leicht irren, besonders, wenn man vorgefertigte Meinungen hat. Siehe die Abergläubischen. Wenn sie z. B. sagen, dass bei Vollmond immer dies oder jenes häufiger passiert, dann liegt das zumeist an deren verzerrten bzw. selektiven Wahrnehmung. Was einen bestätigt, merkt man sich, was nicht, wird schnell vergessen. Da kann sich kaum jemand von frei machen.

    Was wir in der Tat bräuchten, wäre eine objektive Untersuchung.

    Bei einer schwarz-weißen Rollenbesetzung müsste eigentlich ausgewürfelt werden, wer was spielt. Dann ist u.U. der Nigerianer halt weiß und der waschechte Berliner schwarz. Ich schätze, es gibt nur wenige Unterhaltungsfilme, wo so etwas nicht funktionieren würde.

  9. Mit Kinderfernsehen kenne ich mich nicht aus, aber aus dem Erwachsenenfernsehen kenne ich solche Beispiele zu Genüge. Im BA-Studium hatte ich eine Hausarbeit zur Darstellung von Schwarzen in Film und Fernsehen geschrieben. Recht gut kann ich mich noch an einen Film erinnern, der damit aufmacht, dass ein afrikanisches Dorf ohne Skrupel bombardiert wird, um, wie sollte es anders sein, ein gefährliches Virus einzudämmen. Als das Virus Dann doch in die USA gelangt und die Hardliner überlegen, irgendeine Stadt dem Erdboden gleich zu machen, fragt eine Person: „Aber was ist mit den ganzen Menschen?“

    Fakt ist auf jeden Fall, dass Schwarze ganz oft unmündige Opfer oder handlungsunfähige Subjekte bzw. Kriminelle sind. Dazu passt ein Beitrag von Zapp über Klischess über schwarze Menschen.

    Anderes Beispiel: Das Schlossparktheater hatte mit einem Shitstorm zu kämpfen, weil man sich dort des Blackfacings bediente, um eine schwarze Figur darzustellen. Wenngleich die Reaktionen bei Facebook vollkommen übertrieben und aggressiv waren, offenbarten sie doch die Denkstruktur der Leitung. Man müsse darauf zurückgreifen, weil man im Ensemble keinen Schwarzen hätte. Einen Schwarzen hätte man nicht im Team, weil es für Schwarze nicht genügend Rollen gäbe. Auch hier zeigt sich, dass Rollen für Schwarze untrennbar mit deren Hautfarbe und den damit verknüpften Stereotypen verbunden sind.

    Das Hauptproblem ist, dass die weiße Mehrheitsgesellschaft ihre Stereotypen von Minderheiten nicht hinterfragen muss. Es sind einfach zu wenige von ihnen da, als das eine Auseinandersetzung notwendig wäre. Selbst wenn man jemanden kennenlernt, der den Stereotypen so gar nicht entsprechen will (schwarze Deutsche könnten darüber sicher Romane schreiben), dann kann man das gut als Ausnahme von der Regel deklarieren.

  10. Vorurteile:

    Zwar begehen Schwarze in den USA (oder Südafrika), bezogen auf die Bevölkerungszahl, mind. 10 mal mehr Verbrechen als Weiße, doch lässt sich dies mit letzter Gewissheit auf die massive soziale Benachteiligung der Schwarzen zurückführen (siehe Detroit). Ich bin der festen Überzeugung, dass Europa der rassistischte Kontinent weltweit ist (siehe erzkonservative Einwanderungspolitik) und alle Wenigpimentierten sich sowieso (aus jenem und mind. 100 anderen Gründen) schämen sollten.

    Guter, total treffender Beitrag, Joe

    Alles Gute
    Sepp

  11. Hm

    Ist das denn aussagekräftig? Also angenommen, schwarze und weisse Schauspieler bzw Figuren würden gleichberechtigt behandelt. Dann gäbe es in 5 Jahren TV natürlich viele der oben beschriebenen Fälle und ebensoviele umgekehrte Fälle. Wenn, dann müsste man dieses Verhältnis untersuchen. Sozusagen eine „Kriminalstatistik“ des Kinderfernsehens, aufgeschlüsselt nach ethnischem Hintergrund.
    Oder bist Du dafür, dass Schwarze grundsätzlich nicht „die Bösen“ sein dürfen? Denn das wäre ja auch eine Diskriminierung. 😉
    Mir ist sowas noch nicht aufgefallen, aber meine Kinder sind auch erst 1 und 3 und schauen höchstens Sandmännchen.

  12. Pfefferkörner

    Danke für den Beitrag. Es wäre wirklich interessant zu wissen, wie systematisch diese Darstellung ist.

    Ich habe die Sendung nur selten gesehen, aber ist nicht gerade bei den Pfefferkörnern der klügste „Kinderkomissar“ ein Schwarzer?

  13. Viel Wind um nichts?

    Wenn man Fehler sucht, dann findet man auch welche. Wer seinen Kindern wirklich was gutes tun will, der lässt sie sowieso weniger in die Glotze schauen und mehr Bücher lesen oder draußen spielen und verzichten Sie bitte in Zukunft auf dieses lausige Wörtchen „Kids“ und schreiben Sie dafür Kinder.
    Denglisch ist doof und kontraproduktiv! Danke.

  14. Vielleicht findet hier eine übersensibilisierte Wahrnehmung statt. Im Sinne von: ich erwarte, dass Schwarze im Fernsehen falsch dargestellt werden, also sehe ich das auch. Das müsste i.A. differenziert untersucht werden. Zur Wahrnehmung von Kindern bezüglich Rassismus empfehle ich folgende Folge von southpark:
    http://www.southpark.de/alleEpisoden/408

    Gruß aus Duisburg

  15. Bitte keine Hobby-Journalisten mehr

    Steuergelder fließen nicht ins öffentlich-rechtliche Programm!!! Wer nicht einmal das weiß, sollte sich mit Veröffentlichungen dieser Art zurückhalten. Ihr befreundeter schwarzer Vater hat also in den Jahren 2001 bis 2006 Kinderfernsehen geguckt und Ihnen nun 6 Jahre später sein Leid geklagt. Vielleicht hat er es Ihnen auch schon damals geklagt und Sie haben sechs Jahre gebraucht, um die ganzen Programmschnipsel zusammen zu suchen. Ich wüsste zu gerne, warum Sie a) die Jahre danach nicht betrachtet haben und b) warum sie nicht ordentlich recherchiert haben. Dann wären Sie nämlich auch auf die Programme des Kinderkanals zum Beispiel gestoßen. Dort haben auch in Ihren selbstdefinierten „Rassismus“-Jahren dunkelhäutige/schwarze Kinder gute und Haupt- Rollen gespielt. Im Kinderkanal arbeitete jahrelang eine dunkelhäutige Moderatorin. 
    Mit Informationen über eine riesige, vom öffentlich-rechtlichen Kinderfernsehen initiierte Anti-Rassismus-Kampagne genau in der Zeit damals will ich Sie nun nicht überfordern. 
    Sie haben ohne jede Nachrecherche oder vielleicht auch mal durch einen Telefonanruf bei den Verantwortlichen diesen Schwachsinn in die Welt gesetzt. Hoffentlich hat Sie Ihr schwarzer Vater-Freund auch über Verbreiterhaftung informiert.
    Bitte keine Hobby-Journalisten mehr!

  16. ich möchte das nicht relativieren

    Und ich bin auch der Meinung dass das Thema auch mal ernsthaft wissenschaftlich untersucht werden sollte. Als Betroffener sieht man die Probleme natürlich auch immer etwas deutlicher. Trotzdem ich bin der Meinung dass das nur Einzelbeispiele sind. Es lassen sich leicht mehr als genug Beispiele finden in denen es genau umgekehrt ist. Und auch genug Kindersendungen in denen den Kindern Toleranz beigebracht wird und die wesentlich sensibler mit dem Thema umgehen. Die bekanntesten, traditionsreichsten Kinder-Sendungen bei ARD und ZDF sind da eigentlich schon immer immer sehr gut. Löwenzahn, das Sandmännchen und natürlich auch die Sesamstraße und auch die von anderen Kommentatoren bereits erwähnten Geschichten der Augsburger Puppenkiste. Beispielsweise ist das hier http://www.youtube.com/watch?v=LArkZB-Q7ZI eines der populärsten Videos im ARD youtube Kanal.

  17. Rundfunkgebühren, nix Steuern

    Das sind keine Steuergelder, die zu ARD und ZDF gehen, sondern Rundfunkgebühren. Das hat nichts mit dem Staatshaushalt der Bundesrepublik Deutschland zu tun.

    Jetzt verstanden?

    bin über Bildblog hierher gekommen

  18. Eine solche Kritik wie die des befreundeten schwarzen Vaters würde ich ernst nehmen, sie aber zunächst erstmal als Anlass nehmen, das Thema genau zu untersuchen – um mich dann erst bei belastbaren Ergebnissen dann öffentlich dazu zu äußern. Besonders wenn ich einen Titel wie „Rassismus im deutschen Kinderfernsehen“ verwenden möchte.

    Meine subjektive Erinnerung an das Kinderfernsehen – meine Kinder sind da mittlerweile rausgewachsen – ist gegenteilig geprägt: ich habe die öffentlich-rechtlichen Sender immer als sehr bemüht erfahren, jede Form von Rassimus zu vermeiden und auch offen zu bekämpfen.

    Das Absicht und Ergebnis nicht immer das gleiche sind, ist mir bekannt. Deshalb: Nichts gegen eine Untersuchung, die die Vorwürfe des genannten Vaters zum Gegenstand hat. Aber bitte keine Sammlung von Einzelbeispielen und dazu eine Studie, die mühsam in Verbindung zum Thema gesetzt wird. Sorry, das geht einfach nicht.

  19. Statisch relevant?

    Wurde auch eine Statistik erstellt, wie oft „Farbige“ in Relation zu „Weißen“ als böse dargestellt werden? Ist das wirklich überproportional, oder wird hier aus Einzelbeispielen ein Trend konstruiert? Oder dürfen „andere“ auf keinen Fall auch mal eine negative Rolle haben?

  20. Nur noch edle Wilde?

    Ohne das Problem relativieren zu wollen: Sieben Beispiele (darunter eins aus einer englischen Serie) aus einem Sendezeitraum von fünf Jahren aus dem vergangegen Jahrzehnt sind für mich kein Beweis für einen systematischen Rassismus im deutschen kinderfernsehen.

    Zumal dem gegenüber etliche Stunden deutlich antirassistisch geprägter Aufklärung stehen. Auf „Wissen macht Ah“-Moderatorin Shary Reeves wurde ja bereits verwiesen. Hinzu kommen die diversen Kindernachrichten-Formate (z.B. logo), die immer wieder Diskriminierung und Rassismus thematisieren.

    Manche der Beispiele finde ich auch an dne Haaren herbeigezogen: Über die gesamten Seriendauer von „Eine lausige Hexe“ wird mit Sicherheit nicht nur das schwarze Mädchen getadelt, sondern auch ihre weißen Freundinnen. Ist das tatsächlich ein ständig wiederkehrendes Motiv der Sendung, dann nehme ich meine Kritik zurück, das wäre dann eindeutig Rassismus. Aber eine einzige Szene aus unzähligen Sendeminuten erscheint mir wenig repräsentativ.

    Eher machen Kinderkanal und Co. den umgekehrten Fehler: Viel zu oft treten dort Schwarze als „Edle Wilde“ auf, die keinen Fehler haben, sondern im Gegenteil den „Weißen“ moralisch, emotional und häufig auch intellektuell immer überlegen sind. Schwarze Mütter und Väter sind liebevoller als weiße, schwarze Kinder gewitzter und generell sind alle Schwarzen immer wahre Freunde, während Weiße häufig falsch und verlogen sind.

    Ich persönlich finde es weitaus normaler, dass ein schwarzes Mädchen auch einmal ihren sie wahrhaftig liebenden Freund betrügt und bestiehlt, als dass so etwas nie vorkommt. Weiße Mädchen tun dies schließlich auch, und auch solche Szenen lassen sich mehr als genug im Fernsehen finden. Hier zwischen Schwarz und Weiß zu unterscheiden, finde ich weitaus diskriminierender. Als ob nicht auch Schwarze das Recht hätten, unzuverlässige, miesepetrige Lügner zu sein.

    Wegen solchen „Rassismus!! Rassismus!!!“-Zwischenrufen wie diesen hier, wird es aber noch eine ganze Weile dauern, bis auch Schwarze als ganz normale Menschen mit Fehlern und Macken im Fernsehen auftreten dürfen. Und das finde ich wirklich schade.

  21. Kurz Kommentiert

    @Sepp

    „Zwar begehen Schwarze in den USA (oder Südafrika), bezogen auf die Bevölkerungszahl, mind. 10 mal mehr Verbrechen als Weiße, doch lässt sich dies mit letzter Gewissheit auf die massive soziale Benachteiligung der Schwarzen zurückführen (siehe Detroit).“

    Ich weiß nicht, worauf sich dieses „mind. 10 mal“ bezieht, aber wenn es sich auf die Anzahl der Verurteilungen bezieht, ist das ne sehr schwache Metrik. Zumindest für einige Verbrechen (Drogenbesitz zb) ist imho eindeutig dokumentiert, dass Schwarze zwar deutlich weniger jene Verbrechen begehen, aber deutlich häufiger verurteilt werden.

    @BBL

    „Ich persönlich finde es weitaus normaler, dass ein schwarzes Mädchen auch einmal ihren sie wahrhaftig liebenden Freund betrügt und bestiehlt, als dass so etwas nie vorkommt. Weiße Mädchen tun dies schließlich auch, und auch solche Szenen lassen sich mehr als genug im Fernsehen finden. „

    Es geht aber nicht um ein „auch mal” sondern um ein „fast immer wenn jemand Schwarz ist”.

    „Eher machen Kinderkanal und Co. den umgekehrten Fehler“

    Du monierst, dass die Auswahl nicht repräsentativ sei (was sein kann oder nicht). Aber wieso denkst du denn, behaupten zu können das Kinderkanal und co „eher den umgekehrten Fehler” machen?

    Ich finde es ziemlich interessant, dass du hier die Existenz von negativen Rassismus (Schwarz = Böse) als Nicht-Existent ablehnt, weil die Auswahl im Artikel dafür nicht stichhaltig sei, aber die Existenz von positivem Rassismus (Schwarz = Gut) als existent vorraussetzt ohne selbst auch nur ein einziges konkretes Beispiel zu nennen.

  22. @ wortriver

    Denglisch ist doof und kontraproduktiv!

    Und dann unter dem Benutzernamen „wortriver“ schreiben. Jo, das paßt.

  23. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach werden Kinderund Jugendliche in Fernsehproduktionen die nicht für diese Zielgruppe bestimmt sind, entweder als hilflose Opfer dargestellt oder sie bauen Mist. Das finde ich wesentlich problematischer.

  24. Punktlandung!

    @tobias hoffmann

    Das „privilegierte weiße Volk“ …

    Und mit Leuten wie Ihnen soll was vorwärts gehen?

  25. @Martin Huhn

    Was dümmeres hätten Sie auch nicht schreiben können. Sie sind der erste der meinen Spitznamen bemängelt und irgendwas darin sieht was nicht da ist. Wenn man denkt es geht nicht noch dümmer, dann kommt jemand und beweist das Gegenteil.

  26. @ wortriver

    Was dümmeres hätten Sie auch nicht schreiben können. Sie sind der erste der meinen Spitznamen bemängelt und irgendwas darin sieht was nicht da ist. Wenn man denkt es geht nicht noch dümmer, dann kommt jemand und beweist das Gegenteil.

    Unter einem Denglischen Benutzernamen sich über Denglisch aufregen. Also, richtig intelligent ist das nicht … Sie sollten, was Sie geschrieben haben nicht an mich, sondern an sich selber richten.

  27. stimmt. Die positiven Rollenvorbilder

    fehlen.
    Und daran knackts.
    Wäre das ausgewogen, käme keiner auf die Idee, dunkle Haut generell mit Versagen/Kriminalität/Unzuverlässigkeit etc zu verbinden.
    man komme mir nicht mit Ausnahmebeispielen, die „ja nicht so sind“.
    Argumentationsfehler „Kein echter SChotte“ (googlt halt)

  28. Schon richtig

    Ist es, von einer Randgruppendiskriminierung zu sprechen. Die gibt es nicht nur im Fernsehen, sondern auch im Kinderhörspiel (hört euch noch mal alte TKKG-Folgen an. Das ist hoch interessant).
    Ich weiß aber nicht, ob sich das generell nur auf Schwarze beziehen lässt, oder ob nicht vielmehr alle Randgruppen davon betroffen sind.
    Darüber hinaus sind die erhobenen Daten (leider) wenig aussagekräftig noch aktuell.

    Ich gebe dir als Blogger aber insofern recht, dass es da DRINGEND eine Studie geben muss. Denn auch wenn ich selbst mit einem schwarzen Kinderarzt groß geworden bin (der beste Kinderarzt, den ich kenne), war es doch bei vielen Kindern in meinem Jahrgang so, dass sie Dunkelhäutige generell eher ablehnend gegenüberstanden.

    Und ich möchte nicht, dass die jetzigen Kinder auf ähnliche Weise groß werden und in dunkelhäutigen Mitbürgern immer noch den „bösen schwarzen Mann“ sehen. Das ist genauso schrecklich, wie alle türkischen Migranten als Kriminelle zu sehen.

    Das darf einer pluralistischen Gesellschaft eigentlich nicht sein! Und vielleicht müssen ARD und ZDF einfach dafür noch viel mehr kämpfen. Die Kinder heute wachsen mit den Kindern der Migranten auf und sollten diese auch als gleichwertig in der Gesellschaft wahrnehmen.

  29. nachgefragt:

    Würde die hier gestellte Frage bejaht, wäre dann die Aussage des Artikels nicht weitgehend unbelegt und unscharf? Wie wäre der Artikel dann selbst einzuordnen?

    MFG
    Dr. Webbaer (der gerade bei „luftigen“, aber kontroversen Stellungnahmen zu diesem Thema ein Eingehen auf Fragen erwartet)

  30. @Martin Huhn

    Ist noch alles klar bei Ihnen? 1. Mein Spitzname ist kein Denglisch sondern einfach nur ein Spitzname. 2. Was hat ein Spitzname mit meinem Kommentar zutun? Darf man bei Ihnen nur Kritik üben wenn der Name dazu passt? Einfach nur dummdreist Ihre Bemerkung!

  31. Oh Mann

    Was für ein linksgrüner Gutmenschen-Mist. Lasst euch am besten begraben. Diese Berufsbetroffenheit kotzt einen nur noch an.

  32. Vielleicht …

    ist es ja doch so wie in der Rassismus-Folge von South Park und die fernsehenden Kinder nehmen die Schauspieler nicht als „Schwarze“ und „Weiße“ wahr, sondern einfach als Kinder.

    Aber da müsste man ja mal über seine eigene Weltsicht nachdenken und könnte nicht so schön die Rassismus-Keule schwingen!

  33. Zombies auf Wissenslogs

    Ich wusste ja von Trollen auf Scilogs, aber ich glaube ich bin der erste Blog der von Zombies besucht wird:Manche laufen hier ja schon mit blutunterlaufenen Augen und Schaum vorm Mund rum, die kann ich eh nicht erreichen 😉 – deshalb wende ich mich an die Anderen:

    Jemand kann daran zweifeln, ob die hier genannten Beispiele, Beispiele fuer Rassismus sind. Als Gruende fuer den Zweifel kann man selektive Wahrnehmung, Definition von Rassismus laesst sich nicht auf die Beispiele anwenden (quasi Falsch-Positiv), schwache Evidenz, weil es sich aehnlich wie in einer klinischen Studie, um eine „case series“ (Ja, ich erlaube mir diese beiden englischen Woerter zu benutzen) handelt. Das kann man ja dann alles in das Studiendesign einfliessen lassen.
    Manche kann sich auch daran stoeren, dass ich hier eine unbewiesene Behauptung in den Raum stelle naemlich, dass es Rassismus im deutschen Kinderfernsehen gibt – aber ich habe ebenso das Recht mich an der unbewiesenen Behauptung, dass es keinen Rassismus im deutschen Kinderfernsehen gibt, zu stoeren. Denn dagegen kann ich ebenso selektive Wahrnehmung, Nicht-Erkennen von Rassismus in den genannten Beispielen (quasi Falsch-Negativ) anfuehren. Und eine „case series“ (Da sind sie schon wieder diese beiden Fremdwoerter!) fuer gegenteilige Beispiele hat mir hier noch keiner angefuehrt. Und Beispiele von Rassimus gegen Weisse, lasse ich nicht als Argument dafuer gelten, dass es keinen Rassismus gegen Schwarze gibt.

  34. @Joe

    Wenn Sie Ihre Reaktion auf die kommentarischen Bemühungen noch einmal durchgehen, werden Sie vielleicht feststellen, dass ihr die Festigkeit fehlte – die aber den Artikel noch ausmachte.

    Sind denn nun die doitschen GEZ-Sender I.E. stringent rassistisch und die Kinder indoktrinierend unterwegs oder würden Sie nun doch gerne den von einigen herausgelesenen Vorhalt abmildern?

    MFG
    Dr. Webbaer

  35. @Joe

    Lieben Dank für diesen wichtigen Blogpost. Natürlich kann man über alles diskutieren – aber ich finde es richtig und wichtig, dass hier auf den Scilogs auch einmal Wahrnehmungen zu Wort kommen, die sich in den Mainstream-Medien (noch) nicht finden.

    Meine Meinung dazu ist klar: Deutsche Medien „haben“ ein Rassismus-Problem, zumal Einsparungen und Schlagzeilen-Wettbewerbe vielerorts gute, sachliche Arbeit ausgehöhlt haben. Darf ich daran erinnern, dass erst vor wenigen Tagen SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE auch selbstkritisch die Berichterstattung über „Döner-Morde“ und die Verbreitung noch der übelsten (und, wie wir heute wissen, grottenfalschen) Verdächtigungen thematisiert haben?
    http://www.spiegel.de/…es-entstand-a-841734.html

    Wer da nicht einmal bereit ist, sich über Medienklischees Gedanken zu machen, will es wohl einfach gar nicht.

    @Martin Huhn hat die vielleicht berühmteste Kinderfigur mit dunkler Hautfarbe angesprochen – Jim Knopf. Dieser entstand übrigens, als sich Michael Ende bewusst mit dem Rassismus seiner Schulzeit im NS-Regime auseinandersetzte – und einem echten Reisegefährten Charles Darwins ein Denkmal setzte:
    http://scilogs.spektrum.de/…f-hrte-von-charles-darwin

    Antirassismus kann also sehr wohl künstlerisch informiert, kindgerecht und auch schlichtweg erfolgreich sein – wenn sich Programm- und Medienmacher die entsprechende Mühe machen.

  36. @Alle: Gruppen kritisieren sich selbst!

    Die Diskussion oben ging aus meiner Sicht um die falschen Themen. Denn den Großteil der dargestellten Situationen finde ich rassistisch – und zwar nicht (wie diskutiert), weil sie gegen Schwarze gerichtet sind, sondern weil eine Gruppe gegen eine andere ausgespielt wird. Warum muss denn eine Gruppe die andere belehren – ist es nicht viel besser, wenn die Erkenntnisse jeweils aus derselben Gruppe kommen?

    Daher ist mir recht egal, wie oft das in die andere Richtung funktioniert (also Weiße diskriminiert oder Schwarze gelobt werden) oder wie häufig diese Diskriminierungen sind. Belehrungen über Gruppengrenzen hinweg, die haben in pädagogischen Programmen nichts zu suchen (und sollten auch sonst vermieden werden) – sie führen immer zu Problemen.

    Ich finde daher auch, dass eine wissenschaftliche Aufarbeitung hier kaum weiterhelfen kann. Vielmehr müsste man das Medium mit den Medien aufarbeiten – denn sonst diskriminiert man ja erneut (Wissenschaft weiß es dann halt wieder mal besser als die Medien). Darum würde ich vorschlagen, eine entsprechende Reportage anzuregen – in den Medien.

  37. Selektive Wahrnehmung ’ falsche Schlüsse

    Sowas unwissenschaftliches bei scilogs?
    Da hat sich aber jemand aus jeder Serie genau eine Folge rausgesucht, die eben mal ins Konzept passt.
    „Eine wahre Schatztruhe diesbezüglich sind „Die Pfefferkörner“, eine Detektiv-Serie für Kinder, in der Schwarze nur als Diebe, Brandstifter, Drogendealer oder hilflose Opfer vorkommen“ ist einfach nur gelogen. Im Gegenteil, bei den Pfefferkörnern gibt es seit vier „Generationen“ immer Helden mit „Migrationshintergrund“ und Nazis sind auch ordnungsgemäß die Bösen. Die Multikulti-Detektive sind sogar fast schon politisch zu korrekt.
    http://www.pfefferkoerner.de/…its/pk4/index.html
    Auch bei den anderen Serien ist anzunehmen, dass die Hautfarbe sich nicht diskriminierend wirkt und alle Farben ähnlich oft gut und böse sind. Nirgends wird so peinlich genau auf Ausgewogenheit geachtet wie beim Kinderfernsehen.
    Außerdem sollte man bedenken, dass es der Zielgruppe absolut wurscht ist, wie pigmentiert die Figuren sind. Oder gibt es auch Beschwerden über Jim Knopf? (läuft aktuell in der Feichentrick-Fassung)
    Als Quelle der Weisheiterbildung empfehle ich den Rassismusstreit in Southpark: southpark.de/clips/sp_vid_103452 und etwas Lektüre über wissenschaftliches Fälschen mit ausgewählten Stichproben.
    Schadowitz

  38. an den Haaren herbeigezogen

    Der Beitrag stützt sich auf keinerlei seriöse Studie, sondern beruht auf einer rein selektiven Wahrnehmung. Meine Wahrnehmung gerade auch bei den „Pfefferkörnern“ und ansatzweise bei „Fabrixx“ sagt das Gegenteil: Hier werden Schwarze zwar oft als etwas Besonderes dargestellt – das sind sie in solchen Umgebungen wie Schulen und Jugendeinrichtungen oft auch für die anderen Kinder. Sie spielen aber meistens eine positive Rolle.
    Mir scheint eher, der Autor möchte gerne Rassismus in Kindersendungen sehen und sieht ihn dann natürlich auch. Denn bei täglich vielen Stunden Kinderprogramm auf öffentlich-rechtlichen Sendern ist selbstverständlich das ein oder andere Beispiel zu finden, in denen Schwarze bei negativen Aktionen zu sehen sind. Im Übrigen ist gerade hier das Fernsehen Vorreiter in Sachen Anti-Rassismus, denn völlig entgegen der gesellschaftlichen Realität tauchen 1.) Schwarze sehr regelmäßig und überdurchschnittlich auf und sind 2.) doch irgendwie immer integriert in das Umfeld. Die in der Realität oft zu beobachtende soziale Trennung verschiedener ethnischer Gruppierungen unter Jugendlichen findet hier praktisch nicht statt.

  39. Nichts für ungut…

    …aber die Kommentare hier sind zum Großteil auf so vielen Ebenen so furchtbar, könnte man die nicht einfach dicht machen und das Elend quantitativ begrenzen, wenn schon nicht qualitativ?

  40. Gleichschaltung offenbar erwünscht

    Super Versuch, einen Shitstorm vom Zaun zu brechen. Beispiele. Bloß keine belastbaren Zahlen. Wissenschaft – bleib mir vom Hals, die Hautfarbe desjenigen, dem es auffällt, zählt offenbar mehr als jede Qualifikation. Schonmal die Stellen rausgesucht, wo schwarze Kinder positiv dargestellt werden? Wie das Verhältnis im Vergleich zu anderen Kindern ist? Oder einfach nur gezappt und die Aufreger aufgeschrieben? Die Konsequenz eines (erfolgreichen) Shitstorms, wie er hier angedacht wird, kann doch nur sein, dass Schwarze im Fernsehen farblos sein sollen. Bloß nicht in eine Richtung zu extrem oder auffällig, damit auch ja niemand was Böses im Internet darüber schreibt….

  41. Erstmal möchte ich sagen, das hier ist ein Blog und er wird von keinem Journalisten betrieben. Ein Blog hat auch viel persönliches. Und das soll es auch haben. Dann kritisieren hier einige, daß diesem Beitrag keine wissenschaftliche Studie zu Grunde liegt. Hat Joe Dramiga das behauptet? Nein, er schrieb extra

    Gibt es nicht mal jemanden der, z. B. im Rahmen einer Masters-Arbeit, die Darstellung verschiedener Bevölkerungsgruppen im deutschen Kinderfernsehen beleuchten möchte? Oder hat das vielleicht schon jemand getan?

    Daraus schließe ich, daß Joe Dramiga das auch gerne etwas genauer untersucht hätte, wie es sich denn nun genau verhält.

  42. @Huhn

    Herr Dramiga unterstellte systematisches Manipulieren von Kindern durch das GEZ-Fernsehen in D, unter der Überschrift: Rassismus.

    Das ist ein schwerwiegender Vorhalt, der sozusagen unabhängig von allem, unabhängig vom Medium und der Form zu belegen ist.

    Ein dbzgl. unberechtigter Vorhalt spielt nämlich leider in der Liga des Behaupteten…

    MFG
    Dr. Webbaer

  43. @Webbaer & @Martin Huhn

    Man könnte es sicher genauer untersuchen – und doch ist die Überschrift von Joe Dramiga richtig.

    Diskriminierung und Rassismus werden ja nicht in erster Linie durch die Zurückstellung der Schwarzen befördert – sondern durch die zahlreichen subtilen Mitteilungen, dass es zwischen Menschen verschiedener Hautfarben verallgemeinerungsfähige Unterschiede gibt.

    Und darum ist jede institutionalisierte Kritik eines Schwarzen durch einen Weißen oder eines Weißen durch einen Schwarzen eine Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe, zumindest unbewusst. Denn sie befördert die Bildung von Unterschieden aufgrund der Hautfarbe. Und gerade in komprimierten Formaten ist das ein enormes Problem – wir Menschen merken uns nämlich nicht die einzelnen Nachrichten, sondern nur das dahinterstehende System. Und das System eine Hautfarbe gegen eine andere Hautfarbe muss darum ganz verschwinden.

  44. @DrWebbaer

    Sie lesen also aus meinem Artikel die Behauptung heraus, dass das GEZ-Fernsehen Kinder systematisch gegen Schwarze rassistisch indoktriniert? Quasi Befehl von Oben, vom Intendanten) Ich glaube da sind Sie zu empfindlich, wenn Sie das so wahrnehmen und interpretieren. Da fehlt mir die Festigkeit ihrer Gemuetslage, die Ihnen sonst doch innewohnt.
    Sie liegen mit ihrer Interpretation ganz falsch – wenn Sie das beruhigt.
    Rassistisches Verhalten geschieht nicht immer bewusst und man muss auch kein Rassist sein, um sich rassistisch zu verhalten. Rassismus findet man in der Mitte der Gesellschaft, da muss ich nicht auf ein Neonazitreffen gehen. Auch wenn Obama jetzt Praesident der USA ist und es eine schwarze First Lady gibt, wird der Rassismus gegen die Schwarzen dort jetzt nicht aufgehoben.

  45. @Joe

    Ja, gut, danke für die Klarstellung.

    Dennoch ist der Schreiber dieser Zeilen kein Freund davon X-Ismen vorzuwerfen. Denn einerseits sind viele derartige Vorwürfe schlichtweg falsch (bspw. was den Ismus betrifft, X-Ismus ohne Lehrsystem geht nämlich gar nicht) und andererseits muss man selbst fortwährend das X bemühen, denkt also indirekt selbst x-istisch – jedenfalls wenn man in die dbzgl. Vorwurfspflege größer einsteigen will.

    Zudem stellt sich die Frage nach dem Maßstab, wie sieht es bspw. in den außerhalb der Europäischen Aufklärung stehenden Ländern aus? Wie sieht es in anderen „westlichen“ Ländern als D aus?

    Zudem ist es oft so, so zumindest die Erfahrung des Webbaeren, dass viele X-Ismen nur scheinbar vorliegen, man wird zwar schlecht behandelt, doch der Grund ist ein anderer.

    Abschließend angemerkt: Das Kinderfernsehen in D gilt bereits seit vielleicht 40 Jahren als politisch „korrekt“ und Minderheitenangehörige gut aussehend lassend.

    MFG
    Dr. Webbaer

    PS + BTW: ‚Da fehlt mir die Festigkeit ihrer Gemuetslage, die Ihnen sonst doch innewohnt.‘ war speziesistisch.

  46. Fragen über Fragen

    „X-Ismus ohne Lehrsystem geht nämlich gar nicht”

    Wie würden Sie denn eine diskriminiernde Inzenierung Schwarzer nennen, die unbewusst geschieht, wenn nicht „rassistisch”?

    „Zudem stellt sich die Frage nach dem Maßstab”

    Und warum stellt sich diese Frage?

    „Zudem ist es oft so, so zumindest die Erfahrung des Webbaeren, dass viele X-Ismen nur scheinbar vorliegen“

    Interessant: Wie oft haben Sie sich denn schon diskriminiert gefühlt und es stellte sich dann schließlich als Hirngespinst heraus?

    „Das Kinderfernsehen in D gilt bereits seit vielleicht 40 Jahren als politisch „korrekt“ und Minderheitenangehörige gut aussehend lassend.”

    Sagt wer?

    „PS + BTW: ‚Da fehlt mir die Festigkeit ihrer Gemuetslage, die Ihnen sonst doch innewohnt.‘ war speziesistisch.”

    Okay, ich gehe davon aus, ohnehin keine nachvollziehbare Antwort zu bekommen, aber vielleicht werde ich ja überrascht: Was zum Geier, ist daran bitte
    speziesistisch?

  47. @Kinch

    > Wie würden Sie denn eine diskriminiernde Inzenierung Schwarzer nennen, die unbewusst geschieht, wenn nicht „rassistisch”?

    Als eine Unterscheidung oder Diskriminierung, die rassischen Kritierien folgt – sofern man in der Kategorie Rasse zu denken wünscht.

    >> „Zudem stellt sich die Frage nach dem Maßstab”

    > Und warum stellt sich diese Frage?

    Die stellt sich bei ethischen Fragen immer.

    > Interessant: Wie oft haben Sie sich denn schon diskriminiert gefühlt und es stellte sich dann schließlich als Hirngespinst heraus?

    Häufiger schon, eine Benachteiligung lag dann zwar vor, aber nicht aus den vermuteten Gründen.

    >> „Das Kinderfernsehen in D gilt bereits seit vielleicht 40 Jahren als politisch „korrekt“ und Minderheitenangehörige gut aussehend lassend.”

    > Sagt wer?

    Der Schreiber dieser Zeilen.

    >> „PS + BTW: ‚Da fehlt mir die Festigkeit ihrer Gemuetslage, die Ihnen sonst doch innewohnt.‘ war speziesistisch.”

    > Okay, ich gehe davon aus, ohnehin keine nachvollziehbare Antwort zu bekommen, aber vielleicht werde ich ja überrascht: Was zum Geier, ist daran bitte
    speziesistisch?

    War als Anregung zum Nachdenken gedacht. War es speziesistisch? War es eine auf einem Lehr- oder Glaubenssystem beruhende Feststellung von Besonderheit?

    MFG
    Dr. Webbaer (der noch ein schönes WE wünscht)

  48. Was für ein Quatsch!

    Man sollte sich z.B. Schloss Einstein ansehen da wird gezeigt wie auch deutsche Kinder mistbauen!

    Und wenn schon ein schwarzes Kind in einem Film mistbaut, dann wird wenigstens gezeigt wie es aus dem Schlamassel wieder rauskommt und DAS die Hauptsache!

  49. Rassismus im deutschen Kinderfernsehen

    man kann auch vieles an den Haaren herbei ziehen, es ist nicht immer gleich Rassismus – auch wenn es die bequemste Anklage ist. Un dnur mal am Rande bemerkt, wenn man sich die polizeilichen Statistiken zu den Straftätern und Gefängnisinsassen ansieht … zu guter letzt, es steht jedem frei dieses Land zu verlassen wenn ihm das Kinderprogramm nicht gefällt.

  50. @Michael Blume

    Hallo Michael,

    stell dir mal vor die Überschrift meines Artikels, hätte gelautet: „Kein Rassismus im deutschen Kinderfernsehen“. Die meisten hätten gefragt. „So what?“ kaum jemand hätte eine wissenschaftliche Studie gefordert um diese Behauptung zu unterstützen, weil das die eigenen Erwartungen ja nicht infrage stellt. Sie sind sich ihrem eigenen Bias nicht bewusst.

    Natürlich hätte ich auch schreiben können: „Rassismus im deutschen Kinderfernsehen?“ doch dann wäre es mir weniger gelungen hier bestimmte Leute aus ihren Verstecken zu locken. Ich dachte mir, ich muss diese Leute sichtbar machen. Also ließ ich das Fragezeichen weg.

    Ich kann Dir versichern, dass die gleichen Leser auch noch auf „Natur des Glaubens“, „Sprachlog“ und „Der Islam“ auflaufen werden und aufgrund eurer Themen wird das noch häufiger geschehen als bei mir.

    Interessant auch die Reaktionen als meine Nachbarbloggerin Mierk Schwabe, sich mit dem Klischee „Mädchen mögen kein Mathe“ auseinandersetzte, angeregt durch einen Kurzfilm, den sie zuvor gesehen hatte und der ihrer Meinung nach dieses Klischee transportierte. Manche Reaktionen waren ähnlich wie die auf meinen Artikel hier, daher ahnte ich schon, was auf mich zu kommt. Komischerweise musste unser Anti-Genderwissenschaften/Anti-Gleichstellung-von-Frauen-Spezie von BrainLogs nie irgendwelche Studien für seine Behauptungen anführen.

    Ein Beispiel, um zu zeigen welchen Einfluss Fernsehen auf die soziale Realität eines schwarzen Kindes haben kann: Als ich in eine deutsche Grundschule ging, lief im Abendprogramm der ARD die Serie „Roots“, nachdem gleichnamigen Buch des afroamerikanischen Schriftstellers Alex Haley. Darin geht es um die Familiengeschichte seiner afrikanischen Vorfahren. Am Tag nach der Sendung wurde ich von manchen Schulkindern als Kunta Kinte, einer Figur dieser Serie, bezeichnet. Und es wurden umsomehr Kinder, die das taten, je populärer die Serie wurde und je länger sie andauerte.

    Ich bin, glaube ich, der einzige schwarze Blogger in der deutschen Wissenschaftsblogszene und ich vermute es gibt da generell wenige mit Migrationsgeschichte. Spezifische Vorwürfe und Angriffe wären bestimmt ausgeblieben, wenn den gleichen Artikel ein weißer Blogger verfasst hätte. Diese Sachen, die zeigen welches Geistes Kind sie sind, wären gar nicht an das Tageslicht gekommen sondern die Leute hätten es für sich behalten.

  51. @Joe Dramiga: Und Sie?

    … sind Sie sich Ihrer Bias bewusst?

    Ich bin wie Sie oben nachlesen können absolut gegen Diskrimination und lese Ihre Blogs gern, aber meine Vorschläge haben Sie (wie alle anderen) bisher ebenfalls nicht interessiert. Und das finde ich umso tragischer, als ich versuchte auf eine dauerhafte und für alle Seiten akzeptable Lösung des Problems hinzuwirken.

    Warum sind wir denn alle nicht an wirklichen Lösungen interessiert? Warum wollen sich alle nur bestätigt fühlen?

  52. Lustig, wenn Weiße

    über Rassismus gegen Schwarze urteilen. Was versteht ihr denn davon. Wer mal auf offener Straße M**** genannt wurde, weiß zumindest wovon er spricht. Wenn ich mit meinen wenigen weißen Freunden über Rassismus in Deutschland sprechen möchte, fangen diese sofort an zu blockieren. Ähnlich wie hier.

  53. Selektive Wahrnehmung?

    Für mich wirkt das wie selektive Wahrnehmung. Vor nicht all zu langer Zeit habe ich in einem anderen Blog lesen müssen, dass bei neueren Hollywoodfilmen in dem sich Liebesszenen zwischen Schwarzen und Weißen entwickeln zu 90% der Mann schwarz und die Frau weiß ist. Auch hier wurden viele Beispiele aufgezählt. Und auch dies roch stark nach selektiver Wahrnehmung.

    Ich will klare überprüfbare Studien und Zahlen mit allem drum und dran. Sonst kommt dies in meine Schublade: Pseudowissenschaft.

  54. „Lustig, wenn Weiße über Rassismus gegen Schwarze urteilen. Was versteht ihr denn davon.“

    @Morenga

    man könnte mit einer gewissen ironie antworten, wir weißen machen schließlich den rassismus, also verstehen wir auch was davon. aber spaß beiseite. als betroffener beanspruchen sie die deutungshoheit. das heute in linken kreisen konsens. wir wissen aber alle, was selektive wahrnehmung ist. die subjektivität von betroffenen sollte von nichtbetroffenen objektivierbar sein. leider sind die nichtbetroffenen genau in dem moment auch betroffen, wenn sie sich einem vorwurf gegenüber sehen.

    wenn feststellbar die schwazen kinder im kinderfernsenen in negativen oder problematischen rollen dargestellt werden, dann ist das belegbar. ich würde es auch ohne beleg glauben, denn es existieren über alle möglichen gruppen sog. tropes. das sind erzählschemata, die sich schon in grimms märchen finden. die handlungsspielräume für die hexe, die schwester, den bruder, den prinzen usw. sind klar umrissen.

  55. @Noït Atiga

    Ich habe in einem vorigen Kommentar ja schon gesagt, dass man meine Meinung anzweifeln kann und Gruende dafuer aufgefuehrt.Ich habe meinen Bias damit deutlich gemacht. Ihre Idee Medien zu verwenden, um das Thema Rassismus in den Medien aufzuarbeiten, finde ich interessant. Aber da es im Moment wenig konkret ist, kann ich nicht viel dazu sagen.

  56. @Joe Dramiga: Ja und nein

    Sie haben Ihre Bias deutlich gemacht, aber (aus meiner Perspektive) ganz anders als Sie das vermutlich glauben. Denn eigentliche Bias ist Ihnen wohl nicht bewusst: Sie gehen mit der ganz überwiegenden Mehrheit der Menschen davon aus, dass man Rassismus durch ausgewogene Rollenverteilung beseitigen kann. Wenn die Rollen also ausgewogen verteilt sind, dann ist nur die Beobachtung falsch.

    Das ist aber in sich selbst schon eine Bias, die ich oben zu kritisieren versuchte. Die auf dieser Bias versuchte Korrektur ist nämlich zwingend zum Scheitern verurteilt – weil sie permanent das Klischee bedient, welches sie eigentlich korrigieren will. Sie ordnet weiterhin (im von Ihnen angesprochenen Fall) nach Hautfarbe – und ist damit genauso rassistisch wie das Kritisierte.

    Will man Rassismus korrigieren, dann muss man jede stereotype Zuorndung zur Hautfarbe komplett unterbinden. Dann müssen prinzipiell Schwarze von Schwarzen kritisiert werden und Weiße von Weißen und Asiaten von Asiaten… Nur auf diese Weise kann man es langfristig schaffen, dass die Hautfarbe keinerlei qualifizierende Assoziationen weckt. Schließlich gibt es dann keine Beobachtungsfehler mehr: jede Hautfarbgruppe kritisiert sich selbst, also kann niemand mehr eine Diskriminierung nach Hautfarbe entdecken – sondern wird andere auszeichnende Merkmale suchen müssen.

    Das hatte ich oben ansprechen wollen und habe das nebenan bei Michael Blume zum deutsch-amerikanischen Rassismus des Thilo Sarrazin soeben näher ausgeführt. Und weiter denkend muss dann eben ein Medium auch aus dem selben Medium heraus kritisert werden – denn sonst gelangt man zu einer Diskriminierung zwischen Medien (oder Disziplinen).

  57. Auf den Punkt gebracht

    … wurden hier einige Denkansätze:

    Will man Rassismus korrigieren, dann muss man jede stereotype Zuorndung zur Hautfarbe komplett unterbinden. Dann müssen prinzipiell Schwarze von Schwarzen kritisiert werden und Weiße von Weißen und Asiaten von Asiaten… Nur auf diese Weise kann man es langfristig schaffen, dass die Hautfarbe keinerlei qualifizierende Assoziationen weckt.

    MFG
    Dr. Webbaer (der den Rat gibt nicht rassisch zu argumentieren)

  58. Ich bin erst 15 und kann mich noch gut daran erinnern wie ich früher Pur und Die Pfefferkörner geguckt habe. Allerdings kann ich mich nicht mehr daran erinnern, ob die schlechten/bösen schwarz waren oder nicht. Es war mir früher wahrscheinlich ziemlich egal welche Hautfarbe die Charaktere hatten und ich denke nicht, dass dies einen großen Einfluss auf mich und andere Kinder hatte.

  59. Ich bin dein Vater!

    Tach auch!
    Ich bin der Vater, den der Verfasser zitiert. Die ganze Aufregung auf diesem Blog ist mir absolut schleierhaft. Mein Sohn ist Jahrgang 1993 und hat zwischen 2001 und 2006 gern das Kinderfernsehen der ör am Sonnabend morgen geschaut (das Kinderprogramm der Privatsender fand bei uns nicht statt).
    Mir ist halt nach einiger Zeit aufgefallen, dass immer wenn eine Person (teils) afrikanischer Herkunft in einer Kinderserie auftauchte, man die Uhr danach stellen konnte, dass diese früher oder später entweder Täter oder Opfer wird aber praktisch niemals Held oder einfach nur eine normale Person (und bitte kommen Sie mir nicht mit dem Alibi-Kurden bei den Pfefferkörnern …).

    Die von mir beschriebenen Szenen haben so im Fernsehen stattgefunden. Ob Sie jetzt daraus den Schluss ziehen, dass Rassismus im deutschen Kinderfernsehen existiert(e) oder ob das so schon alles in Ordnung gewesen ist und lediglich die gesellschaftliche Realität in Deutschland widerspiegelt (muss Kinderfernsehen das überhaupt oder darf/muss man nicht auch auf eine bessere Welt hinarbeiten?), überlasse ich Ihrem geschätzten Werturteil.
    An den KIKA habe ich übrigens geschrieben, jedoch habe ich hierzu keine Rückmeldung erhalten. Die waren ja damals mit anderen Dingen (Rechnungen schreiben und so … der Fisch stinkt vom Kopf) beschäftigt.

    PS: Die von einigen Kommentatoren vorgetragenen Vorwürfe sind schlicht haarsträubend (Kriminalstatistiken der USA als Grundlage für das deutsche Kinderfernsehen???).
    Hat der Verfasser hier etwa einen Nerv getroffen (autsch!)?

    PPS: Ebenso hat mich übrigens beim Kinderfernsehen der ör auch gestört, dass praktisch in jeder deutschen TV-Kinderserie mindestens ein mal pro Folge das Wort „Scheiße“ mit Nachdruck rausgehauen wird (wurde?). Vielleicht auch dies nur eine ungeschminkte Wiedergabe der Realität? Methinks not.

  60. Erfreuliche Initiative:

    Die gebetsmühlenartige Wiederholung von Rassismusvorwürfen empfinde ich als eine edle, humanistische Tat. Ich hoffe sehr, dass sich diese Initiative auf weitere Blogs ausweiten wird. Die verstockte Reaktion mancher Leser ist mir unverständlich. Man sollte Vorwürfe generell, insbesondere aber Rassismusvorwürfe(gleich nun, ob mit ausreichender oder unzureichender Begründung) als etwas zutiefst Wertvolles ansehen und diese nicht in furchtbarer Borniertheit von sich (oder dem deutschen Kinderfernsehen) weisen.

  61. Standpunkt

    Im Gegenteil: ich versuche meine Kinder (5 und 8) gerade deswegen möglichst der Fernsehpädagogik zu entziehen, weil hier alles andere als „rassistische“ Stereotype transportiert werden und mir der Gleichheitswahn gutmenschlicher Filmemacher gehörig auf den Keks geht. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf die propagierte kategorische Ablehnung aller Aspekte ethnischer Identität, zumindest wenn es um die autochthone Variante geht, sondern auch auf gendermainstreaming und andere tolle Errungenschaften unserer degen… äh schönen neuen Welt. Die Einseitigkeit etwa der Berichterstattung auf logo! (Kindernachrichten auf KIKA) und die offensichtlichen Versuche zur Entfremdung von tradierten Lebensentwürfen finde ich unerträglich. Offensichtlich kommt es auf den Standpunkt des Betrachters an, mein subjektiver Eindruck ist ein völlig anderer als der im obigen Text beschriebene.

  62. Weitere Fragen zum Thema Rassismus:

    Mir ist es zudem restlos schleierhaft, warum Schwarze in das rassistische Europa (siehe Kinderfernsehen) einwandern, und Weiße aus dem hochdemokratischen (Nelson Mandela sei Dank!) Südafrika abwandern. Ich empfinde es als fraglich, ob Europäer den liebevollen, vorurteilslosen Umgang mit anderen Ethnien je lernen werden…

  63. Vorschlag für die Unis:

    Eine spannende Idee wäre es, Hochschulfächer bzw. Studiengänge einzuführen, in denen man über Rassismus, insbesondere über den europäischen Rassismus (in den USA würde man „white racism“ und „white privilege“ sagen) informiert würde.
    Absolventen könnten dann mit breiten Hintergrundwissen auch kritische Analysen zum deutschen Kinderfernsehen abfassen.

  64. Gefahrenquelle Tier (oft unterschätzt):

    Noch mehr als Rassismus regt mich freilich auf, dass die indischen Tiger pro Jahr 5-6 Dutzend Menschen verspachteln. Von der katastrophalen Wirkung der tropischen Giftschlangen einmal ganz zu schweigen…
    (Das noch mehr ist wahrscheinlich etwas übertrieben. Aber tierische Aggression wird zum Teil erheblich unterschätzt und darum bin ich hier sehr emotional. Giftschlangenopfer gibt es allein in Indien schon etwa fünzigtausend jährlich, weltweit um die 100 000 jährlich.)

  65. Denkfehler

    Warum fällt Ihnen das so deutlich auf? Weil Sie bei allen Szenen sehr genau darauf achten, ob es ein weisser oder schwarzer Junge ist. Moderne Kinder (und auch Erwachsene) sehen hier keine Unterschiede. Mir wäre das gar nicht aufgefallen, dass die Kinder, die „immer Mist bauen“ schwarz sind, und meinem Sohn auch nicht.

    Vielleicht könnten Sie versuchen Ihre rassistische Denkweise etwas dem 21sten Jahrhundert anzupassen.

  66. @Stefan

    »Vielleicht könnten Sie versuchen Ihre rassistische Denkweise etwas dem 21sten Jahrhundert anzupassen.«

    „Rassistische“ Denkweise trifft es wohl nicht. Es ist m.E. schlicht der Blick durch die Rassenbrille, der einen solche Unterschiede sehen bzw. erkennen lässt. Und die Existenz sozial definierter „Rassen“ lässt sich wohl nicht leugnen.

    Selbst Joe Dramiga hat seinen Beitrag mit den Worten „Ein befreundeter schwarzer Vater…“ begonnen. Ist „schwarz“ hier eine relevante Information? Wenn ja, warum?

  67. @Balanus & @Stefan: Lösungsfehler

    Auffallen und Wirken – das sind zwei paar Schuhe!

    Und das ist ja gerade meine Kritik oben gewesen. Wer keinerlei (negative) subjektive Erfahrungen mit dieser Trennung verbindet, dem fällt sie nicht auf. Aber diese Trennung wirkt auch auf ihn – unbewusst. Und das hier kritisierte Klischee des Rassismus ist leider noch heute relevant, auch bei den Benachteiligten. Primt man nämlich vor einem Test, dann werden die Ergebnisse von Schwarzen schlechter – die von Weißen nicht (deutlich) besser, allerdings erwarten die ein ggü. Schwarzen besseres Abschneiden. Ähnliches gilt für andere Gruppierungen.

    Und darum war der Beginn des Beitrages von Joe Dramiga ganz und gar richtig – das ist eine wichtige Information, da sie erklärt, warum das bewusst geworden ist. Einem weißen Vater wäre das nie bewusste geworden, sondern (wie man ja oben nachlesen kann) höchstens das Gegenteil. Und beide haben vermutlich wenigstens teilweise Recht.

    Und das können wir nicht auflösen, solange wir nicht die Unterscheidung selbst aus den Medien verbannen. Dann gibt es gar keine Diskriminierung mehr nach Hautfarbe – und dann kann sich niemand mehr ärgern (ob nur über zuviel Lob oder zuviel Kritik).

  68. Hautfarbe ist unwichtig:

    Ich gebe Stefan recht. Hautfarbe wird eindeutig überschätzt. Ich bin beispielsweise äußerlich nicht schwarz, fühle mich jedoch innerlich als Afroamerikaner oder zumindest als Äthiopier. Ich könnte mich, wenn ich wollte, auch als Tiger, Flamingo, Schweizer oder Graupapgei fühlen. Das Äußere gibt somit keine Auskunft über das Innere. Das Äußere und das Innere sind sozusagen zwei vollkommen getrennte Welten.

  69. Soziale Konstrukte:

    Übrigens glaube ich, dass sowohl Rasse als auch Rassismus nicht wirklich existieren, sondern soziale Konstrukte sind.

  70. Auswahl

    @ ‚befreundeten Vater‘:

    Haben Sie auch mal mitgezählt, wieviele Szenen im genannten Zeitraum (6 Jahre!) vorkommen, in denen bei irgendwelchen anderen Kindern etwas schiefgeht?
    Könnte es sein, dass Ihnen diese (wahrscheinlich angesichts des großen Zeitraums sehr vielen Fälle) gar nicht aufgefallen sind?

    Das Wort ‚Statistik‘ möchte ich jetzt gar nicht bemühen, aber das schon:

    Soviel zu :“Selektive Wahrnehmung“.

    MfG, Franz P.

  71. @bbl & kinch

    Ihr habt beide mit euren Kommentaren zum gewissen Teil recht. bbl kritisiert richtig, dass man im Gegenzug nicht eine bestimmte Minderheit plötzlich immer nur übervorteilen soll. Völlig egal ob aus Gerechtigkeitsempfinden, Scham, oder was auch immer. Denn so entsteht die gefährlichste Art des Rassismus, die es gibt.

    Wer nämlich bei z.B. Besetzung einer bestimmten Rolle (egal ob nun nach unserem Wertekanon negativ oder positiv besetzt) darauf achtet, welche Hautfarbe der Schauspieler hat um besonders „sensibel“ zu sein, der hat es schon nicht verstanden. Genau diese Differenzierung, dieses „da muss ich jetzt darauf achten“ ist schon Rassismus (das Wort ist leider emotional sehr aufgeladen, aber Rassismus ist erstmal nur die Kategorisierung in Rassen anhand bestimmter Merkmale wie Religion oder Hautfarbe) und zudem der gefährlichste von allen, weil diese Menschen meinen besonders „richtig“ zu handeln.

    Sie erreichen damit aber das genaue Gegenteil, nämlich von vornherein nach bestimmten Mustern zu Denken und zu handeln, weil man eine Differenzierung nach genannten Merkmalen als notwendig erachtet und sich der Fuchs somit am eigenen Schwanz beißt.

    Ich kann es leider nicht besser mit Worten erklären, wie ich das meine, aber ich empfehle euch beiden (und gerne auch allen anderen) die Southpark Folge, wo es um eine neue Stadtflagge geht. Da wird dieses Problem sehr gut dargestellt.

  72. Sehr schlechter Artikel

    Omg, der Artikel ist einfach nur Schrott. Peinlich für die nachdenkseiten.de, dass sie so einen Unfug verlinken.

  73. Selektive Wahrnehmung

    @denkender Leser
    Große Zustimmung zu Ihren Kommentar. Bestes Beispiel ist die Lindenstrasse.
    In der Lindenstrasse spielte mit Liz Baffoe lange Zeit eine schwarze Schauspielerin mit. War ihre Figur in Probleme verwickelt und ging einiges in ihrem Leben schief? Ja, natürlich.
    Waren die Figuren der anderen Schauspieler in ebenso vielen oder noch mehr Problemen verwickelt und ging in ihren Leben ebenso viel oder noch mehr schief? Ja, natürlich.

    Die zur schaugestellte selektive Wahrnehmung des befreundeten Vaters und der wissenschaftliche Anspruch dieser Seite hier passen nicht zusammen.

  74. Machs Gut und Danke für den Fisch

    @Johannes Omg, der Kommentar ist einfach nur Schrott. Peinlich für die nachdenkseiten.de, dass sie solche Kommentatoren hier hinführen. Der zur schaugestellte selektive Einzelfall der Liz Baffoe und das Verständnis von Rassismus von seitens des Kommentators hier passen nicht zusammen.

  75. Diskriminierung

    Es gibt sehr wohl auch schwarze „Helden“ z.B. in zahlreichen Krimiserien und in Schloss Einstein, Sesamstraße etc. ……..wobei ich sagen muss, der „SCHWARZE“ oder „DUNKLE“ ist in jeder Nation der ohne Skrupel handelnde Charakter im Fernsehen. Von Indien bis in die arabische Welt ist dieses so. WEnn ich allerdings afrikanisches Fernsehen schaue, ist dieses genau umgedreht, die helleren sind die Bösen und es wird in Afrika auch kein Hehl daraus gemacht. DAs WIchtigere ist, dass man Nächstenliebe und Toleranz in Handeln umsetzt und nicht aus irgendwelchen Fernsehsendungen oder Büchern herausdiskutiert. Eine Geschichte ist eine Geschichte!

  76. Quentin Tarantino

    … konstruiert oder „konstruiert“ schwarze Heldencharaktere oder Frauen als Helden, andere Regisseure, die das nicht tun, könnten in Anbetracht der hiesig angelegten Maßgaben schlecht aussehen.

    Dasselbe gilt auch für T. selbst, wenn er Besonderheiten pflegt, die dann natürlich auch dementsprechend attackiert werden könnten.

    Der Schreiber dieser Zeilen schlägt vor diese Unterschiede nicht hoch zu hängen, unterschiedliche Mentalitäten gibt es, auch bspw. zwischen Franzosen, Engländern und Doitschen, und -sollte die Symmetrie oder eine als passend empfundene Symmetrie nicht gewahrt sein oder bleiben- einfach mal die Fresse zu halten (frei nach Nuhr natürlich :).

    Der Vorhalt irgendwie x-istisch zu sein, ist nicht cool und ist er unbegründet, scheint ein X-Ismus-Vorhalt nicht viel besser als „klassischer“ X-Ismus.

    MFG
    Dr. Webbaer

  77. trifft doch zu?

    wenigstens durfte der Fussball spielen und hat nicht rote Schuhe mit schwarzer Creme geputzt.

    Ich mußte leider die Erfahrung machen das Schwarze krimineller sind, ich bin damals mal wertfrei an die Sache rangegangen. Beruflich habe ich täglich viel mit kriminellen Leuten zu tun und der Großteil der Straftaten werden nun mal von „Ausländern“ begangen, die einen deutlich kleinen Anteil an der Gesamtbevölkerung haben. Das ist leider so. Allen voran die große Gruppe der „Moslems“ (Türken, Libanesen) und dann kommen auch schon die Schwarzen…

    Leider wird das durch die Presse alles verwaschen, früher stand noch in Pressemitteilungen „der Türke Ali O.“, heute liest man nur noch der „Jugendliche „, kein Name, keine Herkunft mehr. Guckt Euch mal in den Strafvollzugsanstalten um wie es da aussieht. Weiß ist wenig vertreten.

    • Es ist schon ärgerlich, immer wieder solchen Schwachsinn zu lesen. Liegt die Kriminalität an der Hautfarbe oder der Herkunft, oder nicht vielleicht viel mehr an den sozialen Umständen, auch infolge von Diskriminierung und Vorurteilen? Die Katze beißt sich also in den Schwanz. Manche Leute gründen genau darauf ihre asoziale und rassistische Ideologie, weil sie keine Sachargumente haben und nur zu Hass und Feindschaft anstacheln wollen. Vorurteile bleiben Vorurteile und müssen bekämpft werden, es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, außer Dummheit und Böswilligkeit! Vorurteile über Hautfarbe oder Herkunft führen zur Diskriminierung, diese zur Arbeitslosigkeit, diese wiederum zur Kriminalität oder zu Drogen mit Kriminalität. Die Spirale des Hasses dreht sich so unaufhörlich. Ein Bürgerkrieg geht immer von den Unterdrückern aus, ihrer dummen Überheblichkeit und Sturköpfigkeit!

      • @ Herr Reutlinger :

        Sollte beispielsweise derartige
        -> http://english.alarabiya.net/en/perspective/analysis/2014/10/30/Muslim-population-in-French-prisons-sparks-integration-debate.html („60 percent of inmates“)
        Nachricht stimmen, gäbe es zwei Möglichkeiten:

        1.) Es wird anklägerisch geworden gegenüber einer Kultur, die in Frankreich bewirkt hat, dass die Kriminalitätsrate, die zu Gefängnisaufenthalten führt, deutlich mehr als 1.000 % höher ist, als „herkömmliche“, „westliche“ oder französische Kultur, nämlich gegenüber dem Mohammedanismus.

        2.) Es wird der Aufnehmerschaft Schuld zugewiesen und dort im Anklägerischen gesucht bis gefunden.

        Es läge aber in jedem Fall Kulturkritik vor, die ihrem Wesen nach nicht x-istisch ist.

        HTH
        Dr. W (der sich durchaus beömmelt, wie bspw. in der BRD i.p. Kulturkritik gelitten wird, wie dbzgl. oft nicht sinnhaft geleistet werden kann, wie sich Leutz selbst anklagen, wenn dies leicht erkennbar nicht erforderlich ist; der sich aber -wegen dem Ernst der Lage- noch nicht zu einem Wiehern durchringen konnte)

        • Sie gestatten mir ein Zitat aus Ihrem eigenen Link:

          Other analysts pointed to economic factors. “Muslim prisoners in France are usually unemployed and living in the most poverty-stricken suburbs,” Raphaël Liogier, a French sociologist and political scientist, told Al Arabiya News.

          They are often second-generation immigrants of Arab origin who arrive in France in complicated financial situations, he added. “They’re usually frustrated, and end up committing crimes as revenge against society.”

          Das bestätigt doch genau meine These. Nun bin ich so wenig naiv wie Sie sicherlich, die Welt auf einfache Lösungen zu reduzieren. Natürlich ist die Problematik sehr kompliziert, wie jedes rückgekoppelte System, um ein solches es sich hier offensichtlich handelt. Der gewöhnliche Menschenverstand genügt, um zu erkennen, dass dieses Problem weder mit härteren Strafen noch mit Einwanderungsbeschränkungen oder gar mit Einwanderungsstops zu lösen ist. Es gibt keinen Anspruch, in einer gewissen, homogenen Gesellschaft zu leben, davon muss man sich in der heutigen Zeit einfach verabschieden. Die Möglichkeit der globalen Kommunikation und des globalen Verkehrs ist nur mit der Zeit der europäischen Völkerwanderungen (zu Fuß und auf dem Pferd!) zu vergleichen.

          Gerade Sie als Geisteswissenschaftler, Literatur- oder Althistoriker (vermutlich) dürften hier vergleichende Kenntnisse haben. Man kommt nicht umhin, grundsätzliche und global gültige Überlegungen anzustellen, die in die Richtung einer globalen Regierungsform oder zumindest global gültiger Konventionen gehen, wie sie in der Institution der UNO bereits vorhanden sind. Der traditionelle Nationalismus ist von vorgestern und bringt nur noch Unheil über die Menschheit, siehe Ukraine oder Balkan.

          Das Smartphone allein bringt noch keine Verbesserung, keine smarte Welt für die Menschheit, wenn die Menschen sich nicht selber verändern! Aber die Entwicklung lässt sich nicht umkehren, auch nicht von nationalistischen und rassistischen Extremisten, sie lässt sich nur verzögern, mit vielen unnötigen Opfern.

        • PS:

          Der Schreiber dieser Zeilen erlaubt sich im Ex-Post, im kommentarischen Gegessen-Sein & im Sein als desselben noch im Abgang kurz anzumerken:
          Es ist keine Kleinigkeit, wenn mal eben so andere, Anderskulturige um den Faktor zehn („1.000 %“) verbrecherischer werden als der sozusagen gewohnte soziale Bodensatz. [1]

          Dbzgl. muss auch nicht besonders schlau geworden werden, erinnert werden darf hier an die sozial-statistische Größe der sogenannten statistischen Signifikanz:
          -> https://de.wikipedia.org/wiki/Statistische_Signifikanz

          Sogenannte statistische Signifikanz liegt grob formuliert definitorisch vor, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass bei bestimmter Theoretisierung angelegt, i.p. Erfassung von Daten dbzgl. erhoben wird, nicht 5 % überschreitet. [2]

          MFG
          Dr. W

          [1]
          ‚Bodensatz‘, ‚Pack‘ und so, wer es gerne anders formuliert haben möchte darf sich an dieser Stelle melden und wird womöglich berücksichtigt werden.
          Bessere sind immer willkommen, wer ist schon der Schreiber dieser Zeilen?

          [2]
          Ischt insofern willkürlich, die Statistik (und übrigens auch die Stochastik) sind willkürlich, an erkennende Subjekte gebunden.
          Steht das „Schwein“ aber direkt bereit, wie zurzeit beim Mohammedanismus, fällt’s aber leichter.
          Der Schreiber dieser Zeilen hat beim Stalinismus / Marxismus-Leninismus seinerzeit noch ein wenig genagt, i.p. der Fragestellung:
          Wie verbrecherisch ist der rote Terror (das Fachwort) im Rahmen der Veranstaltungt im Rahmen des sog. Ostblocks eigentlich?

          • *
            im Rahmen der Veranstaltung

            MFG
            Dr. W (der weiterhin nichts gegen eine Korrrekturmöglichkeit hätte, für Kommentatoren oder zweite Inhalteträger sozusagen (WebLogger oder soz, primäre Inhaltegeber verfügen über diese, right))

  78. Vielleicht sollten ein paar hier mal anfangen, nicht jedes Vorurteil gleich als Rassismus darzustellen. Vorurteile und Ängste etwas Fremdem gegenüber sind normal. Das ist nicht sofort Hass oder Rassismus.

      • @ Bal :

        Üblich ist es den Fremden vorurteilsfrei bis angstlos entgegenzutreten, zumindest ist dies zurzeit gesellschaftlich oft so angefordert, nicht üblich ist es dem Fremden vorurteilsfrei bis angstlos entgegenzutreten…

        HTH
        Dr. W

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