Das EU-Heilpflanzenverbot, das es gar nicht gibt

Nachtrag: Dieser Meinungsbeitrag ist in überarbeiteter Form ebenfalls bei Spektrum Direkt erschienen. Das Handelsblatt hat den Text als Kooperationspartner von Spektrum ebenfalls auf ihre Seite gestellt 

Habt ihr schon von der e-Petition „Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen“ gehört? Entsprechende Kettenmails und Foreneinträge machen gerade die Runde. Wie es scheint, haben weder die Petenten, noch die Mitzeichner verstanden, worum es in diesem „Verbot“ eigentlich geht, sodass schon der Antragstext der Petition völlig ins Leere läuft …

Beeindruckend ausformuliert wirkt schon die Forderung der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass das Verkaufsverbot von Heilpflanzen in der EU ab dem 1 April 2011 in Deutschland nicht greift.*

Ahja. Gut, dass das ein so schön konkreter Vorschlag ist, ich bin sicher, damit kann jeder etwas anfangen.

(*Nachtrag 27.04.2011: Dieses Datum rückt immer näher und das hat zur Folge, dass der Blogartikel verstärkt verlinkt und über Google gefunden wird. Pulegon hat in einem Kommentar weiter unten geschrieben, welche Frist wirklich am 30. April 2011 zuende geht. Bitte lesen!)

Es heißt weiter in der Begründung:

Naturstoffe, denen man eine Heilwirkung zuschreibt werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Nur was man patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren kann ist erwünscht. Was einfach in der Natur wächst ist illegal. Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Grosskonzerne gesichert. Wir sollten selber entscheiden was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel.

(Hervorhebung von mir)

Bei dieser Anhäufung von typischen Esoteriker-Vokabeln muss man schon etwas schmunzeln. Die profitgierige und monopolistische Pharma-Großindustrie will also die armen Kräuterweiblein mit ihrer lieblich sanften und völlig ungefährlichen Naturmedizin fertig machen, und mit ihren „chemischen Bomben“ das Volk kaputtballern. Als wenn mir dieser Schwachsinn des vom Großkapital unterdrückten Alternativmediziners nicht schon zu den Ohren heraushängen würde … 

Aber auch auf sachlicher Ebene läst sich das Petitionsanliegen diskutieren: Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg erklärt in einfachen Worten, dass es sich bei dem Anliegen der Petition um ein Mißverständnis handelt. Es geht bei der angesprochenen EU-Richtlinie, die schon 2005 in deutsches Arzneimittelrecht umgesetzt wurde, nämlich nicht etwa darum, Kräutersammler zu kriminalisieren oder überhaupt Heilpflanzen zu verbieten, sondern um eine Vereinfachung des Registrierungsverfahrens für Fertigarzneimittel auf Basis pflanzlicher Wirkstoffe, die auf traditioneller Anwendung beruhen. Rezepturarzneien, die keinen Zulassungsprozess durchlaufen müssen und einem frisch in der Apotheke angerührt werden, sind von der Regelung überhaupt nicht betroffen.

Dass die Richtlinie auf etwas ganz anderes als ein Verbot von Heilpflanzen abzielt, wird einem nach einem kurzen Blick in den Originaltext der Richtlinie 2004/24/EG klar, so heißt es dort nämlich gleich zu Beginn:

Nach der Richtlinie 2001/83/EG (4) müssen mit den Anträgen auf Genehmigung für das Inverkehrbringen eines Arzneimittels Unterlagen vorgelegt werden, die insbesondere die Ergebnisse physikalisch-chemischer, biologischer oder mikrobiologischer Tests sowie pharmakologischer und toxikologischer Tests und klinischer Prüfungen enthalten, die am Produkt durchgeführt wurden, um dessen Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nachzuweisen.

 Wo kämen wir auch hin, wenn jeder seine Arzneimittel frei von solcher „Behördenschikane“ auf den Markt bringen könnte? Das ist einfach zu beantworten, denn diese Verhältnisse hatten wir bereits in den 1960er Jahren. Der Contergan-Skandal war die Folge eines praktisch nicht vorhandenen Zulassungsverfahrens.  

Trotz ihrer langen Tradition erfüllen zahlreiche Arzneimittel nicht die Anforderungen einer allgemeinen medizinischen Verwendung, einer anerkannten Wirksamkeit und eines annehmbaren Sicherheitsgrads und werden dadurch den Anforderungen für eine Genehmigung für das Inverkehrbringen nicht gerecht.

Auf nationaler Ebene wurde das Inverkehrbringen zwar reguliert, jedoch sei durch die Uneinheitlichkeit in den Gesetzen „die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit“ nicht immer gegeben und außerdem würde dies zu Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Herstellern dieser Arzneimittel führen.

Es folgt ein Zugeständnis an die Hersteller, um wissenschaftliche Qualitätssicherung und traditionelle Medizin unter einen Hut zu bekommen: 

Hat ein Arzneimittel eine lange Tradition und ist die Wirksamkeit des Arzneimittels aufgrund langjähriger Anwendung und Erfahrung plausibel, so kann die Zahl der Fälle, in denen klinische Prüfungen verlangt werden müssen, reduziert werden. […] Die große Mehrzahl der Arzneimittel mit einer ausrei- chend langen und kohärenten Tradition ist pflanzlicher Natur. Daher scheint es angemessen, den Geltungsbereich der vereinfachten Registrierung zunächst auf traditionelle pflanzliche Arzneimittel zu beschränken. […] Die vereinfachte Registrierung sollte nur dann zulässig sein, wenn das pflanzliche Arzneimittel in der Gemeinschaft ausreichend lange medizinisch verwendet wurde.

Ein Kompromiss also! 

Am wichtigsten scheint mir, sofern ich es richtig verstanden habe, dass die Regelung auch auf eine Vereinheitlichung und Verbesserung des Gesundheitsschutzes abzielt. Dabei soll sichergestellt werden, dass pflanzliche Arzneimittel ihre Sicherheit und Wirksamkeit im Zulassungsverfahren einheitlich belegen müssen. Ein Gewinn für den Patienten, finde ich. Erstaunlich, dass man sich darüber so aufregen kann.

Es sind ausschließlich Fertigarzneimittel betroffen. Die Kräuterweiblein und Naturheilkundler können sich weiterhin Tee aus Stechapfel und Kuhmist kochen, ohne dass sie dafür ins Gefängnis kommen.

Am erstaunlichsten ist, dass sich mehr als 90.000 (!!) Menschen dazu haben hinreißen lassen, eine dilettantisch geschriebenen Petitionsantrag mitzuzeichnen, der völlig am Thema vorbeigeht, und nicht einmal die betreffende Richtlinie erwähnt. Ich meine, wenn schon der Fachverband der deutschen Heilpraktiker schon gemerkt hat, wieviel die Aktion wert ist, sollte einem das nicht zu denken geben?

(Wunschcontent für Sebastian M-M)

Nachtrag: Ich habe die Stelle mit Nahrungsergänzungsmitteln rausgenommen, weil die Richtlinie bzw. das AMG natürlich nur für Arzneimittel, und nicht für Nahrungsergänzungsmittel oder Medizinprodukte gilt. 

Hinweis für die Mimosen unter euch: Der Beitrag ist ziemlich polemisch, und ich weiß das auch. Bitte nehmt die Wertungen nicht persönlich. Das hier ist ausdrücklich ein Meinungsbeitrag.


Martin Ballaschk ist Biologe, enthält Glutamat und ist auch noch stolz drauf! Er bloggt hier über Dinge, die ihn erstaunen, aufregen oder die er einfach für sich und seine Mitmenschen aufarbeiten möchte. Beruflich als Kommunikator an einem Berliner Forschungszentrum, hier privat.

66 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ah ja, danke für die Aufklärung! Ich habe gerade gestern dazu auch eine E-Mail bekommen und als ich mir dann den Text durchgelesen hatte, kam mir das auch recht komisch vor, weil die Petition doch recht Wischi Waschi war.

  2. Ich denke das es bei dieser Petition nicht um die Heilpflanzen oder dergleichen geht. Vielmehr soll weiter Stimmung gegen die grüne Gentechnik und die Patentierung der dadurch gezüchteten verbesserten Pflanzen gemacht werden.
    Demnächst wird ja auch das Urteil im Broccoli-Patentstreit erwartet. Im Juli 2010 hat die Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes in München das Verfahren mündlich verhandelt aber kein Urteil gesprochen.
    Wobei bei diesem stümperhaften Text gehe ich nicht davon aus die Verfasser so weit gedacht haben

  3. Die Petition ist auch rechtlich problematisch. Die Bundesregierung kann sich nicht einfach aussuchen, welche EU-Richtlinie sie national umsetzen will und welche nicht. Eine nationale Umsetzung ist für alle Mitgliedsstaaten Pflicht. Andernfalls könnte man das mit der EU und einheitlichen Standards gleich seinlassen.

  4. Zu spät

    So wie aussieht wird die Petition wohl angehört. Das feilchen um Kommas und Satzbau, wie ich es eigentlicht nur von Anwälten kenne und die gleiche Polemik wie die Hardcore Pharmazie-Gegner kommt nach dem ~98.000 (gestern noch 87.000) Menschen die Petition unterzeichnet haben wohl etwas zu spät.

    Als Bloger muss man früh aufstehn.

    @Michael:“Andernfalls könnte man das mit der EU und einheitlichen Standards gleich seinlassen.“

    Guter Vorschlag!

    P.S.: In meiner Apotheke durfte ich Flyer zur Petition auslegen. Und musste sogar nachliefern.

  5. Gratulation

    Vllt. gucken die Leute sich ja auch mal ein paar andere Artikel bezüglich Gentechnik oder so an.

    Insgesamt finde ich es erschrecken, wie wenig Menschen mal nachforschen, was sie da mitzeichnen, unterstützten und verbreiten.
    Ich denke man kann es nicht oft genug wiederholen: Was dich in deinen Ansichten bestätigt, dass prüfe doppelt.

    Reflexe bedient die Petition gekonnt, zumindest soviel muss man ihr lassen.

  6. Ah ja…

    @Uli
    „Das feilchen um Kommas und Satzbau, wie ich es eigentlicht nur von Anwälten kenne und die gleiche Polemik wie die Hardcore Pharmazie-Gegner kommt nach dem ~98.000“

    Wenn du hier Kritik an Kommata und Satzbau findest, dann solltest du nochmal lesen üben sonst mache ich mir ernsthaft sorgen um deine Kunden.

  7. Liebe(r) @Uli-E,

    mein Vorschlag: lies doch einfach, was ich geschrieben habe.

    Mir geht es darum, dass 1.) dieses Verbot nicht existiert und nie existiert hat, 2.) die Richtlinie bereits vor 5 Jahren in Deutschland umgesetzt wurde 3.) dass die Regelung gut für den Patienten ist und 4.) dass dort mitgezeichnet wurde, ohne dass jemand wusste, worum es geht.

    Wenn du das verstanden hast, kannst du dich gerne nochmal über meinen wertenden Schreibstil auslassen.

    Viele Grüße
    Martin

  8. @Uli-E: Schön, dass nun die Zeit unserer Volksvertreter so effektiv vergeudet wird. Die werden hoffentlich möglichst schnell erkennen, dass diese Petition Schwachsinn ist und zu wichtigen Themen übergehen.

    Übrigens überlege ich, eine Petition zu starten, um das künftige EU-Verbot von Vanillepudding zu stoppen, mit dem sich der Bundestag auch unbedingt beschäftigen muss. 90000 Vanille-Liebhaber als Mitzeichner sollten sich doch finden lassen…

  9. Wie man Informationen verteilt

    @Pulegon: MEINE Apotheke im Sinne von, ich bin dort Kunde.

    @Michael Ballaschk

    Zum Schreibstil an sich lässt sich nur sagen, ich hätte es nicht anders erwartet. Ich sehe hier lediglich den Hardcore-Schreibstil wie es von den Verteuflern der Pharmazie ebenso kenne.

    Unpolemische Information lässt sich für mich als Leser nur sehr wenig extrahieren. Es fehlt der Bezug zum eigentlichen Thema. Ich hätte hier erwartet dass man der Sache _sachlich_ auf den Grund geht. Zu oft lese ich „Kräuterweiblein“, „Schwachsinn der zu den Ohren raushängt“.

    Auf dieser Ebene Wissen und Information zu verteilen wirkt wenig überzeugend. Auch eine Stilblüte ist „Petenten“. Der/die Einreichende in Petent. Die Mehrzahl an dieser Stelle falsch. Ergo um das Wort mal zu kopieren „dilettantisch“

    B2T:
    Was mir hier fehlt, ist ein gegenüberstellen von Meinungen. Verlinkt sind lediglich die Foren als „Pro“ ansonsten durchweg die Gegenseite. Was mir weiterhin fehlt ist das seit dem 30. Oktober 2005 viele preiswerte und wirksame Naturheilmittel vom Markt verschwunden sind, bzw. nicht mehr in ihrer ursprünglichen Zusammensetzung vertrieben werden dürfen. Hinzu kommt das ab April 2011 diese Bestimmungen dann in vollem Umfang in Kraft umgesetzt werden müssen

    Hier einmal die Gebührenverordnung die auf überwiegend kleine-, mittelständische Unternehmen und die Pharmaindustrie zukommen: http://www.gesetze-im-internet.de/…51000003.html

    Selbstredend das im Gegensatz zu den Pharmakonzernen klein und mittelsständische Betriebe die Kosten kaum noch stemmen werden können.

    Hab die Ehre
    Uli

    P.S.: Es ist spannend mit anzusehen wie sich das Informationszeitalter entwickelt. Jeder schreibt etwas anderes. Jeder hält seine Information als die allumfassende Wahrheit. Da werden, insbesondere ältere Menschen nicht mehr mit zu kommen und sich fragen _was stimmt denn nun_?

    Das denken wird gefördert, entscheiden muss jeder für sich. Ich empfehle daher keine Links der Gegen-Gegen-Gegenseite: Einfach mal die Suchmaschine anwerfen „Heilpflanzen“ viel lesen, denken, entscheiden.

    Willkommen auf dem Planet Starbuck.

    Weitere Kommentare werde ich mir hier aus Zeitgründen ersparen.

  10. Ich glaube nicht, daß die Petition angehört werden wird. Denn die Einspruchsfrist gegen diese EU-Richtlinie ist bereits im September oder Oktober 2005 abgelaufen, das Ganze ist im Prinzip längst in Kraft und es laufen nur noch Übergangsfristen. Genau das wird der Petitionsausschuß kurz vermerken und den ganzen Kram ad acta legen.

    Ich finde es nur lustig, daß die Petition überhaupt zur Mitzeichnung freigegeben wurde, und ich möchte wetten, dahinter steckt ein Scherzkeks bei der Verwaltung, der sich jetzt hinter den Kulissen schlapp lacht über all die Spinner, die da so eifrig etwas mitzeichnen, das hinten und vorne keinen Sinn ergibt. Ich gebe ja zu, ich find’s auch irgendwie erheiternd. *g*

  11. PS: Und irgendwann sollte auch mal einer mit dem Mythos aufräumen, 50.000 Unterschriften würden automatisch dazu führen, daß eine Petition an den Bundestag weitergeleitet wird und der Petent eingeladen wird. Für letzteres muß die 50.000er-Marke nämlich in den ersten drei(!) Wochen der Petition geknackt werden – und das ist hier soviel ich weiß nicht der Fall gewesen.

    Und wenn dann noch der Inhalt der Petition nichts mit der Realität zu tun hat, wie ja hier erläutert wurde, dann kann der Ausschuß sie immer noch in den Papierkorb schmeißen.

    Verbot von Vanillepudding, genau so ist es!

  12. Hallo Uli-E!

    Polemisch zu schreiben ist eine bewusste Entscheidung von mir gewesen. „Unpolemische Informationen“ finden Sie im Text der Richtlinie (ist oben verlinkt), an dieser Stelle finden Sie meine Meinung. An keiner Stelle habe ich diese Meinung als „umfassende Wahrheit“ dargestellt.

    Und trotzdem, das hier ist ein Blog und keine Tageszeitung. Sie können keine „neutrale Berichterstattung“ erwarten, weil ich diesen Anspruch überhaupt nicht habe. Was Ihnen „hier fehlt“, ist mir, ehrlich gesagt, ziemlich egal. Ich schreibe das Blog in meiner Freizeit und habe keine Motivation, unbezahlte Auftragsarbeit nach Ihren Vorstellungen zu leisten.

    Mir ist im Übrigen auch klar, dass ich mit diesem Text niemanden bekehren oder überzeugen werde. Das ist aber auch gar nicht mein Anliegen.

    Was ich vermitteln wollte, ist dass 1.) ein Verbot von Heilpflanzen und Rezepturarzneimitteln nicht existiert und nie existiert hat, 2.) die Richtlinie bereits vor 5 Jahren in Deutschland umgesetzt wurde, 3.) dass die Regelung gut für den Patienten ist (Nachweise von Sicherheit, Wirksamkeit) und 4.) dass dort mitgezeichnet wurde, ohne dass jemand wusste, worum es geht, das finde ich sehr lustig.

    Das ist doch ein Standpunkt, den man diskutieren kann, oder? Insofern finde ich es schade, dass Sie an einer Diskussion nun gar nicht mehr interessiert sind.

    Sie können natürlich ganz furchtbar doof finden, dass ich die Petition ganz furchtbar doof finde, gerne können Sie mich auf Rechtschreibfehler hinweisen, oder sich über meine Wortwahl aufregen, diese Freude will ich Ihnen nicht nehmen. Toben Sie sich ruhig aus. Sagen Sie Bescheid, wenn SIe an einer Diskussion interessiert sind.

    Viele Grüße
    Martin

  13. Realität

    @Ulli
    Dann bin ich beruhigt, wenn du nur Kunde bist und ja deine Apotheke ist nicht die einzige, die darauf reinfiel, siehe auch http://pharmama.ch/…schrankung-fur-heilpflanzen/

    Wobei auch hier die Apothekerin ihren Fehler einsah, als sie die Richtlinie mal durchgelesen hat.

    Was erwartest du denn für unpolemische Informationen?
    Im Endeffekt sollte die Verordnung selbst genügen, wenn man Sie denn man gegenliest.

    Es gibt nur die im Text erwähnte Richtlinie, welche mitlerweile im Arzneimittelgesetz §39a-d (passender weise hinter der Zulassung homöopathischer Arzneimittel §39, ja auch Wasser und Zucker müssen zugelassen werden) in Verbindung mit §141(14)(die Übergangsvorschrift; Die Zulassung eines traditionellen pflanzlichen Arzneimittels, die nach § 105 in Verbindung mit § 109a verlängert wurde, erlischt am 30. April 2011, es sei denn, dass vor dem 1. Januar 2009 ein Antrag auf Zulassung oder Registrierung nach § 39a gestellt wurde. Sogar mit 12 Monaten Übergangszeit nach einer Entscheidung)

    Es findet keine Umdeklarierung statt, die Verordnung gilt sowieso nur für einen begrenzten Bereich, nämlich traditionelle pflanzliche Fertigarzneimittel mit 15- 30 Jahre Erfahrung (hier zu auch http://bit.ly/dyI11d Überzogene Anforderungen an den Traditionsbeleg – Wahrheit oder Legende ?)
    Es muss nichtmal eine Wirksamkeit nachgewiesen werden, sie muss nur „plausibel“ sein. Allerdings muss die Unbedenklichkeit gegeben sein, denn auch mit Pflanzen kann man sich umbringen( siehe dazu auch http://bit.ly/ajXPc9 Konzepte zu Anforderungen an die Unbedenklichkeit)

    Fragen und Antworten zu dem Verfahren gibt es auch hier http://bit.ly/8X9DsQ (Verfahren der Registrierung traditioneller pflanzlicher Arzneimittel gemäß § 39a ff. AMG) Also wer was wie wielange etc.

    Wenn wir uns dann die Gesamtsatistik angucken ( http://bit.ly/cTel5C) , haben wir seit 2005 nach §39 a-d 31 registrierte traditionelle pflanzliche Arzneimittel, die also zugelassen sind, sowie 808 die noch nach §109a zugelassen wurden ( Verlängerung der Zulassung).
    Einzelstatistiken gibt es da: http://www.bfarm.de/…/statistik-bearbeitung.html
    Interessant auch die Einzelstatistik für 2009 (http://bit.ly/cp8xSf) zusehen ist das zwar nur 7 Zulassungen/Registrierungen nach §39a-d /§141 stattfanden, aber immerhin noch 309 (!) Anträge in Bearbeitung sind und 77 davon haben dabei keine Altzulassung nach §109a. Es gibt also nicht nur einen ganzen Haufen Anträge momentan sondern auch wirklich 77 Anträge auf Neuzulassung, welche vor der Richtlinie nicht möglich war, da hier nur Altlisten in Zulassung gehalten wurden.

    Niemand hindert jemanden sich Pflanzen oder deren Teile und Zubereitungen zu kaufen, sofern sie nicht reglementiert wurden wegen toxischen oder suchterzeugenden Eigenschaften.

    Wenn jetzt eine Firma hingeht und pflanzliche Fertigarzneimittel auf den Markt schmeißen will, also mit dem Gesundheitsbestreben der Bevölkerung Geld verdient, dann ist es ihre verdammte Pflicht darzulegen, dass das Zeug zumindest keinen Schaden anrichtet.

    An der Polemik der Petition ist zumindest nichts dran.
    Thema verfehlt.

    gibt übrigens noch mehr Infos dazu:
    Das BfArM im Dialog: Traditionelle pflanzliche Arzneimittel von der Tradition zu neuen Perspektiven
    http://www.bfarm.de/…1018-Dialog.html?nn=1014474

    Das war jetzt mein Teil dazu, 2 Stunden mit Kaffeepause.
    Wer mitentscheiden will, sollte auch 2 Stunden übrig haben seine Meinung abzuwägen.

  14. Danke Ui

    Zitat: „Weitere Kommentare werde ich mir hier aus Zeitgründen ersparen.“

    Das ist äußerst nett. Das Lesen weiterer Kommentare von Ihnen hätte ich mir aber eh aus Zeitgründen erspart.

  15. Die Richtline

    Sie sprechen mit aus der Seele!!! Bezeichnenderweise ist die Richtlinie selber ja garnicht so einfach zu finden, und so ist die Nachricht wiederum, daß rechts-, äh, mindestens -offene Kreise wieder was losgetreten haben, und alles, was sich links, alternariv, oder irgendwie „dagegen“ dünkt, ist sofort draufgehopst.2008 durfte ich schon mal eine solche Kampagne dekonstruieren: damals ging es um das Keltenkreuz:
    http://www.duckhome.de/…e-gegen-Jochen-Hoff.html

  16. Ich sehe diese – mittlerweile über 100.000 – Mitunterzeichnungen nicht so kritisch. Da ist eher ein Lernprozess im Gang, und es wird aufgrund des Themas sicher der eine oder andere im Zuge seiner Recherche auf diese Seite hier gelangt sein und so sein Wissen erweitert haben. Besser, sich an der Demokratie zu beteiligen, sich langsam Wissen anzueignen und Zusammenhänge mehr und mehr zu durchschauen, sich damit auch an Themen „intellektuell hochzuarbeiten“, denn die Schotten dicht zu halten und sich gesellschaftlichen Themen gegenüber tot zu stellen. Allerdings ist das ein Prozess.
    Interessant fand ich auch das Argument eines 18-jährigen, den ich zu diesem Thema befragte. Er sagte, er fände es seltsam, dass man die Heilkraft von Kräutermischungen zertifizieren müsse, Wahlversprechen allerdings unzertifiziert auf großer Bühne dargeboten werden dürften – mit einer offensichtlichen „Gewinnabsicht“ und wahrscheinlich Milliardenprofiten für die Gesellschaftsschichten, welche von der jeweiligen Gewinnerfraktion vertreten würde. Bei solcher Schieflage würde er ohne Zögern die Petition unterzeichnen und Argumente – wie hier dargebotenen – mit Achselzucken lächelnd abkontern.


  17. Er sagte, er fände es seltsam, dass man die Heilkraft von Kräutermischungen zertifizieren müsse, Wahlversprechen allerdings unzertifiziert auf großer Bühne dargeboten werden dürften – mit einer offensichtlichen „Gewinnabsicht“ und wahrscheinlich Milliardenprofiten für die Gesellschaftsschichten, welche von der jeweiligen Gewinnerfraktion vertreten würde.

    Die Heilkraft von Arzneimitteln muss belegt werden, um deren Sicherheit, Wirksamkeit und Unschädlichkeit sicherzustellen. Ähnliches gilt auch für die Regulierung von Pestiziden und Zusatzstoffen in unseren Lebensmitteln oder im Arbeitsschutz, der Zulassung von Autos, Vorschriften für Spielzeug etc. Das sind alles Maßnahmen, die die Bürger(innen) schützen sollen.

    Nur weil ein solcher Schutzmechanismus nicht für Wahlversprechen existiert, heißt das ja nicht, dass er damit generell obsolet würde. Vielmehr müsste man dann argumentieren, wenn man so schwarz-weiß malen möchte, dass man solche Maßnahmen für alles mögliche andere ergreifen muss, das bislang nicht reguliert ist. Vielleicht ist ja wirklich irgendwann die Zeit reif und es gibt Gesetze, die Politiker rechtlich an ihre Versprechen binden?

    Die Argumentation halte ich zwar für falsch, bin aber dankbar für den Input – musste ein wenig nachdenken. 🙂

  18. Sehr richtig

    Ganz genau, da wird Panik gemacht, obwohl überhaupt kein Anlass besteht. Die Heilpraxisnet.de Macher sind zum Glück, im Gegensatz zu den meisten anderen Naturmedizin Seiten nicht auf diesen Zug gesprungen. Hier kann man deren Stellungnahme dazu lesen:
    http://www.heilpraxisnet.de/…lpflanzen-67622.php

  19. Danke für deine Antwort. Wenn man die Ansicht des jungen Mannes vielleicht ein bisschen modifizieren würde, dann käme man vielleicht tatsächlich zu einer gerechtfertigten Zertifizierungsforderung (Petition?): Warum sollten – auf Bundesebene – Parteien nicht vor Wahlen ihre Versprechen, mit denen sie auf Stimmenfang gehen, von unabhängigen Instituten auf ihren Realitätsbezug und ihre Wirksamkeit hin überprüfen lassen müssen. Das wäre mal ein enormer Schritt, der mich ausatmen ließe und wahrscheinlich eine ziemliche Umsortierung in der Politikerlandschaft zur Folge hätte. Wenn bloßes Vorgeben nach der Art „Wir wissen wie es geht aber sagen euch das Wie er nach der Wahl (oder auch nicht, weil es nicht existiert)“ versperrt bliebe, würde der Lebenssaft vieler selbstzentrierter Politiker bald austrocknen.
    Zurück zur Petition…die Sache ist nun bald vorbei, und ich bin gespannt, auf welche Petition sich die erregte Masse als nächstes stürzen wird. Auf jeden Fall scheint es mir, dass die Möglichkeit des Mitzeichnens nun deutlich bekannter geworden ist, was ja kein Nachteil sein muss. Es wird sowieso früher oder später zu umfassenden Veränderungen der demokratischen Prozesse kommen. Da muss man nicht esoterisch veranlagt sein, um solches vorzuahnen. Ein offener Blick auf die aktuellen Geschehnisse reicht da aus.

  20. Ich habe das Anliegen des jungen Mannes schon verstanden, verstehe aber nicht, weshalb aus einer Nicht-Regulierung bzw. Nicht-Zertifizierung von Politikeraussagen folgen soll, das auch Arzneimittel nicht reguliert werden sollen.

    Zwischen den beiden Dingen besteht kein Zusammenhang.

    Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn man Politiker auf ihre Versprechen und deren Wahrheitsgehalt festnageln könnte, keine Frage.

    Es wäre auch schön, wenn auch alle anderen Menschen weniger lügen würden, nicht wahr?

  21. Zum Nachtrag

    Im Nachtrag fehlt noch der Hinweis das der Text um
    „noch die Mitzeichner verstanden,“
    erweitert wurde.

    Sonst wird zumindest ein Comment von mir ad absurdum geführt.

    Aber für so ein Qualitätsblog spielt das für mich auch keine Rolle. Für den Urheber sicher auch nicht 🙂 Hab ja ne Privatkopie von heute Vormittag

  22. Nö, ich mach das immer so, dass ich den Text im Nachhinein noch ein paar Mal veränder, wenn mir etwas nicht (mehr) gefällt oder ich Fehler entdecke. Ich hab noch einige andere Sachen geändert (siehst du sicher an deiner Kopie, mach mal nen diff). Ich schreibe nur hin, wenn es wichtige inhaltliche Änderungen sind.Mir wurscht, ob dir das gefällt.

    Und dein Gemäkel am Plural der „Petenten“ läuft nicht ins Leere, ich habe mit dem Edit nur klarstellen wollen, dass ich mit dem Wort nicht die Mitzeichner meine, sondern den oder die Ersteller des Petitionstextes. Insofern habe ich mir deine Kritik zu Herzen genommen.

    Ich freue mich übrigens, dass du zurückgekommen bist. Inhaltliche Kritik fände ich übrgens noch schöner als Geschmacksfragen über meine Hardcore-Schreibe.

    Das ist jetzt keine Kritik, nicht falsch verstehen: Ich heiße nicht Michael, das ist nämlich mein Cousin. Ich bin der mit dem Vari auf der Schulter.

  23. Nur Teilweise richtig…

    Der Artikel ist nicht ganz vollständig und teilweise nicht richtig.
    ursprünglich sollte die neue Gesetzgebung ein neues Zulassungsverfahren für Kräuterarzneien sein,
    Fakt ist jedoch, dass durch die Zulassungsordnung viele bereits auf dem Markt befindlichen Kräuter
    die Zulassung verlieren werden, da das Zulasssungsverfahren extrem teuer ist [ca. 250.000 Eur] (und für die meisten
    Kräuter gar nicht klar ist welches der „wirksame“ Inhaltsstoff ist, da sie aus einer Vielzahl an Substanzen bestehen).
    Das Verfahren ist sehr zeitaufwendig: ca. 3 Jahre bis ein Präparat verkauft werden darf.
    Ferner etliche Spezialregeln hinsichtlich der Auswahl der für dieses Verfahren in Frage kommende Produkte.
    Und das werden sich nur größere Pharmakonzerne mit deren Evergreens – z.b. Echinecea usw. – lohnen.
    Das wird folgen haben, ganz definitiv.

    Das Repertoire an pflanzlichen Pharmaka, die ein Arzt verschreiben kann wird dann sehr begrenzt sein.
    Er wird dann z.B. sagen müssen, „z.b. Gelomyrtol gibt es leider in der EU nicht mehr,
    aber sie können versuchen es sich aus den USA zuschicken zu lassen – in ca. einer Woche könnte es
    vielleicht schon da sein… Ein Antibiotikum gegen ihren Husten kann ich Ihnen natürlich aufschreiben und
    das können Sie direkt aus der Apotheke mitnehmen.“ Ich wette, dass sich so mancher Pharmakonzern sehr darauf freuen wird!

    Da ist meiner Meinung nach ein Trauerspiel.

    Der Artikel lässt das Alles bewusst aus, obwohl hier deutlich mit Hintergrundwissen argumentiert wird,
    dass macht mich etwas stutzig – lässt hier Pharmaindustrie grüßen? 🙂

    Der nächste EU-Direktive ist schon im Lauf, so wie es jetzt aussieht, wird er sämtliche Indikationen auf Nahrungsergänzungsmitteln
    verbieten: Also auf dem Magen Darm Tee der Drogerie darf dann nicht mehr stehen: &qout;Bei Magenschmerzen, nervösen Darmbeschwerden usw.&qout;
    Wer es also nicht von zuhause her kennt, kauft diesen Tee dann natürlich auch nicht, klar!
    Und vom Arzt bekommt man dann einen chemischen Säureblocker aus der Apotheke verschrieben, weil es da dann
    nicht mehr viel Auswahl an pflanzlichen Mitteln geben wird, die er statt dessen empfehlen kann.
    Auch hier wette ich, dass sich so mancher Pharmakonzern sehr darauf freuen wird!

    Man sollte nicht vergessen, das in Brüssel Lobbyisten sitzen, die Interessen von großen Konzernen vehement vertreten
    und es geht da einfach um Geld. Und wenn da ein Schlaufuchs vorrechnet, wie viel mehr an Umsatz gemacht werden
    könnte, wenn ein Gesetz erlassen wird, dass den Markt für sich beschränkt, dann wird solange eingewirkt bis der Erlass
    so abgesegnet wird. (Nachzulesen unter Lobbyisten in der EU im Netz).

    Wie dem auch sei, die Petition ist Inhaltlich nicht gut formuliert; man hätte sie durchaus besser machen können,
    trotzdem will sie auf einen Missstand aufmerksam machen, der nicht von der Hand zu weisen ist.

    Jeden Tag habe ich als Arzt die Entscheidung zu treffen zwischen chemischen Arzneien mit Ihren Nebenwirkungen
    und pflanzlichen Präparaten, die fast nebenwirkungsfrei sind. Meine Patienten fragen bewusst nach
    pflanzlichen Präparaten, es wäre schade, wenn die Vielfalt derer bald der Vergangenheit angehören sollte.

    MFG, j.p.

  24. Das EU-Heilpflanzenverbot..

    Hallo Herr Ballschak,

    Gott erhalte Ihren „Kinderglauben“!

    Schön, dass wenigsten Sie wissen, was das EU-Parlament konkret für pflanzliche Arzneien, pflanzliche Stoffe, Zubereitungen, Kombinationen meint! Das Parlament weiß bisher wohl selbst nicht, denn eine Liste fehlt bis heute!

    Hm, also für mich sieht das ganze „Gesetz“ sehr schwammig, unfertig aus und lässt alles zu oder wie soll ich diesen Auszug sonst werten, Herr Ballschak,

    Auszug:

    „…Die Richtlinie 2001/83/EG wird wie folgt geändert:
    1. Dem Artikel 1 werden folgende Nummern angefügt:
    „29. Traditionelles pflanzliches Arzneimittel Ein pflanzliches Arzneimittel, das die in Artikel 16a Absatz 1 festgelegten Bedingungen erfuellt.
    30. Pflanzliches Arzneimittel Alle Arzneimittel, die als Wirkstoff(e) ausschließlich einen oder mehrere pflanzliche Stoffe oder eine oder mehrere pflanzliche Zubereitungen oder eine oder mehrere solcher pflanzlichen Stoffe in Kombination mit einer oder mehreren solcher pflanzlichen Zubereitungen enthalten.
    31. Pflanzliche Stoffe Alle vorwiegend ganzen, zerkleinerten oder geschnittenen Pflanzen, Pflanzenteile, Algen, Pilze, Flechten in unverarbeitetem Zustand, gewöhnlich in getrockneter Form, aber zuweilen auch frisch. Bestimmte pflanzliche Ausscheidungen, die keiner speziellen Behandlung unterzogen wurden, werden ebenfalls als pflanzliche Stoffe angesehen. Pflanzliche Stoffe sind durch den verwendeten Pflanzenteil und die botanische Bezeichnung nach dem binomialen System (Gattung, Art, Varietät und Autor) genau definiert.
    32. Pflanzliche Zubereitungen Zubereitungen, die dadurch hergestellt werden, dass pflanzliche Stoffe Behandlungen wie Extraktion, Destillation, Pressung, Fraktionierung, Reinigung, Konzentrierung oder Fermentierung unterzogen werden. Diese umfassen zerriebene oder pulverisierte pflanzliche Stoffe, Tinkturen, Extrakte, ätherische Öle, Presssäfte und verarbeitete Ausscheidungen von Pflanzen.“

    Nun ja, alles ist möglich, sorry, wer z. Bsp. zulässt, dass reine Chemie, als Käse angeboten werden darf usw. dem traue ich auch zu, dass er Kamilletee, Teemischungen, pflanzliche Salben registrieren lassen muss und für das Vertreiben eine Lizen benötigt.

    Oh, meine geliebte Banane, was du alles kannst, sehe „schwarz“ für dich, bald bekomme ich dich nur noch in der Apotheke:

    http://www.lecker-fettarm-kochen.de/…sund.shtml!

    Mit dem Gesetzentwurf ist alles möglich, ich denke, dass können Sie nicht widerlegen!

    Deshalb macht die Petition Sinn und sollte von viel mehr Bürgern in Deutschland und der EU unterzeichnet werden!

    Denken Sie mal nach!

    MfG

  25. Liebe Renate,

    bitte lesen Sie meinen Artikel und wenn sie etwas Zeit haben, auch pulegons Links zum BfArM, bevor sie einen so umfangreichen Kommentar posten. Dort erfahren Sie haarklein, wie die Neuregistrierung und Zulassung abläuft. Es gibt keinen Grund, anhand der Aussagen im EU-Parlament zu spekulieren, was gemeint sein könnte.

    Was Ihren Einwand am Ende angeht: Meines Wissens gelten weder Bananen noch Teemischungen als Arzneimittel nach § 2 AMG, und schon gar nicht als Fertigarzneimittel.

    Es ist kein „Gesetzentwurf“, die Richtlinie ist mit der 14. Novelle des AMG bereits vor fünf Jahren geltendes Recht. Und seitdem ist nicht alles möglich geworden, nein. Da hat unter anderem auch der Fachverband der deutschen Heilpraktiker erkannt – was ist deren Interesse am „Heilpflanzenverbot“?

    Viele Grüße
    Martin Ballaschk

  26. Frag nicht nach Sonnenschein

    @Renate

    Sie haben die Definitionen doch selbst rausgesucht, jetzt müssen Sie nurnoch ihren Kopf anstrengen und in Verbindung mit Artikel 16a der Richtlinie schlussfolgern, was ein traditonelles pflanzliches Arzneimittel sein könnte.
    Wie ich bereits drüben bei Florian sagte, sollten Sie auch mal ins Arzneimittelgesetz schauen, da ist nämlich auch die Zuständigkeit des Gesetzes festgelegt.
    Echte Pflanzliche Arzneistoffe mussten übrigens schon immer zuugelassen werden, bei den traditionellen reicht jetzt ein bischen wischi waschi.
    Deswegen können Sie immernoch beruhigt ihren Klosterfrau Melissengeist schlucken und sich beruhigen.

    Reine Chemie wird man nicht als Käse verkaufen, wenn sie schonmal reine Chemikalien kaufen wollten, wüssten Sie, dass das ein ganz schlechtes Geschäft ist, weil ein Kilo Parmesan doch erheblich günstiger ist als ein Kilo eines Reinstoffs.

    Hyperventilierendes Halbwissen.

  27. Schall und Rauch

    Die Befürworter werden ja nicht müde, zu behaupten, dass dann alles einfach zu „Arzneimittel“ umdeklariert wird und somit „verboten“ werden kann.

    Dem steht dann aber ein Urteil des EUGH aus 2007 entgegen. Aktenzeichen C-319/05

    „Knoblauchtabletten sind kein Arzneimittel“

  28. Das EU Heilpflanzenverbot

    Hallo,

    hm, schön wie eine andere Auffassung, eine Diskussion wieder in „Gang“ setzen kann!

    Jeder hat seine Meinung und seine eigenen Erfahrungen gemacht, schauen wir mal, wie sich die Sache entwickeln wird!

    Ich würde mich freuen, wenn ich mich in dieser Sache tatsächlich geirrt hätte!

    MfG Renate

  29. @Renate:

    „dem traue ich auch zu, dass er Kamilletee, Teemischungen, pflanzliche Salben registrieren lassen muss und für das Vertreiben eine Lizen benötigt.“

    Dem steht EUGH C-319/05 entgegen. Haben sie dieses Urteil gelesen? Es reicht übrigens das „Ergebnis“. Die gesamte Urteilsbegründung zeigt ja lediglich den Gedankenweg der Richter auf.

  30. @ J.P.

    „Wer es also nicht von zuhause her kennt, kauft diesen Tee dann natürlich auch nicht, klar!
    Und vom Arzt bekommt man dann einen chemischen Säureblocker aus der Apotheke verschrieben, weil es da dann nicht mehr viel Auswahl an pflanzlichen Mitteln geben wird, die er statt dessen empfehlen kann.“

    Die Argumentation verstehe ich nicht. Inwiefern hindert das Gesetz den Arzt daran, einen Tee aus der Drogerie zu empfehlen?

    Sie behandeln Husten mit Antibiotika?

  31. @JP

    "
    da das Zulasssungsverfahren extrem teuer ist [ca. 250.000 Eur]
    "

    Zeigen sie das mal anhand der AMGKostVO, bei Registrierung nach 39a …

  32. Wider der Reglementierung

    Ich denke, dass die rechtliche Schiene bereits fest verlegt ist. Die Menschen haben es damals nur nicht mitbekommen, dass eine entsprechende Richtlinie erlassen wurde die nunmehr nur noch in nationales Recht umgesetzt werden muss. Das Problem ist nur, dass die Richtlinie selbst eine Reglementierung für derartige Naturheilmittel vornimmt, welche es in vor EU und Überreglementierungszeiten so nicht gegeben hat. Wenn Oma früher wusste, welches Kraut gegen welche Befindlichkeitsstörung half, so ist sie auf die Wiese gegangen und hat sich dort bedient, einen Tee gekocht und einen Sud bereitet und fertig war die Kiste. Dahinter liegen meist Erfahrungswerte, welche Generationen zurückliegen. Wer sich heute mal die Mühe gemacht haben sollte, regelmäßig die Praxis einer Heilpraktikerin zu besuchen, denen die traditionellen Kräuter zur Therapie noch wichtig sind, der wird vielleicht bemerkt haben, wie sich in den letzten Jahren die Versorgungslage mit derartig unverfälschten echten Heilkräutern ständig verschlechtert hat. Nicht nur das die Kräuter immer teurer wurden. Ich bin mit einer Heilpraktikerin befreundet, und ich glaube, sie weiß, worüber sie berichtet. Dahinter steckt System. Beispiel Johanneskraut. Das ist seit dem 1. April 2009 verschreibungspflichtig und damit der Anwendungsempfehlung durch die Heilpraktiker praktisch entzogen. Ein Unding, denn Johanneskraut wird schon seit Jahrhunderten erfolgreich gegen die verschiedensten Wehwehschen eingesetzt, ohne dass hier eine latente Gefahr durch Nebenwirkungen bekanntgeworden wäre. Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Einnahme von Johanneskrautextrakten zur verstärkten Entgiftung des Körpers beiträgt indem es beispielsweise chemische Arzneistoffe induziert und diese so aus dem Körper abgebaut werden. Dieser Effekt diente aber sicher nicht zur Umsatzsteigerung von chemischen Arzneimitteln, wenn sich ein Patient einmal entschieden hatte, auf solche zukünftig zu verzichten und nur noch Naturheilmittel anzuwenden. Ich will damit nur sagen, dass es eine groß angelegte Strategie gibt, um die Therapiemöglichkeiten der alternativen Heilpraktiker immer weiter einzuschränken. Wenn übrigends eine Vorrednerin auf den Beitrag bei Heilpraxisnet verweist, sollte sie nicht vergessen, dass eben dort auch auf eben jene Petition aufmerksam gemacht wurde und dort quasi auch eine Aufforderung zur Mitzeichnung erkennbar wird … siehe http://www.heilpraxisnet.de/…n-bundestag-271.php

  33. @Jens Vogler

    Ich finde das nur konsequent, Johanniskraut ist schließlich auch Chemie! 😉

    Aber nein, ganz im Ernst: Es ist gut, dass Arzneimittel reguliert werden. Erfahrungswerte sind vielleicht in einer mittelaterlichen Medizin eines Hahnemann entscheidend, aber heutzutage versucht man dem Wirkungs- und Sicherheitsnachweis vor allem mit wissenschaftlichen Methoden beizukommen. Anekdoten sind keine Daten, auch wenn sie tradiert werden …

    Schauen Sie mal in den Wikipedia-Artikel von H.perforatum, da sehen Sie, dass es da (seltene) Nebenwirkungen und vor allem Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt. Die „sanfte“ Naturmedizin ist ein Mythos.

    Ich finde, dass Arzneimittel behördlich kontrolliert gehören, egal, ob synthetisch oder natürlich.

  34. @Jens Vogler

    Johanni(!)skraut kann die Wirkung der Pille außer Kraft setzen und die Pigmentierung der Haut verändern bzw. die Neigung zu Sonnenbrand verstärken. Es kann Kopfschmerzen hervorrufen und die Wirkung von Herzmedikamenten schwächen. Ich finde es nur vernünftig, daß das nur noch von Leuten verschrieben werden darf, die etwas mehr von Pharmakologie verstehen als der durchschnittliche Heilpraktiker.

  35. Sprachlos

    Ups … man stürzt sich auf das Johanniskraut, schick, schick … wisst ihr was … es ist im Grunde genommen egal, weil es wächst immer noch in der Natur und die, die sich damit auskennen, werden es weiter einsetzen. Vielleicht sollte uns mehr Sorge bereiten, was wir so täglich nebenbei einnehmen, ohne das die Langzeitwirkungen je untersucht wurden. Letztens hatte doch mal die gute alte BILD eine Liste der Zusatzstoffe in Lebensmitteln veröffentlicht und was diese alle so für Risikoindikationen haben E … und E … und E … (Farbstoffen (E 100-180), Konservierungsstoffen (E 200-298), Antioxidationsmitteln (E 300-321), Säuerungs- und Verdickungsmitteln (E 322-418), Feuchthaltemitteln und Geschmacksverstärkern (E 620-650) sowie Süßstoffen (E 900-1520). Wer schützt uns eigentlich vor diesem Zeug? Wer schützt uns vor genmanipuliertem Getreide, Obst und Gemüse? Ich persönlich bin froh, dass endlich mal ein wenig Widerstand aufkommt, mag das Ganze auch ein bisschen zu spät kommen … aber es ist ein wenig wie mit der Schweinegrippe und dem, was man uns weismachen wollte (begründen lässt sich wirklich jeder Unsinn) … die Menschen „schlucken“ nicht mehr alles, was man ihnen vorsetzt!

  36. @JV

    Das Beispiel „Johanniskraut“ hatten Sie gewählt.

    es ist im Grunde genommen egal, weil es wächst immer noch in der Natur und die, die sich damit auskennen, werden es weiter einsetzen

    Na, daran wird sie keiner hindern. Die EU-Richtlinie schränkt sie darin in keiner Weise ein.

    Nahrungsmittelzusätze (die übrigens ebenfalls reguliert werden) haben nun überhaupt nichts mehr mit dem Thema zu tun. Ich würde Sie bitten, sich doch auf das Kernthema zu konzentrieren, auf haarige Offtopic-Diskussionen in meinem Blog habe ich ehrlich gestanden wenig Lust.

  37. Nebenwirkungen

    Alles was wir essen hat Wirkungen und Nebenwirkungen. Selbst die Einnahme von zu viel Wasser kann einen Menschen töten. Natürlich kann man Hypericum weiterhin in der Natur sammeln und einen Tee aufgiessen. Der grosse Vorteil des Fertigarzneimittels aus der Apotheke ist aber die kontrollierte Dosierung des Wirkstoffes. Wenn man dafür nun eine teure Zulassung verlangt, wird der Hersteller das Produkt einstellen oder verteuern. Geholfen ist damit niemandem. Die Verwendung des Naturmittels ist für den Heimanwender aber keine Alternative, da dieser nicht so genau weiss, wieviel Kraut er sammeln muss, um die gesunde Dosis zu erhalten. Am Ende leidet die Arzneimittelsicherheit.

  38. @Mensch: Zulassung

    Sie reden davon dass man eine Zulassung verlangt.
    Fertigarzneimittel mussten schon immer eine Zulassung haben. Völlig unabhängig ob sie traditionell pflanzlich oder was anderes sind. Vor der Änderung des AMG war das 109a geregelt, jetzt nach 39a – für pflanzliche Arzneimittel.
    Zeigen sie doch einfach mal anhand dieser beiden Paragraphen, wo jetzt die Verschlechterung sein?

    Glauben sie denn wirklich, dass es vorher in D erlaubt war, einfach was zusammenzumixen, einzupacken und das als „Arzneimittel“ über die Ladentheke zu schieben?

  39. EU Heilpflanzenverbot …

    Falsch. Was Arzneimittel sind steht eben nicht, bzw. recht uneindeutig im Gesetz sondern liegt im Zweifel im Ermessen der Behörden und von Sachverständigen mit pharmakologischen Hintergrund!

    Das ist das Problem. Ich weis sehr gut von was ich rede. Ich habe schon Gutachten gelesen, wo man im Handumdrehen aus Lebensmittel Heilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel gemacht hat.

    Das fatale dabei, man kommt auf diesem Terrain, als Anbieter gesundheitlich bedeutungsvoller Naturprodukte sehr schnell in strafrechtlich relevante Bereiche. Beispielsweise ist heute bereits Salbei, der in jedem Vorgarten wächst, als Arzneimittel ausgewiesen. Wenn das strikt überall so umgesetzt würde, dann wäre ein so banales pflanzliches Naturprodukt nicht mehr frei im Handel zugänglich.

    Ein Unding für das niemand in der Bevölkerung Verständnis hat, wie man am Tenor der Online Petition sieht.

    Herzliche Grüsse
    Michael Megerle

  40. @ Michael

    Vielen Dank für Ihren Kommentar!

    Was Arzneimittel sind steht eben nicht, bzw. recht uneindeutig im Gesetz sondern liegt im Zweifel im Ermessen der Behörden und von Sachverständigen mit pharmakologischen Hintergrund!

    Ja, da haben Sie recht. Ich finde das aber gut, denn die Behörden sind ja dafür da, um Bürger(innen) vor Gefahren durch mangelnde Anwendungssicherheit etc. zu schützen. Selbst Nahrungsmittel werden vom BfR bewertet und ggf. aus dem Verkehr gezogen, wenn sie eine Gefahr darstellen.

    Man kann grundsätzlich geteilter Meinung sein, ob eine Regulierung von staatlicher Seite überhaupt wünschenswert ist. Ich persönlich finde das sinnvoll, dass die Menschen vor verdorbenen oder kontaminierten Lebensmitteln, oder auch vor unwirksamen und potentiell gefährlichen Produkten geschützt werden. Und wenn Salbei und Johanniskraut ein Gefahrenpotential haben, will ich das bewertet haben, egal wie lange das Zeug schon traditionell verwendet wird. Das ist strenggenommen kein Beleg für Wirksamkeit oder Ungefährlichkeit.

    Aber, wie gesagt, kann man da wirklich geteilter Meinung sein, solche Vorschriften als „Überregulierung“ sehen und viel mehr auf die Eigenverantwortung der Bürger(innen) setzen. Andererseits zeigt ja die Petition, dass so eine EIgenverantwortung nicht immer gegeben ist …

    Um auf die EG-Richtlinie zurückzukommen, geht es dort ja nur um Fertigarzneimittel und nicht um Defektur- oder Rezepturarzneimittel.

  41. „weil es wächst immer noch in der Natur und die, die sich damit auskennen, werden es weiter einsetzen.“

    Eben. Dann allerdings auf eigenes Risiko und ohne Profit mit Quacksalberei zu machen. Denn:

    Was eben _nicht_ mehr geht (und genau das ist der Sinn der Richtlinie!) ist der _Verkauf_ dieses Zeugs, um Profit zu machen, ohne vorab nachvollziehbar zu belegen, daß es auch wirkt und hilft. Ist doch was Feines. Und ganz ehrlich: Wenn dabei der eine oder andere Mini-Pharmazeut pleite geht, weil er diese Sicherheit für den Verbraucher nicht gewährleisten kann, dann ist mir das vollkommen schnuppendulli. Qualität kostet eben.

  42. @Megerle:Definition von Arzneimittel

    [quote]
    sondern liegt im Zweifel im Ermessen der Behörden und von Sachverständigen mit pharmakologischen Hintergrund!
    [/quote]
    Nein.
    Lesen sie EUGH C-319/05 (Knoblauch) und C-140/07 (roter Reis).

    Es ist also inzwischen STÄNDIGE Rechtssprechung des EUGH, dass im Zweifel (!) die Behörde den Nachweis zu führen hat, dass ein Arzneimittel vorliegt.

    Um welchen Stoff bzw welches Produkt geht es denn in ihrem Beispiel?

  43. ziemlich polemischer Beitrag

    ein absichtlich ziemlich polemischer Beitrag, um die Diskussion anzuheizen, wozu braucht man sowas, mit so einem Thema sollte man sich sachlich auseinandersetzten, die Politikverdrossenheit rührt ja gerade daher, dass zu viel polemisch gehetzt wird,
    Also vielen Dank für den Beitrag hierzu!

  44. ein absichtlich ziemlich polemischer Beitrag, um die Diskussion anzuheizen, wozu braucht man sowas, mit so einem Thema sollte man sich sachlich auseinandersetzten, die Politikverdrossenheit rührt ja gerade daher, dass zu viel polemisch gehetzt wird,
    Also vielen Dank für den Beitrag hierzu!

  45. @Ingo4711:

    Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. In den von ihnen angeführten Fällen ging es darum, daß ein Präparat als Nahrungs(ergänzungs)mittel verkauft wurde. Die sind aber von der neuen Richtlinie gar nicht betroffen. In der Richtlinie geht es um Präparate, die von vornherein vom Hersteller unter dem Etikett „Arzneimittel“ verkauft werden (sollen).

  46. Wenn ich das richtig verstanden habe ist also folgendes uneingeschränkt erlaubt:
    – Salbeipflanzen zu besitzen und zu verkaufen
    – Salbeibonbons und -tees herzustellen, zu besitzen und zu verkaufen
    aber es ist nur nach Zulassung erlaubt
    – auf diese Bonbons und Tees „hilft gegen Husten, radioaktive Vergiftung und Krebs“ zu schreiben
    – UND diese als Medikament zu verkaufen

    Demnach darf ruhig jeder seinen Salbeitee trinken. Verboten ist halt, den teuer als „supersondertolles Medikament, und ganz harmlos“ zu verkaufen ohne Genehmigung (was hier nur bedeutet zu zeigen, dass keine gravierenden Nebenwirkungen bekannt sind und es „traditionell“ gegen das wirkt, was man auf die Verpackung schreiben will). Macht ja auch irgendwie Sinn — vor allem bei gewissen nicht ganz so harmlosen Stoffen.

  47. @Ein Mensch

    Es geht hier um die Petition zur EU-Richtlinie zur vereinfachten Registrierung von Fertigarzneimitteln, die traditionell verwendet wurden und pflanzliche Aus Pflanzen hergestellt wurden.

    Bevor Sie ein ganz neues Fass aufmachen, welche Pflanze nun als Lebensmittel, Arzneistoff, Betäubungsmittel, oder Novel Food einzuordnen ist, lesen sie sich doch bitte diese Seite beim BfArM durch. Je nach Einstufung gelten ganz unterschiedliche Gesetze. Das ist mitunter verwirrend, hat aber wirklich nichts mit der EU-Richtlinie zu tun. Das hat Hans Cousto wohl auch noch nicht so ganz verstanden oder er will davon ablenken, sich an der Panikmache beteiligt zu haben.

  48. nicht reif für die demokratie

    sogar jetzt, nachdem auch der letzte petitions-euphoriker die gelegenheit hatte, die eu-verordnung, die diversen aufklärenden artikel usw. zu lesen, gibt es immer noch leute, die es nicht wahrhaben wollen.
    neuester spruch in einem forum:
    *zitat*
    sprechen wir uns in einem jahr wieder, dann werdet ihr schon sehen…
    ich fang heut schon an, kräuterarzneien zu horten, damit ich auch im nächsten winter noch was habe.
    *zitatende*

    ich such jetzt nur noch ein nettes katastrophenthema, das ich schön verpackt kettenbriefmäßig unters volk bringe und dann treffen sich 100000 leute aufm eifelturm, weil von dort das rettungsschiff zum mars abgeht.

  49. Kettenmail EU-Heilpflanzenverbot

    Sehr gut zusammengefasst und die Polemik ist notwenig, um die Menschen wachzurütteln. Sehr bitter, dass jetzt unsere Steuermittel wieder dafür verwendet werden dieses Thema im Bundestag zu diskutieren.
    Es ist schön, dass die Rückbesinnung auf tradierte Rezepturen einen Stellenwert in der Gesellschaft hat und somit das Wissen nicht verloren geht. Allerdings bitte durchschaubar und sicher für den Verbraucher.

  50. EU-Heilpflanzenverbot

    Danke für die ausführlichen Hintergrundinformationen. Es ist in der Tat eine Maschinerie im Gange, die sehr undurchsichtig ist. Durch diesen Artikel werden viele wach gerüttelt und erkennen, was eigentlich mit diesem Gesetz alles bewirkt werden soll. Danke auch für die harten Worte, es war genau richtig.

  51. EU

    Leute macht euch keine Gedanken um die EU !
    Die wird es nach einem Dollarcrash in der Form wie wir sie kennen nicht mehr geben 😉

  52. Meinung

    „Ich finde das aber gut, denn die Behörden sind ja dafür da, um Bürger(innen) vor Gefahren durch mangelnde Anwendungssicherheit etc. zu schützen.“

    Mangelnde Anwendungssicherheit welche sie selber praktizieren evtl? Nun ja:)

    Die ach so sorgsamen Behörden und Bürokraken mit Ihren unzählbaren Fangarmen… wollen uns also schützen vor den Gefahren der Mutter Natur??
    Und das indem sie den, der NATUR hilflos ausgelieferten, Konsumenten? vorenthalten sich nach der Natur zu richten und
    diese besagte um jegliches Wirken und Vertrauen berauben…
    Und zwar zu einem Zweck der meines persönlichen Empfindens nach das heiligste Mittel mehr als unwürdigt.
    Etwas weit her geholt werden sie nun vielleicht leicht behaupten, genauso schwer hergeholt sind für mich,
    als durchschnittlich unterbemitteltes Schäfchen, jedoch Ihre §§§ Recht$prechungen u.ä.
    Da diese trotz geprüften Ursprungs, natürlich nicht das Natürliche, weder die Menschenrechte Berücksichtigen!
    Genauso wie wir es auf der ganzen Welt HILFLOS & MITTELLOS mit ansehen müssen!!!
    Das sich so langsam die wenigen noch klardenkenden Gemüter erhitzen,
    im Angesicht dessen, dass nicht einer mehr, wahrhaftig bemächtigt ist Die Mutter Natur

  53. Meinung2

    geschweigeden den freien Willen zu schützen…
    Wenn wundert es? Und wenn ja, wie wahnsinnig?
    Diesem Grundgebenden, Lebendigen wurden lange genug seine RECHTE abgesprochen, finden wir das nicht alle??
    Ich bin nur eine Mutter von 3 Kindern, auf der Schliche der Wahrheit, am Rande der Unmenschlichkeit…
    „Ich finde es aber schlecht, dass Sie die Petition schlecht machen und schon bald in lächerliche ziehen ://“
    Entschuligen Sie bitte das der Kommentar so lang geworden ist 😀
    Guten Tag

  54. LIebe Ela,

    vielen Dank für Ihren Kommentar bzw. Ihre zwei Meinungen! Leider ist es mir auch nach mehrmaligem Durchlesen nicht gelungen, herauszufinden, was Sie mir nun eigentlich sagen wollten. Könnten Sie mir Ihre Frage, ihre Kritik, oder was auch immer vielleicht etwas näher erläutern?

    ***

    Sie mögen den Behörden misstrauen und die Natur als das „Allerheiligste“ ansehen, die durch irgendetwas entwürdigt wird (wodurch denn eigentlich?) – die Menschenrechte werden in der hiesigen Rechtssprechung ziemlich sicher berücksichtigt. Ich fühle mich in Deutschland in dieser Hinsicht recht gut aufgehoben, muss ich sagen.

    Den Behörden-Overhead brauchen wir. Wer legt Grenzwerte für Schadstoffe fest, heckt Arbeitsschutzbedingungen aus, etc.?

    Davon abgesehen, finde ich nichts „Heiliges“ an der Natur. Die Faszination der alltäglichen „Naturwunder“ mag so etwas wie spirituelle Gefühle in mir erwecken, aber ich würde nie soweit gehen, die Natur als Maßstab zu erklären. Wer das tut, begeht, wenn ich mich recht erinnere, den naturalistischen Fehlschluss. Ich lasse mich da aber gerne korrigieren.

    Noch einmal zur Erläuterung, worum es mir in meinem Kommentar/Artikel ging: Diese Petition richtet sich gegen etwas, was längst beschlossene Sache ist. Sie ist damit komplett hinfällig. Der Petitionstext missversteht das Anliegen der EU-Richtlinie zudem völlig und behauptet Unwahrheiten. Keiner der Mitzeichner hat es für notwendig befunden, die von der Petentin aufgestellten Behauptung zu überprüfen, obwohl das ganz einfach durch Lektüre der EU-Richtlinie selbst möglich ist. Das hat mich verwundert und geärgert. Und nur darum ging es in dem Beitrag.

    Viele Grüße
    Martin

  55. kleines verstecktes Kräterverbotverbot

    ja, man sollte einfachhalber gleich ganz aufhören, auf menschlichkeit und vertrauen zu bauen.
    alles ist gefährlich, das leben ist tödlich! überall steckt gefahr, sind schliesslich menschliche attribute und stecken in einem jeden von uns. durch das wappnen gegen diese ängste entsteht nur leider auch die gegenseitig bedingte komponente, dass überwinden dieser mauern und kontrolle. kennen wir ja bereits aus der kindheit, „das darfst du nicht“ und schon ist es passiert; ausserdem entseht beim wappnen gegen die angst nur mehr eigene angst, sei es beim leben auch im sichersten bunker, wenn eine naturgewalt, anstelle des nachbarhundes mit lowenzahn vorm mund, einen verletzt. damit sich diese angstschlange nicht selber in den schwanz beisst, sollte ein jeder an sich selbst arbeiten, seinen eigenen ängsten auf die spur kommen und so gut wie es geht, es den mitmenschen, ein selbstzufriedenes und ausgeglichenes leben vorleben können ohne sich zu verstellen müssen. bleibt auch mehr zeit um bewusst zu leben, etwas von seinem „sein“ zu haben, sich wirklich selbst zu spüren, anstatt bei der beschäftigung, bei einem jedem seines gegenüber, in die tasche zu gucken, ob er nicht ein messer oder kräutertrunk darin verstäckt hält, um sinnlos zu töten und profit daraus zu erziehlen, um sinnlos weiter dinge zu kaufen, worüber die werbung oder pharma sagt“ das ist gut für dich mein jung“ ohne wirklich selbst drüber nachzudenken. das haben schliesslich die schon für einen getan(danke pharma). wer nicht selber denkt, denkt nie. desweiterem, wer alles glaubt, der wirds merken, wenn die wissenschaft etwas bereits beschlossenes, wiederruft.
    bei diesem gesetz geht es um macht und proffit, der prozentualle ausgleich betreff sicherheit beim verzehr dieser naturprodukte ist im vergleich zu der, durch angst krank werdenden gesellschaft, soetwas von minimal.
    schade um das wissen über naturheilkunde, welche die menschen schon seit steinzeit am leben erhält und jetzt wiedermal einen stein vor die füsse gelegt bekommt. danke industrialisierung, nur die natur, wirds sanft belächelnd überwinden. aber wissen könte verlohren gehen, gegen welche der körper keine abwehrstoffe produziert; also hoch die gläser „mit nur den guten bunten pillen drin“ auf die pharmafreunde, die einem helfen, gesund zu werden „und nieder mit denen, die erst gar nicht krank werden “ träumerisch vorbeugend, durch gut schmeckendes, von der natur geschenktes, mit menschlichkeit in einer freundlichen runde, bei einem kräuterbräu zusammensitzen und neu gewonnenen bekanntschaften, gegen eine vergütung des arbeitsaufwandes, eine spezialendeckung der grossmutter verkaufen. jetzt, wo wir alle auch selber gross sind, ohne vater staat selbstentscheidend denken und durch und durch natur bleiben.

  56. deine arrogante Sprache

    Was, bitte schön sind, typisch Esoteriker- Vokabeln und wo findet sich hier ihre erwähnte Anhäufung? Mal ganz abgesehen davon handelt es sich hier um ein politisches und nicht um ein esotherisches Thema. Wo findet man denn diese „Kräuterweiblein und Naturheilkundler, die sich Tee aus Stechapfel und Kuhmist kochen“? Deine arrogante Sprache und Diffamierung bestimmter Leute trägt auch nicht gerade zur sachlichen Aufklärung bei, klingt eher ziemlich klugscheißerisch

  57. Das Eu-Heilpflanzenverbot

    Also ich finde es gut das überhaupt mehr als 90000 menschen sich für etwas durchaus wichtiges eingesetzt haben normal haben wir deutschen ja eine sehr „ich kann ja sowieso nichts dran ändern“ mentalität
    Und so arbeiten wir gerade wegs auf unser ende zu…Ich meine schauen wir uns doch unseren planetet an
    Ps vieleicht würde ihnen herr Ballaschk ein tee aus kuh misst und stechapfel ja gut tun.

  58. Danke für den Bericht. Das Thema ist echt eine Farce. Man sieht mal wieder, dass die Bürokraten keinerlei Ahnung von der Realität haben.

  59. Das Thema ist zwar nicht mehr ganz aktuell, zumindest der Beitrag nicht, allerdings ein schönes Beispiel dafür, wie Profitgierige Pharma-Großkonzerne die Menschen und die Politik beieinflussen, was nach wie vor an Aktualität nichts eingebüßt hat und wohl leider so schnell auch nicht einbüßen wird. Die typische Begleiterscheinung eines kapitalistischen Systems…

  60. Guten Abend Herr und Frau

    Es wäre unfair von mir, nicht derjenige, der mich gemacht loben
    führte zu einer Notwendigkeit Bargeld letzten Monat, dass ich
    um ein Leben zu retten droht zu Beginn habe ich nicht glaube, man
    Nichts als meine Neugier trieb mich, um zu versuchen und schließlich konnte ich
    erhalten diese Darlehen, die ich aus dieser Sackgasse Ich habe
    lebte, traf ich die Bedingungen und ohne Probleme, mein Konto
    1.400.000 € wurde gutgeschrieben, fragte ich. Sie benötigen Darlehen
    Geld für private
    bewältigen mit finanziellen Schwierigkeiten, um endlich aus der Sackgasse
    dazu führen, dass Banken, die durch die Ablehnung Ihres Antrags-Dateien
    Kredite? Ich empfehle einen bestimmten Experten bei der Finanzierung
    Darlehen, wenden Sie sich bitte mit Herrn Mario Lucenti
    die ihn in der Lage, ein Darlehen an eine Person machen schüttelte
    der Lage zu zahlen und Bedingungen, die die erleichtern
    Leben. Hier sind die Bereiche, in denen sie Ihnen helfen können: * Finanz
    * Home Loan * Investitionskredit * Auto Loan * Schulden
    Consolidation * Line of Credit * Zweite Hypothek * Erwerb von
    * Credit Personal Loan Sie
    stecken, verboten Banking und Sie nicht über den Vorteil der
    Banken oder Sie besser haben ein Projekt und brauchen Finanzierung,
    schlechte Kredit-oder brauchen Geld, um Rechnungen zu bezahlen,
    Gelder auf das Geschäft zu investieren. Also, wenn Sie brauchen
    Verleihen von Geld zögern Sie nicht, ihn zu kontaktieren, wird er glücklich sein
    Große, um Ihnen Verbinden Sie mich bitte und senden Sie Ihre
    gelten für Ihr Darlehen in 48 Stunden plus.Voici seine E-Mail:

    duvalles.phillips@outlook.com

    Danke für endgültig verabschiedet die Botschaft an den Bedürftigen zu helfen

    Viel Erfolg!

  61. Das ist einfach Lobbyismus vom feinsten. Auch wenn das Thema mit den Verbot von Heilpflanzen nicht mehr aktuell ist, so ist es die Problematik an sich trotzdem noch. Macht und Geld Pharma-Großkonzerne die Menschen und die Politik beieinflussen

    Link zum Shop habe ich entfernt. MB

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