Das Ende der Homöopathie in Großbritannien

Andy Lewis (@lecanardnoir) von Quackometer.net verkündete zu meinem Erstaunen:

Wenn Beweise und Vernunft der Homöopathie kein Ende bereiten, dann wird es das Gesetz tun. (If evidence and reason cannot end homeopathy, the law will.)

Was Evidenz und Ratio angeht: Die Homöopathie braucht in jeder Hinsicht eine Extrawurst, wenn sie als wirksame Medizin gelten will. Die Wirkung lässt sich angeblich mit herkömmlichen Verfahren nicht nachweisen und für die Erklärung des Wirkmechanismus muss man alternative Physik wie die „schwache Quantentheorie“ bemühen, sie entzieht sich schlicht einer objektiven Sichtweise. Um an der Homöopathie festzuhalten, muss man vor allem glauben.  Als man in Deutschland in den siebziger Jahren das Arzneimittelgesetz aus der Taufe hob, hat man sich über Wirksamkeitskriterien Gedanken gemacht und beschlossen, dass „exakte Wissenschaft“ nicht alles ist und andere Wege der Erkenntnis auch ihren Platz haben müssen. Und so hat man  diese Extrawurst in das Gesetz gebacken (siehe Abschnitt unten).

GlobuliHomöopathische Streukügelchen: Die Beschaffung wird in Großbritannien zukünftig schwierig
(Bild CC-BY-SA-NC nerxs)

Im vereinigten Königreich ist das wohl anders. Dort befindet sich die homöopathische Community in heller Aufruhr, weil sie in der aktuellen Neufassung des britischen Arzneimittelgesetz keine Ausnahmeregelung bekommen. Offenbar wird mit dieser Neufassung, die schon ab dem ersten Juli gelten soll, die Bestellung von Homöopathika über das Telefon oder das Internet unterbunden. Es gibt nämlich nur etwa 50 lizensierte homöopathische Arzneimittel, und um eines der tausenden verbleibenden Mittel zu erhalten, ist eine persönliche Konsultation eines Apothekers oder einer Apothekerin notwendig. Der einzige Ausweg für 200.000 Homöopath/innen und angeblich 6 Millionen Patient/innen besteht darin, sich persönlich an eine der ganzen fünf (!) lizenzierten Homöopathie-Apotheken in Großbritannien zu wenden. Eine davon abweichende Praxis würde nicht nur die Apotheker/innen in die Illegalität drängen.

Es liegt auf der Hand, dass das quasi ein Ende der Homöopathie bedeuten würde, wie sie heute existiert. Über die Suche nach dem „richtigen“, hochindividuellen Präparat  wird die Pseudomedizin maßgeblich definiert.  Es bleibt einfach nichts von ihr übrig, wenn man das Inventar auf nur 50 Mittel reduziert.

Andy Lewis meint dazu:

It’s Game Over. Hence the panic.

Eine erfreuliche, interessante Entwicklung. Ich bin gespannt, welche Kunststücke die britische Homöopathenlobby anstellen wird, um aus der Nummer wieder rauszukommen. 

 

Wie sieht es in Deutschland aus?

In Deutschland gibt es diese oben erwähnte Extrawurst für Homöopathen und Anthroposophen.

So müssen Homöopathika lediglich registriert werden, um als Medizin zu gelten. Natürlich darf im Mittel kein Wirkstoff mehr enthalten sein, wie es in Niedrigpotenzen der Fall ist, denn diese können durchaus pharmakologische Wirkungen haben. Es wurden bereits Niedrigpotenzen von schädlichen Stoffen aus dem Verkehr gezogen, da sie in der Tat die Gesundheit schädigen können.

Homöopathika müssen keine Wirkung und kein Anwendungsgebiet nachweisen:

Fertigarzneimittel nach Absatz 1 müssen innerhalb einer Frist von sechs Monaten seit dem 1. Januar 1978 der zuständigen Bundesoberbehörde unter Mitteilung der Bezeichnung der wirksamen Bestandteile nach Art und Menge und der Anwendungsgebiete angezeigt werden. Bei der Anzeige homöopathischer Arzneimittel kann die Mitteilung der Anwendungsgebiete entfallen. (AMG §25/2)

Weshalb das alles so ist, wie ist nun leider ist, erfährt man in einem Dokument, das in Vorbereitung zum Arzneimittelgesetz entstand:

Nach einmütiger Auffassung des Ausschusses kann und darf es nicht Aufgabe des Gesetzgebers sein, durch die Einseitige Festlegung bestimmter Methoden für den Nachweis der Wirksamkeit eines Arzneimittels eine der miteinander konkurrierenden Therapieeinrichtiungen in den Rang eines allgemein verbindlichen „Standes der wissenschaftlichen Erkenntnisse“ und damit zum ausschließlichen Maßstab für die Zulassung eines Arzneimittels zu erheben. Der Ausschuß hat sich […] von der politischen Zielsetzung leiten lassen, dass der in der Arzneimitteltherapie vorhandene Wissenschaftspluralismus deutlich widerspiegeln muss. Während sich für einen Teil der Arzneimittel ihre pharmakodynamische Wirkung und damit auch ihre therapeutische Wirksamkeit objektiv nachweisen läßt, gilt für eine beachtliche Zahl der bekannten Arzneimittel, daß deren Wirksamkeit nur relativ schwer objektivierbar ist, weil sich mit Hilfe der heute zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Prüfmethoden deren Wirkungen nur schwer oder überhaupt nicht experimentell nachweisen lassen. […] [Der Ausschuß mußte] Sorge dafür tragen, daß neben den Kriterien der exakten Naturwissenschaften, […] auch das teilweise jahrhundertealte Erfahrungswissen der besonderen Heilverfahren (Homöopathie, anthroposophische Medizin und Phytotherapie) für den Wirksamkeitsnachweis anerkannt wird. (Dokument zur Vorbereitung des 2. AMG vom 24.08. 1976. Bundestagsdrucksache 7/5091, Seite 6)

Traurig, aber wahr: Man beruft sich auf altes Wissen und behauptet die Existenz von „alternativer Wissenschaft“. Wissenschaftspluralismus ist in der Medizin wohletabliert, angewendet auf Architektur oder Kernphysik wird die Absurdität augenscheinlich. Einige Irrungen und Pseudoargumente, versuche ich in meiner „Diskussionhilfe Alternativmedizin“ zu entkräften.


Martin Ballaschk ist Biologe, enthält Glutamat und ist auch noch stolz drauf! Er bloggt hier über Dinge, die ihn erstaunen, aufregen oder die er einfach für sich und seine Mitmenschen aufarbeiten möchte. Beruflich als Kommunikator an einem Berliner Forschungszentrum, hier privat.

54 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Macht ja nix. Danke jedenfalls für den Artikel. Bin gespannt, wie es dort weitergeht mit dem Thema. In Deutschland wohl ziemlich unvorstellbar so ein Gesetz – und in Frankreich leider auch.

  2. evidence and reason:Evidenz und Vernunft

    Der Homöopathie ein Ende als gemeinschaftlich finanziertes Therapieschema zu bereiten, traue ich tatsächlich den Briten am ehesten zu.

    Allerdings würde ich evidence im englischen Orignaltext nicht unbedingt mit Beweis übersetzen, sondern eher mit Evidenz, was gut zum Begriff der evidenzbasierten Medizin passt, welche (Zitat)aims to apply the best available evidence gained from the scientific method to clinical decision making. It seeks to assess the strength of the evidence of risks and benefits of treatments (including lack of treatment) and diagnostic tests.

    Der Begriff Evidenz beeinhaltet tendenziell mehr Abwägen und kritisches Urteilen als der Begriff Beweis.
    Die Stossrichtung – keine Unterstütung für Mittel, die keine nachweisbare Wirkung haben – passt auch gut zum – in Grossbritannien geschätzten – common sense
    (Zitat)
    „sound and prudent judgment based on a simple perception of the situation or facts.“

  3. @ Martin Holzherr

    Danke für das Feedback!

    Das ist richtig, einen formalen „Beweis“ im Sinne von „proof“ kann es in der Medizin oder Biologie ja gar nicht geben.

    „Evidenz“ ist ein furchtbar kryptisches Wort, das kein Mensch versteht. Ich will meinen Leser/innen nicht zumuten, erst einmal Vokabeln googlen zu müssen.

    Ich habe überlegt, ob ich stattdessen „Beleg“ einsetzen soll, aber auch das ist kein schönes, eindeutiges Wort. Der Ausspruch cin Andy Lewis gewinnt viel durch seine „Knackigkeit“, es fiel mir schwer, da ein schönes Analogon zu finden.

    Ich werde einfach im folgenden Absatz „Evidenz“ einpflegen.

  4. Erfahrungswissenschaften

    Das ist richtig, einen formalen „Beweis“ im Sinne von „proof“ kann es in der Medizin oder Biologie ja gar nicht geben.

    Auch in der Physiklehre nicht.

    Die ‚Evidenz‘, also das „Herausscheinende“, ist das Fachwort, korrekt.

    Witzigerweise spielen Physiklehre und Medizin in derselben Liga.

    MFG
    Dr. Webbaer

  5. Wichtich

    @MB
    Man meint dasselbe. – Interessant bliebe noch die Frage, wie man die Placebo-„Medizin“, vermutlich ist es sogar eine Heilkunst, verwalten soll.

  6. @ Direktor Webbaer:

    Man sollte ihr schlicht das Prädikat „Medikament“ abnehmen und mit den Nahrungsergänzungsmitteln und ähnlichem Hokuspokus in einen Sack stecken. Placebomedizin ist unethisch, da sie dem Konzept des „informed consent“ zuwiderläuft.

  7. Wellness

    Yup, das ist Wellness, sollte man dort bedarfsweise anbieten lassen und ununterstützt lassen, Sie sagen es.

    MFG
    Dr. Webbaer (‚Direktor‘ wäre falsch übersetzt, PD Dr. MB, es schreibt ja auch niemand bspw. ‚Persona dicta‘ oder ‚docentibus rotarius‘)

  8. Was zeigen Metastudien?

    Ich bin über den Link zur „Diskussionhilfe“ auf das Interview von Richard Dawkins mit Michael Baum über Homöopathie gekommen:
    http://scilogs.spektrum.de/…m-thema-alternativmedizin

    Baum wirkt in dem Interview sehr sympathisch, ehrlich und überzeugend. Als Naturwissenschaftler (aber medizinischer Laie) interessieren mich aber vor allem harte Daten, und ich erwartete, dass klinische Vergleichsstudien doch sicher ein klares Bild davon geben, ob Homöopathie nun besser wirkt als ein Placebo oder nicht. Ich habe in dem Interview also vor allem darauf gewartet, was Baum hier für Belege nennt.

    Das kommt zu Beginn von Teil 2. Erst nennt Baum hier als Beleg für die fehlende Wirkung der Homöopathie Metastudien mit „huge statistical significance“, aber er nennt dann erst einmal nur einen anderen Professor, mit den Worten „I bow to his special knowledge“. Das ist ein „appeal to authority“, als Sachargument ungeeignet.

    Doch dann kommt endlich eine konkrete Aussage zu einer Metastudie, die im Lancet publiziert worden sei. Dort sei herausgekommen: je größer die Zahl der Probanden, desto eher habe die Homöopathie sich als wirkungslos erwiesen, im Gegensatz zu „matching trials“ mit wissenschaftsbasierter Medizin, wo größere Studien eine stärkere Wirkung belegen. Alles in den ersten 1,5 Minuten von Teil 2. Klingt überzeugend.

    Als Wissenschaftler bin ich gewohnt, immer die Originalstudie anzusehen und niemals Sekundärreferenzen zu vertrauen. Also Google: http://www.google.com/…cial&client=firefox-a

    Sofort habe ich offenbar die richtige Studie gefunden, von Shang et al.:
    http://www.thelancet.com/…805%2967177-2/abstract

    Doch dann der Schock, denn im Abstract steht:
    21 homoeopathy trials (19%) and nine (8%) conventional-medicine trials were of higher quality. In both groups, smaller trials and those of lower quality showed more beneficial treatment effects than larger and higher-quality trials.

    Also etwas völlig anderes als Herr Baum behauptet hat: sowohl bei der homöopathischen als auch bei der konventionellen Medizin zeigen die kleineren Studien größere Wirkung der Behandlung! Zudem steht im Abstract:
    Biases are present in placebo-controlled trials of both homoeopathy and conventional medicine. When account was taken for these biases in the analysis, there was weak evidence for a specific effect of homoeopathic remedies, but strong evidence for specific effects of conventional interventions.

    Dort steht also nicht, dass mit riesiger statistischer Signifikanz die Wirkungslosigkeit von Homöopathie belegt wurde, sondern dass es schwache Belege für eine spezifische Wirkung der Homöopathie gibt.

    Dann habe ich noch den ersten Treffer von Google angesehen, eine Kritik von Fisher an der Studie von Shang et al.:
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/…rticles/PMC1375230/

    Diese Kritik scheint mir als Laien durchaus gute Sachargumente zu enthalten: nur auf den 8 ausgewählten „guten“ und „großen“ Studien (von 110 insgesamt, und 21 „guten“) würde die genannte Folgerung einer schwachen Evidenz für eine Wirksamkeit von Homöopathie beruhen. Das Paper benenne aber nicht, welche 8 dies sind, und auch auf Anfrage hätten die Autoren diese 8 nicht nennen wollen. Beides klingt unglaublich. Und die Schwelle für „große Studie“ sei bei den Studien der konventionellen anders gesetzt worden als bei den homöopathischen. Ich habe das mangels Zugang zum Volltext (paywall) nicht nachgeprüft. Es klingt aber nach vernünftigen Sachbedenken.

    Ich habe dann noch eine Antwort auf diese Kritik von Fisher gefunden:
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/…rticles/PMC2000646/

    Dort wird diese Kritik mit einem Satz vom Tisch gewischt: es sei „surely not the required level of peer-reviewed evidence necessary to cast significant doubts on this meta-analysis”. Kein Wort zu den Sachargumenten.

    Summa summarum: als Naturwissenschaftler halte ich es a priori für sehr unwahrscheinlich, dass Homöopathie wirken kann (das war mein Bayesian prior, für die, die damit etwas anfangen können). Diese kurze Auseinandersetzung mit Homöopathie durch das Baum-Interview, auf das ich hier zufällig gestoßen bin, hat meine Einstellung eher in die Richtung verschoben, dass wider erwarten doch etwas dran sein könnte.

  9. @Jasi

    Summa summarum: als Naturwissenschaftler halte ich es a priori für sehr unwahrscheinlich, dass Homöopathie wirken kann (das war mein Bayesian prior, für die, die damit etwas anfangen können). Diese kurze Auseinandersetzung mit Homöopathie durch das Baum-Interview, auf das ich hier zufällig gestoßen bin, hat meine Einstellung eher in die Richtung verschoben, dass wider erwarten doch etwas dran sein könnte.

    Interessant. Kaum messbare Effekte, die sehr gut Artefakte sein könnten, lassen dich deine „Bayesian priors“ über Bord werfen?

    je größer die Zahl der Probanden, desto eher habe die Homöopathie sich als wirkungslos erwiesen

    Die Qualität der Homöopathie-Studien ist ein generelles Problem. Es gibt neben Shang et al (hier der Volltext) ein paar weitere Metastudien, herausragend von Linde 1997, wo auch nur ein geringer Effekt für die Wirkung von Homöopathika gesehen wurde. Dieser wurde dann später noch stark relativiert (Linde 1999):

    The evidence of bias weakens the findings of our original meta-analysis. Since we completed our literature search in 1995, a considerable number of new homeopathy trials have been published. The fact that a number of the new high-quality trials&have negative results, and a recent update of our review for the most original subtype of homeopathy (classical or individualized homeopathy), seem to confirm the finding that more rigorous trials have less-promising results. It seems, therefore, likely that our meta-analysis at least overestimated the effects of homeopathic treatments.

    Ich habe aber keinen absoluten Überblick über die Studienlage. Ich finde, man darf auch Experten fragen, die sich dort eingearbeitet haben. Ich finde nicht, dass das ein „bow to authority“ ist, wenn man zurückhaltend bei Überschreitung der Grenzen seines Fachgebietes ist und auf diese „Autoritäten“ verweist. Entscheidend ist doch, ob diese Autoritäten sich der Kritik öffnen und deren Behauptungen auch nachprüfbar sind (und auch nachgeprüft werden).

    Ernst ist so eine vertrauenswürdige „Autorität“ und hat ein systematisches Review von systematischen Reviews gemacht (Ernst 2002). Der Abstract in voller Länge sagt alles, was man noch dazu sagen muss:

    Homeopathy remains one of the most controversial subjects in therapeutics. This article is an attempt to clarify its effectiveness based on recent systematic reviews. Electronic databases were searched for systematic reviews/meta-analysis on the subject. Seventeen articles fulfilled the inclusion/exclusion criteria. Six of them related to re-analyses of one landmark meta-analysis. Collectively they implied that the overall positive result of this meta-analysis is not supported by a critical analysis of the data. Eleven independent systematic reviews were located. Collectively they failed to provide strong evidence in favour of homeopathy. In particular, there was no condition which responds convincingly better to homeopathic treatment than to placebo or other control interventions. Similarly, there was no homeopathic remedy that was demonstrated to yield clinical effects that are convincingly different from placebo. It is concluded that the best clinical evidence for homeopathy available to date does not warrant positive recommendations for its use in clinical practice.

    Was die Kritik von Fisher angeht: es ist klar, dass Peter Fisher als „Director of Research, Royal London Homoeopathic Hospital“ eine ganz andere Meinung zu den Effekten von Homöopathika hat. Dass man mit Inklusion von ein paar anderen Studien die Effekte post hoc auch noch in die gewünschte Richtung schieben kann, liegt doch auf der Hand. Peter Fisher hat aber auf dem Gebiet keine Autorität, weil er durch seine Position stark „biased“ ist. Da sheißt nicht, dass seine Sachargumente falsch sind, sondern dass man sie mit besonderer Vorsicht genießen sollte.

    Die Liste der in Shang 2005 inkludierten Studien finden sich in den Supplementals 2 und 3. Ich weiß nicht, ob diese sofort mit-publiziert wurden, oder nachgereicht.

    Nachtrag: Was Baum vermutlich mit „huge statistical significance“ meinte: dass es keine statistisch signifikanten positiven Befunde (pro Wirksamkeit von Homöopathika) gibt.

  10. Danke…

    … für die ausführliche Antwort, die meine prior wieder etwas in die andere Richtung verschiebt.

    „Die Qualität der Homöopathie-Studien ist ein generelles Problem.“

    Aber bei der Studie zeigte sich doch, dass gerade die Homöopathie-Studien von höherer Qualität waren als die zur konventionellen Medizin.

    „Die Liste der in Shang 2005 inkludierten Studien finden sich in den Supplementals 2 und 3. „
    Es ging um die Frage, ob in dem Paper gesagt wird, welche 8 davon als besonders relevant ausgewählt worden waren.

    Und es bleibt doch für mich erschütternd, dass Baum in dem Interview in der Substanz bei einem sehr wichtigen Punkt eine Falschaussage trifft, und dass man Fisher’s Kritik ohne inhaltliche Antwort beiseite wischen möchte. Beides nicht gerade überzeugend für mich als Außenstehenden, der einfach nur zu beurteilen versucht, wo hier die soliden Informationen sind.

  11. p.s.

    „Was Baum vermutlich mit „huge statistical significance“ meinte: dass es keine statistisch signifikanten positiven Befunde (pro Wirksamkeit von Homöopathika) gibt.“

    Aber im Abstract heißt es doch: „weak evidence“. Darf man nicht davon ausgehen, dass dies eben doch statistisch signifikante Evidenz war? Sonst hätten die Autoren doch schreiben müssen: „no evidence“, wenn nichts statistisch signifikantes herausgekommen wäre?

  12. @Jasi Evidenz

    „sondern dass es schwache Belege für eine spezifische Wirkung der Homöopathie gibt.“

    Nach meinem Englischverständnis steht da, dass die Anhaltspunkte auf eine Wirkung der Homöopathie schwach sind. „weak evidence for a specific effect“ heißt nicht, dass ein schwacher spezifischer Effekt nachgewiesen wurde, sondern dass die Hinweise (Evidenz) darauf, dass es spezifische Effekte gibt, schwach, also nicht überzeugend sind.

  13. @ Josi

    Jetzt bin ich verwirrt.

    Ich habe gerade den zweiten Teil noch einmal angespielt und Baum spricht von der Meta-Meta-Analyse von Edzard Ernst, dem ehemaligen Professor für Alternativmedizin der Uni Exeter. Den Link habe ich oben gepostet (Ernst 2002).

    Baum sagt, es gibt Meta-Analysen mit leicht negativem und leicht positivem Befund. Man kann sich im Prinzip diejenigen heruassuchen, die einem Passen. Der Überblick des Überblicks zeigt aber keinen signifkanten Effekt (Ernst 2002).

    Er spricht von einer „huge statistical significance“ im Zusammenhang der Korrelation je kleiner die Studie, desto stärker die Effekte. Der Trend besteht im Prinzip bei jeder Studie, und ich denke, dass das auch maßgeblich mit Publikations-Bias zusammenhängt (vgl auch [Ioannidis 2005]).

    Davon abgesehen ist das natürlich ein streitbares Thema, und es kann natürlich auch mal passieren, dass die „Gegner“ teilweise Fehlschlüsse begehen. Baums Interview ist ja auch kein Peer Review durchlaufen, auch er kann sich irren, sei es mit der Wortwahl oder dass er etwas falsch verstanden hat.

    Wie auch immer: solange es keine starke Evidenz für einen positiven Effekt gibt, finde ich, sollte man im Sinne von Ockhams Rasiermesser nicht davon ausgehen, dass an der HP etwas dran ist. Das ist einfach ein konservativer Standpunkt, der nicht nur für Homöopathie gilt, sondern natürlich auch für konventionelle Medizin. Dort führt ein Ausbleiben von positiver Evidenz einfach dazu, dass das Mittel nicht zugelassen wird (mit allen Einschränkungen des Zulassungsverfahrens etc. pp).

  14. Nachfolger

    Fragt sich nur, welcher Hokuspokus dann die Homöopathie ersetzt. Es gibt offensichtlich einen Badarf an Hokuspokus und wo ein Bedarf ist, finden sich auch Leute, die diesen stillen.

  15. Ernst

    Danke Martin, habe die Ernst-Metastudie runtergeladen und werde sie in Ruhe lesen. Ich sehe, dass er auch ein Buch geschrieben hat, Trick or Treatment – kannst Du das empfehlen oder gibt es noch etwas aktuelleres, wo die sog. Alternativmedizin auf Basis der wissenschaftlichen Studien dazu auf den Prüfstand gestellt wird?
    Und vor einigen Jahren habe ich einmal im Radio gehört, dass in Deutschland eine recht große Studie zur Wirksamkeit von Homöopathie gestartet werden sollte – weißt Du, was da gemeint sein könnte und ob es schon die Ergebnisse gibt?

  16. Reizthema Homöopathie

    Man wundert sich doch immer wieder, mit welcher Vehemenz und Akribie sich als Wissenschaftler bezeichnende Experten gegen die Homöopathie wettern. Selbst in diesem nüchternen Forum.
    Als ob das die Weltverschlechterer schlechthin wären.
    Ich frage mich: was stachelt denn so an, den endgültigen Nachweis der Unwirksamkeit homöopathischer Methoden zu erbringen ?
    Vielleicht kann mich mal einer darüber aufklären.
    Grüsse Fossilium

  17. RD

    ‚Man wundert sich doch immer wieder, mit welcher Vehemenz und Akribie sich als Wissenschaftler bezeichnende Experten gegen die Homöopathie wettern. ‚

    Sie können dadurch Leben retten. Mir bekannt ist der Fall einer Ärztin(!!), die sich auf Homöopathie als Malaria Profilaxe verließ. Sie starb an Malaria.
    Davon abgesehen ist es Betrug.

  18. Soll das ein sachliches Argument sein ? :

    „Sie können dadurch Leben retten. Mir bekannt ist der Fall einer Ärztin(!!), die sich auf Homöopathie als Malaria Profilaxe verließ. Sie starb an Malaria.
    Davon abgesehen ist es Betrug.“

    Es gibt Beispiele, in denen Menschenan Malaria gestorben sind, obwohl sie schulmedizinische Prophylaxe genossen hatten. Soll ich jetzt für Mediziner Berufsverbot fordern ?

    Was den Betrug angeht, wäre ich Ihnen für eine Begründung dankbar.

    Grüsse
    Fossilium

  19. @Fossilium: Betrug (263 StGB)

    Was den Betrug angeht, wäre ich Ihnen für eine Begründung dankbar.

    Ich allerdings auch. Ich bin da überhaupt nicht fündig geworden, obwohl ich schon fünf Minuten in Google investiert habe. Es fehlt wohl zumindest an der Rechtswidrigkeit des erlangten Vermögensvorteils, bei „gläubigen“ Homöopathen wird man die Irrtumserregungsabsicht negieren müssen.

    Daneben ist es doch auch so, dass das höchste deutsche Gericht selbst offensichliche Quacksalberei zu Lasten der Sozialkasten für erstattungsfähig hält:

    http://www.bverfg.de/…rs20051206_1bvr034798.html

  20. @Ano Nym

    Es ist müßig, hier formaljuristische Haare zu spalten. Ich denke, dass Ihnen und dem Fossil klar ist, dass hier „Betrug“ im umgangssprachlichen Sinn gemeint ist. Vielleicht hätte man „Beschiss“ oder „Nepp“ schreiben sollen?

  21. Quacksalber und Sozialschmarotzer

    Unter was für Leute bin ich hier geraten ? Ich dachte hier würde sachlich argumentiert.

    Sachlich zum Thema Quacksalberei: wenn der ein Quacksalber ist, der unwirksame Medikamente verschreibt oder verkauft, dann wären viele Ärzte Quacksalber. Denn der Nachweis über die Wirksamkeit eines Heilmittels wird nun mal statistisch geführt, also über Wahrscheinlichkeiten. Das bedeutet, dass jedes Heilmittel im speziellen Fall auch unwirksam sein kann. Auch einem Arzt kann es passieren, dass sein Mittel nicht hilft. Nach Ihrer Logik scheint er mir dann ein Quacksalber zu sein.
    Oder wird er nur zum Quacksalber, wenn er s t ä n d i g unwirksame Medikamente verschreibt ?

    Tun die Homöopathen das ? Nun ja, ein Heilversprechen geben beide nicht ab.

    Tja, ab welchem Grad an Heilmittel-Unwirksamkeit fängt dann die Quacksalberei an ?

    Mir scheint, dass diese Argumentation nicht weiterführt, wie jede abwertende Polemik letzlich in die Sackgasse führt.

    „Daneben ist es doch auch so, dass das höchste deutsche Gericht selbst offensichliche Quacksalberei zu Lasten der Sozialkasten für erstattungsfähig hält.“

    Naja, auch über „Offensichtlichkeit“ kann man sich streiten wie über guten Geschmack. Viele Ärzte sind nun mal gezwungen, aus wirtschaflichen Gründen überflüssige Untersuchungen vorzunehmen, und haben dann auch ein Erstattungsproblem. Das ist für die Leistungen der Kassen und berufsethisch allerdings unvergleichlich grösser.

    Ich warte immer noch darauf, dass mich einer aufklärt, warum man sic hier so gegen die Homöopathen ereifert.

  22. @Fossilliun

    Sie haben recht: Bei einem statistisch geführten Wirksamkeitsnachweis kann man natürlich wirksame von wirkungslosen Mitteln nicht unterscheiden. Und so betrachtet hat die Placebotherapie auch keine ethischen Konsequenzen für den Arzt. Es ist auch völlig absurd, sich eine evidenzbasierte Medizin zu wünschen, oder besser noch, eine wissenschaftsbasierte Medizin: Wir wissen natürlich alle um das Abgrenzungsproblem: Es gibt gar keine Wissenschaft!

  23. Lieber Herr Martin B.,
    es wäre schön, Sie würden mal mit Ihren Übertreibungen aufhören. Ich vertrete keine extremen Standpunkte. Warum begründen Sie nicht einfach mal mit ein paar dürren Worten, warum Sie die Homöopathie als so schädlich erachten, ja dass man diese Leute sogar mit Berufsverbot belegen sollte. Das ist doch eine ziemlich extreme Forderung. Ich weiss immer noch nicht, welches Unheil die anrichten, bzw. was Ihnen diese Leute antun.
    Ich kann einfach die angebliche Evidenz dafür nicht nachvollziehen. Ich wundere mich halt nur, dass Sie offenbar eine ziemlich einseitige, wenn icht sogar dem Extremen zuneigende Sichtweise auf nicht-wissenschaftlichen Heilverfahren haben.
    Na gut, man kann ja über alles reden. Ihr Fossilium

  24. @ Fossilium

    Ach, Sie meinen mich? Habe ich mich irgendwo über Homöopathie „ereifert”?

    Ich bin weder gegen alternative Heilverfahren per se, noch für ein Berufsverbot für homöopathisch praktizierende Ärzte oder Heilpraktiker.

    Ich finde, man sollte konventionelle und spirituell-magische Medizin nicht mit zweierlei Maß messen und anschließend nebeneinander in die Apotheke stellen. Dadurch und durch die Erstattungspraxis der Krankenkassen wird die Homöopathie quasi geadelt und als etwas verkauft, was sie nicht ist: Medizin, deren Wirksamkeit über eine Placebowirkung hinausgeht.

    Experimentelle Therapiemethoden haben definitiv ihren Platz, etwa bei der Behandlung unheilbar schwer Erkrankten, wenn die konventionelle Medizin keinen Rat mehr weiß. Als Mittel gegen Malaria, wie es die Homöopathen ohne Grenzen einsetzen, als Influenzaprophylaxe (Oscillococcinum), für Ertrinkende oder behandelbaren Krebs halte ich es ungeeignet, da es da in der Regel Behandlungsformen gibt, die erwiesenermaßen besser helfen.

    Also: Homöopathie, ja gerne. Aber dann mit dem Hinweis, dass sie im Gegensatz zu (de rmeisten) konventionellen Medizin nie einen Wirksamkeitsnachweis erbracht hat. Wie man an den Stiftungsprofessuren an Charité und Viadrina sehen kann, sind die Homöopathen sehr daran interessiert, ihre Magie pseudowissenschaftlich herbeizuerklären. Und das geht mir gegen den Strich.

  25. @Martin Ballaschk

    so leicht geht man Trollen auf den Leim.
    Ich verstehe aber, dass man als Blogbetreiber auch die dümmsten ‚Argumente‘
    beantworten muss. Aber man man sollte es so knapp wie möglich halten.

  26. @RD

    Zuerst dachte ich ja auch, dass Fossilium ein Troll ist, inzwischen bin ich nicht mehr sicher. Wir werden sehen. Wenn er nur stänkern will und das unter einem gönnerhaften Angebot zur Auseinandersetung tarnt, fliegt er halt raus. Meine längere Antwort war auf jeden Fall das Friedensangebot meinerseits.

  27. Segr geehrter Herr Marin B.,
    sorry für meine späte Antwort, ich bin momentan sehr beschäftigt und muss meine Prioritäten sorgsam auswählen. Ich möchte Ihr Friedensangebot gerne aufgreifen und will daher die Kommentierung auf das Wesentliche beschränken. Worum geht es ?

    Sie bringen in Ihrem Beitrag und den Kommentaren zum Ausdruck, dass Sie die Hömopathie ablehnen, aber Sie tragen diese Ablehnung nicht mit der im fachlichen Dialog angemessenen Distanziertheit und Sachlichkeit vor, sondern verwenden Begriffe wie Pseudomedizin, absurde Methoden, Scharlatanerie, Magie, Hokuspokus, Betrug, usw. So eine diskriminierende Abstempelung der Tätigkeit einer ganzen Berufsgruppe ist in einem Forum wie diesem nach meiner Ansaicht nach nicht zulässig, und auf die Frage, warum Sie sich derart ereifern, geben Sie keine Antwort.

    Denn dass Homöpathen ungerechtfertigt Geld von den öffentl. Kassen bekommen, ist kann diese Antwort nicht sein. Bekanntlicherweise zahlen die öffentlichen Kassen keine homöopathischen Behandlungen. Dass diese Medeikamente gleichwertig mit anderen Medikamenten in den Regalen der Apotheken liegen, um ein weiteres Beispiel zu nennen, kann doch auch nicht der Grund sein, denn der allergrösste Teil der Homöopathika wird von den Homöopathen nach der Behandlung dem Patienten übergeben. Der Handel über den Ladentisch spielt nur eine untergeordnete Rolle (für Apotheken belanglos). Auch andere Argumente liessen sich leicht entkräften und zeigen letzlich, dass Sie die Praxis nicht kennen.

    Dies alles ist wohl auch nebensächlich. Wichtiger scheint mit Ihr Vorwurf zu sein, die Wirksamkeit von Homöopathika sei wissenschaftlich nicht erwiesen. Warum diese Aufassung so heftige Reaktionen auslöst, erschlisst sich mir ebenfalls nicht.

    Denn sie ist nicht angemessen. Was heisst wirksam ? Wenn man im medizinischen Bereich von Wirksamkeit spricht, dann muss man fragen: wirksam wozu ? Worin unterscheiden sich denn die Wirksamkeit der Heilmittel der Pharmaindustrie von denen der Homöopathen ? Bestimmt nicht darin, dass die einen heilen und die anderen nicht. Heilen hat nämlich mit der Einnahme von Mitteln wenig zu tun.

    So zielt der wissenschafliche Test fast aller Heilmittel ja nicht auf Heilung ab, sondern auf Symptombekämpfung, und die getesteten Mittel tun dies (Gott sei Dank) auch erfolgreich. Aber man muss doch sehen, dass sie in der grossen Mehrzahl der Fälle nicht heilen, und dass dies auch nicht ihr Zweck ist.

    Was Sie also unter getesteter Wirksamkeit verstehen, ist ein in der Mehrzahl der Fälle als wirksam zur Unterdrückung von Krankheitssymptoenn getesteter Chemismus. Das ist bestimmt sinnvoll, das das gemacht wird. Aber ein kranker Mensch ist eben kein aus dem Gleichgewicht geratener physikalisch-chemischer Apparatismus. Homöopathen wollen die Smptome eines Kranken auch gar nicht mit der chemischen Keule ruhig zustellen. Sie wollen heilen, und das bedeutet, die Ursache der Krankheit aus dem Menschen und seiner Lebensweise herauszufinden und zu verstehen. Das erfordert bei jedem Patienten viel Zeit und Mühe. Ein Schulmediziner mit seiner Praxis kann das schon wegen des Vergütungssystems nicht leisten. Würde er dies bei allen Patienten tun, wäre seine Praxis binnen eines Quartals pleite. Er muss sich auf die Symptombekämpfung beschränken und das macht vielen Mediziniern ziemlich zu schaffen.

    Was mich daher empört ist, dass Sie sich vor vor diesem Hintergrund hervortun, diese schulmedizinischen Verfahren als die einzig richtigen und durchzusetzenden Heilmethodne zu deklamieren – auch noch unter Verweis auf die Wissenschaft, die gar nicht für sich beansprucht, im Besitz der Wahrheit zu sein, und unter einer Verengung des Begriffs der Wirksamkeit von Medikamenten, bei der wichtige Aspekte des Heilprozesses völlig ausblendet werden. Wer gibt Ihnen das Recht dazu, Ihre einseitige Perspektive auf die Frage, wann ein Heimittel pharmakologsch getestet wirksam ist, zum Massstab aller Dinge zu machen, und eine ganze Berufsgruppe, die eine andere Herangehensweise an den Heilprozess hat, mit einer schlimmen Wortwahl so zu disqualifizieren, bis dahin, ihnen Betrug vorzuwerfen ?

    Sie missachten damit ja auch die Patienten. Denn diese wissen sehr genau, auf was sie sich bei einem Homöopateh einlassen. Denen muss von Ihnen nicht gesagt werden, dass sei einem Scharlatan kein Vertrauen schenken sollem, die können selbst entscheiden und brauchen keine Bevormundung von Ihnen. Was wollen Sie den den Patienten sagen, die austherapiert sind, und die Erfahrungen mit der Wirksamkeit der schulmedizinischen Präparate bereits hinter sich haben? Wollen Sie diesen Menschen sagen: geh nicht zum Homöopathen ? Ja, wohin sollen Sie denn ihrer Meinung nach gehen ? Zurück in die Mühle der Schulmedizin aus der sie geflüchtet sind ?

    Die meisten Patienten der Homöopathen kommen genau daher, das ist leider die alltägliche Praxis.

    Man kann über das Thema der Homöopathie und Alternativmedizin noch sehr viel reden. Zum Beispiel über die Verantwortung in den Heilperufen. Aber das alles würde jetzt mal zu weit führen.
    Sie werden vielleicht jetzt verstehen, warum ich meine, das dieses Thema jedenfalls mit den von Ihnen verwendeten Schlagworten nicht richtig beschrieben ist, und dass diese Schlagworte in diesem Forum keinen Platz haben dürfen. Das gilt auch für Ihre Kommentatoren die zwischen Kritik und Stänkerei offenbar nicht unterscheiden können. Ich hoffe, dass Sie dies gegenüber Ihren Klaqeuren einmal ausdrücklich klarstellen.

    Grüsse Fossilium

  28. @Fossilium

    @Fossilium

    Ich habe meinen vorherigen Kommentar wieder gelöscht, denn ich will nicht den Anschein erwecken, ich müsste Positionen verteidigen, die ich gar nicht vertrete. So erhebe ich an keiner Stelle die „Schulmedizin“ zum Maßstab, noch spreche ich homöopathisch praktizierenden Heilpraktikern grundsätzlich die Existenzberechtigung ab.

    Ich habe kein Interesse an einer weiteren Diskussion, solange Sie mir die erwähnten Positionen nicht an meinen eigenen Worten belegen.

  29. @Martin B.: Umgangssprachlich

    Es ist müßig, hier formaljuristische Haare zu spalten. Ich denke, dass Ihnen und dem Fossil klar ist, dass hier „Betrug“ im umgangssprachlichen Sinn gemeint ist. Vielleicht hätte man „Beschiss“ oder „Nepp“ schreiben sollen?

    „Nepp“ oder „Beschiss“ sind wohl mit dem juristischen Betrugsbegriff ziemlich deckungsgleich. Der Bescheißer oder Nepper versucht beim Opfer einen Irrtum zu erregen oder aufrecht zu erhalten und damit von diesem eine Vermögensverfügung zugunsten des Täters oder eines Dritten zu bewirken.

    Verschieden vom juristischen Begriff ist nur der umgangssprachliche Betrug, bei dem nicht über Vermögen verfügt wird („Wahlbetrug“, Lüge) oder der Beziehungs“tat“ (Ehebruch). Das ist aber hier beides nicht gemeint.

    Insofern schreiben wir hier schon über den Betrugsbegriff des § 238 StGB.

  30. @Ano Nym

    Ist mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht, was sie jetzt noch für Haare spalten. Ich denke, ich habe hinreichend klar gemacht, dass ich nicht davon ausgehe, dass Homöopathen ihre Patienten wider besseres Wissen behandeln, also „betrügen“.

  31. @Martin B.

    Mit Ihrer Beurteilung der Rechtslage liegen Sie wohl – bis zum nächsten Urteil aus Köln – auf der Linie der herrschenden Meinung.

    Im Gegensatz zu Ihnen gehe ich allerdings davon aus, dass Homöopathen ihre Patienten in der Regel wider besseres Wissenkönnen behandeln.

  32. Sehr geehrter Herr Martin B.,
    ich haben Ihren Beitrag nochmal sorgfältig gelesen und möchte meine Vorwürfe über unangemessene Wortwahl zurücknehmen. Ich bitte Sie um Entschuldigung. Zwar gehören die Worte Hokuspokus, Scharlatanerie und Quacksalberei zu dem von Ihnen verwendeten Vokaular, jedoch meine ich nun, das man das als Zuspitzung in der sprachlichen Auseinandersetzung unter Beachtung des Zusammenhangs gelten lassen kann. Die übrigen Vokabeln wie Betrug, usw. stammen nicht von Ihnen.

    Sie schreiben: „Um an der Homöopathie festzuhalten, muss man vor allem glauben“ und auf auf das Zitat von Herrn Lewis „It’s Game Over. Hence the panic.“ schreiben Sie: „Eine erfreuliche, interessante Entwicklung.“ Sie freuen sich, dass das „Spiel“ mit der Homöopathie aus ist. Und in Ihrem Kommentar lese ich: „.. weshalb man Scharlatanerie und Quacksalberei („Betrug“) in Apotheken schlecht finden soll?“ Auch der Tenor Ihres Beitrags ist ja so gehalten, dass hier darüber informiert werden soll, dass nun – endlich – der Gesetzgeber Massnahmen gegen die Homöopathie ergriffen hat.

    Aus all dem muss ich schliessen, dass Sie ein Gegner der Homöopathie sind.
    Das ist natürlich Ihr gutes Recht. Möglicherweise haben Sie dennoch nicht Ihre vollständige Meinung dargestellt, sondern haben eine differenzierte Haltung zu dieser Heilmethode – sie kommt nur nicht aus Ihren Texten heraus.

    Ich habe deshalb so heftig reagiert, weil ich Diskussionen über Alternativmedizin in anderen Foren gelesen habe, die ans Niveaulosigkeit kaum zu überbieten waren, und meine Befürchtung war, dass dies auch in diesem Forum, angestossen durch Ihren
    Beitrag, geschieht, und es gab in den Kommentaren auch einen Trend dahin. Das wäre für dieses Forum einfach zu schade gewesen. Insofern hat meine Reaktion nicht unbedingt etwas mit Ihnen zu tun, sondern mit meinen eigenen Erfahrungen.

    Es tut mir leid, wenn mein Kommentar Sie verletzt hat. Meine Beschuldigungen nehme ich zurück.

    Um einen konstruktiven Beitrag abzugeben, möchte ich noch folgendes anmerken: das Problem der Homöopathie wird in der Regel, wie auch hier, an der Unwirksamkeit der homöopathischen Heilmittel aufgehängt. Die wichtigere Frage ist aber, ob jemand, der solche Mittel verschreibt, verantwortlich gegenüber den Menschen, die sich ihm anvertrauen, handelt – oder was die Kriterien für Verwantwortlichkeit in diesem Sinne sind. Die Diskussion dieser Frage könnte dem Ganzen die Schärfe nehmen, weil es hier nicht um einen Heilberuf, sondern um etwas Grundsätzliches geht.
    Grüsse Fossilium

  33. @Fossilium

    Ich bitte Sie um Entschuldigung.

    Angenommen.

    Sie schreiben: “Um an der Homöopathie festzuhalten, muss man vor allem glauben” und auf auf das Zitat von Herrn Lewis “It’s Game Over. Hence the panic.” schreiben Sie: “Eine erfreuliche, interessante Entwicklung.” Sie freuen sich, dass das “Spiel” mit der Homöopathie aus ist.

    Ich freue mich schlicht darüber, dass Sie ihren Status als vorgeblich wirksame Medizin verliert. Im Gegensatz zu ihnen glaube ich nämlich nicht, dass den Patienten klar ist, dass sie Medizin eines anderen Wissenschaftssystems kaufen, wenn sie „Notfalltropfen“ in der Apotheke kaufen oder von ihrem Kinderarzt Pillen oder Tropfen mit kryptischen Namen bekommen. Meinem Sohn wurden schon Niedrigpotenzen verschrieben, und erst zu Hause habe ich bemerkt, dass es sich um Homöopathika handelt. Das ist aber vor allem ein deutsches Problem, warum auch immer. Freunde aus Großbritannien waren geschockt, als sie hier Anthroposophie und Homöopathie fest im Gesundheitssystem verankert sahen. In UK ist das bestenfalls ein „Randgruppenphänomen“.

    Ich hoffe, dass diese Entwicklung so etwas wie ein Signal für deutsche Patienten ist, genauer hinzusehen oder auch die Placebotherapie ihres behandelnden Arztes zu hinterfragen. Eine Placebotherapie ohne das Einverständnis des Patienten bleibt unethisch, und gegen diese Praxis sollte man sich als Patient im eigenen Interesse aussprechen.

    Und in Ihrem Kommentar lese ich: “.. weshalb man Scharlatanerie und Quacksalberei (“Betrug”) in Apotheken schlecht finden soll?” Auch der Tenor Ihres Beitrags ist ja so gehalten, dass hier darüber informiert werden soll, dass nun – endlich – der Gesetzgeber Massnahmen gegen die Homöopathie ergriffen hat.

    Nicht die Praktiker sind in dem Fall die „Betrüger“, denn wie Ano Nym bereits erwähnt hat, sind die Mehrzahl der Homöopathen wahrscheinlich von einer Wirksamkeit überzeugt. Die wirklichen Betrüger – genau in dem Sinn – sind die Pharmakonzerne, die die Alternativmedizin neben der „Normalmedizin“ durch fragwürdige Publikationspraktiken, Lobbyismus, gekaufte Professuren vorantreiben. Sicher ist das „Big Pharma“-Geschäft weit profitabler als das „Big Herba“-Business, aber dadurch wird es nicht weniger schlimm, dass es hier letztlich nur um Profit geht und die Konzerne dafür über (wissenschaftliche) Leichen gehen.

    Ich habe deshalb so heftig reagiert, weil ich Diskussionen über Alternativmedizin in anderen Foren gelesen habe, die ans Niveaulosigkeit kaum zu überbieten waren, und meine Befürchtung war, dass dies auch in diesem Forum, angestossen durch Ihren
    Beitrag, geschieht, und es gab in den Kommentaren auch einen Trend dahin. Das wäre für dieses Forum einfach zu schade gewesen. Insofern hat meine Reaktion nicht unbedingt etwas mit Ihnen zu tun, sondern mit meinen eigenen Erfahrungen.

    Ein Blog hat wie jede Form von Interessensnetzwerk den Hang zur Selbstbestätigung. Dagegen kann man nichts machen. Natürlich freue ich mich über Lob und Zustimmung, aber die Auseinandersetzung und damit der Erkenntnisgewinn sind mir wichtiger.

    Um einen konstruktiven Beitrag abzugeben, möchte ich noch folgendes anmerken: das Problem der Homöopathie wird in der Regel, wie auch hier, an der Unwirksamkeit der homöopathischen Heilmittel aufgehängt. Die wichtigere Frage ist aber, ob jemand, der solche Mittel verschreibt, verantwortlich gegenüber den Menschen, die sich ihm anvertrauen, handelt – oder was die Kriterien für Verwantwortlichkeit in diesem Sinne sind. Die Diskussion dieser Frage könnte dem Ganzen die Schärfe nehmen, weil es hier nicht um einen Heilberuf, sondern um etwas Grundsätzliches geht.

    Das verstehe ich nicht ganz. Homöopathika sind ja nicht unwirksam, nur geht ihre Wirkung nicht über die eines Placebos hinaus. Sie besitzen nur keine spezifische Wirksamkeit, die man mit irdischen Mitteln bestimmen könnte.

    Ich denke erstens, dass die Grundlage der Medizin die Wissenschaft sein soll. Daneben steht zweitens die Aufklärung des Patienten und die Mit-Einbeziehung in Therapieentscheidungen. Wer auf dem Stand der Wissenschaft ist und trotzdem wissentlich Therapeutika verabreicht die nach diesem Stand der Wissenschaft als Placebo gelten müssen, ohne den Patienten über die Abwesenheit von Evidenz zu informieren, handelt unethisch. Wer ein Placebo verabreicht, und dabei auf die Abwesenheit von Evidenz hinweist, kann sich die Gabe sparen, denn dann verliert das Placebo wahrscheinlich seine positive Wirkung. Das ist ein Dilemma, aus dem man so einfach nicht herauskommt.

    Es ist natürlich ein Unterschied, ob der Behandelnde selbst daran glaubt oder nicht! Und es macht auch einen Unterschied, ob man eine experimentelle Therapie anwendet, für die es möglicherweise noch keine Evidenz gibt, oder wie im Fall der Homöopathie hunderte Versuche, die in der Gesamtschau keine spekzifische Wirksamkeit nachweisen.

  34. Hi Martin B.,

    Sie schreiben:

    „Ich denke erstens, dass die Grundlage der Medizin die Wissenschaft sein soll.“

    Ja das stimmt, aber das Problem ist, dass die Wissenschaft nicht ausreicht.

    Einem Patienten mit Bluthochdruck kann man ein blutdrucksenkendes Mittel geben, aber die Ursache des Bluthochdrucks wird damit nicht beseitigt. Die Ursache kann alles Mögliche sein, insbesondere etwas, was wissenschaftlich überhaupt nicht fassbar ist, zum Beispiel mangelnde Selbstbestimmung im Beruf. Man kann dann zwar lindern, aber andere Beschwerden treten dann irgendwann als Folge an anderer Stelle auf. Ich komme aus einer Familie mit vielen Ärzten, die mir gesagt haben, dass 70 Prozent aller Patienten genau solche Krankheiten haben, die letzlich durch fremdbestimmte Lebensweise, mangelnde Liebe und ein unerfülltes Leben hervorgerufen werden, (ganzheitliche Diganose) und gegen die kein Mittel aus der Apotheke wirken kann.

    Der Rückgriff auf die Wissenschaft greift zu kurz. Sie ist notwendig aber nicht hinreichend für eine Heilung.

    Also was tun ? Welchen Rat wollen Sie 70 Prozent der Patienten geben ? Sollen sie weitere Medikamente schlucken, diesmal gegen neue Symptome oder gegen die Nebenwirkungen der Medikamente ? Oder sollen diese als psychsch krank zum Psychologen oder Psychoterapeuthen weitergereicht werden ?
    Oder zum Pfarrer ? Oder zum Esotheriker ? Wohin mit Ihnnen ? Wo sind die Leute, die sich verantwortlich mit ihnen befassen ?

    Ich denke, man muss darauf eine Antwort haben, wenn man über Heilberufe spricht.
    Es handelt sich ja nicht um Einzelfälle, sondern um ein Massenproblem. Die Wissenschaft sagt Ihnen dazu nichts.

    Man kann zu den Heilpraktikern stehen wie man will (ich stehe diesen auch kritisch gegenüber), aber sie füllen hier eine Lücke, und es liegt am genannten Problem, dass Wissenschaft hier kaum eine keine Rolle spielt, und nicht am mangelnden wissenschaftlichen Verständnis. Es gibt natürlich unter diesen gute und schlechte, Spinner und Seriöse, aber die Abschaffung dieses Heilberufes löst das Problem eben nicht, sondern würde es nur verschärfen.

    Grüsse Fossilium

  35. Schlechte Entwicklung

    Ich muss die Homöopathie gegen diese unqualifizierten blinden Verurteilungen verteidigen. Ich habe selbst gesehen, wie mit homöopathischen Kügelchen über Monate hinweg gefährliche Bakterien aus dem Körper ausgeleitet wurden und sich Zysten wieder zurückgebildet haben, die die normale Medizin unter hohem Risiko, dass sich die Bakterien im Körper verteilen, herausgeschnitten hätte.
    Die Wirkungsnachweise dauern dem heutigen Hektiksystem wohl einfach zu lang.

  36. Zuersteinmal muss ich mich bei @Fossilium entschuldigen, da ich seine Antwort übersehen hatte.

    [D]as Problem ist, dass die Wissenschaft nicht ausreicht. […] Ich komme aus einer Familie mit vielen Ärzten, die mir gesagt haben, dass 70 Prozent aller Patienten genau solche Krankheiten haben, die letzlich durch fremdbestimmte Lebensweise, mangelnde Liebe und ein unerfülltes Leben hervorgerufen werden, (ganzheitliche Diganose) und gegen die kein Mittel aus der Apotheke wirken kann. Der Rückgriff auf die Wissenschaft greift zu kurz. Sie ist notwendig aber nicht hinreichend für eine Heilung.

    Warum sollten diese Ursachen nicht wissenschaftlich untersuchbar sein? Warum sollte das nur „ganzheitlich“ fassbar sein?

    Der menschelnde Aspekt kommt in der Diskussion viel zu kurz, da stimme ich ihnen zu. Natürlich kann man gegen einen kaputten Lebensentwurf nicht sinnvoll mit Pillen gegensteuern. Da unser Gesundheitssystem aber eine Entmenschlichung des Patienten begünstigt, sehe ich schlechte Karten für eine Rolle des Arztes als Lebensberater.

    Aber: Jeder Arzt wird einen darauf hinweisen, dass zu viel Stress, wenig Schlaf, Alkohol, ungesundes Essen auch ganz physiologische Effekte haben können. Um diese Umstände an Patienten zu erkennen, muss er/sie diese aber genau genug kennen und kann erst dann auch konkrete Handlungsvorschläge geben.

    Ja, die Heilpraktiker füllen definitiv eine Lücke im Gesundheitssystem. Mein Problem betrifft dabei nur den ganzen magischen Bohei, der sich drumherum abspielt. Geht es nicht auch anders? Etwa bei einem Psychotherapeuten?

    Oder sollen diese als psychsch krank zum Psychologen oder Psychoterapeuthen weitergereicht werden ?

    Was ist an einem Gespräch mit einem Psychotherapeuten so schlimm? Es heißt ja nicht, dass man „kaputt“ ist, wenn man einen aufsucht.

    Nicht zu vergessen: die Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung liegt doch am ehesten bei einem selbst. Die Medizin soll nun richten, was die Leute ihrem Leben vermurkst haben? Wie soll denn der Arzt die Fremdbestimmung aufheben, dem Patienten Liebe geben?

  37. Ausleitmedizin

    dr.med. „Ich habe selbst gesehen, wie mit homöopathischen Kügelchen über Monate hinweg gefährliche Bakterien aus dem Körper ausgeleitet wurden und sich Zysten wieder zurückgebildet haben,“

    Nein, das haben Sie nicht gesehen. Das kann man nämlich nicht sehen. Gesehen haben Sie lediglich, dass sich Zysten zurückgebildet haben. Dass Bakterien mit Homöopathika ausgeleitet wurden, ist reine Spekulation. Da sich in homöopathischen Kügelchen keine wirksame Substanz befindet, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie dasselbe auch ohne die Kügelchen beobachtet hätten.

  38. @Fossilium ,Martin B. :Ruhe in Frieden

    Homöopathie als Placebotherapie ist vereinbar mit dem Grundsatz „Primum non nocere“.

    Doch Homöopathen glauben ja in der Regel an ihre Therapieform. Mit ihr kann man (Zitat aus Furchtbare Mütter und Homöopathie):„.. nicht nur wunderbar nicht heilen, und sich selbst sehr hübsch in Lebensgefahr bringen, nein, es lassen sich auch noch ganz hervorragend Kinder quälen.“

    Im Beitrag Homöopathie kann die Leber kosten wird über die Folgen einer homöopathischen Behandlung (anstatt der schulmedizinischen) bei Autoimmunhepatitis berichtet.

    Fossilium muss natürlich insoweit recht gegeben werden, als dass ein toter Patient auch keine Stresssymptome mehr hat und keines Psychologen oder Psychotherapeuten mehr bedarf.

  39. SPON Homöpathie wirkt nicht das aber gut

    Spiegel-Online berichtet unter Wie Homöopathie plötzlich Krebskranken hilft über eine Studie, die Krebsnachbehandlungen mit und ohne Homöopatie verglich. Allerdings war die Aussagekraft der Studie sehr gering, weil sich die Versuchsgruppen in praktisch jeder Hinsicht voneinander unterrschieden.
    Immerhin gab die Patienten der Homöophatiegruppe eine etwas grössere Lebensqualität an, sie starben aber auch früther. Vergleichbar waren die Gruppen nicht und dennoch erhielt die Studie eine Auszeichnung, denn „dass sich jemand des umstrittenen Themas der Homöopathie in der Krebstherapie angenommen hätte [sei gut]. Jetzt wisse man unter anderem, wie viele Studienteilnehmer man bräuchte, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen und wie verschieden die Patientengruppen sind. „Wir finden das Ergebnis wichtig“, sagt Michalsen. Auf der Basis könne man überlegen, wie weitere Studien gestaltet werden können.“

    Kein Resultat also, und dennoch wurde die Studie bereits von Homöopathieverfechtern als Beleg des Nutzens der Homöopathie in Beschlag genommen.

    Die Details sind im SPON nachzulesen. Jedenfalls habe ich ähnliche Stories schon x-Mal gelesen. Der fehlende Wirkungsnachweis ist eine Konstante, doch das hindert Verfechter nicht daran, diese Therapieform zu verteidigen.

  40. Umsetzung

    Bin etwas spät, ich weiß, aber mich würde doch mal interessieren, wie das eigentlich in der Praxis umgesetzt wird. Ich meine, die Hersteller können ihre Produkte doch einfach verkaufen wie andere Nahrungsmittel auch, dagegen gibt es doch wohl kaum eine Handhabe. Und „Bwratungen“, in denen dieses oder jenes Mittel empfohlen wird, sind doch sicher auch nicht verboten?

  41. Mich würde interessieren, wer von den hier anwesenden das Organon der Heilkunst von Samuel Hahnemann gelesen hat, in dem es ja nur zu einem sehr geringen Teil um die potenzierten Arzneimittel geht.
    Nach meinem Kenntnisstand hat die Homöopathie weit mehr zu bieten als eben diese potenzierten Arzneimittel.

    Ich fände es schön wenn man sich auch einmal über die viel wesentlicheren Grundsätze unterhalten würde wie z.b. das Ähnlichkeitsgesetz, den Wirkungsmechanismus von Arzneimitteln in Aktion und Reaktion, den Wandel von Krankheitszeichen durch Unterdrückung von Symptomen, Hahnemanns Beobachtungen zur Psychosomatik, die mit 100 Jahren Vorsprung mehr als fortschrittlich waren, das selbe gilt auch für seinen Beitrag zur Psychologie, ganz zu schweigen von den ethischen Vorschriften die er seinen Schülern gab, etc.

    Ich denke das sind die Themen die bei der Betrachtung der Homöopathie gleichermaßen berücksichtigt werden sollten, da sie Grundpfeiler nicht nur der Homöopathie, sondern Naturgesetze im Verlauf von Gesundheit und Krankheit beschreiben.

    Desweiteren möchte ich noch kurz zwei Probleme in der Durchführung von klinischen Studien in der Homöopathie ansprechen:

    1. Wird in der Homöopathie jeder Fall genau individualisiert weshalb sie wie keine andere Therapiemethode vom Wissensstand des Therapeuten abhängt. Die Behandlung einer einfachen Blasenentzündung kann in einem komplizierten Fall für einen durchschnittlichen Homöopathen ein großes Problem darstellen wohingegen ein anderer Homöopath mit sehr viel Erfahrung den Fall problemlos löst.

    2. Sind zwei Fälle in denen die selbe Diagnose gestellt wird aus homöopathischer Sicht durchaus nicht gleich zu behandeln. Eine einfache Blasenentzündung kann in einzelnen Fällen Jahre brauchen bis sie zu einer vollständigen Heilung kommt. Das stellt ein großes Problem von klinischen Studien dar, da der Beobachtungszeitraum und der damit verbunde korrekte Heilungsverlauf keine Beachtung finden.

    Ich bitte sie zu beachten, dass die Homöopathie eine empirische Wissenschaft darstellt und es um sie zu verstehen nicht ausreicht mal hier oder da einen Artikel gelesen zu haben und daraufhin zu glauben man habe sie vollständig verstanden. Umgekehrt wäre es ja ebenso anmaßend das Studium der Medizin durch das lesen einiger Artikel ersetzen zu wollen und sich fortan Arzt zu nennen.

    Daher bitte ich sie: setzen sie sich damit auseinander bevor sie eine Methode verwerfen, deren System auf Naturgesetzen basiert und deren einziges vergehen ist, dass sie ihrer Zeit schon immer und leider nich immer weit voraus war. Zu diesem Thema bitte ich sie auch den folgenden Artikel zu beachten, da er den Grundstein einer wissenschaftlich adequaten Erklärung für die Wirksamkeit von Homöopathischen Hochpotenzen bietet

    http://www.homeoint.ru/…culate%20perspective.pdf

    Buchempfehlung:
    1. Organon der Heilkunst – Dr. Samuell Hahnemann
    2. Zur Theorie der Homöopathie – Dr. James Tyler Kent
    3. The Science of Homeopathy – George Vithoulkas
    4. A new model for health and disease – George Vithoulkas

  42. @Sebastian:

    Ich habe im Organon gelesen, aber es beileibe nicht *durch*gelesen. Ds tut der Sache aber keinen Abbruch, die Grundsätze der Homöopathie sind trotzdem bekannt. Hahnemann war sicher seiner Zeit voraus, was systematische Arbeitsweise angeht, aber es war eben doch eine Zeit der Vorwissenschaft. Es mag auch sein, dass Hahnemann viele interessante Ideen hatte, allerdings gehören weder das Simile-Prinzip, noch die Potenzierung zu seinen besten Einfällen. Das Simile-Prinzip ist spätestens mit dem Aufkommen der Pharmakologie und den Kenntnissen über Krankheitsmechanismen auf mikrobiologischer und molekularer Ebene nicht mehr haltbar und für die Wirkungsverstärkung durch Potenzierung gibt es bis heute keine plausible Erklärung. Auch die Pseudo-Veröffentlichung in Homeopathy ändert daran nichts. Es ist müßig, nach Erklärungen für einen Effekt zu suchen, den man nicht zuverlässig reproduzieren kann. Wenn der Effekt so klein oder so anfällig gegenüber äußeren Einflüssen ist, dass man ihn nur unter schlimmsten Verrenkungen feststellen kann, ist er für die Praxis einfach irrelevant. Und vergessen sie nicht, dass man bei einer Wirksamkeit der Homöopathie auch von Nebenwirkungem ausgehen muss, die in der Literatur auch dokumentiert sind. In jede, Fall hat die Homöopathie keinen über ein Placebo hinausgehenden Nutzen.

    Apropos Literatur & ihre Kritik an den Studien: Wenn Homöopathen eine Homöopathie-Studie planen, gehe ich davon aus, dass sie gute Therapeuten heranschaffen, um ihre Thesen zu belegen. Mangelnde Qualität halte ich für kein gutes Argument, um die Abwesenheit des Wirksamkeitsnachweises zu erklären. Und natürlich gibt es individualisierte Homöopathie-Studien. Die Effektgrößen in den Studien mit und ohne Individualisierung unterscheiden sich kaum.
    http://scilogs.spektrum.de/…r-studien-zur-hom-opathie

  43. @ Martin

    Es tut mir sehr leid, aber aus meiner Sicht macht die Tatsache, dass sie das Organon bzw irgendein anderes Lehrbuch zur Homöopathie „beileibe nicht durchgelesen“ haben eine fachliche Diskussion unmöglich. Um die Homöopathie zu begreifen ist ein mehrjähriges Studium notwendig. Ein derartiges Fachwissen kann unmöglich in eine Blog Antwort passen. Daher auch meine Eingangsfrage wer sich unter den hier anwesenden ernsthaft mit der Homöopathie auseinanderngesetzt hat. Aber nun gut. Ihre Stellungnahme kommentiere ich daher in der entsprechenden Kürze.

    Hahnemanns Beobachtungen zu Arzneimittelreaktionen wurden durch die Pharmakologie nicht widerlegt. Bitte lesen das Prinzip von Aktion und Reaktion im Organon nach (§63-67).

    Dass potenzierte Arzneimittel deutlich besser wirken ist ein empirischer Fakt, erbracht von Homöopathen aller Generationen.

    Was sie als Nebenwirkung von homöopathischen Arzneimitteln (ich bitte zu beachten das homöopathisch bedeutet: Dem Krankheitsfall am ähnlichsten, weshalb das bloss potenzierte Arzneimittel deshalb noch nicht homöopathisch ist, es wird homöopathisch durch den entsprechenden Krankheitsfall) Heilungsreaktionen sind. Wenn Beispielsweise ein Patient nach einer langjährigen mit Cortison behandelten Akne Asthma entwickelt und unter homöopathischer behandlung das Asthma geht und die Akne zurückkehrt ist das keine Nebenwirkung sondern der einzig korrekte Heilungsverlauf. Bitte lesen sie zu diesem Thema die Bücher von George Vithoulkas. Ein anderer Fall ist es wenn sich jemand Beispielsweise mit einer D2 von Arsen vergiftet. Das ist keine Nebenwirkung sondern fahrlässige Vergiftung, aber ich denke nicht dass sie einen derart unhomöopathisches Beispiel meinten, da derartige Fälle zum einen mit hochpotenzen ausgeschlossen sind und zum anderen kein seriöser Homöopath große Mengen nahezu unpotenzierter und hochtoxischer Arzneien verschreiben würde.

    Zu den Studien möchte ich noch erwähnen, dass homöopath kein geschützer begriff ist, demnach ist es schwer zu sagen, ob jemand die Studie durchführt, der 30 Jahre erfahrung hat, oder jemand der ein wochenendseminar besucht hat. Ein Problem, dass besonders dort bedenklich wird, wo nicht mehr durchsichtig ist wer die Studie bezahlt. Ich hoffe sie verstehen die Problematik.
    Jedoch gibt es durchaus Studien die von renomierten Homöopathen durchgeführt wurden, als Beispiel sei hier die Arbeit von Dr. Heiner Frei genannt

    http://www.hahnemann-congress.org/…perKinder.pdf

    Zum anderen ist jeder Mensch verschieden, wie ich bereits erwähnt habe, und ein Heilungsverlauf, der sich nicht auf das verschwinden eines Leitsymptoms stützt, aber nicht länger als bsp ein Jahr dauern darf ein großes Problem, da in komplizierten Fällen zunächst ausschließlich Veränderungen auf anderen Ebenen des Organismus stattfinden können und das in der Studie beobachtete Leitsymptom keine Besserung zeigt. Dieser Heilungsverlauf kann dennoch positiv sein, und längerfristig zu einer echten Heilung statt zu einer Verschiebung von Symptomen hin zu chronischer Krankheit oder Psychischer Störung.


  44. Um die Homöopathie zu begreifen ist ein mehrjähriges Studium notwendig. […] Ihre Stellungnahme kommentiere ich daher in der entsprechenden Kürze.

    Ihre Argumentationsweise ist eine bekannte Immunisierungsstrategie gegen Kritik. Sie behaupten einfach, die Gültigkeit meiner Argumente hätte irgendwas mit der Zahl der von mir gelesenen Bücher zu tun. Das hat sie natürlich nicht – die Argumente stehen für sich selbst. ich gehe davon aus, dass Sie das wissen, aber einfach aus einem Mangel an Argumenten auf diesen ad-hominem-Taschenspielertrick zurückgreifen.

    Hahnemanns Beobachtungen zu Arzneimittelreaktionen wurden durch die Pharmakologie nicht widerlegt. Bitte lesen das Prinzip von Aktion und Reaktion im Organon nach (§63-67).

    Vitalismus darf heute gut und gerne als widerlegt gelten. Die Ausführungen Hahnemanns spiegeln lediglich wider, dass er keine Kenntnis von Mikroben oder anderen Krankheitserregern hatte, oder von Biochemie. Das Simile-Prinzip ist vorwissenschaftlich und primitiv, und ganz ungeachtet dessen ist es rein empirisch nicht haltbar. Es folgt keinem der aus der Toxikologie/Pharmakologie bekannten Mechanismen. Hahnemanns Analogien in §65 sind schlichte und beliebige Beispiele, die genau gar nichts belegen.

    Hahnemanns Selbstversuch mit der Chinarinde, auf dem sein Ähnlichkeitsprinzip gründete, konnte nie reproduziert werden, sehr zum Bedauern der Homöopathen. Was ist Ihre Erklärung dafür?

    Dass potenzierte Arzneimittel deutlich besser wirken ist ein empirischer Fakt, erbracht von Homöopathen aller Generationen.

    Sie wissen offenbar weder, was empirische Wissenschaft bedeutet, noch dass ein Sammelsurium von Anekdoten noch längst keinen belastbarer Beleg darstellen. De facto bleiben Sie den Beleg für die obige Behauptung schuldig.

    Was sie als Nebenwirkung von homöopathischen Arzneimitteln […]

    Sie kennen die aktuelle Literatur zum Thema nicht. Ich meine diese Übersichtsarbeit von Psoadzki et al.) (OpenAccess).

    Jedoch gibt es durchaus Studien die von renomierten Homöopathen durchgeführt wurden, als Beispiel sei hier die Arbeit von Dr. Heiner Frei genannt

    Wer entscheidet also, wer ein guter Homöopath ist, und wer nicht? Lassen Sie mich raten: Ein Guter ist, der in Studien die gewünschten Ergebnisse liefert. Beachten Sie bitte, wenn Sie cherry picking mit Homöopathie-Studien betreiben, dass es starke Hinweise auf einen publication bias gibt, und dass sämtliche Metastudien keine starken Effekte der Homöopathie zeigen konnten. Den Blogartikel, in dem ich Metastudien zusammengetragen habe, finden Sie weiter oben.

  45. Das Argument der Immunisierungsstrategie muss ich leider an sie zurückgeben, denn betrachten wir es mal so: nehmen wir an wir unterhalten uns über die Entstehungsmechanismen der Multiplen Sklerose und sie haben medizin studiert und forschen vielleicht sogar in diesem Gebiet oder es gehört zu ihren Behandlungsschwerpunkten und nun komme ich und behaupte, da ich ja mal ein Buch über Neurologie fast zuende gelesen habe, dass ihre Forschung totaler nonsense ist und bringe viele Argumente die sie natürlich entkräften, die ich aber nicht verstehe, weil ich eben keine Ahnung habe und dann sage ich naja sie wissen schon…

    Die Effekte die Hahnemann beschreibt sind in der Pharmakologie durchaus bekannt. Chronische Obsipation wird durch den Einsatz von Laxanzien nicht geheilt, sondern im Gegenteil verschlimmert (Aktion Reaktion), chronische Kopfschmerzen werden durch analgetika nicht geheilt sondern verschlimmern, eine bekannte Nebenwirkung von Zytostatikan die ja bekannter maßen gegen Krebs eingesetzt werden ist die Entstehung von Zweittumoren. Nur weil die Pharmakologie diese Prozesse biochemisch erklären kann, zumindest manchmal, ist das kein Beweis gegen Hahnemanns Beobachtung, sondern es spricht für seine Beobachtung. Jedoch möchte ich nich hinzufügen, dass diese Reaktion heut weit weniger häufig zu beobachten sind, da die Medikamente deutlich stärker wirken und eine symptomverschiebung dadurch viel schneller erreicht wird als durch die Mittel die zu Hahnemanns Zeiten bekannt waren.

    Der Chinarindenversuch kann wiederholt werden, jedoch ist es sehr unwahrscheinlich Hahnemanns Resultate zu bekommen. Lesen sie die reine Arzneimittellehre. Das sind die Möglichen Symptome die die Chinarinde entfaltet und nur so können Stoffe in niedrigen Dosen wirken. Sie entfalten ihre Wirkung bei den für das Mittel anfälligen Individuen in deren Individuellen Schwachstellen. Überhaupt ist das der Grund warum so stark potenzierte Arzneien eingesetzt werden. Auf diese Weise umgeht man die toxischen Nebenwirkungen und das mittel wirkt nur an der sowieso schon aktivierten Abwehrstelle im Organismus. Das ist ein Grundprinzip der Homöopathie sind sie sicher dass sie nicht mal A new model for health and disease lesen möchten?

    Bei dem empirischen Beweis den ich meine Handelt es sich nicht um ein Sammelsurium an Einzelfällen, sondern um die Patientendaten von hunderten wenn nich Tausenden Homöopathen die damals wie heute an Universitäten Lehren und in Krankenhäusern arbeiten. In Deutschland ist das leider alles vor die Hunde gegangen und das aufgrund der Polarisierung von Seiten der sogenannten Schulmedizin. Ich bin sicher sie kennen sich auch mit der Geschichte der Medizin und den schmutzigen Geschäften rund um die Vorherrschaft auf dem Arzneimittel Markt bestens aus.

    Die „Studie“ von Psoadzki ist mir tatsächlich bekannt. Ich bin mir nur nicht sicher was sie daraus schließen, kritisieren sie doch die homöopathie für die angebliche Wirkungslosigkeit ihrer Arzneimittel und Potenzen über C12 geben dann aber an dass es „almost certain“ sei, dass ein Patient (nebenbei sammelsurium an Einzelfällen) nach der Einnahme von Potenzen reichend von C1000 bis C10000 Blasenkrebs und eine nicht weiter spezifizierte „Herz Krankheit“ entwickelte. Also sagen sie mir können Hochpotenzen das? Ist da etwas drin was solch unglaubliche Wirkung entfaltet? oder ist nichts drin? aber woher dann der Blasenkrebs? Soweit ich das überblicken konnte sind alle anderen Fälle Niedrigpotenzen und damit auf fehlendes Wissen der Behandler zurückzuführen, sprich Pfuscherei, denn wenn ich als Mediziner einem Patienten einen STOFF verabreiche sollte ich vorher geklärt haben ob der Patient womöglich allergisch ist. Wenn ich einen Stoff einsetze der, wie Aconit oder Arsen, in sehr geringen Mengen toxisch wirkt dann sollte vorher klar sein, dass die möglichkeit einer vergiftung besteht. Aber dafür die homöopathie verantwortlich zu machen ist schlicht unverschämt. Wenn ein Patient durch eine i.v. injektion Procain einen Anaphylaktischen Schock entwickelt und stirbt sagt man doch auch nicht oh Procain ist ja ein ganz furchtbares Zeug das muss verboten werden. Ich bitte sie.

    Ein renomierter Homöopath ist einer der gezeigt hat, dass er etwas davon versteht. Hier die Referenz Liste:
    Medizinstudium an der Universität Bern
    SKH-Einsatz in Tschad und Niger
    Staatsexamen 1977
    Spezialisierung in Pädiatrie an den Kinderkliniken von Bern und Luzern, mit Schwerpunkten in Kinderchirurgie, Neonatologie, Intensiv- und Entwicklungsmedizin.
    Oberarzt für pädiatrische Hämatologie/Onkologie an der Universitätskinderklinik Bern von 1984 bis 1987. Seit 1987 kinderärztliche Praxis.

    Na sowas der Mann sollte sich jetzt zumindest in Human Medizin und mit Kinder auskennen oder?

    sehen wir weiter

    – Im selben Jahr Beginn der Ausbildung in klassischer Homöopathie.
    – Lehrtätigkeit in der Schweiz und an internationalen Seminaren und Kongressen seit 1994.
    Von 2001 bis 2005 Präsident der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Homöopathie.
    Ah Präsident sieht so aus als würden seine Kollegen auch finden, dass er was davon versteht und sein Schwerpunkt ist Pädiatrie, könnte mir schon vorstellen, dass das einfach der richtige für den Job war und dass die Studie deshalb deutlich positiv ausgefallen ist.

    Aber ich weiß wie das ist, wir beharren beide auf unseren Meinungen. So viel wir uns auch darüber streiten wir werden uns nicht einig, aber bitte seien sie kein Faschist. Ich bin nicht für die Abschaffung der Schulmedizin, im Gegenteil, ich bin der Meinung wenn man aufeinander zugehen würde könnte man unglaubliches erreichen.

    und damit sie noch was zu meckern haben noch das Pharma argument ^^ wussten sie dass die Pharmaindustrie allein mit verschreibungspflichtigen Medikamenten 33 milliarden euro Umsatz gemacht hat und mit allen alternativen also nicht verschreibungspflichtigen lediglich 5 milliarden. Könnte das erklären warum die Pharmakonzerne Studien zur verunglimpfung der Homöopathie bezahlen? Warum sie Bücher verlegen und Stimmung machen gegen alternative Heilverfahren?

  46. Zitat:

    „…entzieht sich schlicht einer objektiven Sichtweise.“

    -> Was bezüglich der Homöophatie scheinbar einleuchtend und überzeugend klingt, klingt bezüglich des Gehirns und des Bewusstseins absurd. Und doch ist es so wahr, wie bei der Homöophatie.

    „Man muß es glauben“… gilt für mehr Dinge im Leben, als man denkt. Dann glaube ich zuweilen lieber an Zuckerkugeln, als an Menschen die meinen, sich selbst besser zustellen, indem sie anderes verhöhnen und niedermachen.

  47. Pingback: Zucker aus der Apotheke

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