Erbe der Menschheit

In einer Zeit, in der uns eine Horde von Kleinkriminellen so den Kopf verdreht hat, dass unser Blick starr auf die Gefahr durch „arabische Männer“ gerichtet ist (während gleichzeitig wegen der zu erwarteten Gewalttätigkeit der deutschen Fans wieder ein Fussballspiel ohne Publikum stattfinden muss) – in so einer Zeit tut es gut, mal einen großen Schritt zurück zu tun, und sich das Ganze aus der (historischen) Distanz anzuschauen.
Und was mir da so durch den Kopf geht: Mit welcher Freude und Selbstverständlichkeit wir die Zeugnisse räumlich und zeitlich entfernter Hochkulturen als unser eigenes Erbe in Anspruch nehmen. Zu schön ist doch der Gedanke vom „Erbe der gesamten Menschheit“, in dem „die Zeugnisse menschlicher Schöpferkraft“ vereint sind (so in etwa formuliert es das Welterbe-Programm der Unesco). Da verstehen wir uns gern als Mensch unter Menschen.

 

KudurruSMB_Berlin

Unser aller Erbe: Die knapp einen halben Meter hohe Stele vom Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. stammt aus Babylonien. Solche Urkundensteine wurden im Babylonischen Reich wohl an öffentlich zugänglichen, aber geschützten Orten aufgestellt, etwa im Tempel. Der König, in diesem Fall Marduk-apla-iddina II., band ihm wichtige Personen durch die Schenkung von Land. Die Keilschrift beginnt mit dem Lob des Herrschers, beschreibt die Verdienste seines Tempelbeamten Bel-ache-eri und schließt mit einem warnenden Fluch gegen Zuwiderhandlungen. Der König ist links, der Beschenkte rechts dargestellt. Eine sehr schöne zoombare Ansicht gibt es hier. Foto: Vorderasiatisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

 

Wenn es ungemütlich wird, errichten wir dann aber schnell strikte Grenzen zwischen uns und den anderen und unterstellen über die individuellen Prägungen hinaus gravierende Unterschiede, etwa zwischen dem arabischen und dem deutschen Mann. Plausibel?  Vorsicht: Was jetzt mit dem harmlos klingenden Etikett der soziokulturell anders geprägten Mentalität daherkommt, kann schnell ganz, ganz gruselig werden. Ja, es sind vorwiegend Männer aus arabischen Ländern, die hier ankommen. Aber vor allem anderen sind sie jung und unglücklich. Einem ungeheuren Erfolgsdruck ausgesetzt. Verzweifelt und traumatisiert.
Solche echten Menschen (und gar eine Million davon) sind natürlich irgendwie unübersichtlich und ein Haufen Individuen ist viel schwerer zu handhaben als ein homogener Block aus dem Ruder laufender Araber. Auch nicht schön ist, sich darüber klar werden zu müssen,was immer und überall gilt: dass jedes Opfer zugleich auch Täter sein kann.

Warum nehmen wir das Erbe der Menschheit nicht als Ansporn. Stellen wir es nicht nur brav in Vitrinen, sondern führen wir es fort – als Teil einer Entwicklung, die vor vielen Tausend Jahren begonnen  und viele Rückschläge erlitten hat. Jedem einzelnen ein wenigstens halbwegs zufriedenes Leben – wo auch immer – zu ermöglichen, das wäre eine hehre Aufgabe, einer heutigen Hochkultur mit all ihren Möglichkeiten würdig.

Nebenbei: Die babylonische Stele stammt aus dem heutigen Irak, dem Gebiet, aus dem allein im Dezember 2015 4875 Menschen zu uns kamen.

Ich arbeite als Journalistin, Sachbuchautorin und Bildredakteurin. Als Kunsthistorikerin begeistern mich die spannenden langen oder kurzen Geschichten hinter den sichtbaren Gegenständen – seien sie hunderte von Jahren alt oder erst wenige Tage. Insofern ist für mich eigentlich alles Menschengemachte ein "Denkmal", nicht nur das, was bewusst zur Erinnerung an eine Person oder an ein Ereignis errichtet wurde – zum ehrenden Gedenken oder mahnend. Am schönsten finde ich die vielen heute als Kulturdenkmale verehrten Reste, denen früher niemand einen besonderen Erinnerungswert beigemessen hätte. Zum Beispiel die in Pompeji erhaltenen Zeugnisse antiker Vergnügungskultur. Welche Schlüsse wohl dereinst aus den Relikten unserer Welt gezogen werden?

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  1. Ja vieles existiert vor allem in unseren Köpfen: Das erhabene Menschheitserbe, der Flüchtling ohne Hintergrund und Geschichte, einfach als Topos und Verkörperung des verfolgten und vertriebenen Menschen.

    Es ist erstaunlich wie wenig selbst Gebildete über die Welt ausserhalb ihres Reviers wissen. Es stimmt zwar, dass ganz früher das Revier/die einem bekannte Welt für viele schon an den Dorf/und Stadtgrenzen endete. Aber heute endet sie spätestens an den Grenzen von Europa respektive für US-Amerikaner an den Grenzen der USA.

    Ein gutes Beispiel für ein solches recht schockierendes Unwissen gab der Justizminister Deutschlands Heiko Mass ab. Nach den Vorfällen von Köln twitterte er in alle Welt hinaus, Übergriffe von Köln müssen geplant gewesen sein und er schrieb dazu;

    „Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein. Niemand kann mir erzählen, dass das nicht abgestimmt oder vorbereitet wurde“,

    Dabei brauchte es überhaupt keine konspirative Verschwörung von seiten der Flüchtlinge und Nordafrikaner, die am Bahnhofplatz Köln Frauen abfingen. Solche Vorkommnisse sind nämlich in Nordafrika nicht zu selten und damit allen Menschen von dort vertraut. Man musste ihnen genau so wenig sagen wie das abläuft wie man Schulkindern erklären muss, wie ein Fussballspiel funktioniert.

    Es gibt eben immer noch sehr grosse Unterschiede zwischen den Lebensverhälntissen in verschiedenen Weltgegenden. Und viele dieser Unterschiede werden von uns ferngehalten oder wir wollen es gar nicht so genau wissen.

    • @ Herr Holzherr :

      Wenn Sie reingrätschen wollen, versuchen Sie es vielleicht mal wie folgt:
      1.) Es liegt keine ‚Horde von Kleinkriminellen‘ vor.
      2.) Es geht nicht um ‚Männer‘ einer bestimmten Herkunft, es geht um Kultur.
      3.) Es ist ein wichtiger Unterschied, ob ein Fußballspiel als UEFA-Strafe ohne Publikum auskommen muss, oder ob es aus bestimmten anderen Gründen abgesagt wird.

      Ansonsten könnte noch ein wenig „herumgenickelt“ werden, was die, nun, vielleicht, abär nur vielleicht vorliegende Romantisierung(‚Aber vor allem anderen sind sie jung und unglücklich. Einem ungeheuren Erfolgsdruck ausgesetzt. Verzweifelt und traumatisiert.‘) betrifft und bei dieser Einschätzung (‚dass jedes Opfer zugleich auch Täter sein kann‘).

      MFG
      Dr, W (der in der Folge i.p. Kritik natürlich sparsamer werden wird, Frau Dr. Bambach sehr schätzt und insofern nur ganz einmalig ungünstig aufgesteift ist)

      • Danke für die Blumen! Zu 1. Wer klaut ist kriminell. In jedem Land.
        Zu 2. Ich finde auch, dass es nicht um Männer gehen sollte, aber darauf läuft die Diskussion momentan oft heraus, siehe z. B. die ZEIT in dieser Woche. Zu 3. Ich verstehe vielleicht zu wenig von Fußball – aber es ging am vergangenen Wochenende doch darum, dass die erforderlichen Sicherheitsaufwendungen als zu hoch angesehen wurden, nicht um Strafe.
        In punkto Romantisierung: Stimmt, so wie ich es formuliert habe, klingt es unangebracht pathetisch. Sag ich es mal so: Etwa 70 % der Flüchtlinge sind jünger als 30 Jahre. Dass sie glücklich sind wird wohl niemand behaupten wollen. Dass ihre Flucht viel Geld gekostet hat, wird durch nicht nur durch viele Presseberichte bezeugt, sondern man wird es sich auch kaum anders vorstellen können. Diese Investition muss sich ja irgendwie lohnen – zum Beispiel für die Geldgeber. Lassen wir das mit der Verzweiflung weg. Auf Traumatisierungen gibt es gleichwohl genug Hinweise – auf wieviele das tatsächlich zutrifft, wird sich schwer feststellen lassen.
        Aber dass Opfer auch Täter sein können, das ist sehr wohl eine wichtige Einsicht. Nur weil ich zum Opfer geworden bin, bin ich nicht auf ewig „unschuldig“. Und wenn ich mal was Schlimmes gemacht habe, verhindert das nicht, dass ich irgendwann auch zum Opfer werde. Die Frage ist, ob dabei ein Unrecht das andere aufwiegen soll.

  2. Babylonien ist auf jeden Fall ein guter Einstiegspunkt, um Kultur zu verstehen, auch deshalb, weil der Codex Hammurapi erhalten ist, eine Übersetzung steht bereit und „so richtig“ warm geworden muss hier nicht.
    Überhaupt heißt das Zauberwort ‚Kultur‘ und es muss nicht darauf geschaut werden, wer woher kommt.

    MFG
    Dr. W

  3. Auf Wunsch Dr.Webbaers will ich noch auf die den Beitrag beherrschenden Relativierungen und Psychologisierungen.

    Zitat: “ eine Horde von Kleinkriminellen …
    Ja, es sind vorwiegend Männer aus arabischen Ländern, die hier ankommen. Aber vor allem anderen sind sie jung und unglücklich. Einem ungeheuren Erfolgsdruck ausgesetzt. Verzweifelt und traumatisiert.“

    Frage: Woher weiss die Autorin, dass die jungen arabischen Zuwanderer unglücklich, gestresst, traumatisiert und verzweifelt sind und selbst falls das zutrifft, warum begünstigte dieser Zustand die Übergriffe auf Frauen in Köln? Oder sind es nur unglückliche und verzweifelte Kleinkriminelle, die in Köln Frauen abgefangen haben?
    Antwort: Was in Köln passiert ist, passiert gemäss Samuel Schirmbecks FAZ-Artikel Sie hassen uns praktisch jeden Tag in Nordafrika. Und zu den Tätern gehören fast alle jungen Männer dort , keinesfalls nur Kleinkriminelle.

    Zitat: „unser Blick starr auf die Gefahr durch „arabische Männer“ gerichtet ist (während gleichzeitig wegen der zu erwarteten Gewalttätigkeit der deutschen Fans wieder ein Fussballspiel ohne Publikum stattfinden muss)“
    Frage: Geht es um männliche Gewalt an sich (SPON:sexualisierte Gewalt)?
    Antwort: Die Vorfälle von Köln sind Ausdruck der selbstverständlichen (sexuellen) Gewalt gegen Frauen (Ich hab dich gefangen, nehm dir das Handy, die Ehr und vielleicht mehr). Sogar in den deutschsprachigen Ländern war es vor 40 Jahren nicht ganz ungefährlich für Frauen sich frei und ohne männliche Begleitung im öffentlichen Raum zu bewegen. Vor allem wenn es dunkel wurde. Heute dagegen können sich Frauen in Deutschland so frei bewegen wie nie zuvor. Doch in Nordafrika ist das Gegenteil der Fall. Ohne Verschleirung ist eine Frau dort Freiwild. Und auch mit Verschleierung ist eine Frau ohne Begleitung dort gefährtdet. Wollen die Deutschen zurück zur Zeit wo der öffentliche Raum unsicher war?

    • »Wollen die Deutschen zurück zur Zeit wo der öffentliche Raum unsicher war?«

      Ja, irgendwie scheint man diese Zeiten zu vermissen, nicht nur in Deutschland, fast überall. Man schaue sich nur an, was im Kino und im Fernsehen am erfolgreichsten ist, und was auf dem Buch und Videospielmarkt die höchsten Verkaufszahlen hat. Sicherheit ist langweilig…

    • @ Herr Holzherr :

      Moment, ein dbzgl. Wunsch lag natürlich nicht vor, sondern für Sie die Anregung möglichst punktgenau ‚reinzugrätschen‘; was Ihrem Kommentatorenfreund im kulturalistischen Sinne ja gerade so bitter erscheint, ist die Für- und die Gegenrede, die jeweils -dezent formuliert- suboptimal ausfällt, wenn von bundesdeutschen Kräften vorgetragen, weil regelmäßig irgendwo zwischen niedrig und dull.
      Kulturkritik und gerade auch I-Kritk, ein weiteres Zauberwort, muss Ross und Reiter benennen, die Datenlage steht offen, bspw. in der der sog. I-Phobie unverdächtigen bekannten Online-Enzyklopädie.

      MFG
      Dr. W (der seine bundesdeutschen Pappenheimer natürlich auf Grund zweier länger-wieriger Aufenthalte in der BRD kennt, auch als Klemmies)

    • Zur ersten Frage: Siehe meine Antwort auf den Kommentar von Dr. Webbaer. Und noch dazu: Die allermeisten derzeit in Deutschland befindlichen Flüchtlinge haben mit den Kölner Vorfällen rein garnichts zu tun. Zu dem zitierten FAZ-Artikel: Jeder sieht, was er sehen will. Und zur Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum: Es ist nur wenige Jahre her (gefühlt weniger als ein Jahrzehnt, wäre zu recherchieren), als sich überall in Deutschland „Angsträume“ auftaten, an denen sich Frauen unsicher und bedroht fühlten. Und warum gibt es eigentlich so viele günstig gelegene Frauenparkplätze in den Städten? Damit wir auf unseren Stöckelschuhen nicht so weit laufen müssen?

      • Zitat: „Jeder sieht, was er sehen will.“ und die BotschafterIn dessen was jeder nicht sehen will, wird verunglimpft. Hier in Europa werden muslimische IslamkritikerInnen regelmässig von Linken und Westkritikern diffamiert und Mund tot gemacht. Das war schon bei Ayaan Hirsi Ali der Fall (die sich nun in den USA befindet). Jetzt ist Hamed Abdel-Samad dran (Autor des Buches: Mohammed, eine Abrechnung). Auch die im verlinkten Artikel Sie hassen uns erwähnte Feministin Mona Eltahawy soll bitte ihren Mund nicht aufmachen (sonst wird er zugeklebt)

        Dezidierte Religionskritiker, die sich oft herablassend über das Christentum und die Kirche äusserten, gab es auch hier im Westen In meiner Jugend war die Rebellion gegen die Kirche und ihre Pfaffen gang und gäbe. Doch direkt verboten wurde uns diese Kritik nicht. Viele Erwachsene stimmten zu vielen Kritkpunkten sogar zu.
        Warum ist diese Religionskritik Muslimen nicht erlaubt, nicht einmal hier im Westen. Antwort: Weil gerade die Gutmenschen Muslime oft nicht für voll nehmen, nicht für voll verantwortbar, nicht für kritikfähige Menschen.

        • @ Herr Holzherr :
          Es wird nicht ohne Kulturkritik gehen, diejenigen, die sich nun noch an „Männergewalt“ festhalten und das bundesdeutsche Sexualstrafrecht verschärft sehen möchten – hier gibt vielleicht auch einiges zu tun, denn einige sexuelle Übergriffe gelten wohl rechtlich nur als Beleidigung (!), können dies versuchen eine Weile durchzuhalten, allerdings kommen die Einschläge näher.
          Dass Islamkritiker generell in der BRD diffamiert werden, ist bedauerlich, den ‚muslimischen IslamkritikerInnen‘ wird auf beschriebene abstoßende paternalistische Weise gegengehalten und auch die Unpolitischen und Netten sozusagen verhalten sich hier merkwürdig indifferent und schauen zu oder treten gar mit.
          MFG
          Dr. W (der zudem kürzlich mehrfach gelesen hat, dass Alice Schwarzer lustigerweise von einigen mittlerweile „Rechts-Feministin“ genannt wird)

          • @Webbär

            „Dass Islamkritiker generell in der BRD diffamiert werden, ist bedauerlich, …“

            Kommt auch hier darauf an, welche Brille man aufhat. Ich sehe vor allem, daß Muslime diffamiert werden. Meine Brille ist schärfer.

  4. In ZEIT-online ist gerade ein interessanter Artikel zum Thema erschienen.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/koeln-nordafrikaner-kriminialitaet-polizei

    Problematisch scheinen vor allem Männer aus Algerien und Marokko zu sein. Syrer sind anscheinend wenig problematisch. Es gibt große Mentalitätsunterschiede zwischen den Ländern arabischer Kultur und auch innerhalb dieser Staaten. Von Traumatisierung kann man wahrscheinlich bei Bürgerkriegsflüchtlingen sprechen, die selbst Schlimmes erlebt haben. Andere leiden unter dem chronischen Stress prekärer Verhältnisse, die ständige Suche nach Arbeit, Geld, Unterkunft.
    Detailfragen sind schwer wissenschaftlich zu beantworten, weil man keine repräsentativen Umfragen machen kann, die Verhältnisse sind viel zu dynamisch.

    • Vielen Dank für den – man muss es leider schon sagen – mutigen Blogpost, liebe @Eva. Nicht wenige scheinen nur auf die Gelegenheit gewartet zu haben, endlich ungehemmt gegen Menschen anderer Hautfarbe und Religion anwettern zu können – gerade auch solche, die sich zuvor am lautesten über „emanzipierte Frauen“ und „Genderwahn“ empört haben…

      Danke auch @Paul Stefan für den Link – den ich auch hatte setzen wollen, aber da war eben jemand schneller! 🙂

      • Na ja, ich denke auch, dass die Bildung einen gewissen Grund für die Unterschiede im Verhalten hat -Syrien soll ein ganz gutes Bildungssystem haben und der Anteil derjenigen, die einen Hochschulabschluss, haben, soll hoch sein (habs noch nicht geprüft -war ein web-Artikel, allerdings haben B. Assad und seine Frau im Westen studiert und weiss deshalb, wie wichtig Bildung ist und Syrien wollte eine dollarunabhängige Währung einführen, wie Iran, Russland und China auch … -erklärt vielleicht einiges der politischen Vorgänge) und der Grund, warum sie hier her kommen -ob aus wirtschaftlichen Gründen oder auf der Flucht vor dem Krieg kamen bzw. mit oder ohne Familie (Kinder).

        • „Syrien wollte eine dollarunabhängige Währung einführen, wie Iran, Russland und China auch … -erklärt vielleicht einiges der politischen Vorgänge…“

          Kaum, vor dem Krieg war Syrien weltwirtschaftlich wenig bedeutend, aber vom westlichen Bankensystem auch ziemlich unabhängig.

  5. Der Vorfall von Köln ändert nichts am Flüchtlingsproblem und Länder können durch Aufnahmebereitschaft Not lindern und vielen eine neues Leben ermöglichen. Den Flüchtlingen ist aber am besten geholfen, wenn die Staaten, die sie aufnehmen, die Flüchtlinge erfolgreich integrieren und nicht selbst destabilisiert werden. Ein paar „Kleinkriminelle“ (Zitat von oben) – selbst wenn es 5% der Aufgenommenen wären – kann und sollte aber nicht alles über den Haufen werfen und vor allem sollte es die Lebensverhälntisse im Aufnahmeland nicht grundlegend ändern. Und das tut es auch nicht, wenn die Gesellschaft richtig daruf reagiert. Wer aber den Vorfällen von Köln mit Relativierung begegnet wird und sie auf die gleiche Stufe setzt wie die Gewalttätigkeit deutscher Fussballfans, der schafft damit eine neue Normalität – und Gewalt im Fussballstadium war zeitweise in vielen Ländern der Normalfall.

    Wie aber soll man den kulturellen Faktor in die Diskussion und das Denken einfliessen lassen? Die Autorin schreibt dazu: Was jetzt mit dem harmlos klingenden Etikett der soziokulturell anders geprägten Mentalität daherkommt, kann schnell ganz, ganz gruselig werden.. Gregor Diez von SPON will ebenfalls nicht über Kultur sprechen, denn er sieht die Diskussion als Beginn eines Kulturkrieges:

    Köln ist dafür das beste Beispiel. Was dort passierte, war schlimm. Es gibt Gesetze, die das regeln, in diesen Gesetzen spiegeln sich die Werte dieser Gesellschaft. Es ist ein Wesen der Rechten, dass sie gern nach Werten rufen, obwohl es Gesetze gibt. Sie haben ein kulturalistisches Weltbild, sie leiden seit langer Zeit unter einem Zustand, den man auch das Samuel-Huntington-Syndrom nennen könnte.

    Sie sehen, mit anderen Worten, überall Kulturkriege. Weil sie selbst Kulturkrieger sind. Sie beschreiben die Welt mit ihren Worten. Sie kommen nicht so leicht aus ihrem Kopf heraus

    Doch von Kulturunterschieden zu sprechen, die im Zusammenleben zu Problemen führen können, muss nicht zu Kutlurkriegen führen. Engländer und US-Amerikaner haben überhaupt kein Problem Kutlurunterschiede als Problemfaktoren zu bennen. Ich erinnere mich an das Buch Outliers von Malcom Gladwell in dem es um die Voraussetzungen von aussergewöhnlichen Leistungen geht – und auch um (kutlurelle) Faktoren, die solche Leistungen erschweren. Er schreibt dort über eine Gegend im Mittleren Westen der USA wo ein ausgeprägter Ehrenkodex immer wieder zu schlimmen, gewaltätig ausgetragenen Familienfehden führte. Er erklärt das mit der Herkunft der Leute aus ehemalig ländlich, patriarchialisch strukturierten Gesellschaften des europäischen Ostens. Kein einziger Kritker hatta an dieser Anaylse und der Erklärung von Gewalt mit kulturellen Unterschieden etwas auszusetzen.
    Und der Titel des dieswöchigen Economist (engl. Zeitschrift) lautet gar Crossing the line – Migrant men, European woman and the cultural divide, ein Titel der in Deutschland undenkbar wäre (Der Spiegel-Titel dieser Woche lautet dagegen STAATSOHNMACHT).
    Der Unterschied zwischen der angloamerikansichen Sicht auf Kulturunterschiede und der Kontinental-Europäischen liegt wohl darin, dass viele Europäer sie – die Kulturunterschiede – als unübewindbar halten während Amerikaner sich als Land von Immigranten an Kulturunterschiede gewohnt sind und am Schluss doch alle ursprünglich kulturell so unterschiedlichen Immigranten Amerikaner werden. Europas Nationen dagegen sind viel stärker ethnisch geprägt und ethnisches Denken gehört zum Alltag. Das geht so weit, dass man hier oft Dinge hört wie „ein Südländer [ein Bewohner Italiens, Spaniens, Portugals] bleibt ein Südländer, er wird nie das Arbeitsethos eines Deutschen haben“. Diese Art von Vorurteil besteht darauf dass Unterschiede nicht übverwunden werden können, dass sie für immer bestehen bleiben. Vor diesem Hintergrund ist es tatsächlich äussert problematisch Kulturunterschiede als Quelle von Problemen zu benennen, denn es würde bedeuten, dass die Probleme grundsätzlich nicht überwunden werden können.

    • Kulturunterschiede werden gemacht und manchmal blitzschnell wieder eingeebnet. Natürlich gibt es faktische Kulturunterschiede, Dinge, die nun mal sind oder nicht; Chinesen essen mit Stäbchen, Europäer nicht. Aber über die Relevanz der Kulturunterschiede entscheidet der, wie man heute so schön sagt, Diskurs. Zwischen Deutschen und Franzosen bestanden vor 100 Jahren im vorherrschenden Denken unüberbrückbare kulturelle Unterschiede und es gab einen kaum mehr steigerbaren Haß. Das ist wie weggeblasen. An die Zeit, in der zwischen Norddeutschen („Preußen“) und Süddeutschen kulturelle Unterschiede gesehen wurden, die es für nicht ganz wenige ganz unwahrscheinlich machten, daß sie auf Dauer in einem Staat zusammenleben können, erinnere ich mich noch.

      • Herr Trepl, sie sind eigentlich für eine Weltkultur, wenn sie Kulturunterschiede nur noch in Kleidung und Essgewohnheiten sehen wollen. Wir sind tatsächlich auf dem Weg zu einer Weltkultur. Zufälligerweise (?) ist es das die westliche Kutlur wie sie durch Hollywoodfilme und die Business-Kutlur verbreitet wird.
        Doch es gibt Widerstände gegen diese Weltkultur, es gibt Regionen, wo diese westliche Weltkultur zum Gefühl der Entfremdung geführt hat.

  6. Den Artikel finde ich nicht hilfreich für das angesprochene Problem, weil zu oberflächlich oder besser zu einseitig, eher eine Meinungsäußerung ohne wirklichen wissenschaftlichen Hintergrund [Neurobiologie, Hirn- und Verhaltensforschung, Rangordnung, vorauseilender Gehorsam, Schwarmintelligenz und –dummheit, 😉 ]. Aber gerade in solchen Situationen zeigt sich die Wichtigkeit von Wissenschaft (auch wenn die Erkenntnisse nicht unbedingt erfreulich und für manchen leider gar nicht verdaulich sind und das, obwohl eigentlich jeder, bei entsprechender Ehrlichkeit und der Fähigkeit zu Selbstkritik zugeben muss, dass die Wissenschaft da nicht so falsch liegen kann,…) und Aufklärung in Form von Bildung auch auf diesem Gebiet für die gesamte Bevölkerung das wichtigste Mittel zur Verhinderung solcher Entgleisungen darstellen würde! Aber die Ignoranz von naturbedingten Gegebenheiten hat bis heute eben leider nicht zum Erfolg geführt, sondern eher zu den beschriebenen gefährlichen Effekten –die, verglichen mit anderen Geschehnissen gleichen Ursprungs, noch recht harmlos waren und uns allen Beteiligten und nichtbeteiligten als Warnung dienen sollten -hier waren es nur einzelne Punkte -im Kosovo, Irak, Israel, … und vielen anderen Gebieten, die in der Öffentlichkeit gar nicht auftauchen und auch in D kennen wir solche Zeiten,…, sind das/waren das Bürgerkrieg bis hin zu ethnischen Säuberungen und Weltkriegen -und prinzipiell kann man doch auch schon wieder von einem Weltkrieg sprechen, auch wenn wir in D diesmal noch nichts bzw. fast nichts davon merken, außer besagte Vorkommnisse, … . Viele wichtige Ursachen sind in der Wissenschaft schon längst bekannt, werden aber mehr oder weniger von der Politik aus verschiedensten Gründen verschwiegen -von vorausseilendem Gehorsam über Angst, die eigene Unfähigkeit könnte ans Tageslicht kommen bis hin zu kriminellen, selbstsüchtigem Eigennutz aber die Haltung -das gefällt mir nicht, das wäre ja schlecht und da stecke ich lieber den Kopf in den Sand bis hin zu ich bin der lachende Dritte -die Natur setzt sich durch und ihr ist es egal, ob es den Menschen gefällt oder nicht, die Erde dreht sich auch ohne die Menschheit weiter wie bisher -wir Menschen sind entbehrlich. Und wenn wir überleben wollen, dann müssen wir endlich die inzwischen vorhandenen wissenschaftlichen Grundlagen des menschlichen Verhaltens in Form von Bildung unters Volk bringen, wir müssen diese Erkenntnisse nutzen und unsere Gesellschaft danach gestalten -nicht umgekehrt. Dazu gehört z.B., dass man Lehren aus den Entwicklungen in anderen Gegenden und Konflikten zieht – z.B. in Amerika seit Jahrhunderten, in Israel/Palästina, in der arabischen Welt ebenso und nun eben auch hier -es ist keine Lösung die Flüchtlinge alle hier zwangsweise integrieren zu wollen (zeitweise aufnehmen ja -dazu sind wir moralisch verpflichtet -unsere Politiker tragen schließlich eine Mitschuld am Krieg im Irak, Syrien, …und die wenigsten von uns haben dagegen aufbegehrt, oft sogar mitgemacht) -dem stehen beispielsweise schon entgegen, dass die meisten Flüchtlinge aus lichtintensiveren Gegenden stammen und hier dauerhaft an Lichtmangel leiden, was sich wiederum auf die Psyche (oder volkstümlich Seele) auswirkt und das Verhalten von Menschen erheblich beeinflussen kann. Das sollte man den Flüchtlingen erklären, damit sie überhaupt eine Chance haben zu lernen, damit umzugehen -ebenso welche Auswirkungen Traumata haben -sowohl die, welche sie zu Hause im Krieg oder auf der Flucht hierher, oder aus religiösen Gründen durch beispielsweise die rituellen Beschneidungen und die dauerhaften Nebenwirkungen im Zusammenhang mit neurobiologischen Vorgängen haben, wie viele andere Dinge auch. Und wir hier haben da fast alle die gleiche und gefährliche unbildungsbedingte Naivität wie die Flüchtlinge! Und das deutsche Bildungssystem wird immer schlechter und oberflächlicher, man passt fortwährend die Bildungsansprüche nach unten an, statt dass man die Ursachen für die wachsende Unfähigkeit beseitigt! (Als wenn die stetig rasant steigenden wissenschaftlich-technischen Anforderungen darauf Rücksicht nehmen würden! Die Ursache ist doch hier, wie in vielen anderen Belangen auch, ein völlig falsches Wertesystem bezüglich des „Wertes“ des einzelnen Menschen! (sofern man überhaupt von Wert sprechen sollte!) Der absurde Widerspruch zwischen hochstilisierter Leistungsgesellschaft und einem genauso absurden Menschlichkeitswahn, den immer mehr Menschen in fast schizophrener Art krampfhaft miteinander versuchen zu verbinden und wenn sie dann durch Kritik nicht mehr klar damit kommen, die Rechtfertigung in „der Kritisierende ist ja rassistisch, antisemitisch, …“ finden – das trägt dann solche Blüten wie die der sogenannten Inklusion, wo man krampfhaft versucht, z.B. Kinder mit Downsyndrom in den normalen Lehrbetrieb von Gymnasien zu „integrieren“ ohne zu realisieren, was man den betroffenen Kindern damit antut -genau so, wenn man als Vegetarier/Veganer aus „Tierliebe“ seinen durch Züchtung gewollt missgebildeten Hund auch noch zum Veganer macht und noch nebenbei bemerkt, nicht bedenkt -ist denn die Pflanze kein Lebewesen, nur weil sie für den Menschen nicht hörbar leiden kann?! (Dabei geht es doch eher darum, dass man die Tiere und auch die Pflanzen nicht unnütz leiden lässt und sinnlos massenweise wegschmeißt, also es geht um eine vernünftige Achtung vor anderen Lebewesen!) -oder diese irrsinnige, völlig falsch verstandene Feminismus Gleichberechtigung, die am eigentlichen Problem völlig vorbei geht,….). Gleichberechtigung heißt doch nicht zwangsläufig Gleichheit, da gibt es doch schon einen biologisch bedingten sinnvollen Unterschied -es ist doch nicht ernsthaft anzustreben, dass in Zukunft die Männer die Kinder kriegen?!! Wichtig ist doch dabei die Gleichwertigkeit der Person oder noch besser -was ist die Leistung eines Professors/in wert ohne seine/ihre Sekretärin oder ihre/seine Putzfrau -nichts, denn ohne Unterstützung müsste er das selbst machen und wie weit käme er da? Oder etwas anders noch gefragt: welches Organ ist das Beste -das Gehirn, der Magen, das Herz, der Darm, die Lunge, die Leber, die Nieren -das Bauchfett (auch das ist ein Organ mit wichtigen Aufgaben im Immunsystem!), … ? Darüber sollten wir nach dem Lernen der neurobiologische Grundlagen zuerst und wissenschaftlich sachlich diskutieren -das würde wirklich helfen.
    Weiterhin ist auch ein Kriterium, dass es in D immer noch zu viele Menschen bzw. immer mehr gibt, die das Gefühl haben, es reicht nicht mehr für alle, und das führt eben zu dem bekannten gesellschaftlichen Verhalten, dass Außenseiter ausgeschlossen werden, -gibt es auch im Tierreich! Das, was wir jetzt hier beobachten, hat schon Gustave Le Bon in seinem Buch „Intelligenz der Massen“ (1895) beschrieben (übrigens hat er schon vor Sigmund Freud das sogenannte Unterbewusstsein des Menschen beschrieben! und dieser kannte das Buch sehr gut …). Es ist auch davon auszugehen, wenn man beispielsweise die sogenannten „farbigen“ Revolutionen in den ehemaligen Ostblockländern, den Zerfall der Sowjetunion, die „friedliche Wende“ in D, den sogenannten „arabischen Frühling“ im Zusammenhang mit gewissen unverhohlenen und immer offener gestellten Weltmachtansprüchen betrachtet, dass es auch heute wieder gesellschaftliche Kreise gibt, welche, wie schon in Kriegen vorher, diese gruppendynamischen Prozesse für ihre Interessen schamlos ausnutzen (und diese Erkenntnis ist schon älter als Cäsars Worte „teile und herrsche“) -und dafür missbraucht man die flächendeckende Spionage zur Gewinnung von Erkenntnissen über gesellschaftsdynamische Prozesse -NSA-Skandal, nur dafür (der Einzelne ist da nicht wirklich interessant) -wir sind flächendeckend, ohne dass wir gefragt wurden, als Versuchskaninchen missbraucht worden und das mit dem Ziel, wie kann man die Menschheit am Einfachsten für die eigenen Vorherrschaftsinteressen manipulieren ohne dass sie es merkt und sich dagegen wehren kann. (ähnlich wie in der Werbung).
    Das waren nur wenige Aspekte, die ich für sehr wichtig in diesem Konflikt halte -das Ganze ist wesentlich komplizierte, aber diese oberflächige Diskussion, so, wie sie derzeit geführt wird, wird keine Lösung bringen (nur den Konflikt verstärken, weil sie nicht zum allgemeinen Verständnis aller beiträgt und somit die Verursacher schützt), sondern eher in einer gesellschaftlichen Explosion enden und neben vielen Menschenleben auch viel unwiederbringliches Wissen fordern! (denn jeder Mensch nimmt einen Teil seines Wissens mit ins Grab -das ist dann verloren!). Übrigens Europa ist mit am dichtesten besiedelt -Aussterben ist hier nicht das Problem und massenhafter Zuzug nicht die Lösung, sondern u.a. dieses auf ständiges Wachstum orientierte Finanzsystem (Zinseszins, …) und Wirtschaftssystem gepaart mit der krankhaften Sucht einiger Menschen nach „immer Mehr von Allem“ im Konflikt zu einer gleichbleibend großen Erde.
    (weitere interessanter Literaturhinweise: „Wissen Sie, was Ihr Gehirn denkt?“ von Cordelia Fine, „Der nackte Affe“ und weitere von dem engl. Zoologen Desmond Morris oder auch Gerhard Roth, Franz M. Wuketits, … .)
    LG.
    (Wenn Sie mehr zu Bildung auf diesem Gebiet wissen möchten oder auch Bildung auf diesen Gebieten unterstützen möchten, finden Sie weitere Informationen auf meiner Homepage http://mintiki.de/)
    Als weiteren hilfreichen Beitrag zum Nachdenken möchte ich noch folgenden Artikel empfehlen: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html

    • Ich wollte noch ergänzen, dass man auch über Epigenetik in diesem Zusammenhang nachdenken und diskutieren sollte (da gibt es beispielsweise interessante Erkenntnisse aus ich glaube skandinavischen Studien). Und ich halte es für keine gute Lösung, die Flüchtlinge auf Teufel komm raus alle hier zu integrieren -denn die fehlen ja dann auch zu Hause beim Ausbügeln (Wiederaufbau) des Konfliktes -ich bin dafür, dass man für eine gute Bildung und damit für ein besseres gegenseitiges Verständnis (über das Leben hier, über religiöse/kulturelle Unterschiede und dereren historische Hintergründe, natwisstechn. Bildung und Ausbildung -alles was dann in der Heimat besonders wichtig ist und da müssten wir in D doch noch gute Erfahrungen haben?!) -das wäre wirkliche Hilfe zum Nutzen von allen, sowohl den Flüchtlingen, den dort Gebliebenen als auch der Bevölkerung hier. Wenn sie die Sprache einigermaßen gelernt haben -dann gibt es noch genügend gut ausgebildete Arbeitslose, die das übernehmen können und ich weiß auch mit Bestimmtheit, dass große Mehrzahl das auch wollen! (entgegen der von den Medien und Politikern vorsätzlich herbeigeführtenherbeigehetzten anderslautenden Volks-Meinung).

      • Epigenetik als Hilfe beim Flüchtlingsproblem oder dem muslimischen Frauenbild? Haben sie sich da nicht verirrt? Epigenetik ist ein Forschungsgebiet. Ich kenne bis jetzt keine Therapie, die auf epigenetischen Kenntnissen beruht.

        • In meinen Betrachtungen ging es auch nicht nur um das muslimische Frauenbild (als spezielle Ursache) sondern um allgemeinere, neurobiologische und gruppendynamische Zusammenhänge, welche an solchen Vorkommnissen grundlegend „beteiligt“ sind (die christlichen Missionare und Kreuzritter waren damals ganz bestimmt nicht zimperlich zu den Frauen anderer heidnischer Völker?!) -also mit Islam hat das Frauenbild nicht wirklich so viel zu tun, das ist meines Erachtens eine Fehlinterpretation, die die wahren Zusammenhänge unterschlägt.
          Das „Frauenbild des Islam“ denke ich, kann man gar nicht so eindeutig definieren -wie das Frauenbild der Juden auch, wo die Frau unrein ist zu bestimmten Tagen und auch keine eigenen Haare zeigen darf (man trägt da eine Perücke) und das Frauenbild mancher Christen, wo die Frau auch benachteiligt wird -weil der Koran (Suren, Hadithen), wie die anderen Buchreligionen -also die Thora (Talmud) der Juden und die Bibel (Altes und Neues Testament, Verse) der Christen, … (sind ja miteinander alle verwandt) sich da offenbar nicht eindeutig einig sind und die jeweiligen „Vorschriften“ unterschiedlich interpretiert werden -je nachdem, wie der jeweilige Imam, Muezzin Pfarrer, Priester, Papst oder Rabbiner -also der jeweilige zuständige Mächtige das gerade sieht -wie groß das jeweilige Selbstbewusstsein gerade ist (ist es gering, ist erfahrungsgemäß auch das Machtbedürfnis größer und die Unterordnung vermeintlich Schwächerer größer). Angeblich war ja Mohammed ein Verfechter der Wissenschaften und für Bildung, was ja heute nicht mehr so eindeutig ist.
          Das Dilemma der Religionen und der daraus entstehenden Konflikte ist doch ursächlich fest mit den jeweiligen Machtansprüchen ihrer jeweiligen „Vertreter“ Gottes zu sehen und die handeln alle ziemlich menschlich (finde ich zumindest) und Gewalt, ein eigenartiges Frauenbild, irrsinnige Verhaltensregeln (z.B. Beschneidung Minderjährige), … kann man, wenn man sucht, in allen drei Buch-Religionen und auch in anderen Religionen oder Weltanschauungen gleichermaßen finden. Das ist also nicht speziell islamisch und Übergriffe von Männern auf Frauen gibt es auch bei uns -wahrscheinlich öfter als man das wahrhaben will und etwas versteckter. Aber unsere europäische Umgangsart untereinander ist ja auch versteckter. (zunehmendes Mobbing ist da zu nennen).

          Aber das Bild der Frau in einer Religion allgemein als Krankheit zu sehen, die man heilen kann, ist schon eine spezielle Ansicht. 😉

          Wobei, wenn dies extrem fanatische, sadistische oder psychopathische Züge annimmt (wo man bereit ist deshalb zu morden, foltern (auch psychisch), köpfen, …-IS), sicher zutrifft. Meiner Meinung nach liegt hier die Verantwortung bei den jeweiligen Religions- und Weltanschauungsführern, Politikern, … und die haben eben bis heute versagt, das ist in Israel/Palästina, Indien, USA, … so, wie in allen anderen Regionen, wo es Krieg gibt. Die Menschheit hat eine Rangordnung und diese bildet sich in der Familie, in der Klasse/Arbeitskollektiv, in einem Staat, … aus -das geschieht teils bewusst teils unbewusst -man kann das nicht verhindern, nur wenn man die biologischen Regeln und Zusammenhänge kennt und beachtet ggf. positiv geschickt steuern und das hat man bisher global und speziell in D eben nicht gemacht. (Es ist ja auch so, dass beispielsweise Manager nachweislich einen erhöhten männlichen Hormonspiegel haben (wie beim Affen, Wolf, … auch) und dieser das Verhalten auch nachweislich verändert.
          Auch diese Ausführungen sind keinesfalls ausreichend erklärt, man könnte dazu nicht nur eine Dr.-Arbeit schreiben, sondern eine ganze Bibliothek!

        • In meinen Betrachtungen ging es auch nicht nur um das muslimische Frauenbild (als spezielle Ursache) sondern um allgemeinere, neurobiologische und gruppendynamische Zusammenhänge, welche an solchen Vorkommnissen grundlegend „beteiligt“ sind (die christlichen Missionare und Kreuzritter waren damals ganz bestimmt nicht zimperlich zu den Frauen anderer heidnischer Völker?!) -also mit Islam hat das Frauenbild nicht wirklich so viel zu tun, das ist meines Erachtens eine Fehlinterpretation, die die wahren Zusammenhänge unterschlägt.
          Das „Frauenbild des Islam“ denke ich, kann man gar nicht so eindeutig definieren -wie das Frauenbild der Juden auch, wo die Frau unrein ist zu bestimmten Tagen und auch keine eigenen Haare zeigen darf (man trägt da eine Perücke) und das Frauenbild mancher Christen, wo die Frau auch benachteiligt wird -weil der Koran (Suren, Hadithen), wie die anderen Buchreligionen -also die Thora (Talmud) der Juden und die Bibel (Altes und Neues Testament, Verse) der Christen, … (sind ja miteinander alle verwandt) sich da offenbar nicht eindeutig einig sind und die jeweiligen „Vorschriften“ unterschiedlich interpretiert werden -je nachdem, wie der jeweilige Imam, Muezzin Pfarrer, Priester, Papst oder Rabbiner -also der jeweilige zuständige Mächtige das gerade sieht -wie groß das jeweilige Selbstbewusstsein gerade ist (ist es gering, ist erfahrungsgemäß auch das Machtbedürfnis größer und die Unterordnung vermeintlich Schwächerer größer). Angeblich war ja Mohammed ein Verfechter der Wissenschaften und für Bildung, was ja heute nicht mehr so eindeutig ist.
          Das Dilemma der Religionen und der daraus entstehenden Konflikte ist doch ursächlich fest mit den jeweiligen Machtansprüchen ihrer jeweiligen „Vertreter“ Gottes zu sehen und die handeln alle ziemlich menschlich (finde ich zumindest) und Gewalt, ein eigenartiges Frauenbild, irrsinnige Verhaltensregeln (z.B. Beschneidung Minderjährige), … kann man, wenn man sucht, in allen drei Buch-Religionen und auch in anderen Religionen oder Weltanschauungen gleichermaßen finden. Das ist also nicht speziell islamisch und Übergriffe von Männern auf Frauen gibt es auch bei uns -wahrscheinlich öfter als man das wahrhaben will und etwas versteckter. Aber unsere europäische Umgangsart untereinander ist ja auch versteckter. (zunehmendes Mobbing ist da zu nennen).

          Aber das Bild der Frau in einer Religion allgemein als Krankheit zu sehen, die man heilen kann, ist schon eine spezielle Ansicht. Wobei, wenn dies extrem fanatische, sadistische oder psychopathische Züge annimmt (wo man bereit ist deshalb zu morden, foltern (auch psychisch), köpfen, …-IS), sicher zutrifft. Meiner Meinung nach liegt hier die Verantwortung bei den jeweiligen Religions- und Weltanschauungsführern, Politikern, … und die haben eben bis heute versagt, das ist in Israel/Palästina, in Indien, USA, … so, wie in allen anderen Regionen, wo es Krieg gibt. Die Menschheit hat eine Rangordnung und diese bildet sich in der Familie, in der Klasse/Arbeitskollektiv, in einem Staat, … aus -das geschieht teils bewusst teils unbewusst -man kann das nicht verhindern, nur wenn man die biologischen Regeln und Zusammenhänge kennt und beachtet ggf. positiv geschickt steuern und das hat man bisher global und speziell in D eben nicht gemacht. (Es ist ja auch so, dass beispielsweise Manager nachweislich einen erhöhten männlichen Hormonspiegel haben (wie beim Affen, Wolf, … auch) und dieser das Verhalten auch nachweislich verändert.
          Auch diese Ausführungen sind keinesfalls ausreichend erklärt, man könnte dazu nicht nur eine Dr.-Arbeit schreiben, sondern eine ganze Bibliothek!

          • Nur kurz zum ‚Frauenbild im Islam‘, dieses kann recherchiert werden, auch in der der sogenannten Islamophobie unverdächtigen bekannten Online-Enzyklopädie, Ihr Kommentatorenkollege fasst wie folgt verkürzend und ohne Quellen angaben, diese könnten auf besonderen Wunsch beigebracht werden, Zitate aus religiösen Quellen sollen diese Inhalteeinheit aber womöglich nicht belasten, zusammen:
            Keine muslimische Frau kommt ohne Besitzer (der typischerweise ihr Vater oder ihr Ehemann ist, wobei nach Ausfällen auch bspw. der Onkel oder der Bruder aushelfen kann) aus, sie wird verheiratet, nicht an sogenannte Kuffār, sie darf sich gerne auch verschleiern, damit kein muslimischer Mann „irritiert“ wird, ihre Rechtsfähigkeit ist eingeschränkt, ihre Aussage gilt deutlich weniger vor Gericht als die ihres biologischen Gegenparts, ihre Kinder sind in jedem Fall muslimisch, auch wenn sie selbst anderen Glaubens ist, die Ehe in diese Richtung ist zulässig, und generell darf bis muss sie sich im öffentlichen Diskurs zurückhalten.
            Sie darf bestimmte Berufe nicht ergreifen, ist nicht kriegsfähig, sie darf ihrem Besitzer in einigem Abstand hinterher trippeln und sie landet mit höherer Wahrscheinlichkeit (als ein muslimischer Mann) post mortem in der Hölle.

            Und ja, all dies kann belegt werden, und wenn es nicht so wie beschrieben gehandhabt wird, sind moderate Muslime (einen moderaten Islam gibt es nicht) festzustellen, Aleviten und Alawiten sind hier bspw. recht locker, auch Schiiten generell teilweise, von den strengen Khomeinisten einmal abgesehen, allerdings sind das dann oft wieder aus strenger islamischer Sicht Abtrünnige, die bekämpft werden müssen (und sowieso in der Hölle landen).

            HTH
            Dr. W

    • @Ingrid Kästner – Zitat: „… ( … ) Aber gerade in solchen Situationen zeigt sich die Wichtigkeit von Wissenschaft (auch wenn die Erkenntnisse nicht unbedingt erfreulich und für manchen leider gar nicht verdaulich sind und das, obwohl eigentlich jeder, bei entsprechender Ehrlichkeit und der Fähigkeit zu Selbstkritik zugeben muss, dass die Wissenschaft da nicht so falsch liegen kann,…) und Aufklärung in Form von Bildung auch auf diesem Gebiet für die gesamte Bevölkerung das wichtigste Mittel zur Verhinderung solcher Entgleisungen darstellen würde! Aber die Ignoranz von naturbedingten Gegebenheiten …“

      Meine Antwort:

      Naturwissenschaft bemüht allem voran die Nominaldefinition und klärt daher nicht auf, sondern VER-KLÄRT, da sie äußerst zielstrebig den starken Widerspruch zur überlieferten „Legende“ (Terminologie) sucht und propagiert.

      Mit Beginn „moderner Naturwissenschaft“ ist der Genozid ja auch nicht etwa geringer, sondern nur noch größer (massentauglicher) geworden, weil insbesondere die Medien~, Pharma~, Waffen~ und Schwerindustrie davon „profitiert“.

        • Das sind eine ganze Menge interessanter, diskutabler Thesen. Eingehen möchte ich hier nur auf eine davon:
          „Es gibt keine auf „Flüchtlingen“ erichtete (Hoch-) Kultur. Flüchtlinge bringen alle Kultur zu Fall, …“ – mal abgesehen von dem katastrophalen Verlust menschlicher Kultur, den es bedeuten würde, dieser Idee zu folgen – es stimmt einfach nicht. Ein Beispiel dazu habe ich vor einigen Wochen hier beschrieben.

        • Hallo Eva Bambach,

          Ihr „Beispiel“ verstehe ich nicht als Gegenanzeige meiner These, denn zum einen zeichnet sich eine Hochkultur nicht durch die massive Ausbeutung anderer Länder und Kulturen aus – das hieße vielmehr „Niedertracht“ – und zum anderen wollten Sie ja nun anhand Ihres Beispiels kaum sagen wollen, dass die „BRD“ auf einer Hand voll Hugenotten steht oder „errichtet“ ist.

          Außerdem haben Sie meine „Behauptung“ ziemlich ungünstig aus dem Zusammenhang gerissen, denn ich schrieb ja noch im selben Absatz dazu:

          „… welche das wahre Wissen sehr leicht UNTER-GEHEN lassen kann, wenn demselben keine „Arche“ gebaut worden ist.“

          Diese Arche (Magazin / Verfassung / altes Testament) war zu jener Zeit ja schon längst gebaut um den „Kulturschatz“ vor Verwässerung oder Untergang zu sichern.

          Ich meine, die vermeintliche Hochkultur Deutschland steht ja nun trotzdem auf den christlichen Wertvorstellungen und nicht etwa auf der „Lieder~ und oder Prosa-Edda“. Immerhin hieß dasselbe ja auch mal „Heiliges röm. Reich deutscher Nation“.

          Derzeit sieht’s aber noch so aus, als ob wir sogar unsere Verfassung schon ganz bald gegen die Scharia (bzw. eine Interpretation derselben) eingewechselt haben, denn „Ehrenmorde“ werden ja bereits heute entsprechend lasch und „rüchsichtsvoll“ (!) geahndet (in dt. Rechtsprechung).

          „Jo mei – is halt a Moslem“ – „… oder a Albaner – dei machen under sich aus, wos a Ehr oder a Recht is“

          Verschließen Sie etwa die Augen vor der inzwischen schon sehr beträchtlichen Anzahl an „Frauenschutzhäusern“, welche nur deshalb errichtet worden sind, damit ein kleineres Heer an Muslima ihren Schlächtern (Vätern / Ehemännern) entkommen können? Und soll die Anzahl vielleicht noch zunehmen und schließlich auf Null reduziert werden, weil endlich der Imam Gericht hält und vor dem Brandenburger Tor zu allererst Frauke Petry köpfen läßt?

          Und sehen Sie zumindest auch, was Südafrika mit der Apartheit noch immer nicht hinter sich gebracht hat nebst jenem Schuldenberg den auch die USA NIEMALS mehr hinter sich bringen. Den Hunger des großen Nimmersatt bezahlt der Orient mit seinem Abgang.

          • Nur Köln so in den Vordergrund zu spielen ist doch schon „Taktik“, denn vergleichbare Szenarien wurden auch von 14 anderen deutschen Großstädten gemeldet (gedruckt), und kulturell oder wirtschaftlich profitiert haben bislang auch die Niederlande, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Finland, Norwegen und Schweden NICHT – ganz im Gegenteil: Die Kriminalitätsrate nahm bereits vor 25 Jahren überall ebenso deutlich wie sprunghaft zu, ebte mal schwach ab und steigt jetzt wieder stark an (was allerdings auch ebenso stark zu vertuschen versucht wird, bzw. gar nicht „zu Protokoll“ genommen wird, weil es zu deutlich auf die Schlepper-organisationen verweist, welche allen Flüchtlingen ein eigenes Häuschen mit Garten und hohes Einkommen in Europa versprochen haben).

            Wie schon „Bin Laden & Schergen“ ist auch der IS nur ein Geschöpf der USAdministration, mit welchem nun die ganze „alte Welt“ destablisiert werden soll. Was juckt denn die USA – der Obervergewaltiger – wer in Marocco, Ägypten oder Syrien vergewaltigt wird??? Öl und Kontrolle ist das einzige, was die interessiert.

  7. Die (Zitat) Gewalttätigkeit der deutschen Fans mit den Übergriffen in Köln gleichzusetzen ist fast so schlimm wie Augsteins Twitter Ein paar grapschende Ausländer und schon reisst bei uns Firnis der Zivilisation.

    In beiden Fällen soll ein schockierendes Ereignis kleingeredet werden im Namen eines hoch stehenden Ziels durch Einordnung des Ereignisses in ein alt bekanntes Kästchen (bei Eva Bambach das Kästchen „männliche Gewalt“, bei Augstein das Kästchen „Fremdenfeindlichkeit braucht keinen (oder kaum einen) Grund“ (So etwas Sekundäres wie Grapschen genügt um die Fremdenfeinde wachzurütteln)

    Die Autorin dieses Beitrags stellt Gewalt von Fussballfans auf die gleiche Stufe wie Gewalt gegen Frauen. Viele Ideologen gehen sogar soweit, das sie die ganze Menscheit im Elend sehen solange es so etwas wie männliche Aggressivität auch nur als Potenzial gibt (Hamburgs Grüner Michael Gwosdz dazu:: „Als Mann weiß ich, jeder noch so gut erzogene und tolerante Mann ist ein potenzieller Vergewaltiger. „)

    Bei Jakob Augstein’s Twitter sollen die Vorkommnisse in Köln dadurch klein geredet werden, dass etwas so „harmloses“ wie Grapschen kaum ein Ereignis ist und mit Sicherheit nicht den Schwall an Fremdenfeindlichkeit rechtfertigt, der nach Köln durch das Land schwappte.

    Sowohl Eva Bambach als auch Jakob Augstein wollen in grossen Dimensionen (Zitat: „das Ganze aus der (historischen) Distanz anschauen“) denken – und in diesen Dimensionen gehört der Vorfall von Köln in eines der bekannten Kästchen und ist im Grunde für die deutsche Gesellschaft ein Nicht-Ereignis. Dabei vergessen beide, dass die Gesellschaft von momenaten Zukunftserwartungen und langfristigen Entwicklungen geprägt ist. Die Zukunftserwartungen bezüglich glückender Integration der vielen neu ankommenden Flüchtligen wurden für viele durch Köln in Frage gestellt. Die langfristige Entwicklung Deutschlands zu einer immer offeneren Gesellschaft, in der Männer, Frauen, Schwule, Pastoren, Künstler und selbst Kinder ihre je eigenen Lebensentwürfe in Sicherheit selbst entwickeln können ist durch Köln ebenfalls tangiert.

    Solche Haltungen wie die von Eva Bambach und Jakob Augstein müssen die meisten îm Alltag stehenden Bürger befremden, denn ihnen fehlen die Ressourcen um damit gelassen umgehen zu können.

    • @ Herr Holzherr :

      Wir wollen uns nicht aufregen.
      Herr Augstein ist womöglich nicht sonderlich verständig, dafür aber auf besondere Weise ideologisch firm, für den hiesigen Inhaltegeber gilt aus Sicht des Schreibers dieser Zeilen das Gegenteil.
      Wer sich mit dem, was aus Sicht einiger zu Deutschland gehören soll, nicht sonderlich beschäftigt, hat wohl erst einmal die vorgefundene Meinung.

      MFG
      Dr. W

  8. Wenn es um Reaktionen der Bevölkerung und des Staates in Bezug auf Köln geht, argumentieren Eva Bambach, Gregor Diez und Rudolf Augstein sehr ähnlich. Eva Bambach beginnt ihren Artikel schon damit indem sie die Täter als „Horde von Kleinkriminellen“ bezeichnet und später dazu schreibt: “ Wer klaut ist kriminell. In jedem Land.“ Gregor Diez (SPON-Kultur) macht es noch klarer um was es geht: “ Was dort passierte, war schlimm. Es gibt Gesetze, die das regeln, in diesen Gesetzen spiegeln sich die Werte dieser Gesellschaft. Es ist ein Wesen der Rechten, dass sie gern nach Werten rufen, obwohl es Gesetze gibt. „ Und auch der Spiegeltitel dieser Woche „STAATSOHNMACHT“ passt dazu.
    Auf den Punkt gebraucht bedeutet die Haltung dieser geistigen Elite: Köln und jede Form von unrechtmässigem Verhalten ist Sache der Polizei – und nur der Polizei. Wir sollten, ja wir dürfen nicht über kulturelle Ursachen sprechen. Jakob Augstein gelingt diesbezüglich die ultimative Zuspitzung: „Wir erleben ein Land im Zustand der sozialpsychologischen Kernschmelze: Kultureller Hochmut gegenüber dem Islam verbindet sich mit der Abwehr des eigenen Sexismus.“ Übersetzt: „Wir sind schuld“

    Falls Bambach, Diez und Augstein mit ihrer Haltung meinen, dass wir uns nicht mit der Kultur der Zuwanderer beschäftigen sollten und weder gewisse Interpertationen des Islam noch das Frauenbild in den Herkunftsländer der Zuwanderer hinterfragen oder gar als Integrationsproblem ansprechen sollten, so liegen sie diametral auf einer anderen Linie, als die Journalisten, die die dieswöchige Ausgabe des Economist geschrieben haben. Dort liest man dazu:

    There really is a cultural gulf between rich, liberal, secular Europe and some of the countries from which recent mirgrants come. …a 2013 Pew poll of Muslims around the wold makes sobering reading. More than 90% of Tunisisans and Moroccans believe that a wife should always obey her husband. Only 14% of Iragi Muslims and 22% of Jordanians think a woman should be allowed to initiate a divorce. And although Arab societies take a harsh view of sex crimes, women who venture alone and in skimpy clothing into a public space in, say, Egypt, can expect a barrage of male harrassment.

    Doch dabei lassen es die Economist-Journalisten nicht bewenden. Als Engländer und damit als Empiristen und nicht Idealisten und Idelogisten (wie es sie in D immer noch gibt) haben sie auch gute Ratschläge zur Hand um diesen kulturelllen Graben zu überwinden, wobei sie auch eine gewisse Anpassungsbereitschaft bei den Zuwanderern voraussetzen. Dies ist nicht unzumutbar und unrealistisch zumal die meisten Zuwanderer keine strenggläubigen Muslime sind sondern in erster Linie nach einem besseren Leben streben. Und kan ein Leben gut sein, wenn es in einem unhaltbaren Konflikt zur Umgebung steht in dem es stattfindet?
    Hierzu liest man im Economist:

    It is not „culturally imerialist“ to teach migrants that they must respect both the law and local norms such as tolerance and sexual equality. And it is essential to make it as easy as possible for them to work. … In the long run most children of migrants will adopt core European values, but the short run matters too.

    Mehr empirisches auf die Lösung von Problemen ausgerichtetes Denken wäre auch in Deutschland gut. Oder konkret: Das wichtigste Recht von Zuwanderern im neuen Heimatland ist nicht etwa, dass sie ihre angestammten, mitgenommenen Wert-und Moralvorstellungen weiterpflegen können, sondern vielmehr, dass sie die gleichen Rechte und Pflichten erhalten wie die Einheimischen und dass sie am Leben im neuen Heimatland gleichberechtigt teilnehmen dürfen.

    • @ Herr Holzherr :

      Sie nehmen Leutz wie Augstein, Diez und Stokowski zu ernst, die haben ausschließlich die Funktion Lesezugriffe zu generieren, durch Polarisation, empörte bis wild zustimmende Leserschaft soll dort lesend zugreifen, sich tummeln sozusagen; letztlich geht es um die Akquise von Werbekunden.
      Kennen Sie die Huffington Post? – Die hat das Ganze, also die billige Meinungs-Polarisation, als alleiniges Geschäftsmodell…

      MFG
      Dr. W

      • Nein, das Selbstverständnis von Augstein, Diez, Stokowski, Baumbach ist ein ganz anderes. Sie sehen sich nicht als Werbeträger und Polarisatoren sondern als Sturmbrecher und humanistische Front gegen die Rechte und den Fascho-Deutschen, der jede Einkaufsstrasse bevölkert.

        • Womöglich richtig das mit deren ‚Selbstverständnis‘, aber nicht dem widersprechend, was Ihnen weiter oben geschrieben worden ist, Herr Holzherr – und Frau Dr. Bambach gehört (noch) nicht zur Spiegel-Kolumnisterei.

          • Korrektur&Pardon: Sogar Augstein schreibt hin und wieder etwas worüber sich nachzudenken lohnt, Gregor Diez sowieso. Und Frau Dr. Baumbach muss sich nicht wie die SPON-Kolumnisten ein gut erkennbares Profil geben, damit sie als Marke rüberkommt. Und sie tut das auch nicht, auch wenn dieser Beitrag (in bester Absicht?) allzuviel ausblenden will.

          • Jenau, Herr Holzherr, und deshalb wollen wir auf diejenigen, die zuvörderst publizistisch Knallbonbons produzieren, also Aufreger, ganz unaufgeregt reagieren.
            Dass Sie wohl dem liberalen Spektrum zugerechnet werden dürfen, ist hier schon angekommen, also nicht den Affen Zucker geben,
            MFG
            Dr. W

  9. Dem von Michael Blume ausgesprochenen Lob schließe ich mich an ,speziell für das Ansprechen psychischer Seiten.
    Leider ist das Thema durch und durch von der inzwischen zum guten Ton gehörenden , medialen Pauschalisierung durchsetzt , die einen sehen sich bestätigt , was die Rückständigkeit von Leuten aus bestimmten Kulturen angeht , fleißig flankiert von Feministinnen , die sowas ohnehin bei allen Männern vermuten , von Natur aus.
    Die anderen haben schon wieder die Hosen voll , die völlig simple Tatsache zu akzeptieren , daß es auch unter Ausländern Kriminelle geben kann , und nicht zu knapp.
    Und was die psychische Seite angeht , hier herrscht die Verschwörungstheorie vor , daß es allen Menschen im Westen gut geht , ja gefälligst gut zu gehen habe , materiell wie psychisch , und daß alle Migranten automatisch Opfer seien , wobei völlig verschiedene Migrationshintergründe in einen Topf geworfen werden.

    • …fleißig flankiert von feministinnen, die sowas ohnehin bei allen Männern vermuten

      Tja, ich würd gern die Männer sehen, die jetzt SPON lesen und sich irgendwann verwundert die Augen reiben

  10. Es geht nicht darum ob es sich in Köln um „Nordafrikaner“ oder wen auch immer handelte. Es geht darum, dass in aller Öffentlichkeit Straftaten begangen wurden und trotz anwesender Polizei niemand dafür belangt wird. Deshalb hat sich rasend schnell das Gefühl, ob es eine Tatsache ist bleibt unklar, ausgebreitet, dass Straftaten begangen werden können und kein Schutz durch den Staat, dem aber das Gewaltmonopol zusteht, zu erwarten ist. Um die Sache noch schlimmer zu machen ist der Eindruck entstanden, dass die Presse über die Vorfälle nicht berichtet, die Opfer also von allen Seiten allein gelassen werden. Aus diesem Gefühl heraus glauben viele (bei den nächsten Wahlen sollen es bis zu 15% sein) sich den Rechtaußen anschließen zu müssen weil diese eine „starke Hand“ versprechen. Es geht um eine emotionale Entscheidung weil rational ist die Abkehr von unserem Grundgesetz, das uns seit Jahrzehnten ein friedliches Zusammenleben garantiert, für mich nicht erklärbar. Dennoch müssen diese Gefühle ernst genommen werden. Ich vermisse im Moment die Politiker, die die Einhaltung unseres Grundgesetzes anmahnen (hierzu gehört sicher keine Obergrenze bei Asylbewerben) und gleichzeitig erst einmal Einhaltung und Durchsetzung der geltenden Gesetze garantieren. Ob eine Verschärfung von Gesetzen notwendig ist, kann immer noch entschieden werden.

    Wichtig wäre eine schnelle Durchsetzung geltenden Rechts auf allen Ebenen jedem !!! gegenüber.

    Es darf weder Ausnahmen zugunsten einzelner Personengruppen oder zu deren Ungunsten geben. Nur so kann dem Eindruck der Nichtverfolgung von Straftaten durch Flüchtlinge bzw. der Begünstigung von Flüchtlingen entgegengewirkt werden. Wenn die Grundlage für die gefühlte Unsicherheit verschwindet, werden wir wieder eine rationale Diskussion auf Grundlage unserer Gesetz führen können, die dann den Rechtsaußen hoffentlich die Befürworter entzieht.

    • Ja, Köln hat zum Ausverkauf von Peffersprays, ja zur regelrechten Bewaffnung des gewöhnlichen Bürgers geführt. Das sind sicher Überreaktionen, es zeigt aber auch, dass die Gewalt in Köln nicht mit der von entfesselten Fussbalfans gleichgesetzt werden sollte – und von der Bevölkerung auch ganz anders gesehen wird.

      Dass (Zitat) „in aller Öffentlichkeit Straftaten begangen wurden trotz anwesender Polizei“ genau das beunruhigt viele Bürger. Es hat aber auch mit der Taktik der Täter zu tun, die sich zu einer Meute zusammengerottet haben und die mit Feuerwerken gegen die Polizei vorging. Ein solches Szenario in dem der Einzelne trotz Polizei wehrlos einer Gruppe von Gewalttätern ausgesetzt ist und wo es auch – anders als beim Fussballspiel – nicht die Möglichkeit gibt, auszweichen oder fernzubleiben, beunruhigt die Bürger. Ausweichen kann man der Situation von Köln nur wenn man nicht mehr die Bahn benutzt und nicht mehr auf solche öffentlichen Plätze wie die Domplattte geht und einige Bessergestellte werden sicherlich denken, das ganze sei sowieso nur ein Problem des Prekariats, sie selber wären in ihrem BMW oder Mercedes sicher.
      Doch letztlich hilft kein Wegerklären, nicht einmal der beste Jouranlist kann das zu einem Nicht-Ereignis machen. Indem er es zu einem Nicht-Ereignis macht öffnet er sogar einen Graben zwischen Bevölkerung und Elite (die solchen (Nicht-) Ereignissen noch am besten entgehen kann).

      • Heute sass ich beim Pendeln in der Bahn dem Zeitungsartikel „Pfefferspray können gefährlich für den Anwender sein“: Dahinter – hinter der Zeitung verbarg sich eine Frau, die den Artikel aufmerksam las.

    • So sehe ich es auch, die Täter müssen bestraft, weitere Vorfälle eingedämmt werden. Und wir müssen hoffen, dass das sich auch angemessen rumspricht – bei potentiellen Tätern, bei den Opfern und bei allen, die sich unsicher und bedroht fühlen. Ich befürchte aber, dass das nicht genügen wird, um zu der Gelassenheit und dem klaren Kopf zurückzufinden, die es für die Bewältigung der Flüchtlingsfrage braucht.

  11. Deutschland, ein Wintermärchen über das man am besten aus dem Ausland schreibt.
    Gute „Köln“-Artikel liest man in der Auslandspresse, nicht in der Deutschen.
    Germany’s Post-Cologne Hysteria erwähnt genau die Dinge, die in Deutschland zu den „Verbotenen“ gehören, die man aber letztlich nicht einfach unter den Tisch fallen lassen kann.
    Ein paar Ausschnitte zeigen, was alles angesprochen wird.
    Ableugnen des Ereignisses durch Polizei+Presse
    Despite the fact that the attacks occurred in the center of Germany’s fourth-largest city, it took days for the news to surface in the national media. Even stranger, the police seemed to know little about the attacks. No arrests were made, and authorities claimed that nearby surveillance cameras offered little help in identifying suspects.
    Alle reden und profilieren sich ohne Fakten im Hintergrund
    Long before any facts were in, commentators were already drawing conclusions.
    Alice Schwartzer: events were a “product of misguided tolerance.”
    Frauke Petry: events were a “result of uncontrolled migration.”
    Julia Klöckner: called for an “open debate” on whether foreigners, including asylum seekers, could be kicked out for committing crimes (laws already exist for that)
    Heiko Maas: said on Tuesday that “organized crime” was behind the attacks, though no evidence exists for such a connection

    In other words, precisely when the country needs a coolheaded conversation about the impact of Germany’s new refugee population, we’re playing musical chairs

    Man muss über Kultur und Integration reden

    Integration will fail if Germany cannot resolve the tension between its secular, liberal laws and culture and the patriarchal and religiously conservative worldviews that some refugees bring with them. We cannot avoid that question out of fear of feeding the far right. But integration will also fail if a full generation of refugees is demonized on arrival.

    The real question we should be asking is not whether there is something inherently wrong with the refugees, but whether Germany is doing an effective job of integrating them — and if not, whether something can be done to change that.

    Assumptions have replaced observation, assertion has replaced assessment, and ideology has replaced evidence. With its vision thus distorted, Germany is speeding toward a multicultural society, chased by the mob on the Internet, without any idea of what that society should look like.

    Empfehlung: Wer über Köln denken und schreiben will sollte sich gedanklich ins Ausland oder in eine Wolke, von der er hinunterschaut, versetzen.

  12. Zitat Eva Bambach: Zu dem zitierten FAZ-Artikel: Jeder sieht, was er sehen will. Leider wird der Überbringer unpassender (schlechter) Nachrichten heute nicht selten totgeschwiegen (immerhin besser als früher wo er geköpft wurde).
    Konkret geht es im oben erwähnten FAZ-Artikel von Samuel Schirmbecks FAZ-Artikel Sie hassen uns um die alltägliche Gewalt gegen Frauen in einigen Ländern Nordafrikas. Ich hätte diesen Artikel nicht verlinkt, wenn ich nicht aus früheren Recherechen gewusst hätte, dass es das Problem der täglichen Übergriffe auf Frauen in Nordafrika tatsächlich gibt.
    Es gibt viele glaubwürdige Berichte darüber, darunter auch den UNO-Report Study on Ways and Methods to Eliminate Sexual Harassment in Egypt aus dem Jahr 2013
    In diesem Bericht wird unter Most Important Results for Girls and Women folgendes festgehalten:

    through this study we are able to confirm the spread of sexual harassment in Egypt to unprecedented levels. Of the female respondents, 99.3% replied that they have been subjected to one form or another of harassment

    The Relative Distribution of Female Respondents according to the extent of
    their knowledge of all forms of harassment in the sample governorates

    5.5% Asked her to stay extra hours after working or study hours without reason
    5.6% Insisting on taking the female home or work despite her repeated refusal
    5.5% Insisting on inviting the femalefor a meal or a drink or an outing despite
    repeated refusal
    6.7% Jokes or sexual stories with insinuations
    7.4% Hanging sexual pictures or comments with insinuations
    24.9% Telephone stalking
    28% Stalking/Pursuing
    54.5% Whistling and verbal abuse
    12.8% Exposure by the man of private parts or hinting to it
    30.2% Rape
    42.5% Dirty look at the women’s body
    48.6% Using obscene language
    59.9% Touching women’s bodies

    Auffallend sind die vielen schwerwiegenden Formen sexueller Belästigung, die die befragten Frauen schon erlebt haben. 59.9% erlebten körperliche Übergriffe (Grapschen), 48% Verbale Obszönitäten und 30% geben gar Vergewaltigung an. Dass es sich um ein Problem des Alltages von ägyptischen Frauen handelt zeigt der Abschnitt Repetition or Recurrence of Harassment wo 49.2% der befragten Frauen angeben, dass sie täglich sexuelle Belästigungen erleben.

    Persönliche Schlussfolgerungen:
    Heutige deutsche Männer sind mit Sicherheit weniger sexuell übergriffig als heutige ägyptsche Männer in Ägypten auch wenn nach den Vorfällen von Köln ganz anderes behauptet wurde. Ägyptische Männer in Deutschland sind ebenfalls mit grosser Wahrscheihnlichkeit weniger übergriff als in Ägypten. Das Ausmass des Problems in Ägypten ist relativ neu. Es wird von vielen damit erklärt, dass Männer in Ägyten gleichzeitig mit der rigiden Sexualmoral in Ägypten und den Verlockungen der modernen Sexindustrie leben müssen, denn diese sind über das Internet in Ägypten genauso zugänglich wie hier. Doch es ist für mich völlig klar, dass dahinter ein ernstes Problem steckt und dass Männer mit einer solchen Alltagserfahrung nicht einfach von einem Tag auf den anderen alles vergessen .

    • Jeder sieht nur, was er sehen möchte – das beziehe ich ganz klar auch auf mich selbst. Worauf richte ich meinen Blick? In diesem Fall nicht auf „den“ ägyptischen Mann (aber danke für den Link zu der sehr interessanten, komplexen Studie). Das Fatale an den Kölner Vorfällen liegt darin, dass – wo es um Individuen geht – Täter=Nordafrikaner=Flüchtlinge werden. So mag es in der Gefühlswelt des Einzelnen zugehen, aber so dürfen wir doch als Gesellschaft nicht schließen. Es geht wirklich nicht darum, das Leid der Opfer zu mißachten, aber doch um die Hoffnung, dass das Fehlverhalten Einzelner oder einzelner Gruppen nicht der Befeuerung rassistischer Vorstellungen dienen möge.

      • Genau das ist das Problem von vielen Stellungnahmen zu „Köln“: Sie nehmen zur Reaktion vieler auf „Köln“ Stellung anstatt zum Vorfall selber. Damit entsteht eine Lücke. Es ist so als ob das Ereignis selbst gar nicht stattfgefunden hätte oder die Reaktion vieler auf das Ereignis das eigentliche Ereignis wäre. So etwas wirkt auf mich befremdend.
        Deshalb meine Empfehlung für alle die über Köln schreiben: Versetzen sie sich gedanklich ins Ausland, sehen sie das ganze als nicht direkt beteiltigter Beobachter.

        Zitat: „Täter=Nordafrikaner=Flüchtlinge werden. So mag es in der Gefühlswelt des Einzelnen zugehen, aber so dürfen wir doch als Gesellschaft nicht schließen“

        Ist es denn so, dass die Gesellschaft so schliesst, dass sie mit Fremden-, gar Flüchtlingshass reagiert. Sicher tun das Einige, aber die Gesellschaft?

        So dürfen wir doch als Gesellschatt nicht schliessen lässt sogar den Gedanken aufkommen, dass auch sie selbst zuerst so reagiert haben und dass ihre Stellungnahme eine Distanzierung von sich selbst ist.

        So oder so, kann man von einem Vorfall verursacht durch ein paar Mitglieder (Repräsentanten?) einer Gruppe nie auf die ganze Gruppe schliessen. Um die Akteure zu verstehen muss man aber ihre Motive, ihre Denkweise und ihre Vorgeschichte kennen. Nicht nur jedes Gericht macht das, sondern auch jede anspruchsvolle Zeitung und jede analysierende Person macht das. Letzlich kommt man bei allen wichtigen Ereignissen nicht darum herum, sie zu verstehen, wenn man sie nicht einfach hinnehmen will.

  13. Offene oder verborgene Frauenfeindlichkeit ist auch in Europa und den USA nicht vollkommen ausgestorben. Doch inzwischen werden Männer (Frauen?) die so etwas in der Öffentlichkeit durchscheinen lassen, meist massiv angegriffen (z.b. im Fall Tim Hunt). Der Ton hat sich also grundlegend geändert. Doch gilt diese neue Sichtweise, dieser neue Ton nur für fest in der westlichen Gesellschaft Verwurzelte? Gilt er nicht für Migranten aus patriarchalisch strukturierten Ländern? Ich denke, dass es falsch ist Migranten vor dem gesellschaftlichen Diskurs zu verschonen, der hier stattfindet. Wenn man das macht, erschwert man die Integration und steuert von Anbeginn auf Parallelgesellschaften hin.
    Ich begrüsse deshalb die deutliche Ansprache dieses Problems durch den Grünen-Chef Özdemir, der sagt: „Wer ein Problem mit Frauen hat, kann gleich wieder gehen“ Auch seine Bemerkung, dass eine Integration für Migranten schwierig ist, wenn die Migranten keine Arbeit und nicht einmal Aussicht auf Arbeit haben, ist durchwegs richtig.

  14. „Sex is everywhere.Especially after death. Orgasms are acceptable only after marriage or after death.“ liest man in The Sexual Misery of the Arab World

    Der Autor ist selbst ein Muslim und hält deswegen nichts von dem in Deutschland verbreiteten Kulturrelaitivismus und Kultur-Exotismus. Als Muslim weiss er selbst am besten, dass er genau so ein Mensch ist wie es ein Deutscher ist. Und er weiss, dass die rigide Sexualmoral in vielen arabischen Ländern eben kein Exotismus ist, sondern eine schreckliche Realität.

    The West has long found comfort in exoticism, which exonerates differences. Orientalism has a way of normalizing cultural variations and of excusing any abuses: Scheherazade, the harem and belly dancing exempted some Westerners from considering the plight of Muslim women. But today, with the latest influx of migrants from the Middle East and Africa, the pathological relationship that some Arab countries have with women is bursting onto the scene in Europe.

  15. Doch, doch: Täter (im negativen Sinne des Wortes, also „Verbrecher“) = Afrikaner = Flüchtling darf sogar sehr guten Gewissens so dermaßen vereinfacht werden, denn „Flüchtling“ ist auch „Fahnenflüchtiger“, also genau derjenige, den schon die heilige Schrift (oder deren Interpretation) den „Leibhaftigen“ meint – der, welcher vom Leib nicht ablassen will, wenn der Tod ihn fordert.

    Das allgegenwärtige Problem, kultur~ und lebensbedrohlicher Diktaturen (und Scheindemokratien) hatten wir auch schon des öfteren in unserer eigenen (deutschen / germanischen) Geschichte. Wenn da aus Angst vor der „Hinrichtung durch den Diktator“ einfach wegrennt, dann steht der echte und wahrhaftige Imperator auf, um ihm zu zeigen „wo der Hammer wirklich hängt“. Oder anders ausgedrückt:

    Den Amerikaner, IS, Israel und Europa einfach die Bodenschätze einkassieren zu lassen und unterdessen die Beine in die Hand zu nehmen, weil man SOOOOO Arg am Weibe – eigentlich am Sex, Masturbieren und am Iphone, also am Mammon hängt – heißt FAHNENFLUCHT und hat höhere Kultur schon immer ganz unten (flach am Boden) gehalten, wenn nicht sogar völlig zerstört:

    „Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen, dein Leben lang“, sagte der HErr zum Slang (Schlange). Das ist derselbe, der soeben auch im hiesigen Thread wieder etwas aufkommt: Das Herumdoktern an den Begriffen per Definition.

    Flüchtling ist schlichtweg derjenige, der unter die Büsche floh und fluchte, als der HErr ihn rief: Und siehe da – wenn hatte er bei sich, als der HErr in dort gestellt hatte: Sein geliebtes Weib, das er schon gleich in der daran anschließeden „Ausrede“ VERRIET.

    Wenn du gegen Angreifer oder (kollaborierende) Despoten mit Erfolg vorgehen willst, dann NIEMALS in Sorge um das eigene Leben, in Flucht oder in dementsprechender Angst. Das hat ja schon Christus gelehrt – der ist auch nicht weggerannt. Allerdings wußte der, dass ihm niemand auch nur irgendwas wegnehmen kann, geschweige denn das Leben.

    Es gibt keine auf „Flüchtlingen“ erichtete (Hoch-) Kultur. Flüchtlinge bringen alle Kultur zu Fall, wobei die Sintflut und der Turmfall zu Babel noch die allerbekanntesten „Fall-beispiele“ sind. Bei der Sintflut geht es ja nicht um viel „Hochwasser“, sondern um „Sinti“ – das ist der allerälteste Ausdrück für Flüchtlinge (Vagabunden aus Indien – vom „Indus“ bzw. Hindus). Das korrespondiert nur insofern mit „Wasser“, als dasselbe mit „Wissen“ (vidya!) „Watt“ und „Weis-sagung“ verwandt ist. Da geht es um nichts sonst wie „Vielwisserei“ (Sophisterei), welche das wahre Wissen sehr leicht UNTER-GEHEN lassen kann, wenn demselben keine „Arche“ gebaut worden ist.

    Die sog. „Schwerenot“ (und Schwerenöter) ist quasi schon das sicherste Anzeichen für den kulturellen Verfall. Wenn die Bundesregierung so unbedingt die Grenzen öffnen will, dann soll sie zuerst den Hochsicherheitstrakt „Bundestag“ öffnen, denn nach viel Vertrauen in das Volk und dessen Volksweisheit sieht das gerade NICHT aus. Eher wie eine geldgeil~ und habsüchtige Ränkeschmiede.

    Und sorry – das klingt jetzt alles ein bisschen arg „Rechts orientiert“, aber das liegt halt am RECHT, das amtierende Regierung mit allen nur erdenklichen Mitteln zu umgehen und zu beugen sucht. Der Bürger soll demnach keine Zeit mit der (kulturellen) Erziehung von Kindern im Rahmen langweiliger FAMILIE verplempern, sondern die Diäten, Pansionen und nebst Zinsen für Zinsen die Zehnfach-gehälter der Manager ranklotzen.

    • Den Satz „Jeder sieht nur, was er sehen möchte“ (Eva Bambach) halte ich außerdem für äußerst komisch, denn wie Bambach bin ich selbst eben nicht JEDER und sehe mitunter auch das, was ich nicht sehen wollte.

      Der umgekehrte Fall – „what you see ist what you get“ – paßt da schon besser, denn der macht nur klar, dass du nur das begreifst, was du begreifst (erfässt), oder wie der bayer. Bauernfümfer schon sagte: „Host mi?“

      Hast du mich oder hast du mich nicht (verstanden)? Mindestens eines von zweierlei „haben“ (wie „capture“ vwdt. m. „kapieren“ v. caput / Zepter) ist da redundant, und eben deswegen reicht eines.

      Will sagen, der Beobachter muß nur begreifen, was eine Vergewaltigung oder ein Verbrechen ist und anzeigt – in allererster Linie nämlich ein gebrochenes Wort, also der Slang (das Idiom, das Kauderwelsch und der Jargon). Schuld ist freilich nicht der „Araber“ oder „Afrikaner“, sondern arabische, afrikanische und westliche Raffgier oder Pseudokultur – eben das Idiom das überhaupt und überall bevorzugt wird.

      • … „Host mi?“ ist nicht wirklich eine „Ellipse“, denn Subjekt, Prädikat und Objekt, also ein vollständiger Satz ist wörtlich angezeigt. Etwas reduziert (und zusammengezogen) sind hier lediglich die Vokabeln selbst, denn vollständig ausgesprochen heißt dasselbe:

        Heisst du mich?

        Das beruht auf der banalen Tatsache, dass das „heißen“ ein Synonym des Befehlens / Gebietens / Betens / Bittens (gebeten) ist: „Heisse mich etwas zu tun oder zu (unter-) lassen“.

        „Heisst du mich verstanden?“ käme also doch reichlich blöd rüber, aber „haben“ ist halt nun mal wie schon „heizen“ tatsächlich mit dem Indikativ (hat / hast) und „hassen“ verwandt. Heizen meint die Temperatur AN-HEBEN, und genau jenes HEBEN ist wiederum mit „hoffen“, Hof, Hub und „Kopf“ (caput / Zepter) verwandt.

        Wenn man also schon von Kultur oder Natur aus etwas schwer von „Begriff“ ist, kann man ein frauliches „Nein – schleich dich!“ schon mal für ein „Ja – nimm mich“ halten. Dahinter stecken dann aber auch meist ein paar Lehrer, die sich „Professoren“, Kanzler, Medizinmann, Häuptling und / oder „Wissenschaftler“ nennen.

        Vor allem letztere haben allerdings NICHT „herausgefunden“, wie das ein oder andere Ding heißt, sondern einfach „per definitionem“ beschlossen – von Tatsachen oder Sachverhalt ganz und gar unabhängig, also kann das der Araber oder Afrikaner schon aus Prinzip nicht begreifen, denn der war nicht mit dabei, als es beschlossen würde, zumal sich die rein willkürlich gefassten Definitionen oder Beschlüsse schon ohnehin bald alle vier Pfingsten ändern. Das nennt sich „allg. Bedeutungswandel“.

        • Nachtrag:

          Das nennt sich „allg. Bedeutungswandel“ … denn nun eben nicht nur der „Flüchtling“ oder „Asylant“, sondern auch die ein oder andere (naturwissenschaftlich erzogene) Frau auszubaden hat.

          Das ist das ganz banale „Mißverständnis“ auf Basis allg. Kakophonie, die schlichtweg jedem SLANG zu eigen ist. Man spricht nicht miteinander, sondern bildet Grüppchen, Klassen und „Völkchen“, die das alles einfach „unter sich“ ausmachen – begriffliche (terminologische) „Masturbation“ ist allem voran auf dem „Campus“ der Universitäten zuhause, also da, wo gerade nicht die Mehrheit aller Redner tagt.

      • Übrigens ist die arabische Kultur ja nicht nur jene, der Algebra und vollverschleierten Frauen, die ihren Männer in „gebührendem“ (?) Abstand hinterherzudackeln haben, sondern eben auch jene, die „vor allem junge Männer unglücklich“ macht, um es gleich mal in die Worte des Leitartikels zu bringen.

        Selbiger Kultur zufolge ist nämlich alles Öl, welches zum Verkauf steht, das Öl der Scheichs, die den Erlös nicht etwa mit dem „Hirten~ und Bauernvolk“ teilen, sondern lediglich zur Untrstreichung / Bestätigung Ihres extrem glitzernden Monarchentums verwenden.

        Die Scheichs und Mullahs sind ja nun nicht mit unter den Asylanten – allenfalls ein mehr oder minder großer Haufen ihrer Knechte.

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