Publish and Perish

Erinnern Sie sich noch, vor einer ganzen Weile liess ich mich darüber aus, wie Peer Review funktioniert und warum das Geschäft der klassischen Wissenschaftsverlage veraltet, ja hinderlich ist. Der Linguist Geoffrey Pullum weist in einem kurzen Beitrag auf einen krassen Fall hin. Wie es seine Art ist, macht er dann noch sehr deutlich, wie das Geschäftsprinzip auf andere Lebensbereich zu übertragen ist.

Nach dem Abitur habe ich an der Universität Hamburg Anglistik, Amerikanistik, Soziologie und Philosophie studiert. Den Magister Artium machte ich 1992/93, danach arbeitete ich an meiner Promotion, die ich aus verschiedenen Gründen aufsteckte. Ich beschäftige mich meist mit drei Aspekten der Literatur: - soziologisch [Was erzählt uns der Text über die Gesellschaft] - technisch [Wie funktioniert so ein Text eigentlich] - praktisch [Wie bringen wir Bedeutung zum Leser] Aber auch theoretische Themen liegen mir nicht fern, z.B. die Frage, inwieweit literarische Texte außerhalb von Literatur- und Kunstgeschichte verständlich sein müssen. Oder simpler: Für wen schreiben Autoren eigentlich?

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  1. Das Beispiel ist ja noch harmlos. Ein hoch angesehenes Journal in der Physik nennt sich PRL, dort muss man als Autor 720$ zahlen um einen 4 Seiten Artikel zu publizieren (Farbabbildungen kosten nochmal extra):
    http://journals.aps.org/prl/authors/publication-charges-physical-review-letters
    D.h. die Autoren schreiben und formatieren den Artikel selbst, die Qualitätssicherung (Peer-Review) wird auch unentgeltlich von den Kollegen übernommen, und die Autoren müssen mindestens 720$ zahlen damit der Artikel überhaupt publiziert wird. Um den Artikel lesen zu können muss man dann nochmal 25$ hinblättern.