Barnes & Noble’s new app wants to change how you study

Barnes & Noble’s new app wants to change how you study
http://www.engadget.com/2014/04/22/yuzu/?ncid=txtlnkusaolp00000595

Warum kann Barnes & Noble so etwas anbieten, während bei uns nur darüber nachgedacht wird, Schul- und Lehrbücher möglichst teuer gedruckt vorzuhalten?

Nach dem Abitur habe ich an der Universität Hamburg Anglistik, Amerikanistik, Soziologie und Philosophie studiert. Den Magister Artium machte ich 1992/93, danach arbeitete ich an meiner Promotion, die ich aus verschiedenen Gründen aufsteckte. Ich beschäftige mich meist mit drei Aspekten der Literatur: - soziologisch [Was erzählt uns der Text über die Gesellschaft] - technisch [Wie funktioniert so ein Text eigentlich] - praktisch [Wie bringen wir Bedeutung zum Leser] Aber auch theoretische Themen liegen mir nicht fern, z.B. die Frage, inwieweit literarische Texte außerhalb von Literatur- und Kunstgeschichte verständlich sein müssen. Oder simpler: Für wen schreiben Autoren eigentlich?

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Jeder, der Bücher unter die Leute bringen will, kann das tun, was Barnes&Noble tut. Allerdings muss er die Rechte an den Büchern besitzen. Das Geschäftsmodell von Barnes&Noble besteht wohl darin, Schulen und Lehrern eine fix-fertige Lösung anzubieten mit dem Nebengedanken, dass ganze Schulkllassen, ja ganze Länder aufspringen. Dabei sind die Ausgaben, die Barnes&Noble tätigen muss, sehr gering, denn für das Angebot muss praktisch nichts vollkommen neu entwickelt werden. E-Books und Cloud-Speicherung sind nun wirklich keine Erfindung von Barnes&Noble.
    Im Grunde bietet Barnes&Noble sogar eine veraltete Form des Lernens an: das buchbasierte Lernen. Doch Lehrbücher müssen in Zukunft interaktiv sein und nicht nur zum Lesen animieren sondern auch zur Auseinandersetzung mit dem Stoff. Dazu gehören Aufgaben und Fragen in elektronischer Form, elektronische Tests, Schülerforen zum Thema und ähnliches.
    Die Schulen und Länder, die sich noch mit Papierbüchern beschäftigen sind natürlich noch weiter hinter dem Mond als selbst Barnes&Noble. Doch das kann sich schnell ändern. Je überzeugender elektronische Lehrmaterialien werden, desto leichter fällt der Entscheid auf Papierbücher zu verzichten.

    • hm… – vielleicht bin ich dann ja altmodisch, aber je nach Lehrstoff ziehe ich gute gedruckte Lehrbücher den elektronischen Medien vor. Oder eine Kombination aus Lehrbuch und zugehörigem interaktivem Lernprogramm.

      • Es ist ein gutes Gefühle ein neues Buch mit sich herumzutragen. Ein gutes Tablet sollte aber ein ähnliches Gefühl vermitteln. In der Tat gibt es kaum Leute, die 100-seitige Dokumentationen am PC-Bildschirm durchlesen, wenn man die Position wechseln kann und das „Buch“ überall hin mitnehmen kann, fühlt man sich wohler.
        Lehrbücher in Physik oder anderen Naturwissenschaften könnten aber enorm gewinnen, wenn sie interaktive Abschnitte hätten. Die Gravitationsgesetze oder Newtons Axiome in Aktion, das wäre fast schon wie Unterricht mit begleitenden Experimenten. Mir ist noch kein solches interaktives Buch bekannt, aber früher oder später wird es das geben.

        • Nun ja, Tablet hin oder her. Ich „male“ beim lernen ganz gerne in Fachbüchern herum, meisstens mit verschiedenen Textmarkern. Bin mir nicht sicher, ob dass bei der bisherigen Lesesoftware für ebooks auch geht, und zwar so, dass diese als Metadaten oder ähnliches dauerhaft zum Buchtext gespeichert werden. Theoretisch ist das möglich, aber ob das auch umgesetzt wird, wage ich bisher noch zu bezweifeln.
          Und sonst würde ich ein interaktives Lernprogramm vorziehen, dass sich parallel zum Buch verwenden lässt, aber auch ignoriert werden kann.

          • Textmarker waren in EBooks von Beginn weg verfügbar – und sie bleiben natürlich erhalten und man kann nach ihnen suchen.
            Separate interaktive Lernprogramme schliessen die Interaktivität von Büchern nicht aus. Gut integriert ändern interaktive Elemente an der Erscheinung eines Buches kaum etwas – nur dass gewisse Abbildungen eben nicht fix sind, sondern sich über Parametereinstellungen animieren lassen.

      • Papier ist kein guter Datenträger, zudem gibt’s da ein wenig Problem mit dem Suchen oder Ausschneiden…