Architeuthis – Live!

Für alle die es noch nicht gesehen haben und weil es so schön ist: Die Unglaublichen ersten Videoaufnahmen eines Riesenkalmars Architeuthis dux in echt und in der Teifsee und lebendig. Wissenschafler des Nationalen Japanischen Naturkundemuseums unter der Leitung Tsunemi Kuboderas, zusammen mit dem NHC und dem Discovery Channel schafften es schon im July 2012 diesen Riesen zu filmen: Nah den Ogasawara-Inseln, nördlich der Mariannen, gelangen die Aufnahmen in einer Tiefe von 700 m mit einem abgesunkenen Kamerasytem. Erst im Januar wurden sie veröffentlicht.

Das Team bekam anschließend an Bord eines U-bootes den Kalmar sogar mit eigenen Augen zu sehen. Dafür mussten sie dem Tier aber in großer Tiefe bei fast völliger Dunkelheit auflauern, denn nur mit einen Trick ist es ihnen gelungen es anzulocken: Biolumineszentes Licht zieht den Tiefseeräuber an. Warum ist noch unklar, doch Edith Widder, die diese Methode entwickelte, vermutet, kleine Beute zieht so bei Gefahr den Räuber des Räubers an, so dass der Jäger zum gejagten wird. Nicht ganz überzeugend, meiner Meinung nach. Dafür müßte die Beute dem größeren Räuber entwischen können.

Da viele Tiefseebewohner Licht im roten Bereich nicht wahrnehmen, konnte das Team  unbeobachtet  Filmen. Am 27. Januar wurde eine Doku zur Expedition bei Discovery Channel ausgestrahlt: MONSTER SQUID: THE GIANT IS REAL. Klingt einbisschen albern, aber bestimmt aufregend!

Widder, E. a. (2010). Bioluminescence in the ocean: origins of biological, chemical, and ecological diversity. Science (New York, N.Y.), 328(5979), 704–8. doi:10.1126/science.1174269

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Mathilde Bessert-Nettelbeck

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Mit einem Diplom in Biologie in der Tasche, einer halben Doktorarbeit und viele Ideen will ich meinen Senf dazugeben. Meine irrsinnige Begeisterung für Lebewesen und des Lebens Wesen, möchte ich weitervermitteln. Und das an JEDEN. Jeder soll wissen, wie unglaublich Grottenolme sind und warum auch Gliazellen unserer Aufmerksamkeit bedürfen, dass Ratten nicht nur ekelig sind und die heimische Topfpflanze vielleicht bald schon die Nachttischlampe ersetzt. In Tübingen habe ich studiert, in Bern der Forschung den Rücken gekehrt. In Berlin bin ich nun auf der Suche nach Alternativen im Feld der Biologie und Kommunikation. Ganz besonders nach meinem Geschmack sind verrückte, unglaubliche oder einfach nur lustige Geschichten aus Ökologie, Evolution, Medizin und Technik. Schmeckt euch der Senf? Sonst mischt doch mal mit! Mathilde Bessert-Nettelbeck

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