Von Crowdsourcing zu Crowdfunding: openSNP bei Patreon

Unser open source genomics Projekt openSNP, das wir noch immer fast ausschließlich aus eigener Tasche finanzieren, kann man jetzt auch bei Patreon jeden Monat mit einem kleinen Betrag (beginnend bei einem Dollar) unterstützen.
Patreon ist den meisten wohl eher aus Web-Comics oder der Musik bekannt – eine Kickstarter-ähnliche Plattform, bei der User ihren Lieblingskünstlern einen einmaligen oder monatlichen Beitrag zukommen lassen können. Dafür gibts dann regelmäßige Updates – vor allem Musik oder Kunst wird so an die Geldgeber verteilt bzw. überhaupt erst möglich gemacht. Das vermutlich bekannteste Beispiel ist Amanda Palmer von den Dresden Dolls, die gerne mit alternativen Einnahmemodellen experimentiert und momentan von 6059 Usern pro hergestelltem Thing (also Video, Song o.ä.) $36,605.14 einnimmt.

Funktioniert das Prinzip auch für Wissenschaft? Momentan läuft es am besten für Wissenschaftskommunikation, wie zum Beispiel bei kurzgesagt, einem Team von Designern, Musikern, und Journalisten, die (unter Anderem) wissenschaftliche Themen in sehr gut animierten Videos erklären. Die Deutschsprachigen Videos gibt es hier zu sehen.

Wir möchten das Modell auch für openSNP ausprobieren, denn auch bei einem Open-Source-Projekt entstehen einige Kosten. Neben dem Server, der das ganze technisch am laufen hält, müssen wir auch für SSL-Zertifikate, Domains, Datenschutzrichtlinien und manchmal auch für Bahnfahrten und Flüge bezahlen. Doch gerade die Serverkosten sind es, die uns momentan ein bisschen Kopfschmerzen bereiten: Mittlerweile teilen über 2100 Menschen ihre persönlichen Gendaten über openSNP mit der ganzen Welt. Oder anders gesagt: Unsere Datenbank enthält zur Zeit knapp 1.5 Milliarden genetische Varianten. Und damit ist der Server den wir uns bislang leisten können eigentlich schon über seiner maximalen Kapazität – was openSNP ziemlich langsam und teilweise sogar unerreichbar macht.

Um hier durch Rechner-Upgrades Abhilfe zu schaffen sind nun unsere Patrons gefragt. Wer uns finanziell entlasten möchte, lässt uns via Patreon einen frei wählbaren monatlichen Betrag zukommen (denn wirklich üppig sind die Gehälter für Doktoranden und Post-Docs ja bekanntlich meistens nicht). Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr hier!

Veröffentlicht von

Bastian hat seinen Bachelor in Biologie in nur 8 statt 6 Semestern abgeschlossen. Nach einem kurzen Informatik-Studiums-Intermezzo an der TU Dortmund hat es ihn eigentlich nur für ein Stipendium nach Frankfurt am Main verschlagen. Dort gestrandet studiert er dort nun im Master-Programm Ökologie und Evolution. Zumindest wenn er nicht gerade in die Lebensweise der Hessen eingeführt wird. Neben seinen Studiengebieten bloggt er über die Themen, die gerade in Paperform hochgespült werden und spannend klingen.

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