Wir Erdgebundene

Menschen sind für den Weltraum nicht geschaffen, meint die New York Times. Und das gerade jetzt, da die holländische Firma Mars One mit mindestens vierzig Astronauten eine Marskolonie errichten will! Sollen wir also doch lieber zuhause bleiben?

Als Mediziner hat mich natürlich interessiert, mit welchen Gesundheitsprobleme Menschen im Weltraum rechnen müssen. Ich hatte schon gehört, dass manche Menschen im Weltraum raumkrank werden. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Es sendet widersprüchliche Informationen an das Gehirn, und schon wird uns übel. Aber wie die Seekrankheit verschwindet auch die Raumkrankheit spätestens nach einigen Tagen. Was gibt es noch?

Weil der Kopf nicht mehr oben ist, muss das Herz nicht mehr gegen die Schwerkraft ankämpfen, um das Blut dorthin zu befördern. Also schwillt der Kopf an, weil die Statik nicht mehr stimmt. Der Ex-Astronaut Mark E. Kelly beschreibt das so: „Es fühlt sich so an, als ob man ein paar Minuten mit dem Kopf nach unten gehangen hätte.“

Die Beine müssen den Körper nicht mehr tragen und so schwinden die Muskeln, ähnlich wie bei Menschen, die lange im Bett liegen. Das ist nicht gut, denn bei der Rückkehr sollten die Astronauten wieder laufen können. Also müssen sie fleißig auf dem Laufband und dem Ergometer üben. Bis dahin hört sich das alles noch harmlos an. Seit 2009 ist aber auch bekannt, dass die ständige Kopfschwellung die Netzhaut und den Sehnerven verändern kann. Bisher ist kein Astronaut blind geworden, aber die sichtbaren Veränderungen im Auge haben die Ärzte doch nachdenklich gemacht.

 

Strahlende Teilchen

Am unangenehmsten ist aber wohl die ständige Teilchenstrahlung. Auf der Raumstation ISS ist sie noch relativ gering, das Magnetfeld der Erde greift weit über die Umlaufbahn der ISS hinaus und hält einen Großteil der Teilchen zurück. Aber auf dem Weg zum Mars würde nur die Wand des Raumschiffs Schutz gewähren. Das übliche Baumaterial ist Aluminium, und das ist für die Protonenstrahlung der Sonne praktisch durchsichtig. Darüber hinaus sind aber zwischen den Planeten noch ganz andere Kaliber unterwegs. Die galaktische Strahlung besteht zum Teil aus sogenannten Schwerionen. Das können unter anderem Eisenatomkerne sein, die mit annähernd Lichtgeschwindigkeit unterwegs sind. Sie lassen sich kaum abschirmen und können in lebendem Gewebe eine breite Spur der Verwüstung hinter sich herziehen. Ein beträchtlicher Teil der Zellen könnte absterben, darunter auch die sehr wertvollen Zellen des zentralen Nervensystems. Sie wachsen nicht nach und müssen das ganze Leben halten. Einige Prozent der Zellen könnten jedes Jahr von der schweren ionisierten Artillerie tödlich getroffen werden. Und dann? Naja, mehr als fünf oder zehn Jahre sollte man also nicht auf einem interplanetaren Raumschiff Dienst tun. So ganz genau weiß allerdings niemand, wie sich die Strahlung genau auswirkt. Bisher waren nur die Astronauten der Mondlandungen für einige Wochen im tieferen Weltraum. Es fehlt also an Erfahrung zu dem Thema. Eine wunderschön ausgearbeitete Diskussion zu dem Thema kann man auch in der englischen Wikipedia nachlesen.

Wenn man eine Marskolonie gründen will, müssen dort auch Kinder geboren werden. Bisher habe ich aber nichts darüber gelesen, ob die Eizellen der Frauen durch die Strahlung geschädigt werden, oder ob Zeugungsfähigkeit der Männer zurückgeht. Aber nach den Erfahrungen mit ionisierender Strahlung auf der Erde sollten wir wohl davon ausgehen. Das ist aber noch nicht alles. Es kommen hinzu:

  • Schäden am blutbildenden System,
  • höheres Krebsrisiko,
  • Risiko von Augenschäden (Katarakt),
  • und viele Dinge, die wir noch nicht wissen (im NASA-Jargon: the unknown unknowns).

Die Probleme bestehen nicht nur im Weltraum, sondern auch auf Himmelskörpern ohne dichte Atmosphäre und starkes Magnetfeld. Dazu gehören beispielsweise alle Asteroiden, der Mond und der Mars. Die Marssiedler und Mondkolonisten müssen wohl zu Höhlenmenschen werden, wenn ihre Kolonien gedeihen sollen. Für uns Vernunftmenschen, die wir nicht rauchen und nicht trinken, gesund essen und Sport treiben, alle Vorsorgeprogramme wahrnehmen und immer den Sicherheitsgurt legen, sind solche Risiken kaum vorstellbar.

 

Freiwillige vor!

Also: Will unter diesen Umständen überhaupt jemand auf den roten Planeten? Und ob! Mars One verzeichnet über 200.000 Bewerber für die 40 Plätze auf dem Auswandererschiff. Eine Rückkehr ist übrigens nicht vorgesehen. Wer sich an der ersten interplanetare Auswanderungswelle beteiligen will, muss sehen, wie er klarkommt. Anders als beim Dschungelcamp gibt es keinen Rückzug und niemand wird herausgewählt. Hätte man den Seeleuten früherer Zeit gesagt, dass Salzwasser ihren Nieren schadet, Haie gefährlich beißen und die ständige Sonneneinstrahlung Hautkrebs erzeugt, wären sie dann zu Hause geblieben? Wohl kaum. Jede Reise ins Unbekannte ist gefährlich. Wären alle Menschen auf ein langes sicheres Leben aus, dann lebten wir heute alle im kenianischen Hochland, wo unsere Art entstanden ist.

 

Wie erobern wir den Raum?

Wie könnte aber die Eroberung des Sonnensystems aussehen? Wie gesagt, Menschen sind für den Weltraum nicht geschaffen. Also müssten sie einen Teil ihrer Umgebung mitnehmen, wenn sie längere Zeit dort verbringen wollen. Als erstes brauchte man also Baumaterial. Aber nicht nur die paar hundert Tonnen, die man mit Raketen heraufschaffen kann. Wir reden hier von Millionen Tonnen. Nehmen wir einmal an, man wollte eine Raumstation mit einem Mantel aus Gestein zum Schutz vor Strahlen und Mikrometeoriten umgeben. Wenn die Steinwand einen halben Meter dick sein soll, dann kämen schnell einige Zehntausend Tonnen zusammen. Schwerkraft könnte man durch Drehung des Raumschiffs (oder der Raumstation) simulieren. Außerdem brauchen Menschen viel Wasser. Jeder Kubikmeter wiegt aber bereits eine Tonne.

Glücklicherweise gibt es gleich zwei praktische Wege, um an Material zu kommen. Zum Einen gibt es mehr als 1000 Asteroiden, die gelegentlich in Erdnähe vorbeischauen. Sie bringen uns Wasser, Gestein und Metalle. Ein fliegender Felsbrocken von einen Kilometer Durchmesser hat bereits eine Masse mehr als einer Milliarde Tonnen. Dort ließe sich mit vertretbarem Aufwand alles nötige Baumaterial gewinnen. Die mit prominenter Unterstützung (Eric Schmidt, Larry Page, Ross Perot, Richard Branson etc.) gegründete Firma Planetary Resources möchte mit diesem Geschäftsmodell viel Geld verdienen.

Zum Zweiten könnte man mit schon heutigen Mitteln einen Fahrstuhl bauen, der von der Mondoberfläche in den Weltraum reicht. Damit ließen sich auch größere Mengen Material ins All befördern.

 

Fazit

Vermutlich können wir den Mars kolonisieren und Städte im Weltraum bauen. Aber sollen wir? Muss ich als Arzt meinen Patienten raten, lieber ein ereignisloses Leben in Sicherheit zu führen als ein aufregendes, gefährliches und kurzes Leben?

Letztlich muss das jeder selbst entscheiden. Wenn jemand den Reiz der Gefahr braucht, dann kann man ihn nicht davon abhalten, auf einem Asteroiden Metall, Wasser oder Gestein abzubauen.

Wir sind Geschöpfe der warmen Steppe Ostafrikas. Für den Weltraum sind wir nicht geschaffen. Auch der kalten Norden Europas ist nicht unser angestammter Lebensraum. Dennoch leben wir hier.

 

Martina Grüter ist Medizinerin und befasst sich seit 2001 der angeborenen Prosopagnosie, einem erblichen Defizit in der Gesichtserkennung und Verarbeitung. Das Thema hat ihr gezeigt, wie vielschichtig die Verarbeitung von Informationen im Gehirn sind und wie wenige Erkenntnisse wirklich gesichert sind. Worte und Sprachen haben sie von jeher fasziniert.

48 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ist das mit der „künstlichen Schwerkraft“ durch Rotation noch aktuell? Ich meine vor einiger Zeit gelesen zu haben (kann mich leider nicht mehr an die Quelle erinnern), dass NASA&co inzwischen davon abgekommen sind, weil die Effekte auf (im rotierenden System) bewegte Körper durch die Corioliskraft zu stark stören würden.

    • Was die Gleichgewichtsorgane der Menschen besonders stark stört, das ist eine hohe Winkelgeschwindigkeit.

      Um bei einer niedrigeren Winkelgeschwindigkeit die selbe Zentrifugalbeschleunigung zu erzeugen, kann man den Radius der Kreisbahn erhöhen.

      Im einfachsten Fall verbindet man das Mannschaftsmodul mit dem Triebwerksmodul durch ein langes Seil, und lässt dann beide Module um ihren gemeindamen Schwerpunkt rotieren.

  2. Bemannte Raumfahrt ist so teuer weil der Aufwand für die lebenserhaltenden Systeme so gross ist. Für Kolonien auf dem Mond oder Mars gilt ähnliches. Dazu kommen noch die bis jetzt mehr geahnten als erfahrenen Probleme eines Langzeitaufenthalts. Dazu gehören auch psychische und gruppendynamische Konflikte oder gar Krankheiten. Ein Amoklauf hier auf der Erde kann schon schlimme Folgen haben, auf dem Mars oder Mond aber kann ein solches Vorkommniss das Ende der ganzen Kolonie Zur Folge haben.
    Vor allem bedeutet die Abhängigkeit von lebenserhaltenden Systemen, eine starke Abhängigkeit der Kolonisten vom Funktionieren von Technik. Roboter dagegen können den widrigen Bedingungen auf dem Mars oder Mond viel besser standhalten wie die schon viele Jahre operierenden Marsrover zeigen. Die Autonomie solcher Roboter verbessert sich gerade. Das macht es wahrscheinlich, dass künftige Mars- und Mondkolonien vorwiegend von Maschinen und nur von wenigen Menschen bevölkert sein werden. Ich kann mir gut vostellen, dass in 100 Jahren der Mars ein Paradies für Roboter sein wird und Menschen auf dem Mars eher den Staus von Touristen haben werden.

  3. 200 000 Menschen sind bereit für ein Himmelfahrtskommando, das eigentlich den sicheren Tod vor Erreichen des Zwecks bedeuten würde. Wenn sie denn fahren könnten. Zu ihrem Glück wird daraus vorläufig nichts. Was sagt das über die menschliche Psyche aus? Das ca. 5 % der Bevölkerung Vollidioten sind?

    Es gab doch vor einigen Jahren ein Projekt, auf der Erde in einer künstlichen Ökosphäre zu überleben, was gescheitert ist.

    Eigentlich ist die Menschheit allein schon mit der Lösung der irdischen Problemen völlig überfordert.

    • Ohne Vollidioten wäre heute nicht die ganze Erde bis zum letzten Zipfel bevölkert – es gäbe weder Eskimos noch wüstenbewohnende Nomaden. Es gäbe auch keine Autoraser, die Kopf und Kragen von sich selber und von anderen riskieren und es gäbe nicht 10% Russen, die jede Woche mehr als einen Liter Wodka trinken (und 19% mit > als 1/2 Liter) und damit würden auch nicht 25% der russischen Männer vor dem 55 Lebensjahr sterben. Die Welt wäre überhaupt eine ganz andere.

      Was sagt das über die menschliche Psyche aus? Das ca. 5 % der Bevölkerung Vollidioten sind?

      was sagt das über den Autor dieses Satzes aus, dass er den Anteil von Vollidioten in der Bevölkerung bei nur 5% sieht?

      • „Ohne Vollidioten wäre heute nicht die ganze Erde bis zum letzten Zipfel bevölkert “

        Na ja, die Antarktis ist schon ein ganz schönes Zipfelchen, wohin sich die Auswanderung in engen Grenzen hält. Dabei ist sie ein Paradies gegenüber dem Mars-

      • „was sagt das über den Autor dieses Satzes aus, dass er den Anteil von Vollidioten in der Bevölkerung bei nur 5% sieht?“

        Vielleicht, das er noch immer zu naiv und optimistisch ist? Vielleicht sind Sie ja schon viel abgebrühter und lassen sich von nichts mehr überraschen.
        Der Anteil an V. kann regional durchaus variieren, schließlich gibt es Bildung, zumal ich keine präzise Definition des Begriffs gegeben habe. 😉

        @ Alexander

        „Ob man nun ein ereignisloses Leben möchte, und dafür im Dunkel der Geschichte verschwinden will oder ein Pionier auf einem bestimmten Gebiet sein will, dafür viel Ruhm bekommt, dafür aber früh stirbt, ist auch eine persönliche Frage.“

        Ja, diese Wahl ist uralt, Achill hat sie schon exemplarisch für sich entschieden. Ca. 3000 Jahre später könnten sich vielleicht auch einige Alternativen zwischen den beiden Extrempositionen aufgetan haben. Ovid hat die Metamorphosen geschrieben, um durch alle Jahrhunderte im Ruhm fortzuleben, ohne früh sterben zu müssen.
        Vielen Menschen in den industrialisierten Ländern muss es schrecklich langweilig sein. Sie betreiben Extremsportarten, flüchten sich in virtuelle Welten von PC-Spielen oder reenactments, melden sich für dumme Fernsehshows oder für irgendwelchen Blödsinn, nur um „berühmt“ zu werden. Wettstreit und Siegeswille gehören zur menschlichen Kultur (siehe Johan Huizinga, Homo ludens) und finden in der modernen Massengesellschaft offenbar keinen adäquaten Ausdruck. Sich für einen anonymen Anteilseigner in einer Firma, die im harten Wettbewerb steht, totzuschuften, ist wohl kein Ersatz. Geld ist da nur ein Substitut und kann das Gefühl persönlicher Befriedigung nur sehr bedingt ersetzen. Der Mensch braucht soziale Anerkennung und die Ruhmsucht verführt manche zu Wahnsinnstaten.

        Wo verläuft die Grenze zwischen der Lust an Neuentdeckungen, Wagnis, Pioniergeist, der sicherlich fruchtbar war und ist, und freiwilligen Himmelfahrtskommandos?

  4. Die aufaddierte Strahlunsdosis eines Marskolonisten über 60 Lebensjahre soll nach How much radiation will the settlers be exposed to? unterhalb der von der ESA emphohlenen Lebensdosis für einen Astronauten liegen. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Siedler sich vor solaren Strahlunsausbrüchen schützen (Solar Particle Events) und zudem in Habitaten leben, die einen Grossteil der Gammastrahlen kosmischen Ursprungs abfangen. Dies bedeutet, dass die Marshabitate mehrere Meter unter der Marsoberfläche oder aber in Höhlen liegen müssen. Ein täglicher Spaziergang auf der Marsoberfläche von 3 Stunden liege noch im Strahlungsbudget.

    Das grösste Problem für Marskolonialisten sehe ich selber in der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und der hohen Abhängigkeit vom Funktionieren der Technik. Es genügt beispielsweise eine kleine Undichtigkeit im Druckanzug, den die Astronauten bei Marsspaziergängen tragen müssen um den sicheren Tod zu bewirken. Wenn die Marskolonisten aber täglich Marsspaziergänge machen, wird sich so ein Zwischenfall irgendwann mit fast 100% Wahrscheinlichkeit ereignen. Ebenso ist damit zu rechnen, dass lebenserhaltende Systeme im Marshabitat von Zeit zu Zeit ausfallen und mindestens zu Beginn ein Ersatz von ausgefallenen Teilsystemen einen Nachschub von der Erde notwendig macht. Jeder solche technische Zwischenfall würde das Lenen sämtlicher Bewohner eines Marshabitats gefährden.

  5. Es bleibt keine andere Wahl, als andere Planeten zu kolonisieren. Irgendwann wird die Erde unbewohnbar sein, auch ohne Wirken des Homo Sapiens. Wenn Homo Sapiens dann noch existieren sollte, wird ohne andere Kolonien, Homo Sapiens aussterben.

    Seereisen waren vor dem Zeitalter von GPS, moderner Technik und Kommunikation auch gefährlich und trotzdem gab es einige Wagemutige, die trotzem sich auf die Meere wagten.

    Ob man nun ein ereignisloses Leben möchte, und dafür im Dunkel der Geschichte verschwinden will oder ein Pionier auf einem bestimmten Gebiet sein will, dafür viel Ruhm bekommt, dafür aber früh stirbt, ist auch eine persönliche Frage.

    • „Es bleibt keine andere Wahl, als andere Planeten zu kolonisieren. Irgendwann wird die Erde unbewohnbar sein“

      Weil unser Planet unbewohnbar wird, sollen wir andere Planeten kolonisieren, die jetzt schon unbewohnbar sind?

      Wären wir in der Lage, unbewohnbare Planeten in bewohnbare zu verwandeln, sollten wir dann nicht einfach die Erde verwandeln, die einst unbewohnbare? Das würde uns zumindest die Kosten und Strapazen einer langen Reise ersparen.

      Vernünftig könnte es allerdings sein, dass man mittels des Schreckenszenario der untergehenden Erde einige lästige Mitbewohner überzeugt, diesen Planeten umgehend zu verlassen. Im Anhalter durch die Galaxis(1) wird das exemplarisch beschrieben. Man baut dort eine Arche B , auf der u.a. Filmproduzenten, Telefondesinfizierer, Frisöre, Unternehmensberater und Versicherungsvertreter genau deswegen ihren Heimatplaneten verlassen, nämlich um zu einem anderen, angeblich länger bewohnbarem Planeten zu reisen. Für die Zurückgebliebenen, die geistigen Eliten und Macher, wurde ihr Planet Golgafrincham dadurch zunächst ein bisschen wohnlicher.

      (1)
      Douglas Adams, Das Restaurant am Ende des Universums

  6. Auf dem Mars gibt es Staubstürme, welche Stunden oder monatelang andauern können: d.h. Sonnenkollektoren können in dieser Zeit keine Energie liefern. Dies bedeutet, dass auch die gesamte Energie zum Mars mitgenommen werden muss.

    • Eine Marskolonie müsste einen kleinen, keinerlei menschlichen Interaktionen benötigenden, nuklearen Reaktor für die Energieversorgung einsetzen. 100kWe würden wohl für eine erste Kolonie  genügen. Ein ensprechender Reaktor wäre 500kg schwer. Gemäss World Nuclear Association, Nuclear Reactors in Space gibt es heute etwa 7 speziell für den Weltraum konstruierte nukleare Reaktoren. 4 davon wiegen um die 500kg und der neueste Typ ( SAFE-400) liefert etwa 100kWe, womit wohl genügend Strom für ein paar dutzend Kolonisten zur Verfügung stände. Ein nur koffergrosser Reaktor wird hier vorgestellt.

  7. Wenn der Mensch eine multiplanetare Species wird und es eine Unzahl von Habitaten im Weltraum gibt , wird der Fluch und werden die Vorteile der Globalisierung verloren gehen – mindestens für die Kühnsten der Weltraumabenteurer, welche sich in den tiefen Raum weit weg von der Erde vorwagen. Bewohner eines Generationenschiffes, das sich auf dem Weg zu einem unserer Nachbarsterne befindet werden höchstens noch mit grosser Verzögerung Nachrichten von der Erde erhalten und diese Nachrichten werden kaum Konsequenzen für die Sternenfahrer haben. Gibt es dann irgendwann auf jedem habitablen Planeten unserer Galaxie menschliche Kolonisten, werden sich diese Kolonien möglicherweise so unterschiedlich entwickeln wie man es sich nur vorstellen kann mit Heimwehkolonisten auf dem einten Planeten, dessen Bewohner die irdischen Verhältnisse kopieren wollen und völlig neuen Lebensweisen wiederum auf anderen Planeten. Und es wird kaum jemanden geben, der all oder auch nur viele diese Welten besuchen kann ausser er hat Krankheit, Sterben und Tod überwunden oder befindet sich im Besitz einer fortgeschrittenen Hibernationstechnologie.

    • Ich bin davon überzeugt, dass Krankheit, Sterben und Tod spätestens in 30 Jahren überwunden sein werden.

      Das kann man an der Entwicklungsgeschwindigkeit der Molekularbiologie, der Nanotechnologie, der Computertechnik, der Stammzellentechnologie, und des Tissue-Engineering erkennen.

      In weniger als 30 Jahren wird sich bereits die durchschnittliche Lebensdauer des Menschen stark erhöhen.

      In der weiteren Zukunft ist die Erde vielleicht eine kontinuierliche Brutstätte von nahezu unsterblichen Sternenreisenden.

      • „Ich bin davon überzeugt, dass Krankheit, Sterben und Tod spätestens in 30 Jahren überwunden sein werden. “

        Genau, so um 1970 herum hat das ein New Yorker Biologieprofessor auch schon gesagt.

        • „Ich bin davon überzeugt, dass Krankheit, Sterben und Tod spätestens in 30 Jahren überwunden sein werden. „

          Genau, so um 1970 herum hat das ein New Yorker Biologieprofessor auch schon gesagt.

          🙂 🙂 🙂

          Wer so [erstes Zitat] denkt, hat nicht begriffen, inwiefern Werden und Vergehen zu unserer Unsterblichkeit beitragen.

          • PS: …aber kann schon sein, dass die Menschheit erst noch mühsam und mit viel Aufwand auf andere Galaxien wird ausweichen müssen, ehe wir das begreifen und statt auswandern zu müssen, uns schließlich wirklich so wandeln, dass „ein neuer ‚Himmel‘ und eine neue ‚Erde‘“ wird.

  8. „Wenn der Mensch eine multiplanetare Species wird und es eine Unzahl von Habitaten im Weltraum gibt , wird der Fluch und werden die Vorteile der Globalisierung verloren gehen – mindestens für die Kühnsten der Weltraumabenteurer, welche sich in den tiefen Raum weit weg von der Erde vorwagen.“

    „Ich bin davon überzeugt, dass Krankheit, Sterben und Tod spätestens in 30 Jahren überwunden sein werden. (…)
    In der weiteren Zukunft ist die Erde vielleicht eine kontinuierliche Brutstätte von nahezu unsterblichen Sternenreisenden.“

    Auch die naturwissenschaftlich communitiy hat offenbar ihre Mythen und Glaubensvorstellungen, vielleicht liegt es an der Sozialisation mit science fiction-Geschichten?
    Ja, die Naturwissenschaften haben gigantische Fortschritte gebracht, vor allem im Detail. Aber sie schwächelt deutlich, wenn allzu komplexe Lebensvorgänge, die Interaktion von zahllosen Faktoren berücksichtigt werden muss.
    Ich kann mich noch an spannende Illustrationen in Jugendbüchern erinnern, wo in baldiger Zukunft Kolonien auf dem Meeresboden und auf dem Mond vorgestellt wurden. Daraus ist nichts geworden.

    Natürlich wird der wissenschaftliche Fortschritt weitergehen (solange man ihn finanzieren kann), aber welche Richtung er einschlägt, wer weiß das schon.

    Eine stark erhöhte Lebenserwartung wird der Menschheit nur Scherereien bereiten. Aber die Fortschrittsgläubigen basteln fröhlich weiter am Turmbau zu Babel.

    • naturwissenschaftlich communitiy hat offenbar ihre Mythen und Glaubensvorstellungen

      Da sind wir tatsächlich alle im gleichen Boot, ob arm oder reich, ob Naturwissenschaftler, Geisteswissenschaftler oder ganz normaler Bürger, die freien Gedanken handeln oft von einer anderen, meist besseren Zukunft. Und bei den meisten bedeutet eine bessere Zukunft auch und vor allem mehr Wohlstand. Dazu passt dann auch

      Natürlich wird der wissenschaftliche Fortschritt weitergehen (solange man ihn finanzieren kann)

      Wenn das Ziel mehr Wohlstand ist, dann ist die einzige Rechtfertigung für wissenschaftlichen und technischen Fortschritt mehr Wohlstand. So gesehen müsste man geistewissenschaftliche Studien noch mehr zurückfahren als es schon passiert, denn die erzeugen nicht einmal Fortschritt, sondern sind nur Kostenblöcke, ungedeckte Checks.
      In letzter Zeit habe ich auch in einige deutschsprachige ökonomische Blogs hineingeschaut. Ein Augenöffner sind vor allem viele Leserkommentare, die einem den Eindruck vermitteln, selbst In Deutschland, der Schweiz und Österreich herrsche das blanke ökonomische Elend, wo der Mittelstand schon bald auf Harz-4 Niveau leben muss. Dabei sind nur 5% der Chinesen so wohlhabend wie 95% der Deutschen es im Durchschnitt sind. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Chinesen und Inder im Wochentakt neue Kohlekraftwerke hochziehen, denn der Hauptharst ihrer Bevölkerung befindet sich ökonomisch auf Hartz-4 Niveau.
      Tatsächlich ist für die heutige Menschheit technischer Fortschritt keine Kür mehr, sondern Pflicht. Wie sonst sollen einmal 9Milliarden Menschen einmal so leben wie der durchschnittliche Deutsche heute ohne dass die Rohstoffe ausgehen und gant Asien unter einer Smogdecke verschwindet.
      Im schlimmsten Fall könnte es so herauskommen wie von Karl Bednarik geäusserst:

      Wenn man das Leben auf der Erde ausreichend unerträglich und gefährlich macht, dann fördert das vermutlich den Wunsch, die Erde zu verlassen.

  9. Ein wichtiger Antrieb für Expansionsbewegungen und Wanderungen sind Not und Kriege.

    Die Eskimos sind vermutlich nicht ganz freiwillig in ihre kalten Wohngebiete eingewandert.
    Auch an der frühmittelalterlichen Völkerwanderung nahmen nicht alle Völker freiwillig teil.
    Die grosse Hungersnot in Irland bewirkte, dass viele Iren nach Amerika auswanderten.

    Wenn man das Leben auf der Erde ausreichend unerträglich und gefährlich macht, dann fördert das vermutlich den Wunsch, die Erde zu verlassen.

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  11. Ich denke nicht, dass in absehbarer Zeit die Technik zur Verfügung steht, dass größere Menschenmenge ins All auswandern können. Wenn die Lebensbedingungen sich verschlechtern, wandern die Menschen in Länder aus, wo es besser ist, z.B. zu uns. Das passiert ja schon. Lampedusa und Malta haben da schon Erfahrungen gesammelt.
    Der Trailer zu Elysium ist interesant. Ich denke, die Slumszenen dort sind echt (Johannisburg), natürlich ohne Raumschiffe…
    Vor Jahren habe ich das Zitat eines somalischen Piraten im SPIEGEL gelesen, der gefangen genommen in Deutschland in Haft saß und zum ersten Mal eine Dusche hatte. „Ihr lebt im Paradies und wir leben in der Hölle.“

    • Europa, ja sogar Israel als Elysium, als sichere Burg in einer Welt voller Unrecht, Gewalt und Willkür. Das ist auch das Thema von Thomas Friedmans Sonntagskolumne in der New York Times, wo er unter dem Titel A wondeful country unter anderem über den Hintergrund illegaler sudanesischer, ugandischer, eritreischer Flüchtlinge in Israel schreibt: 

      What Israel, Jordan, Saudi Arabia, Kurdistan, Turkey, the Gulf states and even to a lesser degree the Palestinian Authority in the West Bank all have in common is that they are islands of order, where at least there is someone to answer the phone, it doesn’t come off the wall when they do and there is a minimum of human security.

      That is less and less true today in Syria, Libya, Egypt, Yemen, Lebanon and Iraq, not to mention nearby Somalia, Eritrea and northern and southern Sudan.

      Hinter Ihrer und  Friedmanns Beurteilung der Weltlage steckt die Ahnung über eine neue Zweiteilung der Welt, einer Zweiteilung, die nicht mehr unterschiedliche religiöse und ideologische Lager trennt, sondern die den geordneten Teil der Welt vom chaotischen trennt.  Dazu kommt noch die Teilung der Welt in diejenige, die Arbeit haben und diejenigen , deren Job schon bald von Robotern und Software wegoptimiert wird. Ein Gedanke, der von Paul Krugman, Larry Summers und einigen aus dem Technologieumfeld verbreitet wird und der die Teilung in eine geordnete und eine chaotische Welt noch verstärken werde. Der Norden Europas kann in einer solchen Zukunft noch geordnete Lebensumstände aufrechterhalten, für den ganzen Süden inklusive Frankreich wird Sizilien zum neuen Masstab, das meinte jedenfalls ein US-Experte, der sich mit diesem Thema beschäftigt.

  12. Dies ist eine Sammelantwort auf viele in dieser Diskussion erwähnte Themen, damit weitere Verzweigungen vermieden werden, die die Übersichtlichkeit behindern könnten.

    ——

    Mythen sind Mythen, und Ziele sind Ziele, da besteht ein grosser Unterschied in den individuellen Aktivitäten.

    „Per aspera ad astra“ bezieht sich auf die menschlichen Anstrengungen.

    Krankheit, Sterben und Tod bereiten der Menschheit wesentlich mehr Scherereien, als völlig gesunde Menschen mit unbegrenzter Lebensdauer.

    Die komplexen Netzwerke des Lebens entschlüsselt man natürlich mit leistungsfähigen und komplexen Computern mitsamt ebensolcher Software.

    Das Genom, das Proteom, und das Metabolom des Menschen ist nicht unendlich gross und nicht unendlich kompliziert.

    Es handelt sich nur um ein wenig mehr als 3 Milliarden Basenpaare und um weniger als 30000 Proteine.

    Daher können alle Lebensfunktionen des Menschen in einer endlichen Zeit und in einem endlichen Speicher beschrieben werden.

    In der Praxis ist es hilfreich, dass die lebenden Zellen viele Steuerungsmechanismen und Reparaturvorgänge ganz von selbst durchführen können.

    ——

    Bei den Stammeskriegen und den Vertreibungen geht es um die Frage, ob sich eine Gruppe von Menschen mit einer feindlichen Gruppe von Menschen konfrontieren soll, oder ob sich eine Gruppe von Menschen mit einer feindlichen Umwelt konfrontieren soll.

    Mit zunehmend verbesserter Technologie können natürlich beide Gruppen von Menschen waffentechnisch hochrüsten, ganz im Gegensatz zu einer feindlichen Umwelt, die darauf nicht intelligent reagieren kann.

    Mit zunehmend verbesserter Technologie ist daher das Auswandern in eine feindliche Umwelt günstiger, als sich mit feindlichen Menschen einen Krieg zu liefern.

    ——

    Wenn das Überleben einer Gruppe von Menschen von der Funktion eines Lebenserhaltungssystems abhängt, dann ist es natürlich besser, an Stelle eines grossen Lebenserhaltungssystems eine grosse Anzahl von kleinen Lebenserhaltungssystemen zu verwenden.

    Das lässt sich mit Hilfe der Nanotechnologie realisieren.

    Natürlich dürfen diese vielen kleinen Lebenserhaltungssysteme nicht von einer einzigen, grossen Energiequelle abhängig sein.

    Auch die Organe des menschlichen Körpers bestehen aus vielen Zellen, die alle das gleiche machen, und die daher austauschbar sind.

    ——

    Zu den Themen der Vollautomatisierung und der Arbeitslosigkeit gibt es auch positive Utopien, wie zum Beispiel die „Übergangszeit“:

    http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?28160

  13. „Mythen sind Mythen, und Ziele sind Ziele, da besteht ein grosser Unterschied in den individuellen Aktivitäten.“

    Ziele können „mythische“ Motivationen habe. Die „Mythen“ der Gegenwart heißen Star Trek, Star Wars etc. Natürlich glaubt keiner, dass das Realität ist, aber die Geschichten haben das Denken von vielen stark geprägt. Wenn man demnächst einen Antrieb für Hyperlichtgeschwindigkeit finden würde, würde man ihn wohl Warp nennen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum sich so viele gemeldet haben, um den Mars zu besiedeln. Zur Zeit ist das technisch unmöglich, und wenn es vielleicht möglich sein werden könnte, sind diese Leute schon zu alt.

    „Krankheit, Sterben und Tod bereiten der Menschheit wesentlich mehr Scherereien, als völlig gesunde Menschen mit unbegrenzter Lebensdauer.“

    Das Krankheit, Sterben und Tod leid verursacht, ist unbestritten. Aber wie soll eine Gesellschaft funktionieren, die aus (quasi) Unsterblichen besteht? Da muss man die Reproduktion dann drastisch einschränken. Das ist doch sehr egoistisch und auf die Dauer unerträglich. Man hat immer dieselben Nasen um sich, sieht keinen jungen, heranwachsenden Menschen mehr. Unsterbliche Menschen würden sich irgendwann zu Tode langweilen. Erst der Tod zwingt den Menschen dazu, etwas aus seinem Leben zu machen.

    „Die komplexen Netzwerke des Lebens entschlüsselt man natürlich mit leistungsfähigen und komplexen Computern mitsamt ebensolcher Software. Das Genom, das Proteom, und das Metabolom des Menschen ist nicht unendlich gross und nicht unendlich kompliziert.Es handelt sich nur um ein wenig mehr als 3 Milliarden Basenpaare und um weniger als 30000 Proteine. Daher können alle Lebensfunktionen des Menschen in einer endlichen Zeit und in einem endlichen Speicher beschrieben werden.“

    Die Computer und Programme, die es könnten gibt es noch nicht. Aber vielleicht ja irgendwann, vielleicht auch nicht. Die Funktionsweise einer Zelle lässt sich vielleicht noch simulieren, beim Gehirn bin ich schon ziemlich skeptisch. Auch die Funktionsweise des Genoms könnte sich in allen Einzelheiten dem menschlichen Verständnis entziehen. Artikel zu diesem Thema beginnen oft mit der Feststellung, dass es komplizierter sei, als gedacht.

    Kein Gebiet auf der Erde ist so lebensfeindlich wie ein anderer Planet (wie dicht besiedelt ist eigentlich Grönland?). Wenn schon eine funktionierende Kolonie existieren würde, wäre Auswandern vielleicht eine Option als Flucht vor kriegerischer Konkurrenz. Die würden aber dann auch den Laden dicht machen, wie die EU.

    Fazit:
    Sie vertreten hier reinsten, naiven Fortschrittsglauben. Einen Beweis, dass sich alles so entwickelt, wie Sie es skizzieren, gibt es nicht. Der wissenschaftliche Fortschritt ist zweifellos beeindruckend, macht offenbar aber auch viele betrunken. Studieren sie doch mal alle Fehlschläge von Wissenschaft und Technik.

    • Hallo Paul Stefan,

      mein reiner naiver Fortschrittsglauben kommt vermutlich daher, dass ich 33 Jahre in der Molekularbiologie gearbeitet habe, und dass ich privat an Mikrorobotern arbeite.

      Voraussagen über die Zukunft lassen sich grundsätzlich nicht beweisen, aber jeder kann an der Gestaltung der Zukunft mitarbeiten.

      Das Studium der Fehlschläge der Wissenschaft ist immer hilfreich, weil Theorien falsifizierbar sein müssen, aber noch nicht falsifiziert worden sein dürfen, und weil Theorien grundsätzlich nicht beweisbar sind.

      Was ist schlimmer, immer dieselben Nasen um sich zu haben, oder in einem Altersheim dem Tod entgegen zu siechen?

      Unbeliebten Menschen kann man leicht ausweichen, wenn man die Zeit dazu hat, während das Ausweichen vor dem Tod viel schwieriger ist.

      Falls sich unsterbliche Menschen Tode langweilen sollten, dann können sie immer noch Selbstmord begehen, oder zu den Sternen reisen.

      Ausserdem ist die Langeweile eine Gehirnfunktion, die man leicht ein- und ausschalten kann, was natürlich auch für den Selbsterhaltungstrieb gilt.

      Geburtenüberschuss ist eine Folge von Armut, denn in den reichen Industriestaaten herrscht ein Mangel an Geburten (in Deutschland ist der Vermehrungsfaktor nur 0,7).

      Sobald der Vermehrungsfaktor unter eins gesunken ist, kann auch eine unsterbliche Bevölkerung nach unendlich langer Zeit nur eine endliche Zahl an Menschen umfassen.

      Zum Beispiel steigt die Bevölkerung beim Vermehrungsfaktor von 0,8 nur um den Faktor 5 an.

      Limes-Funktion: L = 1 / ( 1 – 0,8 ) = 1 / 0,2 = 5

      Jedes unsterbliche Paar kann also ein bis zwei Kinder haben (natürlich müssen nicht immr die selben Menschen ein Paar bilden).

      Die Überlichtgeschwindigkeit und die Generationenschiffe sind Konzepte für sterbliche Menschen, die von den unsterblichen Menschen nicht benötigt werden.

      Für die Unsterblichkeit genügt es völlig, die Funktionsweise der Zellen zu simulieren und zu verstehen.

      Aus den unsterblich gemachten Zellen kann ein 3-D-Drucker leicht Ersatzorgane herstellen.

      Etwaige entartete Zellen können von den Nanomaschinen leicht aus dem Körper entfernt werden.

      Nicht der Tod zwingt den Menschen dazu, etwas aus seinem Leben zu machen, sondern seine Träume und Wünsche regen den Menschen dazu an, etwas nützliches und schönes zu machen.

      Je länger man lebt, um so mehr nützliches und schönes kann man machen.

      Die Idee, dass eine permanente Todesdrohung etwas nützliches bewirkt, ist völlig absurd.

      Natürlich ist die permanente Todesdrohung ein gutes Motiv dazu, um die permanente Todesdrohung abzuschaffen.

      Wenn man einen Befürworter des Sterbens eine Minute vor seinem Tode befragen würde, dann würde er möglicherweise gar nicht mehr sein Sterben befürworten.

      Die Akzeptanz des eigenen Todes (auch Mortalismus genannt) sinkt in direktem Zusammenhang mit der eigenen Restlebenszeit, ein Diagramm:

      http://members.chello.at/karl.bednarik/MORTLEBE.PNG

  14. Interessanterweise beschäftgit sich eines der ältesten erhaltenen Schriftdokumente, das Gilgamesch-Epos bereits mit dem Streben nach Unsterblichkeit. Der Held lehnt sogar ein Leben in weltlicher Fülle mit täglichem Tanz und täglicher Freude (heute würden wir sagen „das Leben als Party“) ab, wenn der Preis dafür ist, dass er sein Streben nach Unsterblichkeit aufgeben muss. Gilgamesch selber ist zu 1/3 menschlich und zu 2/3 göttlich. Das Erreichen von Unsterblichkeit würde seine volle Göttlichkeit wiederherstellen. Doch Gilgamesch scheitert und erkennt, (Zitat Wikipedia) “ dass er sich nur durch große Werke als guter König einen unsterblichen Namen erwerben kann. So beginnt er mit dem Bau der Stadtmauer von Uruk.“

    Im Grunde gibt es das dahinterliegende Denken und Streben bis heute. Ohne Unterbruch. Die Pharaonen, die die Pyramiden erbauen liessen haben damit nur ein Surrogat geschaffen für etwas was sie selbst nie erreichen konnten: Unsterblichkeit.

    Das eigentliche Thema dieses Beitrags, der Wunsch unseren Heimatplaneten zu verlassen um anderswo oder vielleicht sogar überall, wo es möglich ist, zu leben, hängt mit dem Streben nach Unsterblichkeit und Göttlichkeit, das im Menschengeschlecht innewohnt, zusammen. Göttlichkeit bedeutet Allmacht. Allmacht aber bedeutet nicht nur die Macht zum Guten, sondern auch die Macht zur Zerstörung, die im Extremfall total sein kann. Wenn es Menschen nicht nur auf der Erde gibt, wenn der Mensch eine multiplanetare Spezies wird, dann steigen die Überlebenschancen unserer Rasse. Andernfalls bedeutet der Machtzuwachs nicht nur der Menschheit sondern der Machtzuwachs letztlich jedes Einzelnen eine ungeheuere Gefahr für unsere Weiterexistenz. Stephen Hawking (der Physiker) sagt deshalb: „Humanity Won’t Survive Without Leaving Earth“

  15. Ist das denn mit der Bestandserhaltung geklärt?, auf dem Mars?
    MFG
    Dr. W (der dort die eigentliche Herausforderung sieht)

    • Wenn wir über eine Kolonisation des Mars sprechen, dann sprechen wir über eine technologisch ferne Zukunft, die aber noch zu unseren Lebzeiten beginnen kann, wenn die technologische Entwicklung schnell voranschreitet.
      Auf dem Mars wirds aber kaum jemanden behagen – so wie er heute ist. Mit Terraforming könnte man ihn mindestens etwas wärmer machen. Allerdings würde das hunderte von Jahren in Anspruch nehmen.

      Das führt uns zur allgemeineren Frage: Wo können Menschen mit geeigneter Technologie überall leben? Antwort: Fast überall, wo genügend Energie zur Verfügung steht und wo wichtige Rohstoffe wie Wasser vorkommen oder hergestellt werden können. Auf dem Mars hat es nach heutigem Wissen genügend Wasser. Auf dem Mond eher nicht. Auch auf der Venus nicht. Die Venus könnte zwar mit Terraforming-Methoden innert ein paar hundert Jahren auf angenehme Temperaturen heruntergekühlt werden, doch jegliche Spur von Wasser fehlt dort, was ein Leben auf der Venus auch in fernster Zukunft stark erschweren dürfte – ausser man rezykliert alles Wasser vollkommen.

      • Die Idee scheint ja zu sein erst einmal zu landen und dabei die grundlegende Chance auf Bestandserhalt mitgenommen zu haben.
        Der Schreiber dieser Zeilen hat zwar viel zu den Risiken des Transports [1] gelesen, aber wenig über die Bestandserhaltung vor Ort.
        Ischt die Sache überhaupt durchdacht?
        MFG
        Dr. W

        [1] die eher nebensächlich sein könnten

        • Die Sache ist von der Grössenordnung her nicht durchdacht. Mars One will nach nur einer Cargo Mission im Jahre 2022:

          Two Living Units, two Life Support Systems, and two Supply Units are sent to Mars in July 2022

          bereits im Jahre 2025 die ersten Kolonisten „aussetzen“. Diese sollen in einer auf der Marsoberfläche aufliegenden Living Unit leben. Die Life Support Unit wird den benötigten Strom mittels Solarpaneln produzieren. Dieses Szenario berücksichtigt aber nicht die möglichen langen Marssandstürme mit fehlender Sonneninstrahlung, Zeitperioden, die möglicherweise nicht einmal von den Batterien überbrückt werden könnten. Ferner wären diese erste Marskolonisten kaum geschützt vor solaren Strahlungsausbrüchen und vor der kosmischen Strahlung, da die ersten Living Units nicht unter einer schützenden Erdschicht plaziert würden.
          Fazit: Das vorgesehene Material- und Zeitbudget für Mars One ist unzureichend. Immerhin soll die Live-Support Unit bis zur Landung der Kolonisten in der Living Unit bereits eine Atmosphäre von 0.7 bar Druck aufgebaut haben sowie 3000 Liter Wasser aus dem Marsboden gewonnen haben und 120 kg Sauerstoff gebildet und gespeicher haben. Wenn diese Ziele nicht erfüllt werden, wird auch die Landung von Kolonisten im Jahre 2025 nicht durchgeführt werden. Diese Ziele werden aber mit grosser Sicherheit nicht erreicht, so dass nicht damit zu rechnen ist, dass es 2025 bereits Marskolonisten gibt.

          • Ihr Kommentatorenfreund, Herr Holzherr, der die Sache selbst nur am Rande recherchiert hat, geht nun davon aus, dass es Maßgaben gibt, die den Missionsstart zeitlich beeinflussen, in die Zukunft verschieben könnten; sind diese bekannt, liegen sie im Web nachlesbar vor?
            MFG
            Dr. W

          • Eine Dauerbesiedlung des Mars wird man sich nicht ohne Nachwuchs vorstellen können (Nachschub von der Erde ist zwar von MarsOne geplant, aber es sollen auf Mars ja auch Paare leben).

            Ist hinreichend bekannt, wie die Auswirkungen lebenslänglicher Schwerkraft 1/3 G insbesondere auf Kinder sind?

          • @zabki
            Nichts ist Hinreichend bekannt. Die ersten Marsianer werden entdecken müssen was geht und was nicht geht.
            Meine Prophezeiung: Das wird nicht funktionieren. Ein paar Wenige mit fast nichts ausgerüstet in eine Umwelt zu schicken, gegen die die Antartkis geradezu menschenfreundlich ist, das wird so herauskommen wie die ersten Arktis- und Antarktisexpeditionen, wo bekanntlich die meisten im Eis umgekommen sind.
            Besser wären die Aussichten, wenn der Mars bereits eine vorbereitete Station hätte, die beispielsweise von Robotern instand gehalten würde. Das Projekt Marskolonie ist also etwas für das Ende dieses Jahrhunderts und sicher nichts für die nächsten Jarhzehnte.

  16. Hallo Herr Bednarik,

    Sie sind Wissenschaftler oder Techniker und haben bestimmt keine Langeweile. Ein Großteil der Bevölkerung schlägt sich die Zeit mit Unterhaltung á la Dschungelcamp tot.
    Das mit der Unsterblichkeit sehen Sie meines Erachtens zu schlicht. Die menschliche Psyche ist ziemlich kompliziert. Ich gebe Ihnen Recht, das Träume und Wünsche die Menschen anregen, etwas zu tun. Aber Alter und Tod setzen die Frist zur Umsetzung von Träumen in die Realität. Unsterblichkeit entwertet das Vergehen der Zeit und alles wird gleichgültig, nicht sofort, aber mit zunehmender Zeit. Irgendwann hat man alle Genüsse genossen, alles Wissenswerte gelesen und studiert, alle Menschen kennengelernt, war mit jeder Frau/jedem Mann im Bett gewesen. Ich glaube nicht, dass das mit unserer menschlichen Psyche auf die Dauer funktioniert. Voltaire hatte in „Candid“ schon so eine Idee. Die Helden des Romans sind zufällig im Land Eldorado gelangt, wo die Menschen glücklich und sorglos leben. Aber: „Wir lieben nun einmal den Wechsel, die Bewunderung unserer Landsleute, das Zurschaustellen unserer Reiseerlebnisse und so beschlossen die beiden, die im Glück schwelgten, dies nicht mehr zu tun…“

    Die „Todesdrohung“ hat immerhin bewirkt, das Ovid seine Metamorphosen geschrieben hat (wie ich schon gesagt habe). hier ein Zitat vom Schluss: „Nun habe ich ein Werk vollendet, das nicht Juppiters Zorn, nicht Feuer, nicht Eisen, nicht das nagende Alter wird vernichten können. Wann er will mag jener Tag, der nur über meinen Leib Gewalt hat, meines Lebens ungewisse Frist beenden. Doch mit meinem besseren Teil werde ich mich hoch über die Sterne emporschwingen (…) und sofern an den Vorahnungen der Dichter auch nur etwas Wahres ist, durch alle Jahrhunderte im Ruhm fortleben“
    Die Todesdrohung hat auch den Bau der Kathedralen und die Musik von Johann Sebastian Bach bewirkt. Sie ist durchaus kulturell produktiv …

    Ja, die Sterne (die Fixsterne) sind das Projektionsfeld für die Unsterblichkeit und die Weltraumfahrt ist in dieser Hinsicht in der Tat wohl eine Kompensation für verloren gegangenen Glauben, sei er christlich, sumerisch oder wie bei Ovid, etwas vage im Sinne einer paganen Heroisierung oder Divinisierung.

    Insofern sehe ich die Weltraumfahrt, die Besiedelung des Mars als einen neuen „Mythos“ (heute spricht man in solchen Zusammenhängen ja gerne von „Erzählung“), der Hoffnung und Abenteuerlust weckt, an große Ideale appelliert. Die Realität wird auch ihn entmystifizieren.

    • „Ja, die Sterne (die Fixsterne) sind das Projektionsfeld für die Unsterblichkeit und die Weltraumfahrt ist in dieser Hinsicht in der Tat wohl eine Kompensation für verloren gegangenen Glauben, sei er christlich, sumerisch oder wie bei Ovid, etwas vage im Sinne einer paganen Heroisierung oder Divinisierung.“

      Ich sehe die Weltraum(sehn)süchtigen eher als Visionäre an, denn im Gegensatz zum religiösen Glauben findet in der Weltraumforschung ja durchaus eine technologische Entwicklung (zu einer möglichen Verwirklichung) statt, diese mag vielleicht am Ende auch Enttäuschungen beinhalten, aber sie ersetzt keinen “ verloren gegangenen Glauben“ an Überweltliches.

      • „Ich sehe die Weltraum(sehn)süchtigen eher als Visionäre an, denn im Gegensatz zum religiösen Glauben findet in der Weltraumforschung ja durchaus eine technologische Entwicklung (zu einer möglichen Verwirklichung) statt…“

        Sie wissen doch, woher der Ausdruck „visionär“/“Vision“ stammt? Das ist Fortschrittsglauben.
        Das eine („Religion“) schließt das andere („Technik“) nicht unbedingt aus, das „Glaubenselement“ dient zur Motivation außerordentlicher Anstrengungen, das galt auch für die gotischen Kathedralen. Nur durch Gebet halten die nicht.
        Eine rein rationale Begründung erscheint mir für Weltraumfahrt nicht möglich. Letztendlich ist eine Werteentscheidung, wie bei (fast?) allem. Sind uns die Anstrengungen und Kosten das Ergebnis wert?
        Wenn das Projekt Marsbesiedelung in diesem Stadium von einem privaten Unternehmen forciert wird, dann habe ich den Eindruck, dass hier der Bratengeruch verkauft wird, nicht der Braten.

        • „Eine rein rationale Begründung erscheint mir für Weltraumfahrt nicht möglich. Letztendlich ist eine Werteentscheidung, wie bei (fast?) allem. Sind uns die Anstrengungen und Kosten das Ergebnis wert?“

          Vermutlich verspürte schon der Steinzeitmensch eine gewisse Neugier und wollte wissen was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt. Später weitete sich der Endeckerdrang des Menschen entsprechend aus, indem er neue Länder und Kontinente erforschte. Für manch einen mag das natürlich auch eine „Werteentscheidung“ beinhalten, denn „Anstrengungen und Kosten“ verursacht eine Erforschung des Weltraums allemal. Aber im Gegensatz zum Glück, das wir beim Erwerb materieller Dinge empfinden, ist die Neugier ein immerwährender Antrieb, der unser Leben spannend macht, weil sie nie ganz befriedigt werden kann.

          „Wenn das Projekt Marsbesiedelung in diesem Stadium von einem privaten Unternehmen forciert wird, dann habe ich den Eindruck, dass hier der Bratengeruch verkauft wird, nicht der Braten.“

          Das haben Sie sehr treffend formuliert!

          • Danke für das Lob.

            Ich habe nichts gegen Neugier und Entdeckerdrang, die habe ich auch (aber ohne zum Mars zu fliegen 🙂 und man kann Herausforderungen annehmen, einfach, weil sie da sind. Aber man sollte deswegen nicht das Denken ausschalten, wie es die 40 Tollkühnen machen.

            Aber vielleicht täusche ich mich in denen auch, vielleicht sehen die es ja auch nur als marketing gag.

    • Hallo Paul Stefan,

      wie lange würde es wohl dauern, alle Wissenschaften, Künste, Techniken und Sportarten zu studieren?

      Vermutlich wachsen schon die Wissenschaften allein schneller als man sie lernen kann.

      Wie lange würde es wohl dauern, alle Sonnensysteme unserer Galaxis zu besuchen?

      Im Gegensatz zum Speicher eines gewöhnlichen Computers kann das menschliche Gehirn nicht volllaufen, weil ältere und weniger wichtige Informationen einfach vergessen werden.

      Womöglich kann man schon nach dem Besuch von tausend Planeten wieder von vorne beginnen, weil man die ersten Planeten vergessen hat (natürlich hat man auch ein Tagebuch im Computer).

      Meine Motivierung ist nicht Star Trek sondern Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, der schon um das Jahr 1900 herum so ziemlich alles zum Thema Raumfahrt erfunden hat:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Eduardowitsch_Ziolkowski

      Wenn ich eine Schüssel aus Lehm knete, oder wenn ich Alterskrankheiten vermeiden will, versuche ich dann gottgleich zu sein?

      Wenn irgendwo Kohle in der Erde liegt, dann wird sie irgendwer mit Gewinn ausgraben.

      Die 2,2-milliardenfache Menge der Sonnenenergie geht nutzlos an der Erde vorbei, das verspricht Gewinn.

      Einige Planetoiden-Bahnen kreuzen die Erdbahn, was eine gewisse Gefahr für die Erde darstellt.

      Diese Planetoiden wird man ohnehin überwachen müssen, ihre Bahnen korrigieren müssen und sie als leicht erreichbare Rohstoffquellen abbauen können.

      Hohle Planetoiden sind auch als Strahlungsschutz verwendbar.

      • Science-Fiction war schon immer eine gute Motivation für Naturwissenschaft und Technik:

        Meine erste Begenung mit der Raumfahrt war im Jahre 1953 mit: „RS 11 schweigt“ von Dozent Erich Dolezal.

        Meine erste Begenung mit der Unsterblichkeit war im Jahre 1957 mit: „Das Geheimnis der Copaner“ (Terra Band 5) von Richard Varne (In a Misty light (1955)).

        Meine erste Begegnung mit der Nanotechnologie war im Jahre 1969 mit: „Krieg der Automaten“ (Terra Band 322) von Philip K. Dick (Autofac (1954)).

        • Ich habe nichts gegen Science fiction, Wissenschaft und Fortschritt, auch nichts gegen das Durchdenken von technologischen oder sonstigen Utopien.
          Aber man sollte nicht unkritisch werden.
          Marsbesiedelung und quasi Unsterblichkeit sind für mich zu diesem Zeitpunkt Luftschlösser, von denen man träumt, während das Hausdach zu brennen beginnt.
          Die letzten Science fiction, die ich gelesen habe, waren von Stanislav Lem, Summa technologiae, seine Satiren über den technologischen Fortschritt und menschliche Hybris, und natürlich „Solaris“, das steht noch immer im Bücherregal.
          Ich nehme an, Sie kennen ihn.

          Wir nehmen in den technischen Fortschritt überall unsere „schwierige“ Psyche mit, eine Steinzeitpsyche, bisweilen recht aggressiv und irrational.

  17. Elon Musk will schon 2024/26 seine Mars-Colonization-Rocket bereit haben.

    “We might be able to complete that [rocket] in about 10 or 12 years, and hopefully the first people we’d send to Mars would be around the middle of the next decade.

    Elon Musk hat sich etwas viel vorgenommen,. so viel, dass man sogar an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln muss, wenn man beispielsweise folgendes liest:

    we’re talking about rockets on a scale, a bigger scale than has ever been done before, that make the Apollo Moon rocket look small. And they would have to launch very frequently as well. [reusable]

    “That’s what’s needed in order to send millions of people and millions of tons of cargo to Mars, which is the minimum level to have a self-sustaining civilization on Mars.

    Millionen von Leuten auf dem Mars. Das scheint Grössenwahnsinn. Solch ein Unternehmen hätte mit der heutigen Raumfahrt nichts mehr gemein.

    • Das scheint Grössenwahnsinn.

      Marketing, hier wohl Extreme-Marketing, lol; andererseits gehört Klappern zum Handwerk. Eine gewisse Medienpräsenz ist jedenfalls erreicht worden. – Wie sich die Sache später realiter darstellt, ist eine andere Sache. Vermutlich wird sie aber so angelegt sein, dass die Passagiere eine faire Chance (die bisher nicht erkennbar ist, korrekt) haben.
      MFG
      Dr. W

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