Schwarze Sonne, rotes Land

Um es schonmal vorweg zu sagen: Ja, ich habe sie gesehen, die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli. Zwar nicht perfekt unter wolkenlosem Himmel, aber trotz durchziehender Schleier zeigten sich Perlschnur, Diamantring und Korona. Alles in allem ein ungeheuer beeindruckendes, wenn nicht gar das beeindruckendste Naturschauspiel, das unser Universum überhaupt zu bieten hat. Hier also mein Reisebericht über fünfeinhalb Minuten Totalität und ein nicht minder faszinierendes Gastland.

Jener kosmische Zufall, der uns Mond und Sonne trotz ihrer völlig unterschiedlichen realen Größen dank ausgleichender Entfernungen am Himmel etwa gleich groß erscheinen läßt, ruft in regelmäßigen Abständen eine ganz besondere Spezies Mensch auf den Plan: Sonnenfinsternis-Touristen. Dabei handelt es sich um Leute, die auch an die entlegensten Orte der Welt reisen, um sehen zu können wie sich der Mond vor die Sonne schiebt. Heutzutage sind das im Allgemeinen keine Wissenschaftler mehr, die aus der Beobachtung der Finsternis neue Erkenntnisse gewinnen wollen, aber auch nur zum Teil eingefleischte Amateurastronomen, die dieses astronomische Ereignis beobachten und fotografieren wollen. Die restlichen Finsternisbegeisterten sind einfach nur vom Anblick des hellen Strahlenkranzes der Korona und der rotleuchtenden Chromosphäre während der Totalität in den Bann gezogen.

Je nachdem wohin es geht machen sich Sonnenfinsternisreisende entweder auf eigene Faust (meist in Kleinstgruppen) auf den Weg in Richtung Zentrallinie oder kommen in größeren Reisegruppen, die dann oft auch gemeinsam noch Land und Leute kennenlernen wollen. In den letzten Jahren haben sich einige Reiseveranstalter etabliert, die sich auf Astronomieinteressierte und Sonnenfinsternisreisen spezialisiert haben und entsprechende Pauschalreisen im Angebot haben. Ich selber sollte bei dieser Finsternis für den Reiseveranstalter Wittmann Travel, der die SuW-Leserreisen organisiert, eine Kurzreise nach China als astronomische Betreuung begleiten. Eine knappe Woche nur sollte unsere Gruppe im Land der Mitte unterwegs sein, – ein kurzer Trip, ideal für jemanden der China schon gut kennt oder für Berufstätige mit wenig Zeit, die die Sonnenfinsternis aber dennoch unbedingt verfolgen wollen.

Am Samstag dem 18. ging es los. Gegen Mittag traf die Gruppe am Frankfurter Flughafen zusammen um mit China Eastern Airlines Richtung Shanghai aufzubrechen. Die Maschine teilten wir übrigens mit den Kollegen von Eclipse-Reisen. Ich selber war schon am Vortag angereist, um garantiert rechtzeitig vor Ort zu sein. Die Verspätung meines Zuges schien mir diesbezüglich rechtgeben zu wollen. Die Flugroute führte uns bis auf über 60° nördliche Breite obwohl unser Ziel weit südlich liegt. Der Flug bescherte uns dennoch ein unerwartetes Schauspiel, über Stunden hinweg waren Leuchtende Nachtwolken sichtbar, dazu die schmale Mondsichel über dem Horizont.

Böse Geister abhaltende Zickzackbrücke am Yu-Garten 

Früh am Morgen Ortszeit in Shanghai angekommen mußten wir feststellen, daß unser chinesischer Reisebegleiter uns erst nachmittags erwartet hatte, Erschöpft von dem langen Flug galt es nun auf Ersatz zu warten, bevor es mit dem Maglev, dem chinesischen Transrapid, endlich in Richtung Hotel ging. Nachmittags konnten wir dann zu unserer ersten Shanghai-Tour aufbrechen: Volles Programm mit Altstadtbesichtigung, Yu-Garten und eindrucksvoller Aussicht über die smogverseuchte Stadt vom Jin-Mao-Hochhaus. Ausgerechnet während unseres Aufenthalts erlebte Shanghai die heißesten Tage des Jahres. Zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit wurde der Tag damit eine äußerst anstrengende Angelegenheit, besonders für uns die wir uns natürlich noch nicht akklimatisiert hatten.

Shanghai so weit das Auge durch den Smog reicht

Am nächsten Tag machten wir einen Tagesausflug nach Suzhou, zwei Gärten standen dort auf dem Programm, der große Garten des bescheidenen Beamten und der kleine aber feine Garten des Meisters der Netze. Nach dem Mittagessen ging es dann in eine Seidenspinnerei, natürlich nicht ohne anschließenden ausgiebigen Aufenthalt im angeschlossenen Verkaufsbereich.
 
Lotusmeer im Garten des bescheidenen Beamten
Bootsfahrt durch die Altstadt Suzhous, dem Venedig Chinas 

Am 21. Juli ging es dann weiter nach Wuhan im östlichen Zentralchina, wo wir die Finsternis am nächsten Tag an einem See nördlich der Stadt gemeinsam mit den fünf anderen Reisegruppen unseres Reiseveranstalters beobachten wollten. Unser Hotel dort bot eine großartige Aussicht über den Yangtse-Fluß und die Stadt, besonders nachts von der Bar im 39. Stock aus. Am Abend trafen sich die Teilnehmer aller Reisegruppen um noch ein paar einleitenden Worten von Joachim Biefang über die Finsternis selber zu lauschen, um sich bei Matthias Rückemann vom Astrotreff noch letzte Tips für Fotos abzuholen und um meine mitgebrachte Rolle Sonnenfolie in unzählige Filter für Kameras, Teleskope und Ferngläser zu verwandeln.

Die partielle Phase der Finsternis  

Weil die Finsternis ja schon morgens begann, hieß es am nächsten Tag zeitig aufzustehen. Besonders die Photographen – ich war einer von ihnen – wollten sich die besten Plätze am Beobachtungsort sichern und nahmen daher schon die ersten Busse um 5 Uhr morgens. Obwohl die Straßen um diese Uhrzeit noch menschenleer waren, ganz anders als tagsüber, brauchten die Busse wegen der schlechten Straßen doch über eine Stunde zum etwa 30 km entfernten Wu-Hu See. Zielstrebig suchten sich die Finsternisbeobachter passende Plätze für sich und ihre Teleskope, und auch ich baute mein Equipment mitsamt Computersteuerung zügig auf. Skeptische Blicke wanderten allerdings schon jetzt in Richtung Sonne, der Himmel war nicht mehr klar wie noch früh morgens bei unserer Abfahrt vom Hotel sondern mit Schleierwolken überdeckt. Vor dem ersten Kontakt bildete sich ein Halo um die Sonne. Denn noch waren wir guten Mutes, frühstückten ersteinmal ausgiebig und testeten unsere Gerätschaften. Im Laufe der partiellen Phase verschlechterte sich jedoch die Wettersituation zusehends. Die Wolken wurden dichter, und bald konnte man völlig ohne Filterfolie die Sonnensichel ablichten, so wie ich es schon 1999 erlebt hatte. Eine größere Wolkenlücke im Zenit wollte sich partout nicht in Richtung Sonne begeben, auch nicht als der Finsterniswind einsetzte.

Zeitserie des 2.Kontaktes
 
Zeitserie des 3. Kontaktes

Aus dem Westen sah man schließlich den Mondschatten heraneilen, schlagartig wurde es finster und die Landschaft hüllte sich in unwirkliche Dämmerungsfarben. Die Korona leuchtete durch die Wolkenschleier hindurch, im Teleskop ein prächtiger Anblick. Zeitweise verschwand sie hinter dichteren Wolkenschichten, dafür wurden aber ein paar helle Sterne und die Venus in den Wolkenlücken sichtbar. Die parallaktisch montierte Kamera mit dem Teleobjektiv überließ ich voll und ganz der Computersteuerung und konzentrierte mich darauf, Eindrücke von der Finsternis mit meinen eigenen Augen wahrzunehmen. Trotz Bewölkung ein unglaublicher Anblick. Da beginnt man die Finsternis-Süchtigen zu verstehen. Plötzlich blitzte am Sonnenrand der Diamantring auf und es wurde fast schlagartig wieder hell. Im späteren Verlauf der partiellen Phase wurde es auch wieder richtig klar, und schließlich stand die Sonne wieder unbedeckt und wie in den letzten Jahren so häufig auch fleckenlos am Himmel.

Diamantring

Zurück im Hotel zeigte eine Überprüfung der aufgenommenen Photos, daß die Bildausbeute gar nicht so schlecht war. Natürlich waren viele Aufnahmen wegen der Wolkenschleier unterbelichtet, aber andere zeigten sehr gut, was ich hatte aufnehmen wollen, wenn auch eben mit den Wolken im Bild. Ich hatte vorgehabt, mit dem kleinen aber feinen Programm Fitswork Bilder der Korona mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zu kombinieren und mithilfe des Larson-Sekanina-Filters die koronalen Streamer herauszuarbeiten. Durch die zu kurzen Belichtungszeiten während der Bewölkung gingen dabei nun die äußeren Bereiche der Korona verloren, trotzdem kann man auf dem fertigen Bild die entsprechenden Strukturen erkennen. Sehr gut gelungen sind auf die Bilderserien des 2. und 3. Kontaktes mit Perlschnur und Diamantring.

Kombination mehrerer Einzelaufnahmen der Totalität, zusätzlich mit dem Rotationsgradientenfilter nach Larson und Sekanina bearbeitet um Strukturen herauszuarbeiten

Nach dem aufregenden aber auch anstrengenden Vormittag in der Sommerhitze Chinas haben sich die meisten Finsternisbeobachter bis zum großen Gala-Dinner am Abend ersteinmal im Hotel erholt. Beim festlichen gemeinsamen Abendessen der Teilnehmer aller Gruppen wurden so viele Köstlichkeiten aufgetragen, daß wir mit dem Essen gar nicht mehr hinterherkamen. Wie schon in den vorangegangenen Tagen aßen wir klassisch chinesisch in Gruppen von bis zu zehn Leuten an einem runden Tisch mit einem großen Drehteller, auf dem die verschiedenen Bestandteile des Menüs herumgereicht werden. Und natürlich versuchten sich die meisten Teilnehmer auch mit Stäbchen.

Shanghai als Stadt der Lichter. Auch unser Hotel in Wuhan konnte mit einem kräftigen Skybeamer aufwarten

Für unsere Kurzreisegruppe hieß es am nächsten Tag schon wieder nach Shanghai zurückzukehren. Dort erwartete uns noch der Rest unseres Programms, ein Besuch im Jadebuddha-Tempel und als krönender Abschluß der Reise eine Hafenrundfahrt während der Dämmerung. Als wir auf dem Flughafen auf den Abflug unseres wegen starker Gewitter verspäteten Fliegers zurück nach Frankfurt warteten, machte sich dann schließlich und endlich die Erschöpfung bemerkbar, die das eng gestrickte Programm inklusive Sonnenfinsternis bei den Teilnehmern hinterlassen hatte. Dennoch, trotz nicht perfekter Totalität sind denke ich die meisten von uns zufrieden heimgekehrt. Eines kann ich jedenfalls mit Sicherheit sagen: Obwohl wir von China nur einen winzigen Bruchteil kennengelernt haben, der zudem arg touristisch geprägt war, unsere Reise hat Lust auf mehr gemacht.


Die Überschrift ist übrigens eine Abwandlung des Buchtitels "Rote Sonne, schwarzes Land", im englischsprachigen Original "Green City in the Sun". Die Familiensaga von Barbara Wood spielt allerdings nicht in China, sondern in Kenia und seiner Hauptstadt Nairobi.

Carolin Liefke

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Astronomin in vielerlei Hinsicht, so könnte man mich mit wenigen Worten beschreiben. Da ist zunächst einmal die Astrophysikerin, die an der Hamburger Sternwarte über die Aktivität von Sternen promoviert und dabei hauptsächlich mit den Röntgensatelliten Chandra und XMM-Newton gearbeitet hat, aber auch schon am Very Large Telescope in Chile beobachten durfte. Auslöser ihres beruflichen Werdegangs war ein engagierter Lehrer, dessen Astronomie-AG sie ab der 7. Klasse besuchte. Ungefähr zur selben Zeit erwachte auch die Hobbyastronomin, die anläßlich des Einschlags des Kometen Shoemaker-Levi 9 auf den Jupiter begann, mit einem russischen Feldstecher vom Flohmarkt den Tanz der Jupitermonde zu verfolgen. Heutzutage freut sie sich über jede Gelegenheit, mit ihrem 16-zölligen Dobson tief im Odenwald fernab der Lichter der Rheinebene auf die Jagd nach Deep-Sky-Objekten zu gehen. Und da Amateurastronomen gesellige Wesen sind, treffe ich mich gerne mit Gleichgesinnten, zum Beispiel zum gemeinsamen Beobachten. Auch nach meinem Umzug von der Großstadt Hamburg in das schöne Universitätsstädtchen Heidelberg halte ich engen Kontakt zu meinen Vereinskameraden von der Hamburger Gesellschaft für volkstümliche Astronomie und dem Astronomieverein meiner Jugend, dem Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck. Seit einigen Jahren bin ich außerdem in dem Internetforum Astrotreff aktiv, wo ich Teil des Moderatorenteams bin. Um meine Faszination an der Astronomie an andere weitergeben zu können, besonders an Kinder und Jugendliche, habe ich mich seit Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit engagiert, habe populärwissenschaftliche Vorträge gehalten und Schülergruppen betreut, die in Hamburg das Institut besucht haben. Diese Leidenschaft habe ich nun zu meinem Beruf gemacht. Hier in Heidelberg arbeite ich in einem kleinen aber feinen Team am Haus der Astronomie. Hiermit lade ich Sie ein, lieber Leser, an all diesen Facetten meines Astronomendaseins teilzuhaben. Mal witzig, mal spannend oder nachdenklich, manchmal auch persönlich oder mit Aha-Effekt. Carolin Liefke

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Mühe

    Du hast Dir aber viel Mühe mit dem Bericht gegeben. Dafür ist es auch ein besonders guter mit tollen Bildern.

    Wie lange hast Du für das Bild von der Totalität gebraucht?

  2. Bildbearbeitung

    Hallo Martin,

    so viel Mühe war das gar nicht. Die Rohbilder hat mir ja wie schon berichtet mehr oder weniger einfach nur der Computer per Skript erzeugt und die dann zusammenzubauen und die Strukturen herauszuarbeiten ist auch gar nicht so schwer. Wegen der durchziehenden Wolken ist auf den kurzbelichteten Bildern kaum etwas zu erkennen, eine Sekunde Belichtungszeit braucht es schon.

    Für die Sonnenfinsternis 2006 über der Türkei hat hartwig Lüthen, von dem ich auch Kamera, Teleobjektiv und GPS dafür geliehen hatte eine entsprechende Anleitung für das Programm Fitswork ins Netz gestellt. Man muß wegen der wolken noch etwas mehr puzzeln, und auch die Tatsache, daß die Finsternis so lange dauerte, so daß sich Bilder von Anfang und Ende der Finsternis nicht mehr kombinieren lassen, macht einem die Bearbeitung nicht leichter. Trozdem ist es auch für mich als Nicht-Bildbearbeitungsprofi gar nicht so schwer gewesen, das Bild hinzubekommen. Ich werde wohl am Wochenende auch noch weiter an den Aufnahmen feilen.

    Carolin

  3. Auf die Finsternis anstoßen

    Oh ja, Kiste 128 haben wir geleert. Ich war übrigens nicht die einzige die solche Fläschchen dabeihatte, aber ich behaupte mal, meine Kiste 128 war die beste 🙂

    Unser chinesisches Reisebüro hatte außerdem chinesischen Sekt (der aber irgendwie mehr wie verwässerter fermentierter Fruchtsaft schmeckte) und chinesisches Bier besorgt, womit die Beobachter im Anschluß anstoßen konnten.

  4. Sonnenfinsternis

    Echt klasse Artikel. Schön bebildert und anschaulich geschrieben! So müssen Blogposts sein. Ich war an besagtem Tag auch auf Suche und konnte einen schönen Platz zum Beobachten finden.

  5. Die Welt ist ein Dorf

    Ich musste erstmal lachen,als ich deinen Artikel gelesen habe, denn ich wohne hier in Wuhan. Wie klein die Welt doch ist… 🙂 Sonst schein der Blog ja immer so weit weg zu sein in Deutschland.

    Konnte die SoFi von meiner Wohnung aus sehen und kann deine Faszination ganz nachvollziehen. Denke das ich jetzt angefixt wurde mit Sonnenfinsternissen. 5 min Totaliät waren wirklich einmalig. Die naechste Sofi ist aber zum Glück schon im Januar in Tschingtao. Da kann man auch gleich noch ein bisschen Deutsche Kultur besichtigen.

    Kleine Beobachtung am Rande.
    Während ich mir meine SoFi-Brille aus Deutschland von Astromedia geholt hatte. Durfte ich auch mal die Brillen meiner chinesischen Kollegen „bewundern“. Die sahen von außen sehr gut aus, aber wenn man durchblickte, war man entweder blind(0 Sichtschutz) oder das Bild war verschwommen. Macht also doch was her, dass die in Deutschland geprüft sind. Wer keine Brille hatte, nahm halt einfach ein Röntgenbild. Man konnte also Omas verschließene Hüfte und den gebrochenen Arm vom Enkel sehen. 🙂

  6. @ Patrick

    „Die naechste Sofi ist aber zum Glück schon im Januar in Tschingtao.“

    Das ist doch die Ecke, wo mal ein paar Deutsche waren. Ich hatte vor Jahren mal ein Tsingtao Bier getrunken und dachte soooo viel anders schmeckt das ja gar nicht. Bis ich dann erfuhr, daß es ursprünglich mal eine deutsche Brauerei war. Mittlerweile sollen sie aber Mais statt Gerste verwenden. Naja, Bier scheint den Chinesen wohl auch zu schmecken.

  7. @Daniel

    Moin Daniel,

    wie mir scheint, habt ihr in Wuzhen während der entscheidenden 5 1/2 Minuten die besten Sichtverhältnisse von allen Beobachtergruppen gehabt, deren Ergebnisse ich bislang so gesehen habe. Nachdem wir unsere Wolken-Totalität hatten, war ich fest davon überzeugt, daß es am nächsten Tag im Netz nur so von Bildern wimmeln würde, die wesentlich besser sein würden, als das was wir bei Wuhan ablichten konnten. Aber bis heute sind ja vergleichsweise wenig Aufnahmen zu finden und wir zählen dann wohl doch eher zu denen die mehr Glück hatten, immerhin haben wir überhaupt irgendetwas gesehen.

    Bei uns im Hotel wimmelte es nur so fvon Sonnenfinsternis-Touristen, da haben die sich einen Extra-Hinweis geschenkt. Eine Wettervorhersage gabs bei uns allerdings auch:

  8. @Patrick

    Hallo Patrick,

    ja, manchmal ist die Welt wirklich ein Dorf. Beim Rückflug traf ich doch glatt zwei Freunde aus meinem Lübecker Astroverein, die mit derselben Maschine nach Hause wollten. Die beiden hatten die Finsternis übrigens in der Nähe von Shanghai beobachten wollen, sind aber leider total eingeregnet…

    Ansonsten kommt mir China wie alles Mögliche nur nicht wie ein Dorf vor, auch wenn ich nur kurz reinschnuppern durfte. Zumindest in den Großstädten pulsiert das Leben (zumindest bis um 22 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden *g*), alles ist im Wandel…

  9. Wetterbericht

    Euer Hotel verbreitet Optimismus. Was ich aber vermisst habe, sind SoFi-T-Shirts. 2008 wurde vielfach bemängelt, dass es lediglich T-Shirts westlicher Veranstalter gab. Ergo haben wir keine produziert, sondern auf die Chinesen gesetzt. Aber die sind doch nicht alle so geschäftstüchtig. Wir haben bei der ITB stundenlang vergeblich auf die Leute von Wuzen eingeredet – die hatten einfach Angst, auf der Produktion sitzen zu bleiben. Auch die Hoffnung, dass sich kurzfristig doch noch etwas tut, hat sich nicht erfüllt. Ein Hotel in Jinshan war risikofreudiger und hatte bereits am Sonntag vor der SoFi qualitativ welche im Angebot (Foto hier: http://www.sofi2009.de/2009/bericht/DSC01276.JPG ). Im World Financial Center Shanghai soll es auch welche gegeben haben. Hat sonst jemand irgendwo SoFi-Shirts autochthoner Provenienz gesehen?

    Viele Grüße aus Bonn!

    Stefan

  10. Sofi-Merchandise

    Moin Stefan,

    jetzt wo du es sagst, du hast absolut recht. Wir hatten ja unsere eigenen T-Shirts dabei, von daher ist mir das wohl bislang nicht aufgefallen.

    Unsere Reisebegleiter vor Ort meinten zwar allesamt, die Bevölkerung wäre im Vorwege gut über die Sofi informiert worden. Wie es scheint, ist den entsprechenden Merchandise-Produzenten aber nicht der Gedanke gekommen, daß man mit passenden Souvenirs bei den Sofi-Touristen nochmal extra verdienen könnte.

  11. Beste Sicht und beste Hemden

    @Carolin: Wenn ich nach der Berichtslage (inzwischen kam noch viel mehr dazu) gehe, waren die besten Plätze auf dem asiatischen Festland Varanasi in Indien(!), die Umgebung von Chongqing und Hangzhou (am Westsee) in China, von wo gerade diese tollen Bilder kamen – völlig klare Sicht gab es ferner im Pazifik auf der Costa Classica (die mit 6:41 auch die längstmögliche Totalität hatte) und auf dem Enewetak-Atoll.

    @Stefan: In Shanghai liefen am Abend des SoFi-Tages viele Touristen mit drei oder vier unterschiedlichen SoFi-T-Shirt-Designs herum, alle mit „Shanghai“ im Schriftzug. Eine Sorte davon wurde auch auf der alten Sternwarte in Sheshan verkauft, die wir direkt nach der SoFi besichtigten – und deren Geschenkeladen leerte sich wie nix.

    Ansonsten gab’s als SoFi-Souvenirs noch – jeweils sehr aufwändig gestaltet – ein Buch und eine extrem dicke Sonderausgabe der chinesischen Amateur-Astronomen-Zeitschrift, auch beides in Sheshan zu haben. Hingegen sind mir an den Tagen vor der SoFi (wir waren permanent „in der Zone“) in keiner Stadt SoFi-Brillen untergekommen; 2008 gab’s die in Beijing u.a. an den Olympia-Infoständen am Planetarium.

  12. @Daniel

    Ich war mal so frei, den Link in deinem Beitrag oben auch noch zu reparieren – die Leerzeichen, die drin enthalten sind, waren schuld.

    Sehr beeindruckende Bilder im übrigen – und von den Marshall-Inseln auch landschaftlich-strandurlaubstechnisch nicht schlecht 🙂

    Daß man in Indien entgegen der Erwartungen bessere Verhältnisse hatte als bei uns in China, ist schon zu uns durchgedrungen, als wir noch dort waren. Die üblichen Verdächtigen unter den Finsternisbeobachtern haben sich aber wohl allesamt nicht dorthin getraut, zumal die Finsternis dort ja auch schon so früh am Morgen war.

  13. Schwarze Sonne, rotes Land

    Wahnsinnig toller Artikel. Das war bestimmt eine unglaublige Arbeit und dazu auch noch mit so schön ausgewählten Bildern! So müssen Blogposts sein. Danke schön 🙂

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