Zukunftsprojekte der Raumfahrt & Space 2013

Heute will ich ein wenig Werbung in eigener Sache betreiben, denn in dieser Woche wurden gleich zwei Bücher von mir veröffentlicht. Das eine trägt den Titel „Zukunftsprojekte der Raumfahrt“ und ist in der Serie der „Typenkompasse“ des Stuttgarter Motorbuch-Verlages erschienen, das andere ist das Raumfahrtjahrbuch „SPACE“ das seit wenigen Tagen in seiner zehnten Inkarnation als „SPACE 2013“  auf dem Markt ist.

„Zukunftsprojekte der Raumfahrt“ ist der nun schon der achte „Typenkompass“, den ich veröffentliche. Diese Buchreihe sich vor allem durch ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis aus. Die Bändchen bieten Informationen mit hoher Dichte auf 128 – 144 Seiten und sie kosten nur – wie der neue „Tyko“ auch – 9.95 €.

In der aktuellen Ausgabe werfe ich einen Blick in die Zukunft der Raumfahrt und versuche dabei an einigen älteren und neuen Ideen deren Realisierungswahrscheinlichkeiten für die nächsten 100 Jahre auszuloten. Das Buch ist in zwei Hauptsegmente aufgeteilt. Teil eins beschäftigt es sich mit Antrieben. Hier beschreibe ich zehn Verfahren mit Zukunftspotential. Im zweiten Teil werden 10 ausgewählte Projekte im Detail beschrieben. Der Untertitel „seit 1957“ weist darauf hin, dass manche dieser Ideen und Projekt schon seit langem diskutiert und immer wieder dem neuesten Stand der Technik angepasst werden.

Das Buch wendet sich hauptsächlich an den interessierten Laien, ist aber sicher auch für den „Profi“ nicht uninteressant, denn ich denke, so genau wissen auch von denen die meisten nicht über das „SABRE-Triebwerk“, den „Buzzard-Ramjet“ oder den „Elektromagnetischen Katapultantrieb“ Bescheid, oder haben sich bisher eher nur marginal über Projekte wie „Skylon“, „Nautilus X“ oder den „StarTram“ informiert.

Das kleine Werk ist überall im Buchhandel erhältlich oder kann auch bei allen großen Internetanbietern wie Amazon oder Libri bezogen werden. Oder aber direkt bei mir und dann mit einer Widmung, allerdings auch einer Versandkostenpauschale von einem Euro.

Seit einigen Tagen ist auch SPACE 2013 erhältlich, die inzwischen 10. Ausgabe dieses Jahrbuchs, das es seit 2004 gibt. Auch SPACE bietet mit einem Preis von 16,90 € ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis. Auf über 300 Seiten ist es ein buntes Raumfahrt-Potpourri mit Berichten, Analysen, Meinungen, Statistiken und etwa 200 Bildern. Das Werk ist inzwischen ein Klassiker und ich rate dazu, bald zuzugreifen wenn Interesse besteht, denn es gibt stets nur genau die eine Auflage.

So ist beispielsweise die Ausgabe 2008 leider vollständig vergriffen und auch bei anderen früheren Ausgaben neigen sich die geringen Restbestände dem Ende zu.

Die Inhalte von SPACE 2013 beschäftigen sich unter anderem mit der großen, international beachteten Mars-Simulation des Österreichischen Welraumforums unter dem Titel: „Von der Riesen-Eishöhle zu den Sieben Schwestern“, mit der Landung von Curiosity auf dem Mars, die in zwei Artikeln detailliert beschrieben wird,  mit der steil aufsteigenden (immer schön bildhalft bleiben) chinesischen Raumfahrt unter dem Titel „Shenzhou 9: Höhenflug mit dem himmlischen Schiff“, mit der Privaten Raumfahrt und hier vor allem mit den bemerkenswerten Ergebnissen von SpaceX und dem Erstflug der Vega zu Beginn dieses Jahres.

Es gibt Essays zum Thema „Welchen Wert hat das Leben eines Astronauten?“ oder zur Situation der Raumfahrt in Russland (Titel: „Mastbruch: Russland scheitert erneut am Mars“) und es gibt einen Gastbeitrag aus der Schweiz über die Firma Contraves, welche die Nutzlastverkleidungen für die Ariane und die Atlas 5 herstellt (Titel: „Schweiz schützt Satelliten“).

Wie jedes Jahr bietet das Buch auch in dieser Ausgabe Berichte zur Geschichte der Raumfahrt (Titel:„Pilot & Caleb: Amerikas unbekannter Weg in den Orbit“) wie zu seiner Zukunft (Titel: „Newcomer in der privaten Raumfahrt: Unternehmen Stratolaunch“).

Und dann finden sich darin wie jedes Jahr die drei Siegertitel des Science-Fiction Kurzgeschichten-Wettbewerbs des Vereins zur Förderung der Raumfahrt (VFR), eine sehr detaillierte Jahreschronik die jeden einzelnen Weltraumstart des Berichtszeitraums im Detail beschreibt, eine ausführliche Statistik, Bilder des Jahres und noch vieles mehr, unter anderem ein großer Bildteil.

Auch dieses Buch kann auf Wunsch direkt bei mir erworben werden. Ich versehe es dann mit einer Widmung, muss dann allerdings auch eine Versandkosten-Pauschale von zwei Euro berechnen, denn der Band wiegt fast ein Kilo.

Ich bin Raumfahrt-Fan seit frühester Kindheit. Mein Schlüsselerlebnis 1963. Ich lag mit Masern im Bett. Und im Fernsehen kam eine Sendung über Scott Carpenters Mercury-Raumflug. Dazu der Kommentar von Wolf Mittler, dem Stammvater der TV-Raumfahrt-Berichterstattung. Heute bin ich im "Brotberuf" bei Airbus Safran Launchers in München im Bereich Träger- und Satellitenantriebe an einer Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik tätig. Daneben schreibe ich für Print- und Onlinemedien, u.a. für Astronomie Heute, Raumfahrt Concret und vor allem für mein eigenes Portal, "Der Orion", das ich zusammen mit meinen Freundinnen Maria Pflug-Hofmayr und Monika Fischer betreibe. Ich trete in Rundfunk und Fernsehen auf, bin Verfasser und Mitherausgeber des seit 13 Jahren erscheinenden Raumfahrt-Jahrbuches des Vereins zur Förderung der Raumfahrt (VFR). Aktuell erschien in diesen Tagen beim Motorbuch-Verlag "N1 - Moskaus Mondrakete". Bei diesem Verlag sind in der Zwischenzeit insgesamt 16 Bücher von mir erschienen, zwei davon werden inzwischen auch in den USA verlegt. Daneben halte ich etwa 20 mal im Jahr Vorträge bei den verschiedensten Institutionen im In- und Ausland. Mein Leitmotiv stammt von Antoine de Saint Exupery: Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge zu verteilen und Arbeit zu vergeben, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten unendlichen Meer. In diesem Sinne: Ad Astra

9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. kleine Verwirrung

    Herr Reichl,
    ich lese Ihre Beträge immer gern, um so besser, das Sie auch auf gebundene Werke von Ihnen aufmerksam machen. Nun bin ich grad am shoppen bei Amazon und entdeckte auch noch zwei andere interessante Bücher: „Das Raketentypenbuch“ und „Trägerraketen seit 1957 (Typenkompass)“ nur, wo ist der Unterschied?

  2. Keine Verwirrung

    Der Unterschied liegt im Format. „Das Raketentypenbuch“ ist sehr ausführlich (330 Seiten), geht im Detail auf die Geschichte jedes Trägers ein, behandelt zusätzlich alle wesentlichen Startplätze der Welt und die Raumfahrtgeschichte der einzelnen Nationen. Es ist in einigen Aspekten aber auch schon überholt (5 Jahre sind in der Raumfahrt eine lange Zeit), so ist zum Beispiel die Firma Kistler Bankrott gegangen, die Starts der Angara haben sich weit über das damals von mir vermutete Datum hinaus verschoben, die brasilianische VLS kommt immer noch nicht von der Rampe, von den chinesischen Trägern gibt es heute im Gegensatz zu damals brilliante Bilder und ähnliches mehr. Die raumfahrtgeschichtlichen Aspekte in diesem Buch sind natürlich nicht so sehr „verderbliche Ware“. Wegen der nicht mehr ganz ausreichenden Aktualität wird das Buch übrigens jetzt erheblich günstiger verkauft als 2007 (damals kostete es 29,90 €). Der nun sehr günstige Preis bewirkt, dass das Buch derzeit praktisch schon ausverkauft ist. Es dürften nur noch wenige Exemplare geben. Der Verlag plant hier übrigens vorläufig keine Neuauflage (was aber eher an meiner begrenzten Schreibkapazität liegt, denn ich habe inzwischen schon weitere Titel beim Motorbuch-Verlag in Arbeit).

    Der Typenkompass ist eine aktualisiere, verknappte Form des Raketentypenbuchs. Er geht nicht auf allgemeine raumfahrtgeschichtliche Aspekte einzelner Nationen ein, beschreibt auch keine Startplätze und es sind auch nur etwa 40 % der Raketentypen geschildert, die es im „großen“ Buch gibt. Speziell seltene Einzelstücke oder schon fast vergessenen historische Träger werden im Typenkompass nicht behandelt. Da sind wirklich nur die bekannten und berühmten drin. Immerhin sind auch da etwa 60 verschiedene Typen beschrieben und alleine die Grafiken von Dietmar Röttler (der auch das große Buch illustriert hat) sind ein Genuss.

  3. Ebook

    Hm, stimmt. Ich habs grade ausprobiert, trotz des kleinen Formates wiegt der Typenkompass immer noch doppelt so viel wie ein Kindle. Allerdings lebt das Buch auch ziemlich von seinen Bildern, und das kommt im Ebook immer nicht so gut rüber. Aber ich red mal mit dem Verlag.

  4. Ich würde das große Buch gerne bei Ihnen bestellen (einmal für mich, einmal für einen guten Freund mit Widmung), aber ich sehe (übersehe?) Ihre E-Mail-Adresse hier nicht – wohin übermittle ich Ihnen denn Adresse etc.?

  5. jk – Kontaktdaten

    Einfach auf das Bild rechts oben klicken oder auf den Namen „Astra“ hier bei den Antworten. Dann erscheinen in meiner Kurzbio auch E-Mail Adressen.

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